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Blutzucker
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am 16.12.2016 06:55:21 | IP (Hash): 1385160418
Hallo meine Frage an euch wäre wie oft habt ihr Überzucker ?
Habt ihr jeden Tag ein Wert über 190 - 230 ? Oder is das selten
Ich habe jeden tag einen hohen wert auch wen er nur kurzfristig ist aber trotzdem jeden tag einen 200er Wert zu sehen macht mir angst und nimmt mir langsam meine ganze Lebensfreude weg.
Laut meinen Diabetologen ist das nix schlimmes wen der Wert nicht länger wie 1-2 Stunden hoch bleibt ?
Alles zum verzweifeln :(
Aja bin Diabetikerin Typ 1 und spritze Novorapid und Lantus .
Ich bitte euch um eure Erfahrungen
Danke schon in Voraus und schöne grüße -
am 16.12.2016 08:46:34 | IP (Hash): 2108455638
Hi!
Was meinst Du denn mit Überzucker? Während eines Bolus oder in den Zeiten dazwischen? -
am 16.12.2016 11:15:23 | IP (Hash): 1229230686
Der Verlauf unseres Blutzuckers setzt sich zusammen aus
+ dem Verlauf, den wir uns mit Essen & Trinken machen,
+ dem Verlauf, den wir uns mit den Medis machen,
+ dem Verlauf, den wir uns mit den Zeiten physischer Aktivität machen.
Es ist an jedem von uns, diese Verläufe bei sich selbst heraus zu finden und dann so aufeinander abzustimmen, miteinander zu synchronisieren, dass unser Blutzucker im Rahmen der Grenzen verläuft, die wir einhalten wollen.
Ein bisschen gemein, aber wenn Du also keine BZ-Ausflüge über 200 haben willst, brauchst Du dir nur keine zu machen.
Aber Vorsicht! Wenn Du einfach nur mehr Einheiten für weniger hohe Nachessens-Spitzen nach oben nimmst, machen die ne halbe bis ne Stunde nach der verhinderten Hochgebirgs-Spitze schnell mal ne tiefe Hypo-Schlucht!
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Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung. -
am 16.12.2016 17:00:41 | IP (Hash): 1512937919
hjt_Jürgen schrieb:
Der Verlauf unseres Blutzuckers setzt sich zusammen aus
+ dem Verlauf, den wir uns mit Essen & Trinken machen,
+ dem Verlauf, den wir uns mit den Medis machen,
+ dem Verlauf, den wir uns mit den Zeiten physischer Aktivität machen.
Es ist an jedem von uns, diese Verläufe bei sich selbst heraus zu finden und dann so aufeinander abzustimmen, miteinander zu synchronisieren, dass unser Blutzucker im Rahmen der Grenzen verläuft, die wir einhalten wollen.
Ein bisschen gemein, aber wenn Du also keine BZ-Ausflüge über 200 haben willst, brauchst Du dir nur keine zu machen.
Aber Vorsicht! Wenn Du einfach nur mehr Einheiten für weniger hohe Nachessens-Spitzen nach oben nimmst, machen die ne halbe bis ne Stunde nach der verhinderten Hochgebirgs-Spitze schnell mal ne tiefe Hypo-Schlucht!
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Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.
Ach ja, Jürgen. Tanja hat definitiv nach "Erfahrungen" gefragt. Mit deinem theoretischen Geschwurbel wird sie wenig anfangen können.
Wirst du jemals lernen eine direkte Frage zu beantworten oder kannst du es einfach nicht?
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am 16.12.2016 17:46:11 | IP (Hash): 1229230686
Mit genau dem, was Du theoretisches Geschwurbel nennst, mach ich mir seit Jahren nen meistens völlig gesunden BZ in der Spitze nach den Mahlzeiten bei 140-160 und mit vielleicht 1mal pro Monat ner Spitze an oder über 200. Und darum ging's doch, oder?
Und genau son theoretisches Geschwurbel gab's auch praktisch von Dok Teupe für Typ1, hab ich jedenfalls analog dazu gelernt.
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Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.
Bearbeitet von User am 16.12.2016 17:49:35. Grund: Ergänzung -
am 16.12.2016 18:40:51 | IP (Hash): 1512937919
hjt_Jürgen schrieb:
Mit genau dem, was Du theoretisches Geschwurbel nennst, mach ich mir seit Jahren nen meistens völlig gesunden BZ in der Spitze nach den Mahlzeiten bei 140-160 und mit vielleicht 1mal pro Monat ner Spitze an oder über 200. Und darum ging's doch, oder?
