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Was warum lieber, BE oder KE?
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am 14.01.2017 16:40:59 | IP (Hash): 536901496
Genau. Und mit ner konstanten Überdosierung wie Deiner im Beispiel volle Pulle laufenden Pumpe hast Du eine total verrückte Anwendung, für deren Abstellen Dir der Companion, den ich gerne hätte, im Rahmen von ner halben Stunde nach Beginn nen konkreten und direkt zur Situation passenden Vorschlag machen würde :)
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Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung. -
Cracktros
Rang: Gastam 14.01.2017 16:46:36 | IP (Hash): 1851790128
Jürgen, wir wünschen uns beide das selbe.
Nur meine ich, dass es noch ein wenig Zeit bedarf bis so ein Gerät da ist. Selbst bei Stoffwechselgesunden Ausdauersportlern gibt es diesen "Hungerast". Um wie viel schwieriger hat es da die Technik? -
am 14.01.2017 17:04:56 | IP (Hash): 536901496
Der Companion ist kein Gerät, sondern ein Programm, das alle benutzten Geräte miteinander verbindet. Schon das managebgl macht im normalen Betrieb auf der Grundlage der heutigen Testmöglichkeiten sehr zutreffende BZ-Verlaufsprognosen für mehrere Stunden.
Der Companion würde mit einem ganz normalen CGM gekoppelt solche Prognosen direkt aus der jeweils beginnenden Situation machen und wenn notwendig eine passende Aktion vorschlagen. Wie in meinem Kaufhausbeispiel ließe sich damit ne Hypo völlig ausreichend vor ihrem Eintreten abwenden, und das ohne insgesamt höheren BZ und ohne mit einer der Abwendung folgenden hohen Spitze.
Ein Hungerast bedeutet Grenze der Leistungsfähigkeit des Organismus. Die zu erreichen halte ich nicht für die meisten von uns für alltäglich normal. Mich interessiert in unseren Diskussionen hier im Forum in erster Linie das Alltagsleben ohne grenzwertige sportliche Höchstleistungen.
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Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung. -
Cracktros
Rang: Gastam 14.01.2017 17:22:07 | IP (Hash): 1851790128
@Jürgen
Ich habe deinen Thread verfolgt, er entspricht in etwa meinen Traumvorstellungen was ICT oder CSII betrifft.
Er würde ohne Ausdauersport nicht mein Leben abbilden. Ich denken auch, dass es für Kinder und Jugendliche nicht passend wäre. Und selbst ohne extreme körperliche Belastung scheint es noch nicht zu funktionieren. Zumindest habe ich noch nichts darüber gehört. Mit dem Bolusrechner der mySugr- App bekomme ich schon richtig gute Vorschläge um meinen BZ zu steuern. Neulich gab er mir, bei einem BZ von 120 mg/dl, den Rat 1,7 zusätzliche BE einzuwerfen. Und was soll ich sagen, es passte wunderbar.
Aber, du hast recht: die Verknüpfung aller Geräte wird nicht vorgenommen obwohl die Technik es möglich machen könnte. Lediglich irgendwelche Patentrechte erlauben es nicht. Und eine vorsorgliche Info kommt nicht, wenn nicht nachgefragt. -
Elfe
Rang: Gastam 14.01.2017 17:36:37 | IP (Hash): 695585443
Maxim schrieb:
Es wundert mich halt einfach da man auch die tollsten Geschichten der Präzision hört.
Mir kommt es aber im Alltag eher etwas empirisch vor.
Ich habe noch nie einen Diabetiker im Restaurant oder Kantine gesehen, welcher mit Waage und
Tabellen am Tisch jeweils vor dem Essen die Speise mit Nachtisch auseinander nimmt und noch
Aufzeichnungen mit Berechnungen von den verschiedenen Sachen macht, nur um dann gesamthaft
genau zu wissen wie viele Einheiten Rapid Insulin zu spritzen.
Da würde wahrscheinlich auch der Appetit vergehen.
Wie macht Ihr das in so einer Situation ?
Oder kann man sagen, dass die ganzen Tabellen mit KE Fakten nur existieren, um
die eigene Einschätzung als das im Gefühl haben zu verbessern ?
.
Wir sind uns noch nicht begegnet, sonst hättest du mich mit Waage am Tisch gesehen, die sich am Buffet (Urlaubshotel) erst den Nachtisch holt und dann erst das warme Essen. Um dann die Gesamt-KE auszurechnen, um entsprechend spritzen zu können.
In Kantine oder Restaurant eher keinen Nachtisch und dann auch Sachen, die ich einschätzen kann.
Für Pommes kann man ungefähr optisch einschätzen, wie viele 'eigroße' Kartoffeln könnte man daraus basteln.
Für Panade oder Saucen nehme ich den groben Schätzwert aus der Schulung mit jeweils 1 KE.
Zum rechnen reicht Kopf und/oder kleiner Zettel und Stift, also eher unauffällig.
Eintragen ins Tagebuch kann man später machen.
Muss da so genau wie möglich sein, weil ich immer noch verhältnismäßig wenig Insulin brauche.
Mal Faktor und vielleicht 1 - 2 Einheiten zuviel, haut mich in den Unterzucker.
Mit dem Appetit vergehen liegst du übrigens richtig.
