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Verlaufskontrolle
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Cracktros
Rang: Gastam 07.05.2017 14:19:16 | IP (Hash): 1457510486
Mich würde interessieren welche Werte/Untersuchungen ihr, bei euren persönlichen Diabetes - Management, für wichtig erachtet und welche persönlichen Ziele ihr anstrebt? Dabei interessiere ich mich besonders für die persönlichen Motive -was treibt euch an dieses anzustreben -?
Da, je nach Therapieform und individuellen Möglichkeiten, unterschiedliche Ziele realistisch sind, würde mich auch eure Therapieform interessieren.
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DO NOT FEED THE TROLL!!!
Bearbeitet von User am 07.05.2017 14:21:29. Grund: - -
Dibein
Rang: Gastam 07.05.2017 15:21:22 | IP (Hash): 700436165
Also ich würde das so beschreiben:
-Vermeidung von BZ Spitzen (Hypos sind kein Thema für mich) um einen möglichst günstigen 1C zu erreichen
-Verhinderung weiteren fortschreitens der schon vorhandenen PNP und dadurch Vermeidung von BZ Spitzen und um einen möglichst günstigen 1C zu erreichen
-Gewichtsreduktion
-Schmerztherapie (PNP) zur Vermeidung von Schmerzstress
-Senkung / Stabilisierung des Blutdrucks
Wichtige Werte:
-HBA1C
-Cholesterin(e)
-Leberwerte
-Nierenwerte
-Wahrnehmungswerte an den Füßen
-Und alles was noch so im Rahmen des DMP für Diabetiker gecheckt wird.
-Selbstmessung von Prä- und Postprandialen BZ
-Selbstmessung des BD
Mein Typ2 wird nach wie vor mit BOT behandelt. Ich ärgere mich immer noch über die Inflexibilität dieser Therapie derzeit habe ich alternative Diabetologen Termine um da entweder eine Therapieanpassung zu BOT+ oder ICT zu erreichen oder um zumindest eine zweite Meinung zu erhalten. Einen Diabetologen zu bekommen wenn man kein Notfall ist wohl nicht ganz so einfach.
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Bearbeitet von User am 07.05.2017 15:24:50. Grund: ergänzung -
am 07.05.2017 15:31:15 | IP (Hash): 850966190
Hallo Dirk,
Nachfragen:
- Deine Zielwerte für Prä- und Postprandialen BZ und für die BZ-Spitzen?
- Dein Wuschwert für das HbA1c? -
Dibein
Rang: Gastam 07.05.2017 20:15:15 | IP (Hash): 700436165
Rainer schrieb:
Hallo Dirk,
Nachfragen:
- Deine Zielwerte für Prä- und Postprandialen BZ und für die BZ-Spitzen?
- Dein Wuschwert für das HbA1c?
Hallo Rainer,
Vor dem Essen wäre ich gerne unter 100-110 was nur gelingt wenn ich 2 Mahlzeiten am Tag zu mir nehme (Früh- und Abend). Dann bin ich zumindest Abends so bei 90. Esse ich Mittags noch etwas bin ich meist vom Frühstück noch bei 130-150 (nach 4-5 Stunden)
Morgens bin ich immer regelmäßig bei 120-130mg/dl nüchtern.
Nach dem Essen wäre ich gerne unter 160-170 lieber noch weniger. Derzeit sind das 200-250mg/dl. Vor allem das Frühstück schlägt auch bei moderater KH Aufnahme immer recht heftig zu. Da reicht eine trockene scheibe Brot für einen BZ von 170.
Den HBA1C würde ich gerne um oder knapp unter 6 haben. Derzeit bin ich bei 7. Aber ich traue dem Wert nicht weil der aus der "Küchenmaschine" beim Diabetologen kommt. Morgen habe ich DMP beim Hausarzt und hoffe das die dann Blut ins Labor schicken. Dann wird das Wert der Diatante entweder bestätigt oder es ist mehr oder weniger.
Also Zusammengefasst:
-Präpr. 100-110 gerne auch weniger 80-90
-Postpr. unter 160 gerne weniger
-1C unter 6
Das ganze kann ich ohne Bolus nur durch KH Verzicht/Minimierung erreichen und das wäre derzeit ein noch größerer Verlust an Lebensqualität. Ich habe da schon eine Zeit LOGI versucht aber so ganz klappt das bei mir dann doch nicht.
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Bearbeitet von User am 08.05.2017 00:01:00. Grund: Prä und Post vertauscht Danke an R. -
am 07.05.2017 21:41:26 | IP (Hash): 850966190
Hallo Dirk,
dann drücke ich dir die Daumen, dass du bald einen Diabetologen findest, der dich besser bei deinen Zielen unterstützt.
