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Nüchter-BZ Wert am Vormittag hoch (nicht morgens)
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am 15.06.2017 09:27:39 | IP (Hash): 997619487
Guten Morgen allerseits,
seit vielen Monaten lese ich nun schon interessiert eure Seite da ich mich in der Grauzone zum Typ 2 befinde. Danke an alle, die hier immer wieder hilfreiche Tipps geben!!!
Kurz zu mir:
Weiblich
41 Jahre
166 groß
81 kg schwer (habe schon 14 kg abgenommen)
Keine Tabletten oder Insulin
ich messe mehrmals täglich selber mit Accu chek
Nun zu meiner Situation:
Mein Arzt hat mir nachdem er einen Nüchternwert von 119 gemessen hat gesagt, dass ich meine Ernährung umstellen soll und auf Zucker verzichten muss.
Dann würden wir weiter sehen.
Das ist nun 4 Monate her. Letzten Monat habe ich nach der Umstellung des Essens einen LZ Wert von 5.8 gehabt und mein Arzt hat Entwarnung gegeben.
Ich sehe das anders... Aber vielleicht mache ich mich auch nur verrückt.
Es ist nun so, dass ich beim Aufstehen einen Wert von 80-95 habe. Nach dem Duschen, anziehen und vor dem los marschieren zur Arbeit klettert der Wert auf bis zu 120 (OHNE ESSEN). Also hat sich durch die Ernährungsumstellung und Abnahme zumindest beim Morgenswert nichts geändert :-(
Nach dem Essen sind die Werte unterschiedlich hoch aber selten über 200.
Kurz vorm Schlafen dann wieder um die 85-100.
Meine Frage ist nun warum steigt mein Wert NACH dem Aufstehen so sehr an? Meine Werte in der Nacht sind gut also kann auch kein Dawn vorliegen, oder?
Ich bin etwas verzweifelt und verstehe das nicht.
Es wäre toll, wenn ihr mir weiterhelfen könntet.
Danke schon mal im Voraus und viele Grüße
Brisi -
am 15.06.2017 13:13:52 | IP (Hash): 1337304715
Dein Wert steigt deshalb an, weil du nicht frühstückst. Das versucht die Leber auszugleichen, indem sie Glukose ausschüttet.1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
Elfe
Rang: Gastam 15.06.2017 19:46:20 | IP (Hash): 486549603
Zuckerle schrieb:
Dein Wert steigt deshalb an, weil du nicht frühstückst. Das versucht die Leber auszugleichen, indem sie Glukose ausschüttet.
... und der Organismus gibt 'vorausschauend' Glukose ab, ist bereit für die Herausforderungen/Tätigkeiten des Alltags, die auf Blutzucker angewiesen sind und verbrauchen.
Brisi, daß dein Organismus den Blutzucker verbraucht, siehst du an auch deinen guten Nüchtern- und Abendwerten (abgesehen vom gesunkenen HbA1c-Wert).
Blutzuckermessung nach Mahlzeiten ist eine Kunst für sich - was, wieviel, wann.
So gesamt gesehen, hast du keinen Grund, um dich zu sorgen, geschweige denn zur Verzweiflung.
:-) Gruß Elfe
Bearbeitet von User am 15.06.2017 19:49:08. Grund: , -
am 15.06.2017 20:02:00 | IP (Hash): 187676168
Elfe schrieb:
... und der Organismus gibt 'vorausschauend' Glukose ab, ist bereit für die Herausforderungen/Tätigkeiten des Alltags, die auf Blutzucker angewiesen sind und verbrauchen.
Wenn dem so wäre, müsste der deutlich erhöhte Morgenzucker auch bei stoffwechselmäßig völlig gesunden Menschen völlig normal sein. Hast Du mal nen Beleg dafür?
Hier mal meiner dagegen:
https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/d/d8/Glucose-insulin-day-german.svg/800px-Glucose-insulin-day-german.svg.png vielleicht schaust Du mal nach dem BZ vor dem Frühstück?
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Cracktros
Rang: Gastam 15.06.2017 20:30:22 | IP (Hash): 206336210
Bei Stoffwechsel- Gesunden zeigt sich solch ein Phänomen nicht durch die Erhöhung des BZ über Gesund, sondern dürch mehrverbrauch an Insulin.
Bei mir stelle ich eher fest, dass ausreichend Schlaf den Gupf unöttig macht....Hmmmm...komischerweise.
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DO NOT FEED THE TROLL!!!