Und genau son theoretisches Geschwurbel gab's auch praktisch von Dok Teupe für Typ1, hab ich jedenfalls analog dazu gelernt.
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Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.
Verschon mich bitte mit Dr. Teupe.
Ich hätte mir allerdings denken können, daß du ein Fan von ihm bist. -
am 16.12.2016 18:52:39 | IP (Hash): 1229230686
also wenn schon Fan, dann von diesem hier http://www.diabetes-book.com/bernstein-life-with-diabetes/
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Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung. -
am 16.12.2016 19:08:26 | IP (Hash): 1512937919
hjt_Jürgen schrieb:
also wenn schon Fan, dann von diesem hier http://www.diabetes-book.com/bernstein-life-with-diabetes/
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Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.
Gracious me!
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Elfe
Rang: Gastam 17.12.2016 00:54:08 | IP (Hash): 595491198
Hallo Tanja.
habe nicht täglich Werte über 200 - manchmal sogar eher um 300 - was mich persönlich auch nervös macht - über und jenseits der Nierenschwelle.
HbA1c dennoch gut - was deinen/meinen Diabetologen bestätigt, was frau auch so noch recherchieren kann.
Versuche, mit den bekannten Parametern und kleinen möglichen Stellschrauben zu agieren.
Das Novorapid hat eine Wirkungsdauer von ca. 3 h - auslaufend bis zu 4 h.
Erst nach 3 h nach Novorapid-Spritze messe ich (zwischenzeitliche Werte können nicht beeinflusst werden) und reagiere dann mit Korrekturinsulin (Korrekturfaktor 40).
Eine kleine Stellschraube ist der Spritzzeitpunkt.
Bei leichteren Mahlzeiten spitze ich vor, bei 'deftigen' Mahlzeiten (bes. mit Fleisch) nach der Mahlzeit - gibt einen Puffer von ca. 30 Minuten (oder wie auch immer das Essen dauert), zur Wirkung des Novorapid.
Auch habe ich festgestellt, daß ich jede Kohlenhydrat-Zufuhr mit Insulin berücksichtigen muss, auch die 'angeblich nicht zu berücksichtigen' Menge von 50 g Nüssen.
KHs x Faktor ergeben dann doch hohe Blutzuckerwerte, die mit 1 - 2 Einheiten Novorapid berücksichtigt werden müssen.
Gruß Elfe
= LADA, wie 1er mit Insulinen Novorapid/Levemir zugange -
Cracktros
Rang: Gastam 17.12.2016 10:27:46 | IP (Hash): 1125185274
Hallo,
Ich schließe mich Elfe an. Mit kleinen Tricks lässt sich viel erreichen. Auch ich habe ab und an mal solche Spitzen. Da NovoRapid, bei mir, keine lange Wirkdauer hat korrigiere ich schon nach zwei Stunden, wenn die Werte über 200 mg/dl anzeigen und ich hinterher keinen Sport mache.
Den Spritz -Ess-Abstand lasse ich jedoch nie länger als 20 Minuten werden, da ich ansonsten Unterzuckere. Ich mache den Spritz Abstand abhängig von meinen Ausgangswerten und der verfügbarkeit der Kohlehydrate. Wenn ich hinterher Sport betreibe lasse ich kurze Spitzen um die 200 zu, da die Werte sowieso ins gesunde rutschen, nach dem Sport, und keine weitere spitzen auftauchen. Manchmal spielt auch die Aufregung (z.B. an einen Wetkampftag) eine Rolle. Solche Werte korrigiere ich nicht, da sie sich von selbst korrigieren, wenn die Aufregung sich legt.
Meiner erfahrung nach ist eine weitere Möglichkeit, für solche Spitzen, eine fehlerhafte Basalrate.
Bearbeitet von User am 17.12.2016 11:12:00. Grund: Basalrate -
am 18.12.2016 11:32:02 | IP (Hash): 628978783
Hallo Tanja,
Tarabas hat hier einen guten Tipp mit einer tollen Erklärung gegeben:
Tarabas schrieb:
Ich teile in solchen Fällen auch den Bolus, aber nur an zwei (oder drei) Orte aber zurselben Zeit. Damit wirkt das Insulin deutlich schneller.
