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Frage an die Typ 2er
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am 30.06.2017 08:39:22 | IP (Hash): 283702437
Hi hoo liebe Leut´
nur mal eine Frage an die Typ 2er zwecks Neugier , wer von euch regelt seinen BZ mit reiner Ernährungsumstellung und wer hilft mit der Spritze nach ?
Ich möchte jetzt mit der Frage den Typ 1ern nicht zu nahe treten, aber soviel ich weiß ist es schwer bei Typ 1er Diabetes das ganze über die Ernährung zu regeln, oder ?
Ich Frage wegen Erfahrungsaustausch was das Essen betrifft, vielleicht hat ja der eine oder andere eigene Rezepte entwickelt die anderen vielleicht auch helfen könnten .
Freu mich auf eure Antworten !
Diabetiker aller Länder vereinigt euch !
Bearbeitet von User am 30.06.2017 09:04:28. Grund: dto -
am 30.06.2017 11:03:13 | IP (Hash): 58820789
Dass ich mit dem Pen nachhelfe, weißt Du. Dieses Rezept für’s Rausfinden, wie viel ohne Pen geht, hast Du hier schon X mal gelesen http://phlaunt.com/diabetes/DeutschMgDlFlyer.pdf Zum Essen findest Du unendlich viele Rezepte allein schon in den beiden größten Foren bei LOGI und LCHF. Habe beides mit sehr gutem Erfolg über viele Jahre genossen und Aldi-Feinkost dafür als vollkommen ausreichend erlebt.
Vor über 100 Jahren hat übrigens Elliott P. Joslin (Gründer des Joslin Diabetes Center) für damalige Verhältnisse sehr intensiv untersucht und belegt, was sich allein mit BZ-schonenderer Futterauswahl an besserem Auskommen mit dem Diabetes erreichen lässt. Damals übrigens vorwiegend Typ 1, weil Typ 2 damals nur dann auf den Schirm kam, wenn er schon Jahrzehnte überlebt hatte und z.B. mit abfaulenden Füßen und Beinen als sehr wahrscheinlich diabetisch auf den Schirm kam. Nein, die hatten damals noch keine Schirme ;)
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Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.
Bearbeitet von User am 30.06.2017 11:05:50. Grund: Ergänzung -
am 30.06.2017 11:48:47 | IP (Hash): 283702437
Hi Jürgen
gelesen habe ich da auch schon vieles, aber ich war bis jetzt immer der Meinung das 1er auf Grund der ständigen Insulinspritze auf die Ernährung nicht so achten müssen, und denen das ganze am Schließmuskelausgang vorbei geht was sie essen.
Was ich auch mittlerweile festgestellt habe, das ist die extrem große Palette der Diabetiker und ihr Umgang mit der Krankheit.
Da gibt es die, die sich einen Dreck scheren und einfach so weiter leben wie vorher, bis zu denen die
gleich ihren Glauben wechseln und nach buddhistischen Regeln in ihrer eigenen Welt leben.
Wie ich ja schon geschrieben habe bin ich ja kein großer Freund von diesem genadle , und bin dabei ( auch dank meiner Frau !) das langfristig bzw. auf Dauer mit der Ernährungsumstellung zu meistern.
Meine Werte sagen mir jedenfalls das ich wohl auf dem richtigen Weg bin.
Das was ich suche, das sind eben auch Leute mit Diabetes die den Kampf auf der Ernährungsschiene aufgenommen haben und bereit sind ihre kreativen Selbstkompositionen aus der Küche an andere weiter zu geben
Diabetiker aller Länder vereinigt euch ! -
am 30.06.2017 11:54:11 | IP (Hash): 764003165
Hi hoo liebe Leut´
nur mal eine Frage an die Typ 2er zwecks Neugier , wer von euch regelt seinen BZ mit reiner Ernährungsumstellung und wer hilft mit der Spritze nach ?
Ich möchte jetzt mit der Frage den Typ 1ern nicht zu nahe treten, aber soviel ich weiß ist es schwer bei Typ 1er Diabetes das ganze über die Ernährung zu regeln, oder ?