Bearbeitet von User am 15.06.2017 21:02:18. Grund: - -
am 15.06.2017 20:58:15 | IP (Hash): 185262469
Brisi schrieb:
Es ist nun so, dass ich beim Aufstehen einen Wert von 80-95 habe. Nach dem Duschen, anziehen und vor dem los marschieren zur Arbeit klettert der Wert auf bis zu 120 (OHNE ESSEN).
Hallo Brisi,
man hört öfter mal Berichte von Typ2-Diabetikern, dass der BZ am morgen so lange weiter ansteigt, bis sie eine Kleinigkeit gegessen haben. Sie extrem wie bei dir ist es meistens nicht. Ich würde trotzdem an deiner Stelle einfach mal probieren, gleich nach dem Aufstehen eine Kleinigkeit zu essen und nachzusehen, ob der Anstieg dann unterbleibt oder zumindest nicht so stark ist.
Alles Gute, Rainer1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 15.06.2017 21:07:46 | IP (Hash): 187676168
stimmt, deswegen startet in der Grafik die Insulinkurve vor dem Frühstück ja auch so besonders hoch, oder?
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Cracktros
Rang: Gastam 15.06.2017 22:05:04 | IP (Hash): 1184936250
Eine idealisierte Kurve ist da wenig brauchbar. Wenn ich Autofahren möchte steige ich auch in ein Auto und nicht in ein Spielzeug-Auto
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am 15.06.2017 22:29:41 | IP (Hash): 187676168
Nix idealisiert, sondern grober Durchschnitt. Und wenn Du's mal durchrechnest, lässt sich ohne jeden messbaren BZ-Anstieg im Zeitrahmen von ner viertel Stunde ne erstaunliche zusätzliche Menge Glukose im Organismus verteilen :)
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Cracktros
Rang: Gastam 15.06.2017 23:08:08 | IP (Hash): 1184936250
Ach je. ...wo fange ich an?
Jedem sein Glauben, aber wie erklärst du einem 13 jährigem Kind, dass es noch im Bett, unabhängig vom Essen, erst mal ein paar Einheiten Insulin spritzen muss?
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Bearbeitet von User am 15.06.2017 23:26:59. Grund: - -
am 15.06.2017 23:33:37 | IP (Hash): 187676168
Recht einfach: seine BZ-Automatik ist hin, und damit gibt seine Leber morgens vor dem Frühstück mehr Glukose aus als gesund normal und nötig. Und dafür braucht's halt unabhängig vom Essen erst mal ein paar Einheiten Insulin :)
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Cracktros
Rang: Gastam 16.06.2017 00:04:52 | IP (Hash): 1184936250
Aha. ..bin begestert
Und warum hate das Kind das mit 9 nicht? Und warum muss es am Wochenende, wenn es länger schläft nicht spritzen. Ist die Automatik repatiert worden, aber nur für das Wochenende und in der Schulwoche ist es wieder Kaput. Warum?
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Bearbeitet von User am 16.06.2017 00:25:40. Grund: - -
am 16.06.2017 10:37:07 | IP (Hash): 1058903358
Wie ich's bisher verstanden hab, kommt der BZ-Anstieg, den Du hier diskutierst, bei Menschen mit Diabetes nicht zu einer festen Zeit, sondern mit dem Aufstehen. Also nicht Dawn-, sondern Aufsteh-Phänomen. Was ist da so abwegig an der Erklärung, dass die defekte Automatik da die Unterstützung braucht?
Hier geht’s um den Anstieg von 80 auf 120, also um plus 40mg/dl=0,4g/l. Wenn wir den nur für ne halbe Stunde annehmen und dabei nur den Ruhepuls mit 5 Litern Blut pro Minute, werden in dieser Zeit 150 Liter Blut umgesetzt, dabei mit jedem Liter zusätzliche 0,4g Glukose.
Das wären in der halben Stunde 60g Glukose. Und wo die Pumpmenge pro Pulsschlag und der Puls mit dem Aufstehen zunehmen, locker auch das Doppelte.
Sorry, aber sone Menge kann ich mir beim besten Willen nicht als normalen Aufstehbedarf erklären, der beim Gesunden halt vollautomatisch abgearbeitet wird.
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Cracktros
Rang: Gastam 16.06.2017 13:56:03 | IP (Hash): 132969536
Weil das Kind neugierig genug sein könnte um erfahren zu wollen was wirklich dahintersteckt?
