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Bericht und Fragen zu Gestationsdiabetes
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am 29.05.2017 09:00:42 | IP (Hash): 2018414693
Liebe Community!
Vor ab, ich habe keinen Diabetes diagnostiziert. Ich bin zwar im weitesten Sinne vom Fach, mein Wissen ist hauptsächlich doch eher autodidaktisch angeeignet. Ich weiß, dass ich im Ernstfall mit einem Arzt sprechen muss und alle eure Angaben ohne Gewähr sind. Außerdem hoffe ich, dass ich hier an der richtige Stelle schreibe, sonst korrigiert mich bitte.
Ich habe mich entschlossen, in dieses Forum zu schreiben, weil ich eine Frage habe an Menschen, die sich damit auskennen und wahrscheinlich schon mehrere ärztliche Meinungen gehört haben. Ärzte sind aber eben auch gebunden an Diagnoseverfahren und -Richtlinien und dadurch eben auch durch Versicherungen.
Bei mir liegt folgender Fall vor: Ich bin 27, schlank, hochgewachsen, sportlich. Habe keinen einzigen Verwandten mit diabetologischen Besonderheiten auch nicht im Alter. Ich ernähren mich ziemlich gesund und habe schon immer auf meinen Zuckerkonsum geachtet. Ich bin sehr aktiv (jeden Tag spazieren ich mindestens 5km mit Kind und Hund, bin den ganzen nachmittag draußen mit Kind bei jedem Wetter) und habe auch in der ersten Schwangerschaft bis zur Geburt 3 mal die Woche Sport gemacht.
Bei meiner ersten Schwangerschaft wurde Gestationsdiabetes diagnostiziert. Der einzige Wert, der zu hoch war, war mein Nüchternwert, der bei 93 lag. Daraufhin sollte ich meinen Blutzucker 4 mal am Tag (nüchtern und 3 mal 1 Stunde nach dem Essen messen) ohne meine Ernährung umzustellen. Die Messungen waren unauffällig. Selbst nach zuckerhaltigen Spießer (mit wenig Fett), waren meine Werte unter 130. Meine Nüchtern werte waren bei der Hälfte der Messungen im Bereich zwischen 90-95, wenige male zwischen 95-99 und sonst unter 90. Mein Kind war zu keinem einzigen Zeitpunkt auffällig und ich war wöchentlich (!) beim Sono. Der Bauchumfang (erstes Indiz für "Diabetes-Babys") war niemals nicht mal im erhöhten Bereich, Fruchtwassermenge immer perfekt, so wie auch die Versorgung der Plazenta. Das Kind kam spontan, natürlich zur Welt, kerngesund, mit einem absolut normalen Geburtsgewicht (3120g also weit entfernt von erhöht!). Ich habe meine Ernährung nicht wirklich umgestellt. Habe lediglich versucht meine Nüchtern werte zu beeinflussen. Gelang mir allerdings wenig. Ich muss hinzufügen, dass ich bis kurz vor der Geburt täglich um 5 Uhr morgens aufstehen musste und ziemlich viel Stress hatte.
Ich habe eigentlich eine wunderbare, Beschwerdefreie und unkomplizierte Schwangerschaft erlebt. Allerdings hat mich diese Diagnose Gestationsdiabetes durch eine Mühle an ärztlicher Übervorsicht gemahlen, die wirklich auftreiben war. Der Diabeteloge selbst sage mir, dass anzunehmen ist, dass bei mir alles in Ordnung ist und das man eben irgendwo Grenzen ziehen müsste und ich nun mal in dieser "Diagnose gelandet" bin. Er war eigentlich nett, aber er musste sich nun mal auch an die Vorgaben halten, denn er wird ebenso zur Rechenschaft gezogen im Falle eines Problems. Das verstehe ich. Aber ich war wöchentlich mindestens 1 mal beim Arzt. Habe mindestens 3 Stunden im Wartezimmer verbracht, um gesagt zu kriegen, dass alles gut ist und ich einfach weiter machen soll. Bei jedem neuen Arzt und im Krankenhaus war ich mit einem Blick in den Mutterpass, die "Diabetes-Schwangere". Ich trage gerne weite Sachen und ich konnte jedes mal beobachten, wie die Ärzte meinen Körper musterten und dachten, ich wäre "dick". Denn sobald ich mich fürs Sono auszog, waren alle auf einmal ganz anders und sagten Dinge wie "Oh, sie sind ja schlank."