Ich Frage wegen Erfahrungsaustausch was das Essen betrifft, vielleicht hat ja der eine oder andere eigene Rezepte entwickelt die anderen vielleicht auch helfen könnten .
Freu mich auf eure Antworten !
Ich bin T-2, bei mir wurde Febr. 2014 nach einem Schlaganfall der Diabetes festgestellt Hba1c = 10,8.
2x täglich Metformin und 1x Insulin Lantus 18IE. Ich habe mein Essen damals total umgestellt bis jetzt.
Nach 12 Monate wurde das Insulin total abgesetzt, Hba1c war rückläufig.
Jetzt habe ich schon seit einem Jahr einen Wert von 5,7, Metformin nur noch 1x täglich.
Gewicht von 82kg auf 65kg reduziert bei 1,72cm.
Morgens esse ich 1 Scheibe Eiweisssbrot mit fettarmen Käse
Mittags viel Gemüse und Salate, wenn Kartoffel dann Pellkartoffel
Abends 2 Scheiben Eiweissbrot mit Schinken oder Käse
Viele Grüße Werner -
Dibein
Rang: Gastam 30.06.2017 12:03:55 | IP (Hash): 1205957484
General_Lee schrieb:
Hi Jürgen
gelesen habe ich da auch schon vieles, aber ich war bis jetzt immer der Meinung das 1er auf Grund der ständigen Insulinspritze auf die Ernährung nicht so achten müssen, und denen das ganze am Schließmuskelausgang vorbei geht was sie essen.
Hi GL, du kommst hier mit Dingern um die Ecke... Ich bin sicher da kommen noch Wortmeldungen von Betroffenen.
VG
Dirk
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DO NOT FEED THE TROLL!!! -
am 30.06.2017 12:45:05 | IP (Hash): 428245854
"Ich möchte jetzt mit der Frage den Typ 1ern nicht zu nahe treten, aber soviel ich weiß ist es schwer bei Typ 1er Diabetes das ganze über die Ernährung zu regeln, oder ?"
Hi General,
ich habe diesen Satz heute morgen eher unter der Kathegorie "Verniedlichung" eingeordet... Sollte jedem klar sein, dass ein Typ1er nur über Ernährung seinen sicheren Tod nur um wenige Wochen bis Monate herauszögern kann - beim LADA evtl. etwas länger...
Aber jetzt geht das wieder in die Richtung "Typ1er fressen und saufen, was sie wollen, weil sie ja Insulin spritzen..."
So ist das nicht! Mit Typ1 kann und darf ich alles essen, sofern ich das Insulin richig in Menge, Zeit und Injektionsort spritze, richtig. Aber sinnlose Völlerei schadet auch Typ1ern! Wir sind nicht immun gegen Übergewicht und ernährungsbedingte Erkrankungen...
Bearbeitet von User am 30.06.2017 12:47:59. Grund: .2 Benutzer dankten für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 30.06.2017 14:04:52 | IP (Hash): 283702437
Hi
sieste ... das wusste ich z.b. noch nicht wie wichtig die Ernährung für die 1 er ist, schon wieder etwas dazu gelernt. Ich habe aber nicht behauptet das 1er fressen und saufen wie blöd, ich war in diesen Dingen
etwas schlecht informiert. Was bei uns z.B. der absolute Burner ist, das macht meine Frau und schmeckt sensationell..... eine Schokocreme , schmeckt wie Nutella, hat aber keine KH und keinen Zucker, na ja, etwas Kalorien , aber vertretbar !
Meine Frau ist mittlerweile sehr experimentierfreudig geworden. und entwickelt die geilsten Sachen.
Aktuell bastelt sie gerade an Brötchenersatz für Burger, denn Hackfleisch , Zwiebeln usw. sind ja erlaubt.
Diabetiker aller Länder vereinigt euch ! -
am 30.06.2017 15:02:23 | IP (Hash): 1375171529
Hi General,
da deine Ernährung, egal wie du sie nennst, nicht weit von LOGI entfernt ist, kann deine Frau sich ganz bestimmt viele Anregungen aus LOGI-Rezepten holen. Dazu gibt es mehrere Rezeptbücher, aber einfacher ist die Suche im LOGI-Forum http://forum.nicolai-worm.de . Die Rezepte sind nur für angemeldete Benutzer sichtbar, das Anmelden dürfte allerdings nicht wirklich ein Problem sein.