Und weil es verschieden physiologische Ursachen geben könnte, die Unterschiedliche Lösungen hervorbringen?
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am 16.06.2017 15:23:09 | IP (Hash): 1058903358
Von ner Erklärung erwarte ich, dass sie mit zunehmenden Einsichten in die Sache kompatibel ist. Die Erklärung muss also auch dann noch plausibel zur Beobachtung passen, wenn ich wie beim Beispiel-BZ-Anstieg sehen kann, welche Menge da bewegt werden muss, wenn sie denn passen soll.
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am 16.06.2017 16:09:51 | IP (Hash): 997619487
Ich danke euch für die vielen Antworten!! Auch wenn ich zum Schluss nicht mehr durchblicke :-)
Ich habe verstanden, dass meine Leber zu viel Glucose nach dem Aufstehen produziert weil der Körper in Schwung kommt, ich aber nichts esse.
Also wäre eine Möglichkeit nicht so lange mit dem Essen zu warten und zu sehen was dann passiert. Wenn sich der Zucker bei mir nach dem Essen wieder abbaut dann ist der Wert gut (meist nach 3-4 Stunden unter 100).
Das mit dem Kind habe ich nicht verstanden...
Aber ich lese heraus, dass es ein extremer Anstieg zu sein scheint, mehr als "gesund" ist. Könnte es auch sein, dass ich abends zu wenig KH esse und der Körper morgens nach dem Aufstehen in eine Art Fastenzustand geht?
Sorry, das ist alles noch so neu für mich und ich bin erst dabei zu beobachten was mein Körper wann und wie verträgt.
Viele Grüße
Brisi
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am 16.06.2017 16:39:09 | IP (Hash): 975638313
Brisi schrieb:
Ich danke euch für die vielen Antworten!! Auch wenn ich zum Schluss nicht mehr durchblicke :-) ...
... Das mit dem Kind habe ich nicht verstanden...
Wen wundert's ???
Ging es doch bei vielen Antworten nur darum, Recht zu haben und sich mit dem Wikipedia-Wissen zu profilieren.
Der Fragestellerin empfehle ich, ihre Frage in einem seriös moderierten Forum, in welchem Profilierungsbedürfnissen weniger Raum gelassen wird, zu stellen. Entsprechende Foren sind mit Hilfe von Google zu finden.4 Benutzer dankten für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 16.06.2017 16:40:35 | IP (Hash): 815872242
Brisi schrieb:
Könnte es auch sein, dass ich abends zu wenig KH esse und der Körper morgens nach dem Aufstehen in eine Art Fastenzustand geht?
Das ist unwahrscheinlich. Aber wer hindert dich daran, das einfach auszuprobieren? Beobachte den morgendlichen BZ ein paar Mal mit vielen und dann wieder mit wenigen KH. Vielleicht kannst du einen Unteschied feststellen. -
am 16.06.2017 16:43:47 | IP (Hash): 1058903358
Wenn Dein BZ so ohne Essen ansteigt, ist das ne Fehlsteuerung. Den Kindern und gutgläubigen Erwachsenen wird erklärt, dass der Anstieg davon komme, dass die Leber die Glukose für’s Aufstehen ausgebe. Ich hab mal kurz vorgerechnet, wie viel Glukose dafür mit Deinem Anstieg bewegt werden müsste/könnte, wenn die Begründung tatsächlich zuträfe. Kann bei der Menge eigentlich nicht zutreffen, aber wir sehen ja auch nicht, ob da überhaupt was von den 40mg/dl verbraucht wird, um die Dein BZ da morgens vor dem Essen ansteigt. Kann also ebenso gut sein, dass die in Deinem Kreislauf einfach ungebraucht Karussell fahren. Eben erklärungs- und sinnfreie Fehlsteuerung.
Einigen in Deiner Situation gelingt, diese Fehlsteuerung mit nem Happen direkt mit/nach dem Aufstehen zu stoppen. Da kann die Größenordnung von ner viertel Scheibe Brot reichen. Einfach wie auch Reiners Vorschlag mal ein bisschen systematisch ausprobieren :)
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Cracktros
Rang: Gastam 16.06.2017 19:09:54 | IP (Hash): 132969536
Mir leuchtet die Logik hinter der Lösung, mit dem Frühstück, nicht ein.
Die Blutzuckerwerte sind bis zum Aufstehen in Ordnung. Dann kommt das Aufstehen und irgend etwas, nennen wir das mal Blackbox, sorgt für erhöhte Werte, die nach einigen Stunden abfallen.
