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KH-, Fett & Eiweiß-Verbrennung
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Jürgen
Rang: Gastam 20.10.2010 13:53:03
Wo immer ein Stoff als Energieträger zur Energiegewinnung genutzt wird, wird von Verbrennung gesprochen und geschrieben, auch wenn das Ganze völlig ohne Feuer und Rauch ab geht.
Ist eigentlich ein Gemeinplatz, der nicht besonders erwähnt werden müsste, aber wird in persönlichen Streitereien gern völlig unsachlich verzickt ;-)
Dahinter steht oft das Missverständnis, dass Verbrennen Beseitigen bedeute. Aber unser Organismus ist keine Verbrennungsanlage, die etwa Fett beseitigt. Sondern unser Organismus ist ein wahnsinnig guter Nutzer, der mit erstaunlich wenig Energie auskommt und die, die er nicht sofort verbraucht, super speichert. Und Fett ist die biologisch dichteste Form der Energiespeicherung. D.h. in Form von Fett können wir gespeicherte Energie am leichtesten und unauffälligsten mitnehmen.
Schon ein schlanker Mensch mit BMI 20 würde nicht durch eine normale Haustür passen, wenn er die Energie in Form von Glykogen mit sich rum schleppen müsste, die er in Form von Fett gespeichert hat. von Jürgen -
tgthth
Rang: Gastam 20.10.2010 15:39:08
und ,waswillst du uns damit sagen? außer , das es ein allgemeinplatz ist! -
peter
Rang: Gastam 20.10.2010 16:00:30
lesen und das gelesene verstehen würde in solchem fall helfen, so die geistigen fähigkeiten dafür reichen würden.
such dir doch jemanden der es dir erklärt anke -
Daniela
Rang: Gastam 20.10.2010 21:46:54
Genauer, es wird Adenosintriphosphat zu Adenosindiphosphat umgewandelt, daraus wird Energie frei, die den Zellen zur Verfügung gestellt wird. Es wird also Phosphat
Das geht aber nur wenn die Glukose aus dem Zwischenzellwasser in die Zellen gelangen kann. Die Zellwände sind erstmal undurchlässig für Glukose und werden bei den sogenannten Glukosetransportern durchlässig wenn ein ganz bestimmter Mechanismus dafür sorgt, dass sie sich öffnen. Dieser Mechanismus wird durch Insulin plus einem zur Verfügung stehenden Insulinrezeptor ausgelöst. Insulin aus dem Zwischenzellwasser stößt zufällig auf einen freien Rezeptor, der Rezeptor zieht sich in die Zelle zurück und stößt den Prozess für die Glukosedurchlässigkeit an.
Und wie kann nun die Verbrennung der Glukose den Insulinbedarf senken?
GAR NICHT!
Auf jeden Fall kann die Resorptionszeit des Insulins deutlich bei Bewegung vermindert werden, ich folgere daraus, dass zur Zeit der Bewegung MEHR Insulin als normal im Zwischenzellwasser ist und ein Teil dieses Insulins dann eigentlicvh "verpufft" (zerstört wird. Damit hat die kontinuierlich eingesetzte Bewegung eine up-Regulation zur Folge. Dies könnte man aber auch anders erreichen, nämlich durch den Einsatz der Down- und Up-Regulationsregeln - die ich übrigens sehr häufig einsetzen muss, da ich ständig Schema B spritze ^^
LG, Daniela -
Joa
Rang: Gastam 21.10.2010 01:13:57
> Schon ein schlanker Mensch mit BMI 20 würde
> nicht durch eine normale Haustür passen, wenn
> er die Energie in Form von Glykogen mit sich rum
> schleppen müsste, die er in Form von Fett
> gespeichert hat.
1 g Glucose (Glykogen) = 4 kcal
1 g Fett = 9 kcal
20 kg Fett = 45 kg Glucose, Glykogen (oder Eiweiß)
Warum sollte ein Durschittsmensch, der 25 kg zunimmt nicht mehr durch eine Durchschnittstür passen?
Gruß
Joa
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Jürgen
Rang: Gastam 21.10.2010 01:37:14
Moin Joa,
hab ich wieder mal übertrieben? Hast mich erwischt ;-)
Aber Du hast schon das bisschen Wasser berücksichtigt, das zusammen mit dem Glykogen gebunden wäre?
Bisdann, Jürgen -
Joa
Rang: Gastam 21.10.2010 03:28:13
'nabend Jürgen,
> hast schon das bisschen Wasser berücksichtigt,
> das zusammen mit dem Glykogen gebunden wäre?
Nö, aber da es ja wohl auch nicht um Türrahmen ging, ist das auch unwichtig.
Interessanter fände ich schon, was Du eigentlich sagen wolltest.
Ging es in die Richtung, dass jemand, der nicht zunehmen will, auch nicht mehr Brennstoff (kcal) zuführen sollte als er verbraucht?
Weil die nicht verbrauchten Kalorien im Fettspeicher landen?
Gruß
Joa -
Jürgen
Rang: Gastam 21.10.2010 10:55:14
Moin Joa,
das Wasser müsste schon mit durch den Türrahmen, denn das Zeug gibt es nicht ohne, bei Glukose gewichtsmäßig zu 1g Glukose 5g Wasser, bei Glykogen wohl zu 1g Glykogen 3g Wasser, was aus 20kg Fett zusätzliche 160 Kilos machen würde. Aber hast recht, mit dem ursprünglich schlanken Menschen dran würden die immer noch durch die Tür gehen ;-)
Und JA, ich wollte drauf hinweisen, dass unsere überen Kilos zu viel gefressene unverbrauchte Energie sind, und das massenweise. Und dass die Natur dabei noch gnädig mit uns verfährt, weil wir die in Form von Fett in der dichtesten biologischen Form mitführen dürfen. Wer das Fett als gemeine und überflüssige Laune der Natur betrachtet, tut eigentlich beiden Unrecht :-(
Bisdann, Jürgen -
Joa
Rang: Gastam 21.10.2010 21:29:17
> JA, ich wollte drauf hinweisen, dass unsere überen
> Kilos zu viel gefressene unverbrauchte Energie sind,
> und das massenweise.
Das hatte ich wohl überlesen haben. :-(
Aber gut, dass wir nochmal drüber sprachen. :-)
Gruß
Joa -
Jürgen
Rang: Gastam 21.10.2010 22:45:01
Moin Joa,
> Sondern unser Organismus ist ein wahnsinnig
> guter Nutzer, der mit erstaunlich wenig Energie
> auskommt und die, die er nicht sofort verbraucht,
> super speichert. Und Fett ist die biologisch
> dichteste Form der Energiespeicherung.
Hatte ich schon - sicher leicht überlesbar - im Startbeitrag geschrieben.
Aber Dein Austausch Modell ersetzt immer noch von Dir unkorrigiert 20kg praktisch lebendigen Fettspeicher mit 45kg theoretisch totem Glykogen. Denn das gibt es lebendig nicht als Extrakt oder Pulver, sondern ausschließlich zusammen mit dem für die lebendige Funktion notwendigen Wasser, pro g Glykogen wohl 2,7g Wasser und pro g Glukose wohl mit 5g Wasser. Um die entsprechende Menge Wasser würde der arme Mensch folglich zunehmen müssen, wenn es die geniale Form der Fettspeicherung nicht gäbe.
Bisdann, Jürgen