Willkommen Gast! Um alle Funktionen zu aktivieren musst Du Dich Anmelden oder Registrieren.

Diabetes 2 und Statin

  • Bild User
    Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 48
    Mitglied seit: 06.02.2017
    am 03.06.2017 09:23:40 | IP (Hash): 659427231
    Ich hab eine schwere Entscheidung vor mir, bin mir unsicher und hoffe den einen oder anderen Denkanstoß von Euch zu erhalten.

    ICh hab jetzt mein 2er so weit unter Kontrolle (5,3 HbA1C), meine Blutwerte gehen alle in die richtige Richtung bis auf einen Wert... Das verdammte Cholesterin steht auf 229 mg/dl.

    Jetzt meinte mein Doc, alles gut, Janumet absetzen (Hab ich gemacht) und gegen das Cholesterin Atorvastatin 10mg einnehmen!

    Ja, OK mein LDL ist bei 149, mein HDL bei 58 und der Quotient liegt derzeit bei 2,56. Meine Halsschlagader zeigt keine Ablagerung. Wenn ich bedenke welche Werte ich vor vier Monaten gehabt habe finde ich, Ihr könnt gerne wiedersprechen, gar nicht soooo schlecht. Könnte gut möglich sein, dass sich diese Werte die nächsten drei Monate weiter verbessern so mein Gedankengang.

    Und nun soll ich mir ein Medikament reinstopfen wo ich ganz klar zur Risikogruppe gehöre.

    Hier ein paar Nebenwirkungen die ganz schön Kontraproduktiv sind:

    Allen Vertretern der Wirkstoffgruppe der Statine scheint eine schädliche Wirkung auf die Nerven gemeinsam zu sein. Neben seltenen Gedächtnisstörungen, wie sie für alle Statine typisch sind, können sich bei Atorvastatin auch Alpträume zeigen. Ansonsten treten die Nebenwirkungen besonders an den Beinen auf. Taubheitsgefühle, brennende Mißempfindungen oder Muskelzuckungen sind die Zeichen. Bei solchen Symptomen ist die Behandlung mit einem Statin sofort zu beenden. Besonders gefährdet sind Diabetiker, weil der Arzt die geschilderten Beschwerden häufig einer Nervenschädigung durch die Zuckerkrankheit (diabetische Neuropathie) zuordnet und das verursachende Statin nicht abgesetzt wird.

    Wie alle Statine kann auch Atorvastatin den Blutzuckerspiegel erhöhen und die Entstehung einer Blutzuckererkrankung (Diabetes mellitus) begünstigen. Die Häufigkeit ist abhängig von dem Vorhandensein oder dem Fehlen von anderen Risikofaktoren wie schon bestehendem Zuckerüberschuss im Blut, Übergewicht, Bluthochdruck und dem Ausmaß der Fettstoffwechselstörung.

    Während oder nach der Behandlung kann es in sehr seltenen Fällen zu einem Muskelzerfall aufgrund einer Autoimmunreaktion kommen. Anzeichen ist eine anhaltende Muskelschwäche, die trotz Ende der Behandlung fortbesteht.

    Für mich hört sich das so an:

    Zucker besiegt, und dann Zucker wieder mal so richtig ankurbeln...
    Soll ich oder soll ich nicht?

    Bin für jede Meinung dankbar!

    Alexander
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 48
    Mitglied seit: 03.06.2017
    am 03.06.2017 10:15:17 | IP (Hash): 520021439
    Crazy schrieb:
    Ich hab eine schwere Entscheidung vor mir, bin mir unsicher und hoffe den einen oder anderen Denkanstoß von Euch zu erhalten.

    Für mich hört sich das so an:

    Zucker besiegt, und dann Zucker wieder mal so richtig ankurbeln...
    Soll ich oder soll ich nicht?

    Bin für jede Meinung dankbar!

    Alexander



    Meine Meinung: Ich würde es lassen. Habe damals ebenfalls ein Statin verschrieben bekommen, aber es nach dem Lesen des Beipackzettels nicht genommen.
    Stattdessen nehme ich seitdem jetzt jeden Morgen eine Esslöffel Leinöl, in einem halben Liter meines
    morgendlichen "Gesundheits"-Drinks eingerührt zu mir.

    Seitdem liegt mein GesaMTCholesterin um die 170.

    Gesundheitsdrink, wenn es jemanden interessiert.

    100 ml Aronia-Muttersaft,
    1 knappe Handvoll Goji-Beeren vorher in Wasser eingeweicht,
    1 geh. Esslöffen Leinmehl,
    1 geh. Esslöffel Chia-Samen,
    1 geh. Esslöffel Haferkleie mit Keim,
    6 Esslöffel eines Eiweisspulvers
    aufgefüllt mit 0-Kalorien-Limonade.

