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alles reine „Gewohnheitssache...“
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Grünkohl
Rang: Gastam 16.12.2008 21:06:10
Kann es sein, daß das alles etwas mit dem
jeweiligen Menschen zu tun hat? Glaubt ihr
echt, daß einer mit "Problemen" ein anderer
wird, nur weil ihr das auch geschafft habt?
Wenn ja, habt ihr ein Gemüt, wie ein Fleischer-
hund. Genau so, wie jeder seinen eigenen DM
hat, hat auch jeder seine eigene Psyche, da wird
niemand etwas daran ändern. Letzten Endes
muß jeder mit sich, dem Diabetes und seinem
Umgang damit klarkommen, auch wenn manche
meinen, daß wäre Jammern! Ja, dann laßt sie
doch. Gruß Grüni von Grünkohl -
Langzeit45
Rang: Gastam 17.12.2008 10:52:22
Hallo an Andreas aus Berlin,
natürlich wirst du deinen Diabetes beherrschen, das tun andere Diab. ebenfalls. Hierum aber geht es nicht. Auch nicht um einen Piecks in der U-Bahn in den Finger, das kann schließlich auch jeder, dazu muss man sich auch nicht "auspellen". Es mag deiner Aufmerksamkeit entgangen sein, dass es sich hier um Langzeit'ler handelt, die es seit 40 und mehr Jahren beherrschen, ab und an mal nach dieser langen Diab.-Zeit nen Hänger haben. Ich denke, du bist noch nicht einmal so alt. Gruß Langzeit45! -
Martin2
Rang: Gastam 17.12.2008 12:03:31
Klausdn schrieb: „... nur was damals in der ddr als behandlungskonzept lief war flexibler und moderner als das westliche...“ –
Lieber Klaus, du hattest also nicht das Elebnis, dir mit den stumpfen, dicken DDR-Kanülen jahrelang Insulin zu spritzen, die du vor Gebrauch mit destilliertem Wasser abkochen (sterilisieren) sowie dann mehrfach aufziehen musstest, um die kleinen, innen liegenden Metallsplitter von der Fabrik auszuspülen, damit sie nicht in deinen Körper gelangen konnten. Wie die Spritzstellen mit diesen Kanülen mit Widerhaken nach über 10 Jahren aussahen, vor allem bei damaligen Kleinkindern wegen ihrer kleineren Spritzflächen, brauche ich dir sicher nicht zu schildern. (Die Widerhaken habe ich mit ner Feile beseitigt, im Ernst, sonst zu schmerzhaft!) Und das alles genau genommen bis zur Wende. Die Insulinmenge in der DDR war sehr streng genormt + und wurde jedem Diabetiker vom behandelnden Arzt nach seinem Spritz-Plan zugeteilt. Mehr spritzen bzw. was abgleichen?!? - Fehlanzeige. Das Essen richtete sich nach einem BE-Plan, die angegebene BE- und Fettzufuhr war strikt einzuhalten. /
Es wurde also nicht von uns Diabetikern festgelegt, wieviel wir aßen + spritzten, sondern mit feststehenden Plänen gelebt. – Das ist weder moderner, noch flexibler, sondern leider das komplette Gegenteil deiner Annahme. Es gab in der DDR auch keine BZ-Testreifen, geschweige denn Messgeräte. Auch dies kam alles erst mit der Wende ins DDR-Land. Du hattest als guter und zuverlässiger Diabetiker ab Mitte der 80’iger Jahre allerdings die Alternative bekommen, dein monatliches Tagesprofil nicht in der Klinik abzusitzen (ganz super für Berufstätige...), sondern dir ein kleines mobiles Labor mit Chemikalien mit heim zu nehmen, um deine Messungen anderentags (Blutgemisch in Röhrchen) im Labor wieder abzugeben. /
Die Therapie war starr, aber nie flexibel, DDR-Systemgerecht sozusagen. Diabetiker-Selbsthilfegruppen waren übrigens verboten.
