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Was warum lieber, BE oder KE?
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Cracktros
Rang: Gastam 14.01.2017 17:56:27 | IP (Hash): 1851790128
@Elfe,
ich ersetze den Zetel und den Stift durch einen App auf dem Smartphone -und mache wenn nötig auch noch ein Foto vom Essen- und schwups ist die Eintragung recht unauffällig. Es nutzen so viele ein Smartphone, dass keinem Auffällt ob ich mein Tagebuch führe, oder schnell einen Chat führe. -
am 15.01.2017 18:00:23 | IP (Hash): 2057125547
Ich bin seit fast 31 Jahren Typ I Diabetiker und kenne die Berechnung vom ersten Tag an nur mit BE. Den historischen Grund wenn es einen gibt kenne ich nicht.
Als Berechnungsgrundlage verwende ich "Kalorien leicht gemacht".
Bis zur Pumpe habe ich immer geschätzt, das ist nicht immer genau und weil die meisten Schwankungen nach dem Essen auftraten bin ich dann zum wiegen übergegangen.
Seit ich eine Insulinpumpe habe muss ich regelmäßig meine Basalrate prüfen und anpassen. Wenn die Basalrate geändert wurde dann passen auch die Korrektur und BE-Faktoren nicht mehr. Für 24 h arbeite ich mit 8 Zeitblöcken in die sind die Faktoren eingegeben damit der Bolusrechner funktioniert. Mit den Jahren sind die Faktoren im Zehntelbereich angepasst worden. D. h. ich wende z. Z. 1,0 1,3, 1,4 1,5 1,7 1,8 und bei den Korrekturen 2,2 2,4 2,5 2,6 2,8 3,0 usw an.
Die Bolusrechner von ROCHE lassen sich umstellen von KH auf BE und auch in den BZ-Einheiten.
Der Bolusrechner funktioniert aber nur richtig und kann die Korrektur berechnen, wenn mit dem internen Streifenmessgerät der BZ ermittelt wurde.
Da ich FSL verwende ist die Berechnung nur zur Hälfte fertig den Rest, also die Korrektur muss ich selbst ausrechnen und bei der Eingabe abändern.
Diese Berechnung im Kopf zu rechnen ist zwar möglich, aber macht auf Grund der Technik keinen Sinn.
Ich habe in meinem Handy mehrere Memos (10) in denen die bekannten Speisen unterteilt und "vorgerechnet" sind. Soll heißen dass die gleiche Speise mit unterschiedlichen Gewichten abgelegt ist.
Bsp. Brot, eine Scheibe hat bei der REHA eine BE gehabt (nach gewogen) das ist zu Hause nicht so weil das Brot bei unterschiedlichen Bäckern gekauft wird. Da liegt die Schätzung nur zu 50% richtig.
Im Lokal z. B. Italiener wende ich den Wert aus o. g. Buch an und je nach dem wie es ausgeht ändere ich für das nächste Mal meine Memo ab oder füge eine Speise hinzu.
D. h. vor dem Essen schaue ich in die Memo und füttere mit den Werten den Bolusrechner.
Jetzt weiche ich vom eigentlichen Thema ab.
Reiner -
Dibein
Rang: Gastam 15.01.2017 19:04:45 | IP (Hash): 1910295057
Wenn es nur der Unterschied von BE zu KE wäre ginge ja das noch. Aber ich habe gerade gesehen das in der Schweiz oder in England die Faktoren der BE auch abweichen. In der Schweiz sind es 10gr KH also so wie bei der KE und in England sind es gar 15gr. fü die carbohydrate unit. Das sagte Wiki dazu.
Eine riesen Hilfe für mich ist der FDDB Food Scanner auf dem Handy und parallel via Browser auf dem Desktop. Vor allem weil hier auch die Nährwerte der Lebensmittel vieler Ketten (Bäckerei, Fastfood, Bringdienste) mit drinstehen. Mir hilft der den Gesamtüberblick zu behalten. Aber Mengen schätzen oder abwiegen muss man dann doch noch selber. Aber fürs Restaurant ist die Idee mit dem Memo auf dem Handy schon sehr schön.