Um das zu Verhindern soll gefrühstückt werden. Aber ein Frühstück erhöht doch die Werte um einige Stunden, oder? Wo ist der Vorteil dieser Lösung?
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Dibein
Rang: Gastam 16.06.2017 19:40:33 | IP (Hash): 1863239924
Cracktros schrieb:
Mir leuchtet die Logik hinter der Lösung, mit dem Frühstück, nicht ein.
Die Blutzuckerwerte sind bis zum Aufstehen in Ordnung. Dann kommt das Aufstehen und irgend etwas, nennen wir das mal Blackbox, sorgt für erhöhte Werte, die nach einigen Stunden abfallen.
Um das zu Verhindern soll gefrühstückt werden. Aber ein Frühstück erhöht doch die Werte um einige Stunden, oder? Wo ist der Vorteil dieser Lösung?
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Genau dieses - ich verstehe das auch nicht. Ich spritze um 21:00 34IE Basal. Ich komme damit solide mit einem BZ nicht unter 80 bis zum Morgen. Im Bett liegend messe ich gegen 08:00 max. 80-90mg/dl. Dann stehe ich gegen 08:00 auf mache nichts anstrengendes oder sonst etwas. Ich esse nichts nehme noch keine Medikamente und nach wenigen Minuten bin ich bei mindestens 130mg/dl. Diese 130 fallen auch in der nächsten halben Stunde und länger nicht ab. Nach dem Frühstück mit 2-2,5 BE lande ich dann bei 220mg/dl und mehr. Ich habe zum Frühstück 1000mg Metformin genommen.
Daher habe ich für mich den Eindruck als wenn der BZ aus den 2,5BE auf die 130 aufaddiert werden. Ich werde am Montag mal den neuen Diabetologen dazu befragen.
Viele Grüße
Dirk
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Bearbeitet von User am 16.06.2017 20:06:17. Grund: Änderung -
am 16.06.2017 20:18:39 | IP (Hash): 815872242
Cracktros schrieb:
Mir leuchtet die Logik hinter der Lösung, mit dem Frühstück, nicht ein.
Die Blutzuckerwerte sind bis zum Aufstehen in Ordnung. Dann kommt das Aufstehen und irgend etwas, nennen wir das mal Blackbox, sorgt für erhöhte Werte, die nach einigen Stunden abfallen.
Um das zu Verhindern soll gefrühstückt werden. Aber ein Frühstück erhöht doch die Werte um einige Stunden, oder? Wo ist der Vorteil dieser Lösung?
Hallo Cracktros,
du gehst die Sache eindeutig falsch an. Zunächst mal musst du akzeptieren, dass das bei einigen Typ 2ern so ist, (es sei denn, die bezeichnest alle, die das berichten als schlechte Beobachter oder als Lügner.) Dann im zweiten Schritt kannst du Erklärungen und Sinn hinter den Tatsachen suchen. Du stellst dich hin und sagst einfach nur, dass nicht sein kann, was nicht sein darf.
Brisi braucht nur auszuprobieren, ob es bei ihr auch so ist oder nicht. So ein Test ist ganz einfach und bringt die Erkenntnis, ob ja oder nein. Natürlich funktioniert das nicht bei jedem - siehe Dirk. Das ist aber kein Grund für Brisi, es nicht auszuprobieren.
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Cracktros
Rang: Gastam 16.06.2017 20:28:07 | IP (Hash): 132969536
Hallo Reiner,
es geht nicht um die Akzeptanz eines bekannten, sogar aus eigener Erfahrung, Phänomens. Auch geht es nicht um den Hintergrund des Phänomens. Auch wenn ich andere Theorie präferiere. Meiner Meinung nach geht es um Hormone, die die Resistenz erhöhen.
Es geht um den Lösungsansatz. Warum soll jemand Essen, wodurch eine Erhöhung des BZ folgt, um eine Erhöhung zu verhindern? Welche Beobachtungen stützen diese Lösung? Fällt die Erhöhung geringer aus oder, hält sie kürzer an?
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Bearbeitet von User am 16.06.2017 20:40:55. Grund: - -
Cracktros
Rang: Gastam 16.06.2017 23:49:57 | IP (Hash): 132969536
.., und wo ist der Unterschied zwischen 40 mg/dl Kohlehydrate die, die Leber freisetzen könnte und 40 mg/dl Kohlehydrate die durch das Frühstück kommen?
