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FreeStyle Libre - Kritik

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    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 23.01.2019 23:35:51 | IP (Hash): 913441297
    Wenn ein Hersteller den Groß- und den Einzelhandel überspringt, kann das für ihn und für mich/meine kranke Kasse nur ein Gewinn sein, denn es fallen keine Kosten für den Zwischenhandel an. Ist mir eigentlich sympathisch.

    Wenn ein Hersteller mir die Möglichkeit gibt, seine Technik mit meinem Smartphone zu nutzen, bin ich durchaus bereit, ihm meine Daten zur Verbresserung von Technik und Technologie bei seiner Versicherung zum Schutz vor Missbrauch zu überlassen.
    Bei Abbott stinkt mir, dass ich seit 2 Jahren keine Verbesserung sehen kann.

    Und mit stinkt, dass zwar im Lesegerät ein aktuelles Fingerpieksgerät eingebaut aber nicht programmmäßig integriert ist:
    Die Möglichkeit, den Scan mit dem Fingerpieks zu kalibrieren/abzugleichen (Differenz bei mir bei 100mg/dl in über 50% aller Betriebsstunden locker bis zu plusminus 50mg/dl und mehr), wird da völlig sinnfrei verschenkt.

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    Alle Aussagen bezüglich Diabetes und Behandlung in diesem Beitrag sind mutmaßlich, denn ich bin kein Arzt. Genauso wie ich von einem mutmaßlichen Mörder schreiben muss, wenn ich gesehen hab, wie einer einen anderen erschossen hat. Denn zum Mörder darf den nur zum entsprechenden Ende eines ordentlichen Verfahrens ein ordentlicher Richter ernennen ;)
    Bearbeitet von User am 23.01.2019 23:39:06. Grund: Ergänzung
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    am 24.01.2019 15:18:58 | IP (Hash): 1873686129
    Bezüglich Vertrieb der Sensoren und Nutzung Smartphone meine volle Zustimmung, zum Datenschutz:
    von mir hat Abbott: Name, Vornam, Geburtsdatum, Wohnanschrift, Diabetiker Typ 2 bei dem die KK die Sensoren dauerhaft bezahlt und meine Zuckerwerte. Vor wem muß ich dies alles zwingend geheimhalten, wer könnte mit dem Wissen um diese Daten mir schaden, wer könnte mich (wie) erpressen ???????

    Da bereits unsere Kommunalorgane/-einrichtungen unsere Personaldaten verkaufen, denke ich hat Abbott sehr wenig von mir.

    Und, mir ist es lieber Abbott kann nach 10 Jahren Nutzung seiner Sensoren sagen, klappt oder klappt nicht, Verbesserungen vom Nutzer angeregt und eingearbeitet. Kosten für Patienten / KK durch Direktvertrieb gespart.
  • Elfe

    Rang: Gast
    am 25.01.2019 00:59:54 | IP (Hash): 746151637
    Brandan schrieb:
    Also meine Frage ist: Bin ich der einizige (und damit wohl in Euren Augen paranoid), den die Geschäftspraktiken von Abbott stören?


    Nein, bin auch Skeptiker ! und bin an deiner Seite :-)

    Habe mich bisher noch nicht mal probehalber auf das Libre eingelassen.
    Mein Arzt wünscht sich das mit eben mehr Werten meinerseits.
    Meine Denke ist da eher vorausschauend bzgl. Auseinandersetzung mit Krankenkasse (Kostenübernahme), Messgenauigkeit und Erhältlichkeit.

    Ist so schon sehr fragwürdig.
    Kann nicht einfach in Apotheke gehen und sofort Sensor erhalten.
    Und, ich will die Rechnung an Krankenkasse überprüfen können und nicht automatisch abgeben.
    Das Eversense von Roche ist auch nur online und abgeben an KK verfügbar.

    Daß vermeintlich einfache Daten ausgespäht und ausgenutzt von Übeltätern werden können, sollte eigentlich klar sein (Snowden (schon Jahre her) und gerade aktuell zwei Hackerangriffe mit Veröffentlichungen persönlicher Daten).
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    am 25.01.2019 11:13:20 | IP (Hash): 1996528358
    @Elfe
    Auch wenn Du nicht im DMP eingeschrieben bist, sind Deine Gesundheitsdaten an X Nummern Stellen in den Wolken, denn Deine kranke Kasse holt sich Deinen Mehrbedarf gegenüber dem gesunden Durchschnitt damit aus dem Gesundheitsfonds.

    Dein Handy-Provider hat Dein Bewegungsprofil, noch genauer Google oder Apple, auch wenn Du Deinen Standort in keiner App angemeldet hast oder selbst aktiv nutzt.

    Nur 2 Beispiele für allgemeinen intensiven Datenfluss, auf den mit Sicherheit auch die NSA Zugriff hätte, wenn sie denn wollte, und natürlich auch jeder Wolken-Einbrecher.

    Dein Insulin bekommst Du zwar in jeder Apotheke, aber trotzdem hast Du keine Ahnung, welchen Deal Deine Krankenkasse mit dem Hersteller zu den tatsächlich abzurechnenden Kosten abgeschlossen hat - wie beim Libre ;)

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    Alle Aussagen bezüglich Diabetes und Behandlung in diesem Beitrag sind mutmaßlich, denn ich bin kein Arzt. Genauso wie ich von einem mutmaßlichen Mörder schreiben muss, wenn ich gesehen hab, wie einer einen anderen erschossen hat. Denn zum Mörder darf den nur zum entsprechenden Ende eines ordentlichen Verfahrens ein ordentlicher Richter ernennen ;)
  • Elfe

    Rang: Gast
    am 25.01.2019 17:10:09 | IP (Hash): 746151637
    Hallo Jürgen,
    danke für deine Belehrung :-).

    Aber gut informiert gibt es dennoch auch privat verschiedene Möglichkeiten, die Daten bestmöglich zu schützen.
    Bin da über meinen Arbeitgeber langsam rein gewachsen, was es da schon zu beachten gibt.
    Stand-alone Systeme für besonders wichtige Prozesse z.B.

    Im übrigen bin ich im DMP und die Krankenkasse kennt die Diagnosen, wird auf der Rechnung ausgewiesen. Allerdings wissen die sonst wenig über mich. Und einen Fragebogen zum neuen Diabetes-1-Serviceprogramm mit Fragen zu Körpergröße, Gewicht, Behandlung, wie oft Sport etc. habe ich nicht beantwortet.

    Was die Krankenkasse an Deals abschließt, ist mir nicht wichtig, sondern was erstattet wird.
    Und da gibt es immer wieder Unstimmigkeiten, was der Klärung bedarf (und wenn es auch nur die Ziffer 70 ist für ärztlichen Eintrag in den Diabetespass).

    Schnell etwas zur Verfügung zu haben über örtliche Apotheke ist mir aber sehr wichtig.
    Insuline und zur Not auch die Sensoren.
    Diese muss ich tatsächlich per Vorgabe der KK mit Kanülen und Lanzetten bei einem Großhändler (telefonisch per Kundennr.) bestellen für ca. 200 Tage.

    Und wenn ich die letzte Box mit 50 Stück anbreche, bestelle ich bereits nach, wg. Postweg und so.

    Und Abbott in Trumpi-Land gebe ich meine Daten erst recht nicht.
    Brauche auch nicht jede App, Facebook & Twitter auch nicht, ebenso wenig die Cloud.