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Beruf und Diabetes
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am 07.03.2017 11:57:41 | IP (Hash): 283702437
Hi
mal eine Frage, gibt es Berufe die man als Diabetiker nicht ausüben kann oder nicht ausüben sollte ?
Ich frage nur, den wenn ein Typ 1ser z.b. nicht regelmäßig die Zeit oder die Möglichkeit hat sich zu testen, stellt das ein Handicap dar ?
Kann eine Diabeteserkrankung vielleicht auch ein Grund sein das man einen Job NICHT bekommt , und ein gesunder Mensch bevorzugt wird ?
Ist man überhaupt verpflichtet bei einer Vorstellung seine Diabetes gegenüber dem Arbeitgeber anzugeben ?
Sorry die blöden Fragen, mich interessiert´s nur.
Frühling !
Wenn im Walde singt die Wachtel, und den Mädels juckt die Schachtel, und den Burschen steht der Ständer dann ist Frühling im Kalender !
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am 07.03.2017 12:17:49 | IP (Hash): 2108455638
Hi!
Man kann auch als Typ 1 sämtliche Berufe ergreifen – zwar nicht unbedingt in D, aber es gibt in anderen Ländern auch Verkehrspiloten mit T1, Polizisten, Soldaten, Rockstars, Sportler....
Das ganze ist ja Einstellungssache.... ;))
---
DO NOT FEED THE TROLL!!!
http://www.diabetes-online.de/a/die-wichtigsten-werte-ein-ueberblick-1776718 -
Dibein
Rang: Gastam 07.03.2017 12:18:09 | IP (Hash): 706496351
Ich kenne die Gesetzeslage hier bei uns nicht. Aber nichts ist unmöglich:
http://www.diabetes-online.de/a/insulinpflichtige-piloten-koennen-sicher-fliegen-1783602
Ich denke mal "alles Einstellungssache" und zwar muss die Einstellung des Arbeitgebers stimmen und beim Diabetiker sowieso.;)
Ob man seine Krankheit angeben muss? Ich denke zwar nein, weiß das aber nicht sicher. Aber man sollte wenn man die berühmten schweren Maschinen führt oder Verantwortung für Menschen z.B. als Busfahrer hat sollte man das seinem Arbeitgeber mitteilen das man Krank ist und das man gut eingestellt ist und seine Werte beispielsweise mit einem CGM überwacht und mit einer z.B. Pumpe reguliert.
Gruß
Dirk
@t1ser: Einstellungsache? Zwei Doofe......;)
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DO NOT FEED THE TROLL!!!
Bearbeitet von User am 07.03.2017 12:19:34. Grund: ps -
am 07.03.2017 13:05:01 | IP (Hash): 1784857150
Sicher weiß ich, dass Verkehrspilot in D mit Typ 1 nicht möglich ist.
Die Bundeswehr nimmt meines Wissens auch keine Typ 1 Diabetiker und als Schaltmeister/-in bei einem Energieversorger kann man, soweit ich weiß, mit Typ 1 immer noch nicht arbeiten.
Bei Diabetes.heute findet sich folgendes:
http://www.Diabetes-Heute.uni-duesseldorf.de/fachthemen/lebenmitdiabetes/index.html?TextID=2553
Wobei ich mir ziemlich sicher bin, dass Busfahrer und LKW-Fahrer inzwischen mit Nachweis einer guten Stoffwechseleinstellung und ohne Hypowahrnemungsstörungen möglich ist...
Bearbeitet von User am 07.03.2017 13:07:22. Grund: Ergänzung -
am 07.03.2017 13:19:16 | IP (Hash): 2108455638
In Deutschland ist vieles leider unmöglich...
LKW-Fahrer mit Typ 1 geht mit Gutachten – kostenpflichtig. Wenn man dagegen die Hürden für GdB 50 sieht :((
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DO NOT FEED THE TROLL!!!
http://www.diabetes-online.de/a/die-wichtigsten-werte-ein-ueberblick-1776718 -
Elfe
Rang: Gastam 07.03.2017 17:37:51 | IP (Hash): 1453596952
HeikeOV schrieb:
Bei Diabetes.heute findet sich folgendes:
http://www.Diabetes-Heute.uni-duesseldorf.de/fachthemen/lebenmitdiabetes/index.html?TextID=2553
Hatte schon meinen Beruf und Arbeitsplatz im Laborbereich (Punkt 5 des Links), als ich die Diagnose Typ 1 bekam und Insulin spritzen musste.
Das größte Problem war allerdings das Mitführen von Traubenzucker und ggf. einnehmen zu müssen bei Hypos, wo Essen und Trinken strengstens untersagt ist.