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Bearbeitet von User am 16.06.2017 23:54:31. Grund: - -
Elfe
Rang: Gastam 17.06.2017 01:39:36 | IP (Hash): 821348106
hjt_Jürgen schrieb:
Elfe schrieb:
... und der Organismus gibt 'vorausschauend' Glukose ab, ist bereit für die Herausforderungen/Tätigkeiten des Alltags, die auf Blutzucker angewiesen sind und verbrauchen.
Wenn dem so wäre, müsste der deutlich erhöhte Morgenzucker auch bei stoffwechselmäßig völlig gesunden Menschen völlig normal sein. Hast Du mal nen Beleg dafür?
Hallo Jürgen,
was soll ich denn da bitte belegen, ist doch alt bekanntes biologisches Wissen.
Brisis Nüchternwerte sind vollkommen o.k.
Der Anstieg ist erst nach dem Aufstehen nach Duschen etc. und vor der Arbeit !
Zwar müssen wir keinen Säbelzahntiger mehr hinterher jagen, aber dennoch ist die Vorbereitung für die Arbeit Stress, also Ausschüttung von Glukose und Gegenhormone zum Insulin.
Neben der Routine der morgendlichen Tätigkeiten drehen sich die Rädchen im Gehirn fleißig mit z.B. Fragen wie: Schaffe ich es pünktlich zur Arbeit zu kommen, trotz Stau? Was habe ich an Aufgaben und Terminen zu schaffen? u.a.m.
Die GesaMTSicht der angegebenen Werte von Brisi sind o.k..
Drei sehr gute Parameter: Wirklicher Nüchternwert, Abendwert ohne Medikamente, guter HbA1c-Wert.
Die Empfehlungen ihres Arztes hat Brisi befolgt: Wirklichen Zucker vermeiden und sie hat schon an Gewicht abgenommen und sehr guten Erfolg damit. Der einzelne erhöhte, sie verunsichernde Wert lässt sich erklären.
Vielleicht könntest du dich mal umfangreicher informieren, wie die Blutzuckerregulation im Organismus funktioniert:
http://www.spektrum.de/lexikon/ernaehrung/blutzuckerregulation/1213
Dein Studien-Gegoogle ist sowieso zum Scheitern verurteilt.
Gesunde Menschen messen ihren Blutzucker normalerweise nicht.
Woher soll also die Datenlage herkommen ? Von Unis, Grundlagenforschung, Finanzierung, Studienbedingungen - Personenanzahl ... ?
Auch sonst sind im Netz veröffentlichte Studien nur als Zusammenfassung und schon irgendwie ausgewertet/'gefärbt' von 'wem auch immer' zugänglich.
Ist dir das noch nicht aufgefallen ???
Gruß Elfe
Bearbeitet von User am 17.06.2017 01:44:38. Grund: _ -
am 17.06.2017 09:37:52 | IP (Hash): 1951013331
Die Jahre des Prädiabetes und die ersten Jahre des Typ2 ist ein zunehmend größer als notwendiger Glukose-Umsatz zu beobachten, dem ein beständig zunehmender aber immer ein Stückchen zu kleiner Insulinumsatz hinterher hinkt.
Dieses Missverhältnis wird uns seit der Mitte der 80ger Jahre als Insulinresistenz der peripheren Zellen erklärt: Die sträuben sich direkt gegen die Insulinaufnahme, weswegen immer mehr Insulin im Blut sein muss. Nach Elfe altbekannt biologisches Wissen. Und mit dem Aussperren vom Insulin wird selbstverständlich auch die Glukose ausgesperrt, die ja ohne Insulineinlass nicht in die peripheren Zellen gelangen kann.
Diese Erklärung ist eine Interpretation=Deutung des oben skizzierten Phänomens. Begründet wird das Hinterherhinken vom Insulin mit der Überforderung der Betas, die dem tatsächlichen Bedarf angeblich nicht nachkommen könnten.
Aber für den prädiabetischen Nüchtern-BZ viele Stunden am Tag z.B. zwischen 100 und 120 wird 7/24 ein erhebliches Vielfaches von dem Insulin umgesetzt, dass für nüchtern 70-90 gebraucht würde. Müsste eigentlich die völlige Sinnfreiheit von der Überforderungs-Deutung ausreichend belegen.
Und jede Tablette zur Insulinausgabe-Verstärkung, mit der der BZ sinkt, was bis viele Jahre nach der Typ2-Diagnosereife funktioniert, beweist noch zweifelsfreier, dass die Betas selbst dann noch lange nicht wirklich überfordert sind. Die Tablette zaubert da nix, sondern unterbricht schlicht die krankhaft behinderte Regelung.