Meine Zielwerte liegen bei 140 postprandial in der Spitze und 100 zwischen den Mahlzeiten. Nüchtern würde ich auch gerne unter 100 ankommen, gebe mich aber mit meinen um die 110 zufrieden. Das HbA1c liegt um die 6,0. Wichtige Grundsätze sind bei mir, dass Zielwerte ein Wunschziel sind. Es ist absolut kein Problem, wenn der BZ mal höher ansteigt. Außerdem gehören gelegentliche Ausnahmen genauso dazu, wie die Regel. Das hilft dabei, möglichst wenig Stress aufkommen zu lassen.
Weitere Angaben:
Diagnostiziert als Typ2-Diabetiker seit 2002, vermutlich aber MODY Typ 3, Ernährung mit wenig KH und dafür lauter leckeren Sachen, Unterstützung mit 6IE Lantus, bin gesund und zufrieden. -
Dibein
Rang: Gastam 07.05.2017 21:55:17 | IP (Hash): 700436165
Hallo Rainer,
Was mich am meisten stört das sind die in meinen Augen meine hohen und lange anhaltenden Spitzen nach dem Essen. Denn das macht in der Summe dann einen unötig hohen Durchschnitt. Mal sehen was die Zukunft bringt.
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Bearbeitet von User am 08.05.2017 00:04:48. Grund: korrektur -
Cracktros
Rang: Gastam 07.05.2017 23:31:58 | IP (Hash): 1195101958
Mein Begleiter, der Diabetes, bildet schon seit meiner Kindergartenzeit ein Team mit mir. Dennoch sind wir nicht immer beste Freunde.
Besonders bei meine Zielwerten sind wir nicht immer einer Meinung. Präprandial würde ich gern zwischen 80 mg/dl -120 mg/dl Postprandial bis 180 mg/dl.
Jedesmal, wenn Kontrolluntersuchungen anstehen, fühle ich mich wie vor einer Klausur - merkwürdig, oder?- Sind alle Werte so wie gewünscht, gibt es Folgekrankheiten -noch habe ich keine-, und wie fällt der HbA1c-Wert aus ? Ich fühle so, als wäre, das Ergebnis, meine Leistung oder mein Versagen. Dabei lässt sich vieles nicht selbst regulieren/beeinflussen. Sprüche, die ich als Kind gehört habe
wie:
-Diabetikern faulen die Beine ab,
- Diabetiker werden alle Blind,
- Diabetiker sterben jung,
-......
werden, kurz vor einer Untersuchung, zu Alpträumen.
Diese Gefühle passen nicht im Geringsten zur Einstellung die ich, dem Diabetes gegenüber, habe. Für mich bin ich in erster Linie ein Mensch der genauso leben möchte wie Gesunde. Es gibt Phasen da verdränge ich den Diabetes ab. Es gibt Phasen mit wenig-oder kein- Messen und BZ-Tagebuch führen. Es gibt Phasen da mache ich alles was man als Typ Einser ,so, nicht tun sollte - Lange durchmachen auf Partys, Alkohol oder ohne Messen essen und Bolen. Und doch kommen die oben erwähnten Gefühle immer wieder hoch; die BZ-Werte müssen stimmen... du musst Messen....du musst nun Tagebuch führen.... bla,bla, bla...
Meistens habe ich einen annehmbaren HbA1c von unter 7- genau das ist eines meiner Ziele, ein HbA1C von unter 7 -. Dabei ist Wissensbasiert ein HbA1c von unter 7 kaum vorteilhafter als ein HbA1c von 7 - 7,5. Ich versuche hoche Werte und Unterzuckerungen zu meiden. Dennoch habe ich beides zu vor erwähnte, des öfteren. Besonders Sport im anaeroben Bereich lässt den BZ schwer kontrollierbar machen.
Und trotz des Chaos treibt mich irgendetwas, für mich nicht Fasbares, immer wieder dazu wieder Ordnung zu schaffen, mich mit meinem Diabetes anzufreunden und alles zu tun damit wir ein langes leben haben.
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Dibein
Rang: Gastam 07.05.2017 23:58:55 | IP (Hash): 700436165
Hi Pascal,
ich denke das der Typ1 Diabetiker, vor allem wenn es ihn als Kind erwischt, ein anderes und besonderes Verhältnis zu seinem "Begleiter" hat.
Ich denke das es mehr als natürlich ist dem Diabetes auch mal freien Lauf zu lassen um dann wieder, auf den Boden der Tatsachen zurück, wieder in geordnete Bahnen zu lenken.
Ich hab den Diabetes bei der ersten Feststellung nicht so richtig ernst genommen. Typ2? Na Und? Weniger futtern ordentlich abspecken, Sport und alles war wieder gut. Auch ich habe mich natürlich von den Schreckenszcenarien "Appe Füße, kaputte Augen etc." motivieren lassen.
