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gesunde Einstellung zum Diabetes
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am 22.05.2017 17:03:32 | IP (Hash): 1056998573
"Nicht der Diabetes bestimmt das Leben, sondern das Leben die Diabetestherapie," hab ich gerade im anderen Fred gelesen, von nem Typ1.
Wenn ich da jetzt mal nen guten Typ2 BE-Faktor von 10 nehme - viele haben auch noch deutlich mehr - sind das bei 12-14 BEs 120-140 IEs am Tag. Und dazu noch mal 120-140 IEs Basal.
Ich kenne Betroffene, die damit und mit noch sehr viel mehr (1 Fall mit 2 Patronen am Tag!) erstaunlich gesunde HBA1c 7-8 schaffen. Aber keines dieser Leben bestimmt mehr seine Diabetestherapie. Damit haben sie zwar alle angefangen, aber mit dem auf diese Weise zunehmenden Mehr an Insulin haben sie alle so viel zugenommen und nehmen noch weiter zu an Gewicht und Umfang, dass dieser Zunahme-Prozess mit allen seinen Folgen alle ihre Leben längst voll im Griff hat.
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Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung. -
am 23.05.2017 09:58:10 | IP (Hash): 1781695503
Doch, ich kenne auch Typ2 INSULINER mit BE-Faktor 2 oder 3. Aber die bewegen sich täglich deutlich mehr als die DDG-mäßig empfohlene halbe Stunde, begrenzen ihren KH-Input auf Portionen, die den BZ in der Spitze nach dem Essen nicht über 200 treiben und essen insgesamt zum Halten ihres Gewichts im Normalbereich deutlich weniger Kalorien, als ihnen jede Diätassistentin ausrechnet.
Gegenüber ihren zunehmend dickeren Kollegen haben sie natürlich den Nachteil der kranken Einstellung, weil sie sich alltäglich nach ihrem Diabetes richten.
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Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung. -
am 23.05.2017 10:45:49 | IP (Hash): 2108455638
hjt_Jürgen schrieb:
"Nicht der Diabetes bestimmt das Leben, sondern das Leben die Diabetestherapie," hab ich gerade im anderen Fred gelesen, von nem Typ1.
Da ist ja auch nichts falsch dran.
Viele T1 wachsen mit Diabetes auf und kennen viele Einschränkungen. Etliche T1 rebellieren spätestens in der Pupertät dagegen und legen dann die Grundsteine für Folgeerkrankungen.
Somit ist es besser, das Leben die Diabetestherapie (und damit ist eine ERFOLGREICHE gemeint) bestimmen zu lassen.
Was natürlich ausdrücklich nicht bedeutet, mit Strudeln im Insulinpen am Kuchenbuffet zu stehen.
Bei BE-Faktoren jenseits von Gut und Böse ist eben Verzicht angesagt. Da bestimmt dann wieder das Leben die Diabetestherapie... 30 Einheiten auf einen Schuss ist schon unangenehm, mehr kann für das Gewebe nicht gut sein? Und was das für den Körper ins Sachen Gewichtszunahme und anderer übler Risiken bedeutet, das sollte jedem mit so einem Verbrauch klar sein.
Viele erinnern sich noch an Sport und Haferschleim in der üblichen Sommerferien-Diabetes-Einstellungszeit – heutzutage kann man Resistenzen und anderem ungemach ja auch anders begegnen.
Und bei massivem Übergewicht hilft eben nur Verzicht beim Essen und mehr Bewegung. Unanbhängig vom Diabetes.
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DO NOT FEED THE TROLL!!!
http://www.diabetes-online.de/a/die-wichtigsten-werte-ein-ueberblick-1776718
Bearbeitet von User am 23.05.2017 10:47:32. Grund: . -
am 23.05.2017 13:00:22 | IP (Hash): 1781695503
Dickster Stolperstein in all diesen Diskussionen ist der im Vergleich zum T1 irre T2 Insulinbedarf. Und dazu kommt dann noch die im Vergleich zum T1 erheblich flachere und zeitlich gestreckte Wirkkurve mit dem Effekt, dass schnelles Analog-Insulin bei uns 2ern eher wie Alt-Insulin beim 1ner verläuft, bei größeren Dosen - 10IE und mehr - sogar eher wie NPH beim 1ner.
Wer diesen Umstand berücksichtigt, kommt praktisch vollautomatisch zu dem Schluss, dass ein gesundes 2er Leben nur mit nem ungesunden Richten nach dem Diabetes gelingen kann.
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Michael74
Rang: Gastam 23.05.2017 14:14:19 | IP (Hash): 2049646262
hjt_Jürgen schrieb:
Dickster Stolperstein in all diesen Diskussionen ist der im Vergleich zum T1 irre T2 Insulinbedarf. Und dazu kommt dann noch die im Vergleich zum T1 erheblich flachere und zeitlich gestreckte Wirkkurve mit dem Effekt, dass schnelles Analog-Insulin bei uns 2ern eher wie Alt-Insulin beim 1ner verläuft, bei größeren Dosen - 10IE und mehr - sogar eher wie NPH beim 1ner.