So war das leider damals, lieber klaus.
von Martin2 -
Tom
Rang: Gastam 17.12.2008 12:51:27
Hi Lulu,
ich habe bei mir bei 26 OPs aufgehört zu zählen, 20 davon waren in einem Zeitraum von 3 Jahren. Und ich halte damit sicher NICHT den Rekord.
Meine Frage an dich ist: Warum lässt du dir die Gallenblase nicht einfach entfernen?
Wie ich das somitbekommen habe in meinem Bekannten- und Verwandtenkreis, braucht man manche Organe nicht unbedingt, die Gallenblase gehört dazu. Und keiner von denen muss irgendeine strenge Diät halten.
Du hast ne Menge geschrieben, liebe Lulu, dich auch bissel "ausgekotzt" und auch über deinen Partner...kann es sein, dass dein Mann dich nicht als Menschen auf Augenhöhe sieht und du durch deinen Diabetes versuchst, diese Aufmerksamkeit zu erlangen, indem du die Priorität deines DMs hochschraubst? Ich will dir nicht zu nahe treten, aber GENAU diese Aussage hatte dein letztes posting für mich. Warum sollte dein mann mit dir zu einer Diabetes-Schulung gehen, wenn ich das fragen darf?
Es wird in erster Linie leider DEIN DM sein.
Manche Menschen (BItte nicht auf dich beziehen..) wünschen sich schlimme unheilbare Krankheiten, um die Aufmerksamkeit ihres Partners zu erlangen...das fiel mir beim Lesen deines postings nur so ein, liebe Lulu.
Ich glaube, dass du ganz andere Konflikte zu lösen hast...fühlst du dich der möglichen Dominanz deines Mannes gewachsen?
Möglicherweise würde dir ein Psychologe einer Partnerberatung sehr hilfreich sein können....bist du der Ansicht, IHR beide könntest professionelle Unterstützung benötigen, sprich deinen Mann direkt darauf an.
Es ist sehr oft SEHR aufschlussreich, inwieweit die Partner bereit sind, an einer Partnerschaft zu arbeiten. Und an der Antwort sieht man auch oft, was die angeblich so große Liebe wirklich wert ist...manchmal genpgt einfach nur der Versuch der Fragestellungund die Reaktion...
von Tom -
TomNachtrag
Rang: Gastam 17.12.2008 12:57:28
Lulu,
falls du mit Gewichtszunahme unter Insulin sehr kämpfts, wäre eine Byetta-Therapie OHNE Insulin für dich vielleicht für eine Zeit gut. Die Leute verlieren alle gut Gewicht. ohne!!! zu hungern. Beiträge zu Byetta findest du ausreichend hier oder auch bei www.diabetesinfo.de. Besprich es doch mal mit deinem Arzt. von TomNachtrag -
Grünkohl
Rang: Gastam 17.12.2008 15:18:13
@Martin2: Da das DDR-Diabetes-Behandlungs-
konzept (zu denen bei dir sogar "stumpfe, dicke
Kanülen" gehören *lol*) so für'n Ar.... war, frage ich mich, warum du nicht in den goldenen Westen übergesiedelt bist. Was bitte soll denn als "Werktätiger" an einem Klinik-Tagesprofil so "belastend" gewesen sein? Und wozu hättest du denn eine Selbsthilfegruppe gebraucht? Um dir deine "feinen Wegwerfkanülen" selbst zu schmieden oder dir aus Buntpapier Teststreifen selbst auszuschneiden. Ich gehe mal davon aus, dass du im Osten gelebt hast und den Diabetes schon länger hast. Ich will nicht bestreiten (da ich es bei dir nicht besser weiss), dass du mit deinem DM so gelebt hast, aber andere haben das etwas anders im Gedächtnis. Übrigens dürfte Klaus sein Bemerkung in Hinsicht auf das ZID gemacht haben - wo gab es denn in der BRD etwas Vergleichbares? Das gibt es jetzt noch nicht, nachdem man das ZID "zerlegt" hat.