Nun 10 Jahre Später ist das alles auf einmal anders. Abnehmen geht total schleppend PNP und grauer Star geben sich die Hand (Wobei der graue Star keine diabetische Spätfolge ist) und auf einmal ist der Diabetes nicht mehr so "na und".
Nu will ich ich möglichst vieles zumindest stoppen und setze mir dazu Ziele. Diese zu erreichen ist nicht immer einfach aber da ich dem Rententräger in ein paar Jahren ein wenig auf der Tasch liegen möchte lasse ich da auch nicht von ab. ;)
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Cracktros
Rang: Gastam 08.05.2017 00:11:29 | IP (Hash): 1195101958
Hallo Dirk,
die Vorstellungen von Spätfolgen und Komplikationen führen bei mir erst zur Blockade. Um meinen Diabetes kümmere ich mich folglich immer dann, wenn dieses Damoklesschwert nicht über mich schwebt.
Meine Motivation ist eine sportliche; Schafe ich es das der BZ das macht was ich will, oder lasse den BZ mich kontrollieren.
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am 08.05.2017 10:48:55 | IP (Hash): 94144669
Hab bei meiner Diagnose in 91 meinen Typ2 als ne Krankheit vorgestellt bekommen, die auch bei bestem Wohlverhalten mit den Jahren - spätestens nach 10 die ersten deutlichen Spuren - gnadenlos von meiner Gesundheit abfressen würde. Dazu mein infolge Polio als Baby erheblich behindertes Fahrgestell und zudem nur 1 Niere, was im Zusammenhang mit den Diabetes- Untersuchungen entdeckt wurde: Ich hatte schlicht große Angst vor jeder möglichen weiteren Verschlechterung meiner Situation und deswegen zunächst einmal jede ärztliche Anweisung so blind wie möglich befolgt.
Dieses Schülerlein-Gefühl vor den Quartals-Untersuchungen und vor allem vor der jeweils anschließenden Zensuren-Verkündung ist mir noch heute in guter Erinnerung. Der Dok wie der gestrenge Herr Lehrer.
Hab dann meinen zufälligen Glückstreffer gezogen und die Gelegenheit ergriffen, als mir ein Typ1 Arbeitskollege die Anleitung bot, meinen BZ mit der Orientierung am postprandialen Verlauf immer mehr Stunden von 24 im immer gesünderen Bereich zu steuern. Mit dem selben Aufwand, mit dem ich mit Messen+Spritzen+Essen mit Mühe und relativ häufigen Unterzuckerungen HBA1c 6,5-7 geschafft hatte, schaffte ich so bald erst 6 und dann 5,5 und besser. Und das praktisch ohne Unterzuckerungen! Denn mit dem Messen nach dem Essen bestimme ich ja nicht den beabsichtigten Verlauf wie mit dem vor dem Essen, sondern damit sehe ich ein Stück vom tatsächlich produzierten und mit etwas Übung, um welche Höhe rum der BZ nach dem Auswirken von Futter und Bolus dann ausläuft.
Mein Mantra max 140+120+100mg/dl 1+2+3 Stunden nach jedem Essen hab ich damals entwickelt und manchen Foristen-Nerv damit getötet ;)
Hab viele Jahre den Mittags-Bolus etwas üppiger bemessen. Machte weniger hohe 1-Stunden-Spitzen und meistens 1-2 Stunden nach dem Mittag noch Platz für etwas leckeren Nachtisch. Ist mir echt schwer gefallen, mich vor gut 3 Jahren mit meiner Leberentfettung und dem Abspecken davon zu verabschieden - und hat dazu geführt, dass ich die ersten Wochen dann erstmal wieder etwas höhere Verläufe zugelassen hab - bis ich meine "Stehaufmännchen" als ständige Übung eingewöhnt hatte: In nem Sessel mit Armlehnen in den Stand hochdrücken, damals zu Anfang 20mal am Stück und jeweils 3 Wiederholungen, inzwischen längst 50-60mal am Stück und meistens 3 Wiederholungen.
Funktioniert bei mir in der ersten halben Stunde nach nem für mich normalen Essen wie eine Hälfte vom passenden Bolus und hat inzwischen dazu geführt, dass ich an meinen Krücken wieder wenigstens ums Haus komme und meinen Diabetes auf meine alten Tage als meinen Gesundheits-Coach schätzen gelernt habe: Indem ich meinen BZ die meisten von 24 Stunden vor allem essens- und bewegungsmäßig und mit dem dann noch notwendigen Minimum an Insulinin im völlig gesunden Bereich halte, gelingt mir einstweilen für meine 70 Lenze optimal gesundes Verhalten mit u.a. gesundem Blutdruck und gesunden Blutfetten.
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Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.