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Selber Langzeitwert errechnen ist das möglich ?

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    am 04.06.2017 21:24:31 | IP (Hash): 283702437
    Hi Leute
    wollte mal fragen ob es eine Möglichkeit gibt den Langzeitwert ( Glucose ) irgendwie selbst zu errechnen ?
    Ich dachte das man vielleicht an Hand der eigenen Messungen die man übers Monat sammelt evtl. eine Art Mittelwert errechnen könnte ?

    Haribo macht Kinder fett und die Eltern merken`s net !
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    am 04.06.2017 22:23:12 | IP (Hash): 1005275164
    klar geht das, zumindest grob. Hier gibts einen Rechner und Formel:
    http://www.insulin-dosierung.de/service/hba1c/
    Bei mir hat es damit ziemlich genau zum Laborwert gepasst.
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    am 04.06.2017 23:44:18 | IP (Hash): 1567661872
    Ob es paßt, hängt davon ab, wie der BZ-Verlauf ist. Ich habe einen stark schwankenden Insulinbedarf. Da gibt es Phasen, in denen der BZ Achterbahn fährt, also vier- bis fünfmal am Tag deutlich über 200 mg/dl liegt und dann wieder auf unter 60 runterrauscht. An solchen Tagen liegt mein durchschnittlicher BZ vielleicht bei 130, aber bezüglich des HbA1c machen sich solche Tage nicht bemerkbar. Wenn aber der BZ den ganzen Tag bei 130 läge, würde man das am HbA1c sehen! Grund dafür ist, daß die Verzuckerung des Hämoglobins in den ersten Stunden nicht stabil ist. Fällt der BZ nach relativ kurzer Zeit wieder, ist auch die Verzuckerung wieder weg, der HbA1c bleibt niedrig.
  • Cracktros

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    am 04.06.2017 23:53:29 | IP (Hash): 128505946
    Der berechnete HbA1c liegt dem tatsächlichen HbA1c am nähsten, wenn möglichst viele Messungen durchgeführt werden, die Messgeräte recht exakt sind und keine Erkrankungen vorliegen, die den HbA1c beeinflussen.

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    am 05.06.2017 17:50:20 | IP (Hash): 1178864270
    Auch wenn alle Deine Bedingungen erfüllt sind, kann der HbA1c vom geschätzten Wert deutlich abweichen! Das liegt an zwei Gründen. Zum einen lösen sich die Verzuckerungen des Hämoglobins wieder, wenn der BZ nach kurzer(!) Zeit wieder sinkt. Dadurch machen sich solche BZ-Spitzen zwar noch im Mittelwert bemerkbar, aber nicht mehr im HbA1c. Der andere Grund ist, daß der Mittelwert oder arithmetische Durchschnitt empfindlich gegenüber Ausreißern ist. Wenn der BZ beispielsweise auf 400 mg/dl raufschießt und dann innerhalb von zwei bis drei Stunden wieder auf 100 sinkt, siehst Du das ganz deutlich am Mittelwert. Das ist mir schon passiert, weil ich eine Mahlzeit auf 4 statt richtig auf 6 BE geschätzt hatte... Den HbA1c beeinflußt es nicht, weil sich die Verzuckerungen wieder lösen.
  • Cracktros

    Rang: Gast
    am 05.06.2017 18:37:57 | IP (Hash): 809612707
    Das Hba1c ist das stabile Molekül des verzuckerten Hämoglobins (Hb). Anders als die Vorstufen (1a und 1b) "löst" es sich nicht auf, sondern wird ausgeschieden nach dem Lifecycle des Hb.

    Schwieriger sind die Punktuellen Messungen, denn sie führen zur Überbewertung oder Unterbewertung einzelner Messwerte.

    Aber, Ein guter Hba1c muss nicht zwangsläufig einen guten BZ Verlauf anzeigen den Hypos können mit Hypers zusammengenommen sich so ausgleichen, dass ein therapeutisch guter Hba1c entsteht obwohl viele Spitzen und Täler vorhanden sind.

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    Bearbeitet von User am 05.06.2017 19:19:05. Grund: -
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    am 05.06.2017 19:22:45 | IP (Hash): 447533378
    Die BZ-Messungen müssen natürlich halbwegs repräsentativ den BZ-Verlauf abbilden.
    schrieb:
    "Dadurch machen sich solche BZ-Spitzen zwar noch im Mittelwert bemerkbar, aber nicht mehr im HbA1c. "

    Anderseits misst man vielleicht nicht jede Spitze bzw es ist Zufall ob man auch wirklich den höchsten Wert erwischt hat.

    Ich vermute die Umrechnungsformel wurde aus den Messreihen vieler Menschen und deren hba1c gemittelt. BZ-Mittelwerte und hba1c's in ein Diagramm und die resultierende Ausgleichsgerade ist ergibt die Umrechnungsformel.
    Die ganzen möglichen Unsicherheitsfaktoren darin quasi schon enthalten.

    Einzelne Ausreisser gehen im Durchschnitt unter. Wenn Ausreisser häufig vorkommen, dann sind es keine Ausreisser mehr.
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    am 05.06.2017 19:27:26 | IP (Hash): 912369905
    Genau deswegen raff ich nicht, wieso man als Betroffener so interessiert am HBA1c sein kann. Für mich ist doch der konkrete alltägliche JETZT-Verlauf mit der Spitze oder der Schlucht, die ich JETZT vermeiden will und kann, viel interessanter.

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    Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.
  • Michael74

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    am 06.06.2017 11:21:46 | IP (Hash): 511703117
    hjt_Jürgen schrieb:
    Genau deswegen raff ich nicht, wieso man als Betroffener so interessiert am HBA1c sein kann. Für mich ist doch der konkrete alltägliche JETZT-Verlauf mit der Spitze oder der Schlucht, die ich JETZT vermeiden will und kann, viel interessanter.

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    Daher ist er dann ja auch nicht geeignet Diabetes auszuschliessen
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    am 06.06.2017 11:31:32 | IP (Hash): 2108455638
    Michael74 schrieb:
    Daher ist er dann ja auch nicht geeignet Diabetes auszuschliessen




    Michaela, in der Medizin gibt es keinen Auschluss.

    Aber mit einem Hba1c unterhalb der Diagnoseschwelle ist man halt kein Diabetiker – auch wenn Dir das nicht passen möchte, bleibt es so.

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    http://www.diabetes-online.de/a/die-wichtigsten-werte-ein-ueberblick-1776718