Ich persönlich kann meinen Diabbetes mit einer LCHF-Ernährung und der zusätzlichen Unterstützung von 6IE Lantus gut im Griff behalten. Zu deinen Rezeptwünschen kann ich nicht viel beitragen. Ich esse ganz normale Hausmannskost, allerdings mit einer stark abweichenden Verteilung der Mengen. Um mit wenig KH gut satt zu werden, ist für mich die Ergänzung mit gesunden Fetten sehr wichtig. Zum Glück passt die gute Butter so gut wie an alles, an das Gemüse, zum Staek, zum Fischfilet u.s.w. Dir würde das vielleicht auch gut schmecken, aber deine Frau ist bestimmt eher dagegen. Im LCHF-Forum www.lchf.de/forum gibt es übrigens auch viele Rezepte und dafür braucht man sich dort nicht anzumelden. Gerade wenn es um Nachbauten von Brötchen geht, lässt sich dort vielleicht auch einiges finden. Ich selbst habe mich allerdings für so etwas noch nie interessiert. -
Dibein
Rang: Gastam 30.06.2017 16:19:09 | IP (Hash): 1863239924
Hi GL,
Ich bin ziemlich sicher das auch der T2er der unter Übergewicht leidet ja nicht unbedingt gerne dick ist. Leider ist es so das mir eine Eigenschaft die mir vor vielen tausend Jahren oder im jüngsten Mittelalter den da, wegen häufigen weglaufens vorm Säbelzahntiger oder Inquisitoren, nicht SOOO dicken Hintern gerettet hätte, in unseren Tagen zum Verhängnis wird. Denn alles was ich in mich reinstopfe bleibt bis auf die unverwertbaren Anteile in mir.
In einer Zeit in der es nicht genug happahappa gab wäre ich derjenige gewesen der die größeren Chancen hatte zu überleben. Ich hätte vom lecker'n Mammut in Burgundersoße nur die Knochen, Stoßzähne und Fußnägel nicht verwertet hätte. Das eine oder andere Magertier meiner Horde hätte sich den kompletten Mammutrüssel weggenascht aber von den 1,5 Meter Rüssel auch wieder 1 Meter wieder......naja - sie wären in der frühen Keramik Abteilung, im Ideal Standard Kernprodukt* gelandet. Anschließend hätte ich den Pimpf mit der Keule eine finale Massage zukommen lassen weil er mir auch noch den Rüssel vom leckeren Mammut weggefuttert hat der ihm aber keine Kraft brachte. (Und wir alle wissen das Rüssel das leckerste am Mammut ist)
Also zwei Eigenschaften die früher (sehr viel früher) total "Hip" und "In" waren, werden mir heute zu Verhängnis. Gutes Futterverwerten und ein ausreichendes Maß an Verfressenheit sind heute leider nicht mehr gefragt. Das gute Futterverwerten kann man nicht abschalten. Wenn das ginge dann wären alle meine Probleme mit einem Schlag fast gelöst. Und die Verfressenheit gilt es zu überwinden. Und genau da liegt die Schwierigkeit. Ich habe schon mal an anderer Stelle geschrieben: ich halte das überwinden der Esssucht (um dem ganzen mal wieder einen netten Namen zu geben) für eines der schwierigsten unterfangen.
Ich kann mir das Rauchen abgewöhnen. Ich habe das getan, vor 18 Jahren von 60stk. am Tag auf 0. Und ich bin daran nicht gestorben. Ich habe kein verlangen mehr nach Zigaretten und kann ohne sehr gut leben.
Ich habe das Trinken von Alkohol sehr stark eingeschränkt. Ich bin, so hoffe ich, kein Alkoholiker. Ich kann Tage, Wochenlang oder ganz ohne auskommen ohne das ich sterbe. Auch Alkoholiker können ohne zu sterben das Trinken ganz aufgeben.