Und manchmal reicht am Anfang der krankhaft behinderten Regelung, wo der BZ mit dem Aufstehen auffällig ansteigt, das Frühstück oder auch erst nur ein kleiner Happen - hab vor Jahren auch mal was vom Erfolg von ner kleinen Versuchsgruppe mit ner kleinen Portion Eiweiß-Shake gelesen - zur gesunden Unterbrechung. Keine Ahnung, warum’s manchmal funktioniert und manchmal nicht, aber ausprobieren kostet ja nix extra :)
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Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung. -
am 17.06.2017 10:06:08 | IP (Hash): 1275533714
Cracktros schrieb:
Warum soll jemand Essen, wodurch eine Erhöhung des BZ folgt, um eine Erhöhung zu verhindern? Welche Beobachtungen stützen diese Lösung? Fällt die Erhöhung geringer aus oder, hält sie kürzer an?
Hallo Cracktros,
du bist Typ 1er und denkst natürlich auch wie einer. Bei einem Typ 2er mit Eigenproduktion an Insulin bedeutet eine geringere Erhöhung automatisch auch, dass sie kürzer anhält. Den Rest erledigt das eigene Insilun in dem Maß, in dem es noch vorhanden ist. Bei vielen Typ 2ern ist das noch ganz schön viel. Außerdem geht es hier in der Hauptsache um ein Problem, dass bei Typ 1 gar nicht besteht, die überschießende Glukoseausgabe aus der Leber. Insofern kannst du bei dir gar nicht beobachten, ob diese durch einen kleine Snack gestoppt wird oder nicht. Bei Typ 2ern ist das nun mal manchmal der Fall, auch wenn dass nicht zu deinen Diabtes-Theorien und -Erfahrungen (Typ 1) passt.
Die Möglichkeit, eine kleine Dosis Insulin zu spritzen, hat Brisi nicht und wird sie wahrscheinlich in absehbarer Zukunft auch nicht bekommen. Warum sollte man diesen Weg dann hier diskutieren - nur um sie weiter zu verunsichern? -
am 17.06.2017 10:47:47 | IP (Hash): 1697711770
... Und die Profilierungsbemühungen werden fortgesetzt ...
Eindrücklich, wie sich selbsternannte Forengelehrte mit fachlich eher fragwürdigen Argumenten bemühen, Recht zu haben, andere zu belehren und sich als allwissend darzustellen.
Bearbeitet von User am 17.06.2017 12:43:11. Grund: ..5 Benutzer dankten für diesen Nützlichen Beitrag. -
Elfe
Rang: Gastam 19.06.2017 01:19:05 | IP (Hash): 821348106
hjt_Jürgen schrieb:
Die Jahre des Prädiabetes und die ersten Jahre des Typ2 ist ein zunehmend größer als notwendiger Glukose-Umsatz zu beobachten, dem ein beständig zunehmender aber immer ein Stückchen zu kleiner Insulinumsatz hinterher hinkt.
Dieses Missverhältnis wird uns seit der Mitte der 80ger Jahre als Insulinresistenz der peripheren Zellen erklärt: Die sträuben sich direkt gegen die Insulinaufnahme, weswegen immer mehr Insulin im Blut sein muss. Nach Elfe altbekannt biologisches Wissen. Und mit dem Aussperren vom Insulin wird selbstverständlich auch die Glukose ausgesperrt, die ja ohne Insulineinlass nicht in die peripheren Zellen gelangen kann..
Hallo Jürgen,
echt schade, daß du meinen Link nicht gefolgt bist oder nicht verstanden hast.
Du reagierst wie üblich.
Du bildest dir ein, mit Ernährungsaskese und größtmöglicher Messdichte den Diabetes kontrollieren zu können. Du hast dich zu sehr auf Blutzuckerkontrolle fixiert.
Daß die von dir üblich zitierten peripheren Zellen auf Versorgung durch Zucker angewiesen sind, vernachlässigst du.
Gehirn und Skelettmuskulatur sind doch besonders auf Glukose-Zufuhr angewiesen.
Ja. gehen fällt dir schwer.
Aber, umso wichtiger ist dabei die Armmuskulatur, um sich aus dem Sitzen nach oben stemmen zu können.
Ist mir ein wirkliches Anliegen, dich vielleicht zu einer neuen Recherchemöglichkeit zu bewegen.