Zwar betrifft mich die Berechnung der BE nur am Rande aber wie schaut es eigentlich in der Praxis aus kennen die Köche in den Restaurants eigentlich die BE/KE oder zumindest die Kohlehydrate ihrer Essen wenn man nachfragt? -
am 15.01.2017 19:31:54 | IP (Hash): 1494298813
Als Neudiagnostizierter hab ich damals meinen Dok mit der für mich damals selbstverständlichen Annahme überrascht, dass ne BE halt ne Scheibe Brot sei. Dass er mir tatsächlich nur 2 Scheiben Brot zum Frühstück zugestehen wollte, hat mich doch damals sehr erschüttert :(
Naja, hab dann BE gelernt und bei meinen ersten Schritten ins Internet und die Welt der englischsprachigen Diabetes Newsgroups (damals brauchte man noch extra Newsreader zusätzlich zum Browser) vergeblich nach Entsprechungen zu BEs gesucht. Die zählten da alle nur Carbs, und es hat selbstverständlich auch wieder ein paar Tage gedauert, bis ich gerafft hatte, dass mit den Carbs Gramm KH gemeint waren. Zum Glück bin ich praktisch nie auf Servings & Choices als Maßeinheiten gestoßen - oder hab sie schlicht als solche übersehen ;(
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Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung. -
am 15.01.2017 19:39:04 | IP (Hash): 542579802
Hallo Dirk
Das hat mir die Idee gegeben. Wie wäre es wenn die Restaurants und Hotels per Verfügung verpflichtet
würden auf den Menükarten die jeweiligen BE/KE zu nennen. Für jemanden mit Chefkochausbildung wäre
das ein Klacks und dann könnten die noch als Diabetikerfreundlich zusätzliche Umsätze machen.
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am 15.01.2017 19:43:19 | IP (Hash): 1494298813
hab ich schon öfter gesehen :)
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Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung. -
am 15.01.2017 20:15:11 | IP (Hash): 2057125547
Aus dieser Sicht ist es schon mal nicht schlecht dass auf den Lebensmitteln die Kohlehydrate angegeben sind, aber meist für 100 Gramm des Inhalts.
Das ist z. B. bei Plätzchen oder Keksen und so, - schlecht gelöst. Warum schreibt man da nicht den Wert pro Stück auf? In solchem Falle wiege ich ein Teil aus und berechne es und füge es meiner Memo hinzu.
Schlecht auch beim feiern wenn man als Diabetiker Knabberzeug essen möchte. Mit den Salzbrezeln bin ich wie o. g. verfahren. Meine Bekannten haben auch beim ersten mal komisch geguckt, wissen aber seit dem dass die Anzahl der Salzbrezeln die ich mir auf den Teller lege eine BE sind.
Reiner
Bearbeitet von User am 15.01.2017 20:16:44. Grund: Text hinzu gefügt -
Dibein
Rang: Gastam 15.01.2017 20:23:48 | IP (Hash): 1910295057
Maxim schrieb:
Hallo Dirk
Das hat mir die Idee gegeben. Wie wäre es wenn die Restaurants und Hotels per Verfügung verpflichtet
würden auf den Menükarten die jeweiligen BE/KE zu nennen. Für jemanden mit Chefkochausbildung wäre
das ein Klacks und dann könnten die noch als Diabetikerfreundlich zusätzliche Umsätze machen.
Das wird bei der derzeitigen Gesetzeslage nur auf freiwilliger Basis möglich sein denn auch das weiß Wiki:
"Mit Beschluss des deutschen Bundesrates vom 24. September 2010 und entsprechend den Empfehlungen der Fachgesellschaften (z. B. der DGE) und des BfR (Bundesinstitut für Risikobewertung) wurde der Begriff „Broteinheit“ am 9. Oktober 2010 durch Artikel 1 der sechzehnten Änderung der Diätverordnung aus allen gesetzlichen Regelungen entfernt. Die Übergangszeit für die Deklaration mit Broteinheit oder Kohlenhydrateinheit endete im Oktober 2012."