Ich habe versucht mir das Essen abzugewöhnen. Das hat nicht geklappt weil ich bei der Anmeldung dieser Idee bei meinem damaligen Hausarzt die Auskunft bekam das der völlige Verzicht auf Nahrung nur ca. 3 Wochen erfolgreich funktioniert und dann ziemlich abrupt mit dem Tod endet.
Und da liegt das Problem: der Eßsüchtige kann seine Sucht nicht überwinden indem er einfach nichts mehr isst. Das was beim Raucher oder Alkoholiker oder anders Drogenabhängigen funktionieren kann, abgewöhnen durch völligen Verzicht, klappt beim Eßsüchtigen nicht.
Und hier nochmal die selbst gemachte Erfahrung: man kann mit einer überschaubaren Anstrengung mit Disziplin, mit Kontrolle und Motivation für einige Zeit oder je nach Ausgeprägtheit dieser Faktoren für sehr lange Zeit seine Eßmengen und die Zusammensetzung seiner Mahlzeiten kontrollieren. Der eine schafft es 3 Tage, der nächste 3 Wochen, und manche schaffen das über Jahre oder sogar bis zum Zeitpunkt der Selbstkompostierung. Fällt aber aus irgend einem Grund eine der Komponenten die deine Einstellungsänderung bewirkt haben weg (Motivation usw.) dann geht die Fahrt, mit Chance, wieder in die andere Richtung.
Ich kann nur nochmal wiederholen. Ich freue mich das es für Dich so gut klappt. Dein Gewicht ist ok. Deine Augen gucken bald wieder ganz gut aus der Wäsche. Dein BZ ist gut reguliert. Du hast Spaß an deinem "neuen" Leben.
Nicht jeder kann seinen T2 so angehen wie du. Ein anderes Alter andere Ausgangswerte, andere Vorgeschichte, andere Begleiterscheinungen kurzum Individuell völlig anders. Ich finde du bewertest andere immer ziemlich schnell. Vor kurzem erst war es erst der Typ2er der gerne Insulin spritzt weil er nicht in der Lage ist seinen Diabetes anderes zu kontrollieren. Bitte nimm mir die Kritik nicht übel aber denk einfach mal drüber nach.
*Ideal Standard sollte jeder kennen https://www.idealo.de/preisvergleich/ProductCategory/17515F1316955.html
Viele Grüße
Dirk
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DO NOT FEED THE TROLL!!!
Bearbeitet von User am 30.06.2017 16:25:41. Grund: . -
am 30.06.2017 17:27:35 | IP (Hash): 1375171529
Dirk_B. schrieb:
Und da liegt das Problem: der Eßsüchtige kann seine Sucht nicht überwinden indem er einfach nichts mehr isst. Das was beim Raucher oder Alkoholiker oder anders Drogenabhängigen funktionieren kann, abgewöhnen durch völligen Verzicht, klappt beim Eßsüchtigen nicht.
Hallo Dirk,
du konstuierst wieder mal Probleme, wo keine sind. 😕
Es geht überhaupt nicht darum, dass du dir das Essen abgewöhnst*). Es geht lediglich darum, dass du von manchen Sachen weniger isst und dafür von anderen Sachen mehr essen kannst. Mit der richtigen Motivation wäre das bestimmt nicht schwerer, als sich das Rauchen abzugewöhnen. Aus meinen eigenen Erfahrungen mit dem Rauchen abgewöhnen und der Ernährungsumstellung kann ich sogar sagen, dass letzteres leichter ist.
*) Wobei eine vorübergehende niederkalorische Phase nach Prof. Roy Taylor, bei der garantiert niemand sterben muss, auch sehr hilfreich sein kann. Dazu bräuchte man allerdings noch stärkere Motivation. Eigentlich gibt es aber gar keine stärkere Motivation als die Aussicht, die Betazellen wieder ein ganzes Stück besser zum Arbeiten zu bringen. Wahrscheinlich fehlt dir dazu nicht die Motivation, sondern nur der Glaube, dass es wahr sein kann.
Bearbeitet von User am 30.06.2017 17:28:07. Grund: .