Aber im Westen war wirklich alles besser - sogar die Dummen waren dümmer!! -
Martin2
Rang: Gastam 17.12.2008 15:59:35
Na, du wirst lachen lieber Anonym, denn ich bin tatsächlich in den Goldenen Westen rüber, wo es mir dann nach binnen kürzester Zeit und einer wirklich guten Therapie besser ging. Die Lebensqualität, (nicht nur auf grund besserer Kanülen!!) sondern auch wegen der besseren Therapie, war gestiegen. Na mal sehen, lieber Anonym, wie lange es ein Arbeitgeber mitmacht, wenn du 1x im Monat wegen einem Tagesprofil in die Klinik gehst..., also an diesen Tagen nicht arbeiten kannst, also schon mal von Hause aus 12 Tage im Jahr krank bist ... von Martin2 -
Tom
Rang: Gastam 17.12.2008 16:02:29
Ihr wollt aber jetzt nicht eine Ost-West-Debatte beginnen nach so vielen Jahren? von Tom -
Grüni
Rang: Gastam 17.12.2008 16:15:40
Um Gottes Willen - jeder nach seinem Gusto!
Ich möchte auch den letzten Satz nicht wiederholen! -
Der Beobachter
Rang: Gastam 17.12.2008 17:04:10
issn hier los? Ossi-Wessi-Geschrei nach fast 20 Jahren Einheit? Ja Himmel.... Aber mehr ehrlich Anonym, in welcher Welt lebst du denn bitte!? Scheinst die Erfahrungen anderer ja echt "witzig" zu finden. Nur, dein Humor kann keiner verstehen (einglück!!) und hoffentlich passiert dir gesundheitlich nicht auch mal Schlimmes und andere lachen dich dann aus. von Der Beobachter -
Irma
Rang: Gastam 17.12.2008 17:28:46
kann Anonyms Darlegung auch nicht vertreten, ich bin selbst lange Jahre Diabetiker und kann die Engpässe sowie Therapien in der damaligen DDR bestätigen. Ebenso wie die Selbsthilfegruppen-Verbote, die sicherlich kein Diabetiker wegen "feinen Wegwerfkanülen-Basteln" bzw. "Buntpapier Teststreifen selbst ausschneiden" besucht hätte. Das ist nicht witzig gewesen, im Gegenteil. Ich weiß nicht, warum über Erfahrungen anderer so gespottet + abgewertet wird. (Weil Anonym das alles erspart geblieben ist. Soll er doch froh drum sein!) von Irma -
Grünkohl
Rang: Gastam 17.12.2008 17:37:23
Falls du mich meinst - schreien tut hier nur einer,
nämlich du! Diabetes hat mit Politik nur am Rande
zu tun (ausser du meinst, wie JETZT ALLE ver-
ar... werden). Erfahrungen, wenn sie denn stimmen,
okay - aber wenn andere völlig andere gemacht
haben, wird man ja wohl mal dazu eine gegen-
teilige Meinung haben dürfen (sagt auch das GG!).
Also empfehle ich dir etwas genauer zu beobachten -
Irmaa
Rang: Gastam 17.12.2008 17:43:10
.. und ich empfehle dir, nicht über schmerzliche Erfahrungen zu spotten, die du selbst nie mitgemacht hast. von Irmaa -
Hammy
Rang: Gastam 17.12.2008 18:04:36
Wie kommst du denn auf den Trichter, daß ich keine
"schmerzlichen" Erfahrungen gemacht hätte? Aber
darum ging es in keinster Weise. Mir ging es
einzig und allein um die Feststellung, daß im
Unrechtsstaat die angeführte Diabetesversorgung
nicht so war, wie sie dargestellt wurde. Wenn du
persönlich über lange Zeit jährlich 1 Monat mit
gleichbetroffenen Leuten (bei der DM-Einstellung,
da bis 89 nur CT gefahren wurde - seit wann gibt
es denn ICT?) verbracht hättest, wüsstest du,
daß es nicht so, wie erzählt wurde, war. Über den
Rest zu diskutieren wäre hier eh fehl am Platze.