Somit müsste da erst ein Gesetz her. Allerdings bei der steigenden Rate vor allem an Typ2 Diabetes Erkrankten wäre eine Selbstverpflichtung der Gaststätten vielleicht der bessere Weg. Ich bin sicher das könnte Kunden binden. Nicht nur der Diabetiker achtet ja ab und an auf das was er zu sich nimmt.
Das kann aber auch ein Hemmnis sein gewisse Gerichte im Restaurant zu bestellen wenn ALLE umsitzenden den Kaloriengehalt von dem kennen was am Nachbartisch bestellt wird. Und schon wird das Gericht xy zum Ladenhüter.
Selbstverpflichtung und Ausgabe der Nährwerte, auf bitten, in einer gesonderten Karte.
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am 15.01.2017 20:30:17 | IP (Hash): 542579802
Die Insuline
Ich hatte versucht über die verschiedenen Insuline schlauer zu werden, aber das ist nicht ganz
einfach da fast keine Wirkungsdiagramme publiziert sind und die angegebenen Std. Zahlen
variieren und sind wahrscheinlich nach dem verbleibenden Insulingehalt im Blut gemessen
und nicht nach der Glukosereduzierendenwirkung.
So bin ich selbst an die Sache gegangen weil es mir etwas komisch vorkam
und ich den Eindruck hatte, dass die Wirkungszeiten wesentlich kürzer sind.
Mein CGM war mir da sehr behilflich, aber wegen der ca. 10 Minuten Messverzögerung im
unteren Bereich als sich wieder eine Kurve anfing zu bilden, hatte ich dann alle 5 Minuten
immer eine Fingermessung gemacht um den tiefsten Punkt zu finden.
Für Apidra und Novorapid sind die publizierten Zahlen mit einer Wirkungsdauer von 2 ½ bis
4 Std. angegeben, aber die Hersteller selbst machen keine Angaben darüber.
Gemäss meinen Messungen bin ich aber nur auf 1:30h plus/minus 5 Minuten gekommen bis
dass keine weitere Reduktion mehr möglich war und das könnte auch erklären weshalb man
manchmal so Achterbahn fährt insbesondere bei grösseren Hauptmahlzeiten oder schwereren
länger verdaulichen Pizzas, Spagetti Bolognese mit viel Bolognese zum guten Schmecken, etc.,
wo die Verdauung eher bei 3-4 Stunden ist und nicht wie bei leichteren nicht fettigen Sachen
von nur 2-2,5 Stunden.
Ich weiss nun nicht wie diese 1:30h bei Apidra oder Novorapid auch von Mensch zu Mensch
variieren und erwähne nur, dass die Wirkungszeit aber um so viel weniger ist als publiziert.
Vielleicht können Andere das auch mal austesten.
Wenn man nun die Apidra oder Novorapid von nur 1:30h betrachtet, dann kann das eigentlich
nur für leichtes oder nicht so umfangreiches Frühstücken, wenn überhaupt richtig, oder nur für
rasch eine Semmel mit Butter und Aufstrich mit Kaffee auf die Schnelle, oder Abends vielleicht
etwas leichteres vor dem Schlafen sein. Das ist aber sicher nicht genügend um das normale
Körpergewicht zuhalten.
Die Rapid Insuline haben sicher ihre Vorteile wenn man von höherer Glukose möglichst rasch
wieder herunter unter 100mg/dl will, oder für rasche kleinere Korrekturen nach dem Essen
oder für generell leicht und schnell verdauliche Sachen.
Aber was ist mit den grösseren Hauptmalzeiten ?
Im Moment scheint es auch fast wie eine Mode zu sein wo einfach Rapid Insulin mit
Basalinsulin verschrieben wird und damit soll dann alles gut sein und der Diabetiker
kann dann sehen wie man damit zurechtkommt.
Das hat mir die Idee gegeben, dass die Rapid Insuline für grössere Hauptmahlzeiten mit
der Verdauung auch von der grösseren Menge von 3-4 Stunden, eigentlich die doppelte
Glukose reduzierende Wirkungsdauer haben sollten und bin dann bei Insuman Rapid von
Sanofis fündig geworden. Gegenüber Apidra 4 Einheiten wird das Insuman Rapid mit 6-8
Einheiten gespritzt wegen der doppelt längeren Wirkungsdauer.
