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Metformin = Appetitszügler?

  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 81
    Mitglied seit: 07.09.2016
    am 18.11.2016 20:48:10 | IP (Hash): 1896414993
    Hallo liebe Community,

    nach 7monatigem Kampf gegen das leidliche Übergewicht, enormer Lebensweisenüberdenkung und -umstellung usw. hab ich nun meine Ziele erreicht und stehe vor meinem nächsten Arzttermin!

    Im April mit HbA1C von 10,2 bekam ich 850 mg Metformin, eine Morgens, eine Abends. Hab mich nicht in mein Schicksal ergeben, sondern hier sogar von einer klinischen Diät gelesen, bzw. dass Diab. 2 sogar wieder ganz verschwinden kann.
    Tägliches Blutzuckermessen (1 mal morgens) und der nächste Check im Sommer des HbA1C-Wertes (5,9) verrieten mir, dass ich mich auf dem richtigen Wege befand. Meine Kleidung verriet mir dies ebenfalls^^

    Hatte ich vor der Diagnose keinen richtigen Anlaß zum Abnehmen, hatte ich dies mit der Diagnose auf jeden Fall. Ich hab mich hingesetzt und meine Essgewohnheiten durchdacht, geschaut, was mache ich verkehrt, Hier getüftelt, dort korrigiert. Die Essensmenge war im Vorfeld definitiv zu hoch, Nach dem Abendessen mußte mein Bauch richtig voll sein und teilweise so straff, dass ich mich kaum noch bewegen konnte.
    Mit der Diagnose fiel es mir am Anfang mit mal sehr leicht, weniger zu essen und auch nicht aus langer Weile zu essen, Ich mußte nicht mehr bis zum *platzen* futtern, sondern kam mit mal mit viel viel weniger aus. Ich habe gelesen, dass Metformin auch ein Appetitszügler ist. Es ist durchaus möglich, dass dieses Medikament mir dabei enorm geholfen hat, das alles so durchzuziehen.

    Sport war die andere Hälfte. Da es jetzt auf den Winter zugeht, hat sich dieser aber nun leicht reduziert bzw. verändert. Bin ich im Sommer täglich meine 15 km skaten gewesen, geh ich nun 2 - 3 mal die Woche ins Fitnessstudio.

    Jetzt steh ich bei HbA1C von 4,5. Mein Arzt hat mich nun zu einem weiterführenden Gespräch eingeladen, da dieser Wert nun zu niedrig ist. Ich weiß noch nicht ganz genau was da wirklich auf mich zukommt, vermute aber, dass nun das Metformin reduziert oder vielleicht sogar ganz weggelassen wird. Und so gern ich auch das Metformin wieder absetzen würde, befürchte ich nun jedoch einen neuerlichen Kampf gegen evtl. steigenden Appetit. Mit dem Sport kämpfe ich auch noch, da Skaten definitiv mehr Spaß gemacht hat :D.

    Ist Metformin nun tatsächlich so ein Appetitszügler bzw. so ein Medikament, das dauerhaft über 7 Monate so wirkt, dass man leichter auf Essen verzichten kann? Oder ist meine jetzt aufkeimende Panik unbegründet und eine reine Kopfsache?
  • Rang: Erweitertes Mitglied
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    Beiträge: 5074
    Mitglied seit: 25.02.2011
    am 18.11.2016 23:57:27 | IP (Hash): 1737533591
    Hallo Laurana,

    erst mal meinen Glückwunsch und weiter so - toll was du geschafft hast :=)

    Ich denke, dass deine Panik unbegründet ist. Du überschätzt die appetitszügelnde Wirkung von Metformin, so stark ist die nicht. Außerdem wirkt Metformin besonders gut bei massiverr Insulinresistenz, wie du sie wahrscheinlich bei der Diagnose hattest. Mit deinen -20 kg hast du die IR sehr wahrscheinlich weitgehend überwunden. Das ist auch der Grund dafür, dass dein BZ wieder so gesund verläuft. Ohne Insulinresistenz und mit dem normal verlaufenden BZ dürfte das Metformin keine große Wirkung mehr entfalten. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich bei dir viel ändert, wenn du es nicht mehr nimmst. Freue dich lieber darüber, dass du die Tabletten los wirst.

    Beste Grüße, Rainer
  • Rang: Erweitertes Mitglied
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    Beiträge: 81
    Mitglied seit: 07.09.2016
    am 23.11.2016 11:15:37 | IP (Hash): 596777749
    Danke auch von Dir für die Glückwünsche. Dies hat mein Arzt gestern auch getan (also mir gratuliert) und natürlich brauch ich jetzt das Metformin nicht mehr nehmen.
    Meine zwischenzeitlich extrem schlechten Leberwerte, die ich im Sommer noch hatte, könnten durch das *Abnehmen* selbst ausgelöst worden sein, denn die sind nun auch wieder normal.

    Weitere Vorgehensweise: Gewicht halten und in 2 Monaten dann noch mal zur Blutabnahme. Offiziell gelte ich derzeit nun nicht mehr als Diabetiker, wobei die Diagnose allerdings stehen bleibt..

    Guter Nebeneffekt: Ich darf vermutlich in ein paar Wochen dann auch wieder zur Blutspende und ich bekomm vielleicht dann doch noch Silber oder Gold hin :)

    Danke an alle hier, wenn ich auch nicht viel geschrieben hatte, hab ich mir hier doch viele Tipps geholt. Unter anderem nützliche Links zu Typ II Studien. Auslöser, Zusammenhang zwischen Bauchumfang = Organfett und Typ 2 Diabetes. Mit einer gewissen Chance auf "Heilung". Erst das hat mich angetrieben, es zumindest auszuprobieren. Verlieren konnte ich ja nix.. außer Gewicht :D

    Ich werde weiter hart arbeiten müssen, um nicht wieder alte Gewohnheiten einreißen zu lassen.. Jetzt weiß ich ja was mit 10 kg Gewichtszunahme wieder droht :D

    Viele Grüße
    Laurana