Ganz nebenbei, das erwähnte ZID gehörte in der Welt zu den Führenden, was die DM-Forschung betraf... -
Grüni
Rang: Gastam 17.12.2008 18:22:23
Habe gerade mit Verwunderung festgestellt, daß
selbst unter Google das ZID (Zentral-Institut für
Diabetes) nicht unter ZID zu finden ist. Sehr traurig! -
nobody
Rang: Gastam 17.12.2008 18:32:53
Dafür habe ich etwas unter wiki gefunden:
http://de.wikipedia.org/wiki/Zentralinstitut_f%C3%BCr_Diabetes
Gruss Hammy -
klausdn
Rang: Gastam 17.12.2008 18:36:02
ich wollte keine politische aussage machen.
und möchte nur zur beruhigung feststellen daß auch in d-west insulinspritzen(glas) und kanülen die brühmten 20min gekocht wurden.
das wurde erst später durch die einmalspritzen abgelöst.
und wegen der streifen - habe extra bei roche angerufen, der refloflux kam 1990 oder 91 iauf den markt, und mußte "selbst" gekauft werden.
soll nur heißen sooo lange gabs den "goldenen westen" für diabetiker auch noch nicht.
zb den novopen 1, das war der erste, kam 1985 oder 86 auf den markt.
mfg. klaus von klausdn -
joaquim
Rang: Gastam 17.12.2008 20:27:07
Hallo
Was hab ich mit den U S A und Canada am Hut ,Auch kann ein anderer DMler auf Hawai den Ironman machen,ich lebe hier und muß mit Vorurteilen und Realität in Deutschland klar kommen.Der "nur"Pilotenschein war mein Traum den ich mal hatte,und ausserdem wenn ich die PPL-Lizenz in den USA mache muß ich sie hier umschreiben lassen und schon ist Diabetes wieder ein Thema. -
klausdn
Rang: Gastam 17.12.2008 20:52:21
ja und genau da schließt sich der kreis.
auf der einen seite du mit dem wunsch den pilotenschein zu machen.
auf der anderen seite etliche(nicht wenige)
diabetiker die von gdb 40 auf 50%
kommen wollen und dies mit häufigen schweren hypos begründen.
glaubst du daß bei dieser lage ein verantwortlicher für dich spricht ?
es gibt noch andere kontraproduktive beispiele.
andere länder anderes verständnis.
sorry für dich. mfg. klaus von klausdn -
Sabine H.
Rang: Gastam 18.12.2008 09:55:42
Anonym hat recht (Pilotenschein etc.), man muss sich da arrangieren wo man lebt, das hat Vor-, aber auch Nachteile, was die Krankheit ansich nicht besser macht, sondern auch mal richtig deprimieren kann! Ich kann das sehr gut verstehen, wenn speziele Träume oder feste Pläne damit hinfällig werden. von Sabine H. -
Grünkohl
Rang: Gastam 18.12.2008 11:28:07
Und das kann einem gesunden Menschen nicht
passieren? Und jeder wird dadurch depressiv?
Und was hat die Depression dann mit Diabetes
zu tun? Muss ich das jetzt verstehen? Weshalb
muss man sich für depressive Phasen entschul-
digen? Ist eine Gewohnheitssache eine reine
Ansichtssache jedes Einzelnen? Gut nun! -
Lulu für @Tom
Rang: Gastam 18.12.2008 12:16:24
Hallo Tom,
habe deinen Beitrag erst heute gelesen.
Nun ja, auf Augenhöhe mit meinem Mann war ich nie. Er ist das Genie! ; - )) Aber ich liebe ihn und er mich. Wir sind jetzt seit vierzig Jahren verheiratet, haben vier Kinder und ich bin Krebspatientin.
Klar, dass ich da schon etwas Aufmerksamkeit in meiner Familie zwangsläufig errege, obwohl mir das nicht recht ist, weil nach all den glücklich überstandenen Jahren natürlich auch die Umgebung heftig geschont werden muss, Mitleid erschöpft sich nämlich schnell. Ist ja auch verständlich. Ich bemühe mich in meiner Familie ein normaler Mensch zu sein.
Ich spritze und messe verborgen, und nehme meine Medis ein, wenn es niemand sieht. Auch in der Öffentlichkeit.Ich stehe vor meinem Mann auf um Zeit für mich und meine Wehwehchen zu haben. Und am Frühstückstisch sitzt die alte Lulu, wie er sie gerne sieht.