Bei meinen Diabetes 2er-Kollegen (da war eine Häufung, als wenn Diabetes ansteckend wäre, aber wohl nur Zufall) wurde die Erkrankung (Abnehmen, Tabletten) von den Chefs nur zur Kenntnis genommen und hatte keine Auswirkung auf den Arbeitsplatz. -
Cracktros
Rang: Gastam 07.03.2017 18:07:07 | IP (Hash): 635723337
In einen anderen Forum berichtete ein Mensch mit Typ 1 Diabetes, dass Schichtarbeit den Stoffwechsel so durcheinandergebracht hatte, dass der Diabetes Uneinstalbar war, auch nicht mit der Pumpe. Mit der Folge, dass Schichtarbeit nicht mehr geleistet werden konnte. Bei andere Menschen mit Typ 1 Diabetes funktioniert Schichtarbeit.
Auch andere Menschen mit Typ 1 Diabetes mussten ihren job kündigen, weil siz.B. körperliche Belastung zu ständigen schweren Unterzuckerung führte. Das trifft aber nicht auf alle zu. Es hängt einwenig auch von der individuellen Stoffwechsel-Lage ab. Und von der technischen Hilfe, die KKs und Ärzte zu Verfügung stellen.
Edit
In Schulungen und Krankenhäusern lernte ich Mentschen kenen, die z.B. schwierigkeiten in der Schule hatten - auf Grund hoher und niedriger Werte. Etwas was auch mir ab und an Probleme bereitete, und im Studium noch tut. Aber bei mir hält es sich im Rahmen, bei anderen vermasselt es die Abschüsse.
Ich denke, dass jeder Mensch mit Diabete selber sehen, und probieren, muss was bei ihm geht und wo es Grenzen gibt.
Aber, das was die "Werbung" verspricht - Man spritz sich das Insulin und alles ist gut- dass stimmt nicht.
----'--'-----''-
DO NOT FEED THE TROLL!!!
Bearbeitet von User am 07.03.2017 21:13:15. Grund: Edit -
Dibein
Rang: Gastam 07.03.2017 18:28:41 | IP (Hash): 706496351
Elfe schrieb:
HeikeOV schrieb:
Bei Diabetes.heute findet sich folgendes:
http://www.Diabetes-Heute.uni-duesseldorf.de/fachthemen/lebenmitdiabetes/index.html?TextID=2553
Hatte schon meinen Beruf und Arbeitsplatz im Laborbereich (Punkt 5 des Links), als ich die Diagnose Typ 1 bekam und Insulin spritzen musste.
Das größte Problem war allerdings das Mitführen von Traubenzucker und ggf. einnehmen zu müssen bei Hypos, wo Essen und Trinken strengstens untersagt ist.
Bei meinen Diabetes 2er-Kollegen (da war eine Häufung, als wenn Diabetes ansteckend wäre, aber wohl nur Zufall) wurde die Erkrankung (Abnehmen, Tabletten) von den Chefs nur zur Kenntnis genommen und hatte keine Auswirkung auf den Arbeitsplatz.
Ist nicht ansteckend? ;)
Ich denke das die Typ2 Diabetes oft allenfalls als Dauerschnupfen gesehen wird den man mit Hühnersuppe und ein paar Tabletten in den Griff bekommt.
Auch unter den unwissenden scheint es sich herumgesprochen zu haben das die Typ2er nicht alle 5 Minuten ins Koma fallen da sie ja kein Insulin spritzen. Daher liegen sie nicht ständig irgend wo rum und versperren den Weg.
Sorry das ist natürlich sarkastisch gemeint. Ich bin halt ein wenig "verschnupft".
Es ist einfach sehr individuell ob und wie der Arbeitgeber eine Diabetes einschätzt. Ich bin fast davon überzeugt das man diese in der Regel von der "Ungefährlichkeit" der Diabetes überzeugen kann wenn man das entsprechend dokumentiert.
Problematisch wird es immer dann wenn der Gesetzgeber aktiv wird und sagt "nein". Damit sind dann auch dem Arbeitgeber die Hände gebunden.
Ich bin aber sicher das die zunehmende Automatisierung auch im Schwerlastverkehr da in Zukunft vieles erleichtern wird. Auch wenn das fahren von Bus und LKW jetzt schon erlaubt ist wenn der Diabetiker gut eingestellt ist werden Fahrerassistenzsysteme dazu führen das auch die Arbeitgeber weniger bedenken haben Diabetiker ans Steuer ihrer teuren LKW und Busse zu setzen. Warum ein Pilot in DE mit Diabetes nicht fliegen darf erschließt sich mir absolut nicht. In der Regel hat er einen qualifizierten Ko-Piloten oder Piloten mit im Cockpit und außerdem fliegt das Dingen die meiste Zeit sowieso automatisch.
Gruß
Dirk
---
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am 07.03.2017 19:17:13 | IP (Hash): 1590201415
TypEinser schrieb:
Das ganze ist ja Einstellungssache.... ;))
Wenn Einstellung die Haltung der Person mit Diabetes bezeichnet, die ihren Blutzucker alltäglich jeweils situativ passend zu den physischen und psychischen Anforderungen zuverlässig gesund und hypofrei steuert, stimme ich voll zu.