Ich bin ein verantwortungsvoller Mensch und ich würde nie etwas tun, dass mein Kind gefährdet, aber ich Binh auch selbstbestimmt. Ich habe in dieser Schwangerschaft immer wieder erlebt, wie Ärzte mich über meinen Kopf hinweg behandelt haben. Sie verkündeten, dass ich gefälligst eingeleitet werden sollte, obwohl ich weder insulinpflichtig war noch eine Diät hielt! Am Kind war nach wie vor NICHTS auffällig! Als ich sagte, dass ich das nicht tun werde, wurde der Arzt richtig aggressiv und ging mich an. (Beim Sono, als ich mich auszog, wurde er übrigens auch pl,ötzlich ganz nett und sagte "Ja, sie sind ja recht schlank und das Kind sieht gut aus, wir werden wahrscheinlich nicht einleiten müssen.")
Ich bin nun zum zweiten Mal schwanger und freue mich sehr! Aber ich überlege gar nicht erst einen Glukosetoleranztest zu machen. Ich werde nicht nochmal durch diese Maschinerie laufen. Schon gar nicht mit einem 1,5jährigen Kind, dass dann stundenlang in Wartezimmer hocken soll. Ich habe jetzt mein blutzuckermessgerät, das ich noch von damals habe, rausgeholt. Ich habe gestern normales zu abend gegessen und ausnahmsweise danach ein Magnumeis gegessen. Ich wollte wissen, wie mein Blutzucker bei "Belastung" reagiert. Mein Wert lag bei 107 eine Stunde nach dem Essen. Heute Morgen habe ich dann erneut nüchtern gemessen und der Wert lag bei 93.
Wie schätzt ihr die Situation als "Laien" ein (ich weiß, niemandes Meinung ersetzt die eines Arztes!)?
Und vor allem, kann mir bitte jemand erklären, warum Nüchternwerte von unter 110 als normal gelten, bei Schwangeren aber auf einmal nur noch von unter 90, 93, 95, 99 (das variiert mit jeder Quelle)?
Es tut mir leid, dass ich euch alle so vollquatsche und ich hoffe, dass ihr euch trotzdem durch meinen langen text quält! Vielen dank im vorraus!
Liebe Grüße!
PS: Ich weiss nicht, ob es relevant ist und ob das etwas beeinflusst: Bevor ich meine Nüchternwerte messen, gehe ich eigentlich immer vorher auf Toilette, da ich in der Schwangerschaft öfter muss und grad nach dem Aufstehen sehr dringend. Ich messe also nicht direkt nach dem aufstehen noch im bett. Ich habe das bis jetzt auch nie in frage gestellt, habe nur grad eben gelesen, dass man es DIREKT nach dem aufwachen machen soll?
Bearbeitet von User am 29.05.2017 10:02:38. Grund: weitere Anmerkung -
am 29.05.2017 10:02:58 | IP (Hash): 2108455638
Hallo!
Die Diagnose muss ja irgendwie gestellt werden, und Du hast mit dem Nüchternwert 93 eben um genau 1 mg/dl drüber gelegt.
https://www.deutsche-diabetes-gesellschaft.de/fileadmin/Redakteur/Leitlinien/Patientenleitlinien/GDM_Patienten_LL_END_2012_04_17.pdf
Was jetzt natürlich nicht bedeutet, dass Du mit diesen echt sonst perfekten Werten in irgendeiner Weise Dein Kind gefährdet hast.
ABER: Der Arzt kann nicht vorrausagen, wie sich Deine Blutzuckerwerte entwickeln. Deshalb die VORSORGE-TERMINE, um nötigenfalls gegensteuern zu können.
Seh es von der anderen Seite: Sollten sich bei der zweiten Schwangerschaft schlechtere Werte finden hast Du einen sehr guten Arzt am Start, der Dir und vor allem Deinen Kind eine wirklich gute Begleitung leistet.
Sei Dir und dem Kind eventuelle Wartezeiten wert. Für das "große" Kind findet sich bestimmt mal Oma oder Opa ;-))
PS.
Gestations-Diabetes hat recht wenig mit "Dick" und "Unsportlich" und "Zuckerkonsum" zu tun!
Es liegt viel mehr am Hormoncocktail zu Beginn der zweiten Schwangerschaftshälfte.
Übergewicht und Diabetes in der Familie erhöhen das Risiko, sind aber genauso wie bei Diabetes Typ 2 nicht Ursache der Erkrankung.
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DO NOT FEED THE TROLL!!!
http://www.diabetes-online.de/a/die-wichtigsten-werte-ein-ueberblick-1776718
Bearbeitet von User am 29.05.2017 10:09:40. Grund: PS. -
am 29.05.2017 10:30:44 | IP (Hash): 2018414693
Erst einmal vielen Dank für deine Antwort!