Folgendes Bild: nimm einen Liter Wasser und mache damit einen 1l-Eisblock. Daneben kommen zwei Halbliter-Blöcke. Und dann noch ein Liter Wasser in ganz normale kleine Eiswürfel. Was ist zuerst komplett geschmolzen aka welches Insulin hat am schnellsten gewirkt? Wohlgemerkt bei derselben Menge Wasser, die am Ende jeweils auf dem Boden rumfließt.
In der Tat geht es für den Abbau der postprandialen Spitzen darum, dass das Insulin im Blut ähnlich schnell wie die Glukose present ist. Das lässt den BZ gar nicht erst so hoch werden um ihn dann hinterher mühsam mit dem tröpfchenweise ankommenden Insulin wieder abzusenken.
Novo Nordisks hat da eine interessante Entwicklung in der Pipeline, die vielleicht schon 2017 auf den Markt kommt, das faster-acting Insulin Aspart. Das dürfte besonders für Typ 1er bei fehlender Eigenproduktion für einen wesentlich besseren postprandialen BZ-Verlauf sorgen. Ich würde an deiner Stelle die weitere Entwicklung dieses Insulins aufmerksam verfolgen und so schnell wie möglich versuchen, darauf umzusteigen.
Ich glaube übrigens, dass du dir bei kurzzeitigen Spitzen um 200mg/dl noch keine allzu großen Sorgen machen musst. (Bei 300mg/dl sollte man das unbedingt, aber das muss jeder für sich selbst entscheiden.) Versuche daran zu arbeiten, aber nimm es sportlich und lass dir nicht gleich das Leben vermiesen, wenn es nicht so richtig klappt.
Beste Grüße, Rainer
Bearbeitet von User am 18.12.2016 11:34:22. Grund: . -
Cracktros
Rang: Gastam 18.12.2016 11:50:50 | IP (Hash): 274279983
Leute,
gibt mir mal einer eine Erklärung warum weniger Insulin für zu viel Glukose, die Glukose reduziert? -
am 18.12.2016 12:17:02 | IP (Hash): 1916821412
versteh ich so nicht, mach mal deutlicher oder Beispiel
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Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung. -
Cracktros
Rang: Gastam 18.12.2016 13:41:13 | IP (Hash): 912661328
Jürgen,
im Zusammenhang mit Postprandialen BZ Spitzen fand ich kürzlich den Tipp die Insulingabe zeitlich zu splitten. Und in diesem Zusammenhang stellt sich die Frage warum weniger Insulin, zumnotwendigen Zeitpunkt , die Spitzen reduzieren soll. -
am 18.12.2016 14:36:57 | IP (Hash): 1916821412
Henne ich so als Empfehlung zu verzögerten postprandialen Spitzen, die ich aber z.B. bei mir noch nie beobachtet habe. Heißt nicht, dass andere die nicht kriegen können.
Wie Du's darstellst, kann ich mir das genauso wenig wie Du vorstellen. So wenig, dass es mich schon wieder reizt, es mal systematisch zu überprüfen, wenn ich mal 2-3 Tage Laune dazu habe. Systematisch überprüfen heißt bei mir, unter gleichen Bedingungen Verläufe nach verschiedenen Eingaben zu vergleichen.
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Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung. -
Cracktros
Rang: Gastam 18.12.2016 14:59:29 | IP (Hash): 912661328
Ich kann diese Systematik kaum erzeugen, da mein Stoffwechsel, bedingt durch eine unregelmäßige Lebensführung , öfter der Systematik entflieht. -
Elfe
Rang: Gastam 19.12.2016 01:08:21 | IP (Hash): 595491198
Cracktros schrieb:
Da NovoRapid, bei mir, keine lange Wirkdauer hat korrigiere ich schon nach zwei Stunden, wenn die Werte über 200 mg/dl anzeigen und ich hinterher keinen Sport mache.
Den Spritz -Ess-Abstand lasse ich jedoch nie länger als 20 Minuten werden, da ich ansonsten Unterzuckere. Ich mache den Spritz Abstand abhängig von meinen Ausgangswerten und der verfügbarkeit der Kohlehydrate. Meiner erfahrung nach ist eine weitere Möglichkeit, für solche Spitzen, eine fehlerhafte Basalrate.
Hallo Cracktros,
Novorapid hat eine Wirkungsdauer von 3 - 5 h, soweit der Beipackzettel.
Da ich nun auch mit Hypos zu kämpfen habe, korrigiere ich hohe Werte nach 3 h, eigentlich früher als der ärztlichen Anweisung 4 h.