    Ansonsten ist mein Fettkonsum nicht besonders eingeschränkt, Butter, Eier auch sonstige tierische Fette, alles kein Problem. Ernährung irgend etwas zwischen Low Carb und LOGI, aber nicht sektiererisch -:)

    Ich: Diabetiker Typ II, 2000 mg Metformin, letzter HBa1c 6,2

    Ob dies bei Dir allerdings den gleichen positiven Effekt hätte, kann man natürlich nicht sagen, insofern kann man Dir da die Entscheidung nicht abnehmen.

    Grüße


  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 972
    Beiträge: 5070
    Mitglied seit: 25.02.2011
    am 03.06.2017 10:17:21 | IP (Hash): 358887387
    Crazy schrieb:
    ICh hab jetzt mein 2er so weit unter Kontrolle (5,3 HbA1C), meine Blutwerte gehen alle in die richtige Richtung bis auf einen Wert... Das verdammte Cholesterin steht auf 229 mg/dl.
    Ja, OK mein LDL ist bei 149, mein HDL bei 58 und der Quotient liegt derzeit bei 2,56. Meine Halsschlagader zeigt keine Ablagerung. Wenn ich bedenke welche Werte ich vor vier Monaten gehabt habe finde ich, Ihr könnt gerne wiedersprechen, gar nicht soooo schlecht. Könnte gut möglich sein, dass sich diese Werte die nächsten drei Monate weiter verbessern so mein Gedankengang.

    Selbst wenn die Werte nicht weiter nach unten gehen, manche nennen das "verbessern", wäre das lächerlich - zumindest aus meiner Sicht.

    Du machst es richtig, wenn du weiter beobachtest lässt, ob sich in deinen Gefäßen Ablagerungen bilden oder nicht. Wenn das nicht der Fall ist, dann brauchst du auf die Cholseterinwerte als (nicht sehr zuverlässigen) Surrogatparameter keinen großen Wert zu legen. Bei deinen guten BZ-Werten, wenn du die so halten kannst, brauchst du dich auch nicht als Risikopatient einstufen zu lassen. Das Risiko kommt nicht vom Diabetes an sich, sondern vom zu hohen BZ.

    Glückwunsch zu der guten Zusammensetzung der Lipide. Die TG hast du zwar nicht mit aufgeschrieben, aber die liegen bei so einem guten LDL-/HDL-Verhältnis gewöhnlich auch gut unter 150. Hier hast du mal aus den Fachpublikationen eine Modellierung des Risikos in Abhängigkeit von LDL- und HDL-Werten:
    https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3951264/figure/pone-0090497-g008/
    Wie du siehst, liegst du mit deinen Werten fast schon im tiefblauen Bereich - kein Risiko.

    Beste Grüße, Rainer
  • Rang: Anfänger
    Punkte: 0
    Beiträge: 1
    Mitglied seit: 05.06.2017
    am 05.06.2017 17:26:34 | IP (Hash): 1046966717
    Es ist sehr traurig, ich hoffe, dass du wieder gesund werden wirst! Ich grüße Sie
    http://qo3.pl/member
    http://qo3.pl/green
    http://qo3.pl/titan
    http://qo3.pl/desnoran

    Bearbeitet von User am 13.03.2018 11:49:20. Grund: anders
  • Bild User
    Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 48
    Mitglied seit: 06.02.2017
    am 07.06.2017 05:31:45 | IP (Hash): 1760842721
    Rainer schrieb:
    Crazy schrieb:

    Glückwunsch zu der guten Zusammensetzung der Lipide. Die TG hast du zwar nicht mit aufgeschrieben, aber die liegen bei so einem guten LDL-/HDL-Verhältnis gewöhnlich auch gut unter 150. Hier hast du mal aus den Fachpublikationen eine Modellierung des Risikos in Abhängigkeit von LDL- und HDL-Werten:
    https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3951264/figure/pone-0090497-g008/
    Wie du siehst, liegst du mit deinen Werten fast schon im tiefblauen Bereich - kein Risiko.

    Beste Grüße, Rainer



    Hallo Rainer... Danke für den Denkanstoß, meine TG lag bei 121. Nachdem ich mich jetzt überall Informiert habe lass ich das mit dem Statin. Mal sehen was die Zukunft bringt.

    Enttäuscht war ich über meine Diabetikerin die mein Blut nach dem Mittagessen abgenommen hat. Wie ich im Netz erfahren musste sollte man vor der Messung mind. 7 Stunden nichts essen...

    Man lernt nie aus!