Ich bin auch bei der zweiten Schwangerschaft wachsam. Egal, wie ich mich bezüglich des Glukosetoleranztestes entscheide, sollte zu irgendeinem zeitpunkt etwas am ungeborenen kind auffällig sein, werde ich alle nötigen maßnahmen ergreifen.
Ich verstehe auch, dass die Grenze irgendwo gezogen erden muss und das ich nun mal darunter falle. Aber man muss ja auch gucken, was es für reale Auswirkungen hat. Und da fällt es mir schwer zu sehen, dass ich gestationsdiabetes gehabt haben soll, wenn meine blutzuckerwerte bis zur geburt auch bei zuckerhaktigen speißen wie waffeln mit Puderzucker etc nie erhöht waren.
Vorsorge und etwas im auge behalten ist eine sache, die andere ist, dass ich einen stempel in den mutterpaß kriege und damit wird alles andere irrelevant bei der panik, die bei Schwangerschaften mittlerweile verbreitet wird.
Es sind eben nicht nur drei (mindestens drei stunden also auch gerne mehr) stunden Wartezeit, es ist auch an- und abfahrt. Der ganze aufwand drumherum. Keine wickelmöglichkeiten, kein mittagsschlafplatz, kein Spielzeug, kein platz zum spielen. Und selbst ohne kind ist das einfach ein enormer stressfaktor. Von arzt zu arzt zu rennen. Leider gibt es keine Großeltern.
Bei gefahr im verzug würde ich das alles auf mich nehmen, natürlich! Aber sollte es in dieser schwangerschaft genauso laufen, verstehe ich nicht warum. Weil die hälfte meiner nüchternwerte zwischen 90-95 waren? Und sonst nichts auffällig war? Warum gelten dann bei nicht-schwangeren nüchternwerte von unter 110 als normal?
Ich will wirklich nicht "bockig" wirken. Ich bin ein rationaler mensch. Ich lasse mich von fakten und argumenten überzeugen. Aber wenn ich mir die situation meiner vergangenen schwangerschaft ansehe, dann scheint mir der größte teil doch eher durch übervorsicht und panik bewirkt zu sein. Die frage, die sich mir stellt, ist einfach, wo liegt wirklich eine realistische medizinische indikation vor (ein guter arzt muss neben laborwerten ja auch den Patienten individuell sehen. Der Mensch ist einfach mehr als ein laborwert. Das ist nichts "alternatives" oder "anthroposophisches", das sind tatsachen.) und wo werden Entscheidungen und Untersuchungen durch pränatale diagnose hysterien veranlasst.
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am 29.05.2017 10:41:33 | IP (Hash): 2018414693
Ich habe grade dein PS gelesen.
Übergewicht und familiäre Vorbelastung werden immer wieder genannt im Bezug auf den Glukosetoleranztest. Darum erwähnen ich das.
Auch ließt man immer wieder, dass die meisten frauen mit gestationsdiabetes später typ zwei haben. Natürlich ist diabetes mulifaktorielle ausgelöst und doch ist es bei typ zwei häufig übergewicht. Bei vielen schwangeren mit gestationsdiabetes liegt auch übergewicht vor.
Ich erwähne das, weil ich ein möglichst klares bild vermitteln will.
Hätte ich zb übergewicht und oder eine familiäre vorbelastung, dann wäre ich alarmierter mit manchmal erhöhten nüchternwerten. Oder aber, hätte ich beides nicht, aber eben erhöhte werte bei normaler Ernährung, wäre ich auch vorsichtiger.
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am 29.05.2017 11:27:06 | IP (Hash): 2108455638
Ganz rationell betrachtet solltest Du als Risiko-Kandidatin den Vorsorge-Test beim Doc machen und dann mit dem Arzt eine Strategie entwickeln, falls Du wieder nur ein fitzelchen über der Diagnoseschwelle liegst.
Und ganz rationell betrachtet kenne ich persönlich mehr schlanke Typ 2 als die aus Funk und Fernsehen bekannten Dicken! Was nicht heißt, dass die Mehrheit der Typ 2 b Diabetiker nun mal übergewichtig sind. Und ich kann mir nicht vorstellen, das sportliche Gestations-Diabetikerinnen mit dem Makel "Zuckerkrank" hausieren gehen.
Alamiert musst Du auch als schlanke, familiär nicht belastete Frau mit der BZ-Entwicklung aus der ersten Schwangerschaft sein.
Und etwas beruhigt, weil das ganz ja nun echt nicht bedrohlich war.