Du selber hast ja erst seit kurzer Zeit ausprobiert und erfahren, daß mehr Kohlenhydrate in deiner Ernährung gar nicht so 'schlimm' sind, wie du es selbst geglaubt hast.
Gruß Elfe
Bearbeitet von User am 19.06.2017 01:32:10. Grund: . -
am 19.06.2017 11:30:21 | IP (Hash): 765096779
Elfe schrieb:
Gehirn und Skelettmuskulatur sind doch besonders auf Glukose-Zufuhr angewiesen.
Ja. gehen fällt dir schwer.
Aber, umso wichtiger ist dabei die Armmuskulatur, um sich aus dem Sitzen nach oben stemmen zu können.
Ist mir ein wirkliches Anliegen, dich vielleicht zu einer neuen Recherchemöglichkeit zu bewegen.
Du selber hast ja erst seit kurzer Zeit ausprobiert und erfahren, daß mehr Kohlenhydrate in deiner Ernährung gar nicht so 'schlimm' sind, wie du es selbst geglaubt hast.
Du hast Recht: Mit den zum Glück noch funktionierenden Armen mache ich mir jeden Tag einen guten Teil der Mobilität, die mein Fahrgestell infolge Polio nicht mehr bringen kann. Und damit die Arme weiterhin so gut funktionieren, mache ich jeden Tag so 600-1000mal was Du skizzierst: Ich drücke mich im Sessel in den Stand hoch und lass mich wieder auf den Sitz runter. In der Familie sind das Opas Stehaufmännchen, und draußen im Rolli geht es mit Hebeln weiter wie hier und meistens ohne Zusatzantrieb Enkel http://www.rehatalk.de/phpBB2/album_page.php?pic_id=895
In diesem Rahmen hatte ich bei gleichbleibendem alltäglichem BZ vor fast genau 4 Jahren zuerst mit sehr wenig Essen=VLCD meinen Insulin-Bedarf, vor allem den basalen(!), um weit über 2 Drittel verringert, und in der Folge mein Gewicht um über 20kg auf BMI 24 und dann mit den dafür normalen Futtermengen LCHF angefangen und für gut 3 Jahre mit sehr guten Erfahrungen und ohne jeden Mangel durchgehalten.
Mit dem Austausch von Fett als Hauptenergiequelle gegen KHs aus vorrangig Obst und Hülsenfrüchten (die auch für Eiweiß) und Haferflocken wollte ich ausprobieren, ob diese Art LFHC tatsächlich vergleichbar gut funzen kann, wie Purea hier manchmal vorträgt. Mein Fazit nach nem halben Jahr: Sie kann, und damit stellt sich das Spektrum der Futtermöglichkeiten mit geringem Insulinbedarf wirklich ein Stück breiter dar.
Allerdings neige ich mit LFHC eher zum Zuvielessen=Mehrgewicht, als mit LCHF und werde deswegen nach dem nächsten Bluttest zum Abschluss dieser Episode wohl wieder zu LCHF zurückkehren.
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Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung. -
am 19.06.2017 11:33:37 | IP (Hash): 2108455638
Cracktros schrieb:
.., und wo ist der Unterschied zwischen 40 mg/dl Kohlehydrate die, die Leber freisetzen könnte und 40 mg/dl Kohlehydrate die durch das Frühstück kommen?
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Glaub es oder nicht:
Wenn ich nicht frühstücke steige ich den ganzen Vormittag an. Und das ganze ist nur mit viel Insulin korrigierbar.
Mein Diabetologe sagt: Dann frühstücke halt.... Zur Not reicht ein Löffel Zucker im Kaffee.
Ohne den geht's mit der BZ-Kurve rauf. -
Cracktros
Rang: Gastam 19.06.2017 11:40:54 | IP (Hash): 1713003139
Typ 1, hast du es mit dem Morgengupf versucht?
Was mich wundert ist die Lösung ohne Insulun aber Frühstück.
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am 19.06.2017 12:02:39 | IP (Hash): 2108455638
Cracktros schrieb:
Typ 1, hast du es mit dem Morgengupf versucht?
Was mich wundert ist die Lösung ohne Insulun aber Frühstück.
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Mit Frühstück Faktor = 1,5, pp in "normalen" Höhen
Ohne Frühstück = 4 IE Gupf und dann mit 150ern durch den vormittag.
Deshalb gibt's dann eben zur Not mal nen süßen Kaffee....