Daraus ergibt sich die Idee, welche man mit dem Arzt absprechen sollte, dass der
Diabetiker zum Rapid Insulin und Basalinsulin auch noch das Insuman Rapid bekommt
und dann so mit den 3 verschiedenen Insulinen seinen individuellen Bedarf abdeckt.
(Es ist mir klar, dass so etwas mit 3 verschiedenen Insulinen wahrscheinlich noch nicht
publiziert ist, aber es könnte vielleicht der idealmögliche Kompromiss der Praxis sein.)
Zum Lantus mit nur knapp 22-24 Std. Wirkdauer ist das Toujeo von 26-28 Std. Wirkdauer zu
erwähnen, da es eigentlich so ist wie das Lantus von Anfang an hätte sein sollen für eine
bessere und stabilere Basalwirkung um die Lantus Startphase von 4 Stunden nach jedem
spritzen zu kompensieren mit der vorgängig gespritzten Dosis. Das Tuojeo soll auch eine um
20-40% reduzierte Hypo Wirkung haben. Toujeo ist aber 3x konzentrierter als Lantus und gibt
entsprechend kleinere Beulen weil 3x weniger Volumen gespritzt wird und ist nur in Fertigpens
erhältlich wo dann 1 Einheit wie 1 Einheit von Lantus ist.
Nur mal laut gedacht, sage ich dass sich eine Umstellung von Lantus auf Toujeo lohnt.
Sanofi beim Toujeo Insulin empfiehlt nun, dass die Basaleinstellung gemäss der morgendlichen
NBZ Nüchtern Blutzuckermessungen von 3-7 Tagen im Bereich von 80-100mg/dl gemacht wird.
.
Bearbeitet von User am 16.01.2017 14:58:09. Grund: . -
Dibein
Rang: Gastam 15.01.2017 20:32:47 | IP (Hash): 1910295057
Reiner15 schrieb:
Aus dieser Sicht ist es schon mal nicht schlecht dass auf den Lebensmitteln die Kohlehydrate angegeben sind, aber meist für 100 Gramm des Inhalts.
Das ist z. B. bei Plätzchen oder Keksen und so, - schlecht gelöst. Warum schreibt man da nicht den Wert pro Stück auf? In solchem Falle wiege ich ein Teil aus und berechne es und füge es meiner Memo hinzu.
Genau! Das was bei anderen Darreichungsform Flüssig z.B. als Portion angegeben wird kann man bei Maschinell gefertigten Naschkram doch problemlos auf die Stückzahl definieren.
Reiner15 schrieb:
Schlecht auch beim feiern wenn man als Diabetiker Knabberzeug essen möchte. Mit den Salzbrezeln bin ich wie o. g. verfahren. Meine Bekannten haben auch beim ersten mal komisch geguckt, wissen aber seit dem dass die Anzahl der Salzbrezeln die ich mir auf den Teller lege eine BE sind.
Reiner
Das komische gucken hört dann auf wenn du der Gastgeber bist, für alle abwiegst, und anschließend den Preis nennst der für 8 Kräcker zu bezahlen ist.;)
Bearbeitet von User am 15.01.2017 20:33:43. Grund: Korrektur -
Dibein
Rang: Gastam 15.01.2017 20:40:56 | IP (Hash): 1910295057
Maxim schrieb:
Die Insuline
Ich hatte versucht über die verschiedenen Insuline schlauer zu werden, aber das ist nicht ganz
einfach da fast keine Wirkungsdiagramme
.
Meinst du sowas http://www.hypos.de/insulinkurven/flashfilm.php?
Aber mit den Broteinheiten scheinen wir hier durch zu sein. -
Dibein
Rang: Gastam 15.01.2017 20:40:57 | IP (Hash): 1910295057
.
Bearbeitet von User am 15.01.2017 20:43:51. Grund: doppelt -
am 15.01.2017 21:51:38 | IP (Hash): 542579802
Dirk
Ich konnte den Link nicht öffnen. Was ich meine sind Wirkungsdiagramme wo man
den Verlauf der Glukose in mg/dl und die Zeit als Kurve dargestellt ablesen kann.