Ich besitze keinen Heiligenschein, nur etwas Mitgefühl für meine Familie. Die kriegen fast nix mit. Mitleid von meinem Mann zu erheischen fände ich ziemlich unCOOL. Was er nicht selbst gerne hergibt, hat für mich Null Wert!!!!!
Man muss sich halt schon mal selbst trösten, und sei's mit ner Bratwurst. Ausserdem :Nur ein Kranker weiss, wie's einem Kranken geht.
Dass mein Mann nicht zur Schulung mitkommt, war nur die Antwort auf den Vorschlag eines Mitleidenden, der meinte, das täte ihm gut. Tut es aber nicht.
Er würde auch nicht zum Babyschwimmen oder zur Schwangerschaftsgymnastik mitgehen. Auch nicht zum Töpferkurs. Mein Gatte ist ein harter Brocken, hat aber die beste und schönste Seele, die ich in meinem Umfeld kenne.
Wenn es mir wirklich schlecht geht, ist er da. Und das allein zählt doch.
Im Übrigen sind wir beide Einzelkämpfer, jeder auf seinem Posten.
Ich danke Dir, dass Du Dir Gedanken über mich machst.
Aber glaub mir, mit mir ist alles in Ordnung. Und momentan bin ich alles andere als depri.
Bete für mich, dass es so bleibt! ; - )))
von Lulu für @Tom -
Anonym
Rang: Gastam 18.12.2008 14:05:15
an Vor-Anonym:
... musst de doch auch nicht verstehen, denn
1) die Betroffenen können’s + das ist gut so
2) wird ja eh nur alles bissig abgewertet. Lese anstatt dessen lieber ein wenig im „GG“...
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Tom
Rang: Gastam 18.12.2008 14:11:50
Liebe Lulu,
sorry, dann habe ich das nicht ganz richtig verstanden. Ich finde, es würde deinen DM routinierter und eben gaaaanz normal reflektieren, wenn es nix Ungewöhnliches ist, dass du auch in Gegenwart deiner Familie spritzt und misst.
Ich weiß nicht, wie jung du bist, ich bin 47. Ich habe irgendwann FÜR MICH festgestellt, dass ich endlich deutlich NEIN sagen muss zu den Dingen, die ich NICHT möchte und ebenso deutlich und eindeutig ja.
Man darf bei aller Aufopferung, we du sie ja auch praktizierst, nicht sich selbst vergessen, eine kleine Portion gesunder Egoismus, das wünsche ich dir von ganzem Herzen. Alles Gute und Liebe von Herzen
von Tom -
Lulu
Rang: Gastam 19.12.2008 00:28:40
Hallo Tom,
ich bin weit über 60. Und ich sitze "auf gepackten Koffern".
Ich hoffe, Du verstehst, was ich meine. Darüber bin ich nicht traurig. Das ist allgemeines Menschenschicksal.
Dann hab ich nicht umsonst gelebt. Schau, ich habe oft Gelegenheit gehabt Bilanz ziehen zu müssen. Von meinem öffentlichen Leben ist da nichts Relevantes geblieben. Meine Familie, meine Freunde waren mir in dieser auferlegten Meditation wichtig , die Menschen die mir anvertraut sind. Ich möchte nur, dass die Menschen, mit denen ich zusammen bin es gut haben, so wie sie es gewohnt sind und einmal sagen können, dass ich meine Aufgabe gut gemacht habe. Als Mama muss man so denken. Meine Söhne sind alle richtig gute Menschen geworden. Ein Gewinn! Und mein Mann ist glücklich, weil ich ihn in Freiheit leben lasse. Ich bin froh darüber dass ich noch so vieles auf die Reihe bringe. Das ist
ein Grund, dankbar zu sein und milde zu bleiben.
So zu handeln ist mir ein inneres Bedürfnis aus einer geistigen Haltung heraus, die ziemlich altmodisch ist, und die ich besser nicht hier erörtern möchte.
Aber ich glaube, Du verstehst es schon
Es ist alles gut so, wie es ist.
Ein gutes Nächtle Dir! Und Danke für den Tipp mit Byetta.
von Lulu