Bearbeitet von User am 14.01.2017 17:37:59. Grund: . -
Cracktros
Rang: Gastam 14.01.2017 17:56:27 | IP (Hash): 1851790128
@Elfe,
ich ersetze den Zetel und den Stift durch einen App auf dem Smartphone -und mache wenn nötig auch noch ein Foto vom Essen- und schwups ist die Eintragung recht unauffällig. Es nutzen so viele ein Smartphone, dass keinem Auffällt ob ich mein Tagebuch führe, oder schnell einen Chat führe. -
am 15.01.2017 18:00:23 | IP (Hash): 2057125547
Ich bin seit fast 31 Jahren Typ I Diabetiker und kenne die Berechnung vom ersten Tag an nur mit BE. Den historischen Grund wenn es einen gibt kenne ich nicht.
Als Berechnungsgrundlage verwende ich "Kalorien leicht gemacht".
Bis zur Pumpe habe ich immer geschätzt, das ist nicht immer genau und weil die meisten Schwankungen nach dem Essen auftraten bin ich dann zum wiegen übergegangen.
Seit ich eine Insulinpumpe habe muss ich regelmäßig meine Basalrate prüfen und anpassen. Wenn die Basalrate geändert wurde dann passen auch die Korrektur und BE-Faktoren nicht mehr. Für 24 h arbeite ich mit 8 Zeitblöcken in die sind die Faktoren eingegeben damit der Bolusrechner funktioniert. Mit den Jahren sind die Faktoren im Zehntelbereich angepasst worden. D. h. ich wende z. Z. 1,0 1,3, 1,4 1,5 1,7 1,8 und bei den Korrekturen 2,2 2,4 2,5 2,6 2,8 3,0 usw an.
Die Bolusrechner von ROCHE lassen sich umstellen von KH auf BE und auch in den BZ-Einheiten.
Der Bolusrechner funktioniert aber nur richtig und kann die Korrektur berechnen, wenn mit dem internen Streifenmessgerät der BZ ermittelt wurde.
Da ich FSL verwende ist die Berechnung nur zur Hälfte fertig den Rest, also die Korrektur muss ich selbst ausrechnen und bei der Eingabe abändern.
Diese Berechnung im Kopf zu rechnen ist zwar möglich, aber macht auf Grund der Technik keinen Sinn.
Ich habe in meinem Handy mehrere Memos (10) in denen die bekannten Speisen unterteilt und "vorgerechnet" sind. Soll heißen dass die gleiche Speise mit unterschiedlichen Gewichten abgelegt ist.
Bsp. Brot, eine Scheibe hat bei der REHA eine BE gehabt (nach gewogen) das ist zu Hause nicht so weil das Brot bei unterschiedlichen Bäckern gekauft wird. Da liegt die Schätzung nur zu 50% richtig.
Im Lokal z. B. Italiener wende ich den Wert aus o. g. Buch an und je nach dem wie es ausgeht ändere ich für das nächste Mal meine Memo ab oder füge eine Speise hinzu.
D. h. vor dem Essen schaue ich in die Memo und füttere mit den Werten den Bolusrechner.
Jetzt weiche ich vom eigentlichen Thema ab.
Reiner -
Dibein
Rang: Gastam 15.01.2017 19:04:45 | IP (Hash): 1910295057
Wenn es nur der Unterschied von BE zu KE wäre ginge ja das noch. Aber ich habe gerade gesehen das in der Schweiz oder in England die Faktoren der BE auch abweichen. In der Schweiz sind es 10gr KH also so wie bei der KE und in England sind es gar 15gr. fü die carbohydrate unit. Das sagte Wiki dazu.
Eine riesen Hilfe für mich ist der FDDB Food Scanner auf dem Handy und parallel via Browser auf dem Desktop. Vor allem weil hier auch die Nährwerte der Lebensmittel vieler Ketten (Bäckerei, Fastfood, Bringdienste) mit drinstehen. Mir hilft der den Gesamtüberblick zu behalten. Aber Mengen schätzen oder abwiegen muss man dann doch noch selber. Aber fürs Restaurant ist die Idee mit dem Memo auf dem Handy schon sehr schön.
Zwar betrifft mich die Berechnung der BE nur am Rande aber wie schaut es eigentlich in der Praxis aus kennen die Köche in den Restaurants eigentlich die BE/KE oder zumindest die Kohlehydrate ihrer Essen wenn man nachfragt? -
am 15.01.2017 19:31:54 | IP (Hash): 1494298813
Als Neudiagnostizierter hab ich damals meinen Dok mit der für mich damals selbstverständlichen Annahme überrascht, dass ne BE halt ne Scheibe Brot sei. Dass er mir tatsächlich nur 2 Scheiben Brot zum Frühstück zugestehen wollte, hat mich doch damals sehr erschüttert :(
Naja, hab dann BE gelernt und bei meinen ersten Schritten ins Internet und die Welt der englischsprachigen Diabetes Newsgroups (damals brauchte man noch extra Newsreader zusätzlich zum Browser) vergeblich nach Entsprechungen zu BEs gesucht. Die zählten da alle nur Carbs, und es hat selbstverständlich auch wieder ein paar Tage gedauert, bis ich gerafft hatte, dass mit den Carbs Gramm KH gemeint waren. Zum Glück bin ich praktisch nie auf Servings & Choices als Maßeinheiten gestoßen - oder hab sie schlicht als solche übersehen ;(
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am 15.01.2017 19:39:04 | IP (Hash): 542579802
Hallo Dirk
Das hat mir die Idee gegeben. Wie wäre es wenn die Restaurants und Hotels per Verfügung verpflichtet
würden auf den Menükarten die jeweiligen BE/KE zu nennen. Für jemanden mit Chefkochausbildung wäre
das ein Klacks und dann könnten die noch als Diabetikerfreundlich zusätzliche Umsätze machen.