-
am 15.01.2017 21:54:51 | IP (Hash): 2099904511
Maxim schrieb:
Toujeo ist aber 3x konzentrierter als Lantus und benötigt deshalb einen Pen mit 1/2 Einheiteneinstellung wo dann 3x weniger Einheiten gespritzt werden..
Das ist natürlich nicht so, 1 IE Toujeo entspricht 1 IE von Lantus oder auch 1 IE von jedem anderen Insulin.
Dass es 3-fach konzentrierter ist (U300), bedeutet nur, dass 1 IE Toujeo weniger Volumen als die üblichen U100-Insuline hat. In der Praxis hat das keinerlei Bedeutung, weil der Pen dafür verantworlich ist, die richtige Flüssigkeitsmenge pro Einheit abzugeben. Weil es Toujeo nur im Fertigpen gibt, kann daraus auch kein Fehler entstehen. -
am 15.01.2017 22:04:15 | IP (Hash): 542579802
Rainer
Danke für die Toujeo Information mit Fertigpen wo dann 1 Einheit auch 1 Lantus Einheit
gleich sein soll. Bei Sanofi ist das irgendwie nicht so klar dargestellt gewesen.
-
am 15.01.2017 23:22:00 | IP (Hash): 1457294643
Und wen hast du alle 5 Minuten in den Finger gestochen? -
am 15.01.2017 23:46:10 | IP (Hash): 2099904511
Maxim schrieb:
Ich konnte den Link nicht öffnen. Was ich meine sind Wirkungsdiagramme wo man
den Verlauf der Glukose in mg/dl und die Zeit als Kurve dargestellt ablesen kann.
Du hast wahrscheinlich das Fragezeichen mit kopiert. Der Link
http://www.hypos.de/insulinkurven/flashfilm.php
funktioniert und ist ziemlich interessant.
Natürlich kann dort nur der Verlauf der Insulinwirkkurve dargestellt werden. Der Verlauf der Glukose wäre noch von der Menge und Art der KH und dann noch von deiner individuellen Reaktion darauf abhängig. So etwas lässt sich nicht allgemeingültig darstellen. Das Zusammenbringen der KH-Wirkung (und der geringeren aber auch vorhandenen Eiweiß- und Fettwirkung) mit der Insulinwirkung ist dein Part, für den man sehr viel üben und Erfahrung sammeln muss.
Bearbeitet von User am 15.01.2017 23:53:38. Grund: . -
am 16.01.2017 00:12:45 | IP (Hash): 542579802
Rainer
Ich hatte das 5x an verschiedenen Tagen so gemacht. 4 Std. nach einer Mahlzeit im der
Ruhephase, 10g Zucker in Wasser gelöst getrunken und dann 20 Minuten später das Apidra
für 1 KE gespritzt und dann geschaut wie die Wirkung verläuft mit der Zeit gemessen wo
sich dann wieder eine Kurve bildet und es entweder flach am tiefsten Punkt weiter geht oder
sich wieder etwas erhöht und so bin ich dann auf die 1:30 plus/minus 5 Minuten gekommen.
Nun hatte ich gedacht, dass sowas mit 10-20 verschiedenen Personen gemacht wurde um
dann eine Durchschnittskurve zu erhalten, aber Fehlanzeige da nichts so zu finden war.
. -
am 16.01.2017 02:08:46 | IP (Hash): 643279826
Wieviel spritzt du für 1KE?
Ich vermute einfach mal, recht wenig? Vielleicht 1IE? Oder weniger?
Es gilt allgemein: dreifache Menge Insulin verzögert die Gesamtwirkung auf die doppelte Zeit.
Umgekehrt gilt natürlich auch: Nur ein Drittel der Menge, auf die sich die übliche Größe von 3h Stunden bezieht, halbiert die Wirkdauer (beschleunigt also). Die übliche Menge für die 3h sind - da bin ich mir aber nicht ganz sicher! - um die 5-7IE. Nehmen wir nur 5IE an. Wenn Du dann nur etwa 1IE
spritzt, dann wird aus 3h auf einmal 1,5h.