Spritz/Ess-Abstand bei dem kurzwirkenden Insulin würde nur bei sehr hohen Werten Sinn machen (lt. Schulung). Wie gesagt, leichte Mahlzeit vor - schwere Mahlzeit nach ist so meine Erfahrung.
Und selbst das ist für mich schwierig. Hängt wohl auch mit persönlichem Stoffwechsel zusammen.
Nach Steak & Pommes mit Nachspritzen von geschätztem KHs schaffte ich das mal gerade noch so wankenderweise nach Hause, Unterzucker ! um mit einem kompletten Block Dextros entgegensteuern zu müssen. Später dann Überzucker, mit Insulin zu korrigieren.
Also wieso, weshalb, warum ?
Errechnete Insulinmenge passte nicht zur zeitlichen Verwertbarkeit der eingenommenen Lebensmittel zur Wirkungskurve des Insulins.
So schwierig, für sich das allein herauszufinden !
Basalrate ist auch eine Möglichkeit, stimme dir zur.
Wenn sich allerdings hohe Werte sich im Tagesverlauf vermehrt zeigen, erhöhe ich in 0,25 Schritten das Mahlzeiteninsulin und beobachte wie sich die Werte entwickeln.
Gruß Elfe
P.S.: Diese Eiswürfelgeschichte ist voll daneben = physikalisch ... .
Verdauung, Nahrung, Medikament, Insulin ist ein biochemischer Prozess !
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am 19.12.2016 08:55:17 | IP (Hash): 2108455638
Elfe schrieb:
P.S.: Diese Eiswürfelgeschichte ist voll daneben = physikalisch ... .
Verdauung, Nahrung, Medikament, Insulin ist ein biochemischer Prozess !
Hi!
Die Sache funktioniert aber prima! ;-))
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am 19.12.2016 13:19:23 | IP (Hash): 991063678
Elfe schrieb:
P.S.: Diese Eiswürfelgeschichte ist voll daneben = physikalisch ... .
Verdauung, Nahrung, Medikament, Insulin ist ein biochemischer Prozess !
Hallo Tarabas,
keine Angst, dein gutes Bild wird nicht gleich dadurch schlecht, dass es den Verständnishorizont von Elfe übersteigt. So etwas passiert hier im Forum öfter mal.
@Elfe, Bilder sollen die Tatsachen anhand von leicht verständlichen, vergleichbaren Tatsachen aus anderen Lebensbereichen verdeutlichen. Wichtig ist dabei lediglich, dass der Vergleich gut passt, ob er aus der Physik, Chemie, Astronomie oder sonstwoher kommt, ist dafür nicht von Bedeutung. Übrigens folgen auch physiologisch Prozesse physikalischen Gesetzen. Irgenwelche Gegensätze lassen sich dazwischen nicht konstruieren.
Bearbeitet von User am 19.12.2016 20:12:57. Grund: . -
am 19.12.2016 17:13:28 | IP (Hash): 1550338284
Rainer schrieb:
Elfe schrieb:
P.S.: Diese Eiswürfelgeschichte ist voll daneben = physikalisch ... .
Verdauung, Nahrung, Medikament, Insulin ist ein biochemischer Prozess !
Hallo Tarabas,
keine Angst, dein gutes Bild wird nicht gleich dadurch schlecht, dass es den Verständnishorizont von Elfe übersteigt. So etwas passiert hier im Forum öfter mal.
Keine Sorge :-)
@Elfe: Die Abgabe von Insulin aus dem gespritzen Reservoir ist Physik, auch wenn Insulin danach natürlich biochemisch wirkt. Es geht um die reaktionsfähige Oberfläche des Reservoirs. Und um die altbekannte Regel: dreifache Menge = doppelte Wirkzeit. Hintergrund ist ganz simpel, daß mit steigender Menge die Oberfläche nicht in gleichem Maße zunimmt. Also 1l-Eiskugel hat nicht die doppelte Oberfläche wie zwei HalbLiter-Eiskugeln. -
Cracktros
Rang: Gastam 19.12.2016 18:23:35 | IP (Hash): 349041217
Elfe schrieb:
Cracktros schrieb:
Da NovoRapid, bei mir, keine lange Wirkdauer hat korrigiere ich schon nach zwei Stunden, wenn die Werte über 200 mg/dl anzeigen und ich hinterher keinen Sport mache.