Wer diesen Umstand berücksichtigt, kommt praktisch vollautomatisch zu dem Schluss, dass ein gesundes 2er Leben nur mit nem ungesunden Richten nach dem Diabetes gelingen kann.
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Den unteren satz verstehe ich nicht, meinst du damit dass 2er kein gutes leben haben können da sie alles dem Diabetes unterordnen sollen? -
am 23.05.2017 18:31:12 | IP (Hash): 1183108496
hjt_Jürgen schrieb:
Wer diesen Umstand berücksichtigt, kommt praktisch vollautomatisch zu dem Schluss, dass ein gesundes 2er Leben nur mit nem ungesunden Richten nach dem Diabetes gelingen kann.
Oder Du liegst komplett daneben... Kommt immer darauf an wie man sich arrangiert!
Ich bin jetzt fitter, gesünder, das Leben macht mehr Spass. Ich bin mehr draussen, meine Frau findet mich wieder interessanter, die Mitmenschen behandeln einen ganz anders, all die Alltags-Kleinigkeiten die ich mit meinem Übergweicht vor meinem 2er Leben nicht machen konnte gehen jetzt. Ich glaube nicht das 5 Mars am Vormittag gesünder waren ;-)
Es kommt auf die Einstellung an. Ich sehs als neue Chance und mir geht es gut dabei...
Und ohne dem Zufallsfund 2er wäre ich wohl jetzt bei 150kg...
1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 23.05.2017 22:31:46 | IP (Hash): 1662128011
hjt_Jürgen schrieb:
"Nicht der Diabetes bestimmt das Leben, sondern das Leben die Diabetestherapie," hab ich gerade im anderen Fred gelesen, von nem Typ1.
Äh, klitzekleine Korrektur: Ich bin Typ2 :-D
schrieb:
Ich kenne Betroffene, die damit und mit noch sehr viel mehr (1 Fall mit 2 Patronen am Tag!) erstaunlich gesunde HBA1c 7-8 schaffen. Aber keines dieser Leben bestimmt mehr seine Diabetestherapie. Damit haben sie zwar alle angefangen, aber mit dem auf diese Weise zunehmenden Mehr an Insulin haben sie alle so viel zugenommen
Dann werden sie wohl zuviel Kalorien zu sich nehmen, warum soll das an den Insulin-Dosen liegen?
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am 23.05.2017 22:33:56 | IP (Hash): 1662128011
hjt_Jürgen schrieb:
Doch, ich kenne auch Typ2 INSULINER mit BE-Faktor 2 oder 3. Aber die bewegen sich täglich deutlich mehr als die DDG-mäßig empfohlene halbe Stunde, begrenzen ihren KH-Input auf Portionen, die den BZ in der Spitze nach dem Essen nicht über 200 treiben und essen insgesamt zum Halten ihres Gewichts im Normalbereich deutlich weniger Kalorien, als ihnen jede Diätassistentin ausrechnet.
Ich bin Typ2 mit Faktoren zwischen 1,5 und 2,5. Ich bewege mich mehr - jedenfalls meistens, begrenze meinen KH-Input aus Diabetesgründen in keinster Weise (nur halt aus Kaloriengründen), komme in der Regel deutlich nicht über 200 und esse vermutlich in Summe zuviel und bin auch bei weitem nicht schlank. Und nu? :-) -
am 23.05.2017 22:37:20 | IP (Hash): 1662128011
TypEinser schrieb:
Bei BE-Faktoren jenseits von Gut und Böse ist eben Verzicht angesagt. Da bestimmt dann wieder das Leben die Diabetestherapie... 30 Einheiten auf einen Schuss ist schon unangenehm, mehr kann für das Gewebe nicht gut sein?
Wer 30 IE Bolus auf einen Schuß setzt, hat eh in der Schulung gepennt. da ist man dann irgendwo bei doppelter bis dreifacher Wirkdauer. Basal haue ich die 30 an eine Stelle, auch 50 machen körperlich keine Probleme. Aber Bolus ab 7-8 IE immer auf mehr als eine Stelle verteilen! (außer extrem langsame KH)
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am 24.05.2017 09:44:54 | IP (Hash): 58827288
Tarabas schrieb:
ch bin Typ2 mit Faktoren zwischen 1,5 und 2,5. Ich bewege mich mehr - jedenfalls meistens, begrenze meinen KH-Input aus Diabetesgründen in keinster Weise (nur halt aus Kaloriengründen), komme in der Regel deutlich nicht über 200 und esse vermutlich in Summe zuviel und bin auch bei weitem nicht schlank. Und nu? :-)
Dann schätz Dich als glückliche Ausnahme
+ wg des geringen Insulinbedarfs
+ wg der tollen Schulung
+ wg Deines bisherigen Erfolgs
Was Du beschreibst, kann ich erst seit Leberfasten und auf BMI 24 Abnehmen und nur im Rahmen bis max 160mg/dl in der Spitze und wenigstens ner halben Stunde intensiver Bewegung nach jedem Essen beobachten. Also erst, seit ich mich 24/7 sehr weitgehend nach meinem Diabetes richte.
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