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Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.
Bearbeitet von User am 07.03.2017 19:18:10. Grund: Korrektur -
am 10.03.2017 08:39:45 | IP (Hash): 283702437
[quote=Dirk B.;89492]Elfe schrieb:
HeikeOV schrieb:
Bei Diabetes.heute findet sich folgendes:
http://www.Diabetes-Heute.uni-duesseldorf.de/fachthemen/lebenmitdiabetes/index.html?TextID=2553
Hatte schon meinen Beruf und Arbeitsplatz im Laborbereich (Punkt 5 des Links), als ich die Diagnose Typ 1 bekam und Insulin spritzen musste.
Das größte Problem war allerdings das Mitführen von Traubenzucker und ggf. einnehmen zu müssen bei Hypos, wo Essen und Trinken strengstens untersagt ist.
Bei meinen Diabetes 2er-Kollegen (da war eine Häufung, als wenn Diabetes ansteckend wäre, aber wohl nur Zufall) wurde die Erkrankung (Abnehmen, Tabletten) von den Chefs nur zur Kenntnis genommen und hatte keine Auswirkung auf den Arbeitsplatz.
Ist nicht ansteckend? ;)
Ich denke das die Typ2 Diabetes oft allenfalls als Dauerschnupfen gesehen wird den man mit Hühnersuppe und ein paar Tabletten in den Griff bekommt.
Auch unter den unwissenden scheint es sich herumgesprochen zu haben das die Typ2er nicht alle 5 Minuten ins Koma fallen da sie ja kein Insulin spritzen. Daher liegen sie nicht ständig irgend wo rum und versperren den Weg.
Sorry das ist natürlich sarkastisch gemeint. Ich bin halt ein wenig "verschnupft".
Es ist einfach sehr individuell ob und wie der Arbeitgeber eine Diabetes einschätzt. Ich bin fast davon überzeugt das man diese in der Regel von der "Ungefährlichkeit" der Diabetes überzeugen kann wenn man das entsprechend dokumentiert.
Problematisch wird es immer dann wenn der Gesetzgeber aktiv wird und sagt "nein". Damit sind dann auch dem Arbeitgeber die Hände gebunden.
Ich bin aber sicher das die zunehmende Automatisierung auch im Schwerlastverkehr da in Zukunft vieles erleichtern wird. Auch wenn das fahren von Bus und LKW jetzt schon erlaubt ist wenn der Diabetiker gut eingestellt ist werden Fahrerassistenzsysteme dazu führen das auch die Arbeitgeber weniger bedenken haben Diabetiker ans Steuer ihrer teuren LKW und Busse zu setzen. Warum ein Pilot in DE mit Diabetes nicht fliegen darf erschließt sich mir absolut nicht. In der Regel hat er einen qualifizierten Ko-Piloten oder Piloten mit im Cockpit und außerdem fliegt das Dingen die meiste Zeit sowieso automatisch.
Gruß
Dirk
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DO NOT FEED THE TROLL!!![/quote]
Hi Dirk
da mag schon was dran sein wenn du sagst das es viele Typ 2er gibt die das ganze als Dauerschnupfen betrachten.
Ich nicht !
Mir ist mehr als bewusst, das Diabetes ( auch Typ 2 ) eine ernste Sache ist, mit der man nicht spaßen sollte. Alleine die Liste der Folgeerkrankungen liest sich wie ein Drehbuch für einen Horrorfilm !
Ich habe ein Ziel, und dafür muss man Opfer bringen, ich zumindest.
Das ich mit dieser Krankheit leben muss bis über mir der Holzdeckel geschlossen wird, damit habe ich mich schon abgefunden. man sagt schon das es angeblich eine Heilung bei Typ 2 Dias gibt, ich glaube aber eher das höchstens eine Verbesserung der Lebensqualität zu erreichen ist, mehr nicht !
Die Leute die das als Schnupfen ansehen, finden wir dann irgendwo mit gelber Armbinde und drei schwarzen punkten wieder auf einer Parkbank wenn nicht sogar im Rollstuhl wieder !
Mein Ziel ist es das maximale aus der Sache rauszuholen, im positiven Sinne versteht sich.
Wenn man mal betrachtet wie ich am 27.1. angefangen habe, mit einem BZ Wert von 286 und einem Gewicht von 114 KG das ganze in Angriff zu nehmen , und was bis heute daraus geworden ist, aktuell 101 KG und BZ Nüchtern 122 heute morgen, ich glaube da kann man schon von einem Erfolg reden.
Ääh... schreib ich zu viel ?
Frühling !
Wenn im Walde singt die Wachtel, und den Mädels juckt die Schachtel, und den Burschen steht der Ständer dann ist Frühling im Kalender !