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Dibein
Rang: Gastam 19.06.2017 16:00:06 | IP (Hash): 1863239924
Dirk_B. schrieb:
Cracktros schrieb:
Mir leuchtet die Logik hinter der Lösung, mit dem Frühstück, nicht ein.
Die Blutzuckerwerte sind bis zum Aufstehen in Ordnung. Dann kommt das Aufstehen und irgend etwas, nennen wir das mal Blackbox, sorgt für erhöhte Werte, die nach einigen Stunden abfallen.
Um das zu Verhindern soll gefrühstückt werden. Aber ein Frühstück erhöht doch die Werte um einige Stunden, oder? Wo ist der Vorteil dieser Lösung?
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Genau dieses - ich verstehe das auch nicht. Ich spritze um 21:00 34IE Basal. Ich komme damit solide mit einem BZ nicht unter 80 bis zum Morgen. Im Bett liegend messe ich gegen 08:00 max. 80-90mg/dl. Dann stehe ich gegen 08:00 auf mache nichts anstrengendes oder sonst etwas. Ich esse nichts nehme noch keine Medikamente und nach wenigen Minuten bin ich bei mindestens 130mg/dl. Diese 130 fallen auch in der nächsten halben Stunde und länger nicht ab. Nach dem Frühstück mit 2-2,5 BE lande ich dann bei 220mg/dl und mehr. Ich habe zum Frühstück 1000mg Metformin genommen.
Daher habe ich für mich den Eindruck als wenn der BZ aus den 2,5BE auf die 130 aufaddiert werden. Ich werde am Montag mal den neuen Diabetologen dazu befragen.
Viele Grüße
Dirk
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Abschließend dazu. Ich war heute beim anderen Diabetologen um eine zweite Meinung zu hören. Zu dem in diesem Fred angesprochenen Problem:
Ich habe nix außer einem schwarzen Kaffee getrunken:
06:11 - 111
07:15 - 126
07:44 - 144
Fußweg zum Bus 200m (Nein - ich habe hier keine 1,5 Stunden gebraucht)
09:14 - 136
Arztbesuch/einkaufen/Fußweg ca.300m
13:59 - 113
Ich habe bis 14:00 nix gegessen somit sind alle Werte ohne Nahrungsaufnahme und ich weiß jetzt das es die "Hormone" sind die das bedingen. Mein Postpr. Bz Anstieg bis 240 und 250 ist völlig in Ordnung solange der 1C top ist. Somit bin ich beruhigt und kann mich wieder den ernsten Dingen des Lebens widmen.
Viele Grüße
Dirk
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Bearbeitet von User am 19.06.2017 16:03:32. Grund: korr. -
Cracktros
Rang: Gastam 19.06.2017 17:40:46 | IP (Hash): 1713003139
Hat der Arzt einen Vorschlag zur Vermeidung des Anstiegs parat?
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Dibein
Rang: Gastam 19.06.2017 19:11:08 | IP (Hash): 1863239924
Nein. Wahrscheinlich abwarten bis ich mit dem Gewicht runter bin mit der Hoffnung das sich das dann verändert. Das kann aber noch den einen oder anderen Tag dauern. Daher werde ich bis dahin mit der Problematik leben.
Viele Grüße
Dirk
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Cracktros
Rang: Gastam 19.06.2017 19:20:07 | IP (Hash): 302124789
Dieses Phänomen hat, wenn ich mich richtig erinnere, nichts mit dem Gewicht zu tun.
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Dibein
Rang: Gastam 19.06.2017 19:55:10 | IP (Hash): 1863239924
Cracktros schrieb:
Dieses Phänomen hat, wenn ich mich richtig erinnere, nichts mit dem Gewicht zu tun.
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Das einzige Kriterium das zur Bewertung meine Diabetes herangezogen wird ist der HBA1C und der ist gut. 5,9% hat der Hausarzt in der Praxis ermittelt. Der Diabetologe heute wollte mein Tagebuch nicht mal sehen. Wenn ich nachts einen BZ von kontinuierlich 30 hätte und Tagsüber von kontinuierlich 400 und es käme ein ein 1c mit dem Schnitt von 6 raus wäre sicher auch alles i.O.. Alle anderen Beschwerden haben nur und ausschließlich was mit dem Gewicht zu tun. Sorry wenn ich langsam ein wenig frustriere.
PS: mit einem BZ von 30 in der Nacht würden mich auch meine PNP Schmerzen nicht mehr jucken. ;)
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