1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 16.01.2017 02:08:47 | IP (Hash): 643279826
.
Bearbeitet von User am 16.01.2017 02:09:17. Grund: . -
am 16.01.2017 02:22:15 | IP (Hash): 542579802
3E gespritzt, Von vorher um 110mg/dl bis nachher um 70mg/dl.
Ich wollte sehen wie es dann wieder hinauf geht wenn die Wirkung vorbei ist.
Bearbeitet von User am 16.01.2017 02:29:44. Grund: . -
am 16.01.2017 05:18:21 | IP (Hash): 8018504
Maxim schrieb:
Die Insuline
Ich hatte versucht über die verschiedenen Insuline schlauer zu werden, aber das ist nicht ganz
einfach da fast keine Wirkungsdiagramme publiziert sind und die angegebenen Std. Zahlen
variieren und sind wahrscheinlich nach dem verbleibenden Insulingehalt im Blut gemessen
und nicht nach der Glukosereduzierendenwirkung.
So bin ich selbst an die Sache gegangen weil es mir etwas komisch vorkam
und ich den Eindruck hatte, dass die Wirkungszeiten wesentlich kürzer sind.
Mein CGM war mir da sehr behilflich, aber wegen der ca. 10 Minuten Messverzögerung im
unteren Bereich als sich wieder eine Kurve anfing zu bilden, hatte ich dann alle 5 Minuten
immer eine Fingermessung gemacht um den tiefsten Punkt zu finden.
Für Apidra und Novorapid sind die publizierten Zahlen mit einer Wirkungsdauer von 2 ½ bis
4 Std. angegeben, aber die Hersteller selbst machen keine Angaben darüber.
Gemäss meinen Messungen bin ich aber nur auf 1:30h plus/minus 5 Minuten gekommen bis
dass keine weitere Reduktion mehr möglich war und das könnte auch erklären weshalb man
manchmal so Achterbahn fährt insbesondere bei grösseren Hauptmahlzeiten oder schwereren
länger verdaulichen Pizzas, Spagetti Bolognese mit viel Bolognese zum guten Schmecken, etc.,
wo die Verdauung eher bei 3-4 Stunden ist und nicht wie bei leichteren nicht fettigen Sachen
von nur 2-2,5 Stunden.
Ich weiss nun nicht ob diese 1:30h bei Apidra oder Novorapid auch von Mensch zu Mensch
variieren und erwähne nur, dass die Wirkungszeit aber um so viel weniger ist als publiziert.
Vielleicht können Andere das auch mal austesten.
Wenn man nun die Apidra oder Novorapid von nur 1:30h betrachtet, dann kann das eigentlich
nur für leichtes oder nicht so umfangreiches Frühstücken, wenn überhaupt richtig, oder nur für
rasch eine Semmel mit Butter und Aufstrich mit Kaffee auf die Schnelle, oder Abends vielleicht
etwas leichteres vor dem Schlafen sein. Das ist aber sicher nicht genügend um das normale
Körpergewicht zuhalten.
Die Rapid Insuline haben sicher ihre Vorteile wenn man von höherer Glukose möglichst rasch
wieder herunter unter 100mg/dl will, oder für rasche kleinere Korrekturen nach dem Essen
oder für generell leicht und schnell verdauliche Sachen.
Aber was ist mit den grösseren Hauptmalzeiten ?
Im Moment scheint es auch fast wie eine Mode zu sein wo einfach Rapid Insulin mit
Basalinsulin verschrieben wird und damit soll dann alles gut sein und der Diabetiker
kann dann sehen wie man damit zurechtkommt.
Das hat mir die Idee gegeben, dass die Rapid Insuline für grössere Hauptmahlzeiten mit
der Verdauung auch von der grösseren Menge von 3-4 Stunden, eigentlich die doppelte
Glukose reduzierende Wirkungsdauer haben sollten und bin dann bei Insuman Rapid von
Sanofis fündig geworden. Gegenüber Apidra 4 Einheiten wird das Insuman Rapid mit 6-8
Einheiten gespritzt wegen der doppelt längeren Wirkungsdauer.