Vielleicht ist der rational bessere Weg, den Dingen zu begegnen und damit entspannter Umzugehen.
Du musst ja nun nicht täglich in der Praxis erscheinen – rede mit Deinem Doc über Selbsttests und Telefonate. Denn: Der Arzt weiß nicht, wie ernst du das ganze überwachen könntest und ob Du überhaupt verstanden hast um was es da geht! Signalisierst Du von vorneherein fachliches Interesse und kannst mit den Basics überzeugen gibt es da viel mehr Spielraum.
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http://www.diabetes-online.de/a/die-wichtigsten-werte-ein-ueberblick-1776718 -
am 29.05.2017 11:57:27 | IP (Hash): 2018414693
Danke für deine einschätzung!
Das ist interessant mit dem diabetes typ zwei. Wobei ich meine Informationen nicht unbedingt aus fernsehen und radio bezogen habe, sondern eher zu statistiken zu gestationsdiabetes. Und da ging es eben auch sehr häufig um übergewicht.
Wie gesagt, mir ging es weniger über die vorurteile im bezug auf diabetes, sondern, das als risikofaktoren bei gestationsdiabetes übergewicht und familiäre vorbelastung als erstes genannt werden. Und bei meiner ersten schwangerschaft zählte ich ganz und gar nicht zur risikogruppe. Jetzt zähle ich zur risikogruppe, weil mein nüchternwert beim test in der ersten schwangerschaft bei 93 lag und ich daraufhin offiziell gestationsdiabetes hatte.
Ich weiss nicht, wie man bei diabetischen erkrankungen ohne schwangerschaft verfährt. Aber bei gestationsdiabetes word man behandelt wie eine schwerverbrecherin. Generell hast du erst einmal keine ahnung, keine meinung, keinen willen und tust eh nur das schlechteste für das kind. Obwohl ich einen nettem arzt hatte, wie gesagt, indirekt vom fach bin, kooperiert habe und fachliches wissen und Interesse signalisiert habe, war ich eine marionette.
Ich wurde dermaßen engmaschig überwacht, dass ich das aufgrund meiner risikobeurteilung nicht nachvollziehen kann. Etwas vorsicht, gut, der nüchternwert war 93. Aber keinen schritt selbstständig gehen zu dürfen, ist etwas anderes. Ärzte, die mich vor errechneten termin zwingen wollen einzuleiten. Wöchentliche sonos. Obwohl die täglichen bz werte absolut normal waren.
Und die frage bleibt, was sind normale werte? Was ist ein normaler nüchternwert (also nicht beim test, sondern bei den täglichen messungen). Laut Wikipedia bis 110, nur bei schwangeren auf einmal irgendwo zwischen 90-99.
Ich stimme dir ja absolut zu, dass ich genau das, was du empfiehlst auch tun würd. Ich würde mit meinem arzt reden, mich testen lassen, im falle eines Falles, täglich messen, auch die Ernährung umstellen etc. Aber das ust ja nicht das szenario, von dem ich ausgehen kann. Ich kann davon ausgehen, wieder über-überwacht zu werden.
Bei einem so geringen risiko wie meinem (eben mit hinblick darauf, dass ich in der ersten schwangerschaft nichts umgestellt habe und nur die nüchternwerte zur hälfte zwischen 90-95 waren, das kind absolut gesund war), würde ich mich auf eine angemessene art überwachen lassen. Aber bei so einem geringen risiko wie meinem (ich messe ja zur zeit zuhause und so lange meine werte wie das letzte mal sind und bei den sonos alles ok ist), eine derart ausufernde überwachung? Wie sollen da die relationen stimmen?
Vielleicht ist es ein einzellfall, aber von diesem spielraum, von dem du sprichst, habe ich als schwangere nichts erlebt. Selbst bei einer absolut normalen schwangerschaft müssen frauen heute schon darum kämpfen, normal entbinden zu dürfen und keinen Kaiserschnitt machen zu müssen. Als schwangere wird man schnell entmündigt und wenn dann auch noch soetwas wie gestationsdiabetes vorhanden ist, war's das. Ich weiss, ich schreibe romane hier. Ich will einfach nur die situation verdeutlichen und dadurch die Optionen, die ich abwägen muss. Es geht bei schwangerschaften nämlich nicht so locker zu, wie du das beschreibst. -
am 29.05.2017 12:37:49 | IP (Hash): 2108455638
[quote=Cosima Niehaus;90987]Es geht bei schwangerschaften nämlich nicht so locker zu, wie du das beschreibst.[/quote]
Na, da würde ich mir überlegen, den Arzt zu wechseln!