Den Spritz -Ess-Abstand lasse ich jedoch nie länger als 20 Minuten werden, da ich ansonsten Unterzuckere. Ich mache den Spritz Abstand abhängig von meinen Ausgangswerten und der verfügbarkeit der Kohlehydrate. Meiner erfahrung nach ist eine weitere Möglichkeit, für solche Spitzen, eine fehlerhafte Basalrate.
Hallo Cracktros,
Novorapid hat eine Wirkungsdauer von 3 - 5 h, soweit der Beipackzettel.
Da ich nun auch mit Hypos zu kämpfen habe, korrigiere ich hohe Werte nach 3 h, eigentlich früher als der ärztlichen Anweisung 4 h.
Spritz/Ess-Abstand bei dem kurzwirkenden Insulin würde nur bei sehr hohen Werten Sinn machen (lt. Schulung). Wie gesagt, leichte Mahlzeit vor - schwere Mahlzeit nach ist so meine Erfahrung.
Und selbst das ist für mich schwierig. Hängt wohl auch mit persönlichem Stoffwechsel zusammen.
Nach Steak & Pommes mit Nachspritzen von geschätztem KHs schaffte ich das mal gerade noch so wankenderweise nach Hause, Unterzucker ! um mit einem kompletten Block Dextros entgegensteuern zu müssen. Später dann Überzucker, mit Insulin zu korrigieren.
Also wieso, weshalb, warum ?
Errechnete Insulinmenge passte nicht zur zeitlichen Verwertbarkeit der eingenommenen Lebensmittel zur Wirkungskurve des Insulins.
So schwierig, für sich das allein herauszufinden !
Basalrate ist auch eine Möglichkeit, stimme dir zur.
Wenn sich allerdings hohe Werte sich im Tagesverlauf vermehrt zeigen, erhöhe ich in 0,25 Schritten das Mahlzeiteninsulin und beobachte wie sich die Werte entwickeln.
Gruß Elfe
P.S.: Diese Eiswürfelgeschichte ist voll daneben = physikalisch ... .
Verdauung, Nahrung, Medikament, Insulin ist ein biochemischer Prozess !
Die Wirkdauer von NovoRapid hängt von der Menge an I.E. ab. Bei geringen Mengen ist die Wirkdauer geringer als bei hohen Mengen. Da ich einen niedrigen Insulinbedarf habe, sind auch die aplezierten Mengen gering. Hinzu kommt, dass ich nur Spitzen über 220mg/dl abfange. Und auch diese nur vorsichtig. Das ist sicherlich n i c h t die die Lösung für jeden, da ein erhebliches Risiko der Unterzuckerung besteht.
Bearbeitet von User am 19.12.2016 18:25:07. Grund: + -
Elfe
Rang: Gastam 19.12.2016 23:59:45 | IP (Hash): 1757493877
Tarabas schrieb:
Keine Sorge :-)
@Elfe: Die Abgabe von Insulin aus dem gespritzen Reservoir ist Physik, auch wenn Insulin danach natürlich biochemisch wirkt. Es geht um die reaktionsfähige Oberfläche des Reservoirs. Und um die altbekannte Regel: dreifache Menge = doppelte Wirkzeit. Hintergrund ist ganz simpel, daß mit steigender Menge die Oberfläche nicht in gleichem Maße zunimmt. Also 1l-Eiskugel hat nicht die doppelte Oberfläche wie zwei HalbLiter-Eiskugeln.
Hallo Tarabas,
diese Erklärung verwirrt mich noch mehr.
Das Reservoir = Eisblock/-kugel ist in deinem Vergleich das Insulin ?
Aber du teilst doch den Bolus, also nicht zwei- bis dreifache Menge, sondern aufteilen in verlängerte Wirkungszeit.
Andersherum wäre für mich plausibel.
Als wirkendes Instrument zum Schmelzen wäre das die Raumtemperatur = Insulin.
Eisblock symbolisiert dann eine 'schwere' Mahlzeit mit Eiweiß/Fett, braucht länger Zeit zum Auftauen = Aufteilen des Insulins.
Kleine Eiswürfel symbolisieren eine 'leichte' Mahlzeit = bei gleicher Raumtemperatur wesentlich kürzere Zeit zum Schmelzen = kein Aufteilen des Insulins.
Danke für dein :-).
:-) Gruß Elfe
Bearbeitet von User am 20.12.2016 00:01:11. Grund: . -
am 20.12.2016 20:08:39 | IP (Hash): 567846674
Elfe schrieb:
Hallo Tarabas,
diese Erklärung verwirrt mich noch mehr.