Daraus ergibt sich die Idee, welche man mit dem Arzt absprechen sollte, dass der
Diabetiker zum Rapid Insulin und Basalinsulin auch noch das Insuman Rapid bekommt
und dann so mit den 3 verschiedenen Insulinen seinen individuellen Bedarf abdeckt.
(Es ist mir klar, dass so etwas mit 3 verschiedenen Insulinen wahrscheinlich noch nicht
publiziert ist, aber es könnte vielleicht der idealmögliche Kompromiss der Praxis sein.)
Zum Lantus mit nur knapp 22-24 Std. Wirkdauer ist das Toujeo von 26-28 Std. Wirkdauer zu
erwähnen, da es eigentlich so ist wie das Lantus von Anfang an hätte sein sollen für eine
bessere und stabilere Basalwirkung um die Lantus Startphase von 4 Stunden nach jedem
spritzen zu kompensieren mit der vorgängig gespritzten Dosis. Das Tuojeo soll auch eine um
20-40% reduzierte Hypo Wirkung haben. Toujeo ist aber 3x konzentrierter als Lantus und gibt
entsprechend kleinere Beulen weil 3x weniger Volumen gespritzt wird und ist nur in Fertigpens
erhältlich wo dann 1 Einheit wie 1 Einheit von Lantus ist.
Nur mal laut gedacht, sage ich dass sich eine Umstellung von Lantus auf Toujeo lohnt.
Sanofi beim Toujeo Insulin empfiehlt nun, dass die Basaleinstellung gemäss der morgendlichen
NBZ Nüchtern Blutzuckermessungen von 3-7 Tagen im Bereich von 80-100mg/dl gemacht wird.
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Sooooooo viel Text...
Gerade mit CGM sollte Insulinsplitting doch gut funktionieren?
Die Kombination Basal/Altinsulin/Rapid praktizieren einuge - wäre mir aber zuviel Aufwand.
Peter, schön das Du Dir hier Infos holst. -
am 16.01.2017 07:00:07 | IP (Hash): 8018506
Maxim schrieb:
Wenn Jemand kleinere Insulinpumpen machen würde, welche man nur zu
den grösseren Hauptmahlzeiten oder Auswärtsessen kurz anbringt, das wäre
wahrscheinlich ein Erfolg.
Gibt's schon.
Nennt sich Insulin-Pen und wird mit einer Kanüle für kurze Zeit angebracht...
Eine Insulinpumpe versorgt den Körper Basal und wird zun Bolus genutzt - und dafür gibt es verschiedene Modi.
Ohne Basal hätte die Pumpe wenig Sinn...
BE oder KH?
Schätzen oder wiegen?
Genau genommen ist die BE eine Einheit für Kohlenhydrate und Kalorien aus Fett und Eiweiß, sozusagen eine "belegte Brot-Einheit".
Man kennt das: Für Obst will der Faktor nicht ganz passen, man kommt trotz sorgfältigster Rechnerei zu niedrig raus. Dagegen sorgen Nudeln mit der leckeren Fleischsoße, Pizza oder Grillgelage für höhere Werte trotz eigentlich passender Kohlenhydrat-Berechnung... hier Stichwort FPE-Berechnung.
Und hier kommt die BE ganz gut weg... für Ernährung nach DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung).
BE-Schätzen kann man lernen. Am Anfang viel nachwiegen und dann eben lernen. Dazu muß man kein Professor sein. learning by doing ist angesagt. Wobei gerade Brot und Brötchen echte Mistkerle sind....
Angaben in Restaurants kenne ich von McDonalds, das passt ziemlich gut. Alles andere wird abgeschätzt. Bis auf China-Restaurant - das ist Lotto.
Bei der ganzen Schätzereu darf man nicht vergessen: Landet man im Zielbereich ist alles OK. Will man unbedingt nach dem Essen einen Zielwert erreichen - viel Spaß und guten Flug, das ist praktisch unmöglich, denn Bewegung, Stimmung und Gesundheit gehören zur Rechnerei auch noch dazu.