Oder mal dort Dampf abzulassen... Schwangere dürfen das ;-)
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http://www.diabetes-online.de/a/die-wichtigsten-werte-ein-ueberblick-1776718 -
am 29.05.2017 13:18:51 | IP (Hash): 2018414693
Das ist ein guter Gedanke!
Aber leider ist das Problem nicht ein Arzt sondern das System.
Krankenhäuser sind nicht daran interessiert der einzelnen eine möglichst schöne, selbstbestimmte Geburt zu ermöglichen. Sie sind daran interessiert möglichst gewinnbringend zu arbeiten. D.h. Risikominimierung und sparsame Ressourcen.
Es ist viel aufwändiger die einzelne schwangere mit ihren individuellen gegebenheiten zu behandeln. Also wird bei minimalsten abweichugen das volle programm durchgezogen. Denn sicher ist sicher. Versicherungsbeiträge steigen. Hebammen werden aus dem Geschäft gedrängt. Aus finanzieller sicht ist es besser 100 von 100 schwangeren mit leichtesten abweichungen und auch ohne einzuleiten und am besten noch einen kaiserschnitt zu machen, auch wenn es bei genauerer betrachtung bei 2 von 100 notwendig gewesen wäre. Das Risiko ist geringer, als das bei einer einzigen etwas unvorhergesehenes passiert.
Warum steigen wohl seit jahren die kaiserschnittsraten?
Es ist ein sehr zermürbender und stressiger weg sich als schwangere mit diagnostizierter gestationsdiabetes seine selbstbestimmtheit zu bewahren. Ich frage mich, ob ich mir das (sollten die bedingungen die selben bleiben und sich nicht irgendwo stärkere abweichungen bei bz wetten im verkaufe dieser schwangerschaft zeigen oder andere probleme) nochmal an tun muss mit einem kleinen kind, einer im sterben liegenden noch sehr jungen oma (daher auch keine omas und opas verfügbar) und ohne hilfe bei der Betreuung.
Ich weiss ehrlich gesagt nicht, ob ich diesem druck erneut standhalte, denn leider bin ich zur zeit ganz allein und versuche noch andere zu unterstützen. Das, was uns kraft gibt, ist die freude unser wunderbares kind aufwachsen zu sehn und unsere freude auf das nächste kind von dem wir so sehr hoffen, dass es noch einmal von seiner oma gehalten werden kann.
Ich möchte auf jeden fall verhindern, dass diese ganze belastung durch übervorsichtige ärzte dazu führt, dass ich nicht 100% für mein kind da sein kann, was ich bin, egal, wie schwer andere umständen auch sein mögen, noch das der ganze stress meinem ungeborenen kind mehr schadet als die (über-)vorsicht.
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am 29.05.2017 13:23:45 | IP (Hash): 2108455638
Ärzte sind heute doch keine Halbgötter in weiß.
Wenn Du keinen Kaiserschnitt brauchst, dann sage klipp und klar: Schnippel ist nicht.
Da kann man bei fehlender Einsicht und ausbleibenden Gründen für einen Kaiserschnitt ruhig mal richtig laut werden.
Gleiches gilt für übertriebene Vorsorge-Termine.
Hören Deine Ärzte denn nicht zu?
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http://www.diabetes-online.de/a/die-wichtigsten-werte-ein-ueberblick-1776718 -
am 29.05.2017 13:41:10 | IP (Hash): 2018414693
Man hat mit den ärzten aus dem krankenhaus erst kurz vor der geburt zu tun. Ständig ist ein anderer arzt da. Während der genug gibt es Schichtwechsel. Es gibt keine beleghebammen mehr, also ist kein fachpersonal während der geburt da, dass dich kennt. Du bist eine gesichtslose schwangere und alles was sie wissen und was sie interessiert steht im Mutterpass. Selbst wenn sie zuhören musst du alles jedem arzt und jeder hebamme erneut sagen. Zu einem Kaiserschnitt zwingen sie einen nicht unbedingt bei nicht insulinpflichtigen diabetes, das war ein beispiel, wie es mittlerweile abläuft auf der geburtsstation. Aber durch aus zum einleiten und keine ambulante entbindungen rotz guter werte von mutter und kind. In ein geburtshaus, wo es anders ablaufen würde, kann ich mit der diagnose gestationsdiabetes nicht, da streikt die Versicherung. Entweder ich gehe ins krankenhaus und muss immer wieder vehement für mich einstehen oder... Naja, kein oder. Was soll ich tun? Zuhause bleiben? Hab ich auch schon überlegt, aber das ist keine option.