Das Reservoir = Eisblock/-kugel ist in deinem Vergleich das Insulin ?
Aber du teilst doch den Bolus, also nicht zwei- bis dreifache Menge, sondern aufteilen in verlängerte Wirkungszeit.
Danke für dein :-).
Wie kommst du darauf, dass durch die mengenmäßige (nicht zeitmäßige) Aufteilung eine verlängerte Wirkzeit herauskommen könnte? Dafür gibt es nicht den geringsten Anhaltspunkt.
Wie dir wahrscheinlich bekannt sein dürfte, wird das Insulin in das Unterhautfettgewebe gespritzt. Es bildet dort ein Depot, aus dem es vor allem von der Oberfläche aus in die Kapillargefäße diffundiert und so nach und nach in den Blutkreislauf gelangt. Dieser Vorgang kann durch mengenmäßige Aufteilung auf mehrere Spritzstellen und somit auf mehrere kleinere Depots beschleunigt werden. Verglichen werden kann das sehr gut mit Eis, welches in einem großen Block auf Grund der geringeren Oberfläche viel langsamer schmilzt als mehrere kleine Würfel mit dem gleichen GesaMTVolumen.
Ein schnellerer und höherer Wirkeintritt ist bei Kurzzeitinsulin wünschenswert. Er entspricht mehr der natürlichen Freisetzung von Insulin in der 1. Phase und kann dafür sorgen, dass nach den Mahlzeiten wesentlich geringere BZ-Spitzen entstehen. Ich hoffe, diese Erklärung hilft dir dabei, dass auch du das sehr gut passende Bild von Tarabas erkennst und du es nicht weiter missverstehen musst wie auch das ":-)".
Bearbeitet von User am 21.12.2016 06:08:27. Grund: . -
Elfe
Rang: Gastam 20.12.2016 23:40:21 | IP (Hash): 1757493877
Hallo Rainer,
dein Link führte unter einem anderen Thema zur deinem Zitat:
Tarabas schrieb:
hjt_Jürgen schrieb:
Und zusätzlich lässt sich die hohe Spitze dadurch senken, dass man für die ganze Mahlzeit spritzt und die dann aber auf 2mal mit etwa ner Stunde dazwischen aufteilt. Das brauchst Du auch nicht genau zu überwachen, und die Wirkung kannst Du dann schön an Deiner Libre-Kurve sehen.
Aufteilen ist sinnvoll. Aber warum mit einer Stunde dazwischen? Damit verlängert sich bloß die Wirkung, aber die Wirkkurve bleibt recht flach. Um hohe, frühe Spitzen abzufangen, kann das da helfen?
Ich teile in solchen Fällen auch den Bolus, aber nur an zwei (oder drei) Orte aber zurselben Zeit. Damit wirkt das Insulin deutlich schneller.
Folgendes Bild: nimm einen Liter Wasser und mache damit einen 1l-Eisblock. Daneben kommen zwei Halbliter-Blöcke. Und dann noch ein Liter Wasser in ganz normale kleine Eiswürfel. Was ist zuerst komplett geschmolzen aka welches Insulin hat am schnellsten gewirkt? Wohlgemerkt bei derselben Menge Wasser, die am Ende jeweils auf dem Boden rumfließt.
Mein persönliches Problem betrifft aber nicht kurzzeitige Spitzen (nicht relevant), sondern eine Verlängerung des kurzwirkenden Insulins.
Eiweiß/Fettlastige Mahlzeiten brauchen einen Bolus, der bis zu 6 - 8 h wirken soll, was ein 3 - 5 h wirkendes Insulin nicht leisten kann. Eine Methode ist, errechneten Bolus aufzuteilen = 50 % sofort und 50 % zur Verdauungshalbzeit. Zusätzliches Insulin für FPE (Fett-Protein-Einheit) ev. notwendig, muss für jede Person ausprobiert und getestet werden.
Alle INSULINER sollten sich damit auseinander setzen, 1er und 2er.
Gruß Elfe
Bearbeitet von User am 20.12.2016 23:41:16. Grund: . -
Cracktros
Rang: Gastam 20.12.2016 23:49:26 | IP (Hash): 1329941287
Hallo Elfe,
für den Fall, dass dein Problem in Wirklichkeit keine Basal-Lücke ist, ist die beste Lösung eine technische Lösung. Die Insulinpumpe. FPEs scheinen die wenigsten Diabetiker zu beachten. Es ist auch praktisch diese mit den Basalinsulin abzudecken, wenn es funktioniert.