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Metformin Alternative
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am 18.08.2017 13:10:36 | IP (Hash): 1830002715
Hallo,
ich bin Chris, 50, und habe Typ 2-Diabetes.
Mein Arzt hat mir Metformin Lich verschrieben. je 1000 mg. morgens und abends.
Leider vertrage ich das Zeug überhaupt nicht. Habe deswegen ein bißchen das Internet durchforstet und durchaus die ein oder andere Alternative gefunden.
Mit diesen Infos bin ich dann zu meinem Arzt, dieser lehnt aber die Verschreibung eines anderen Medikamentes ab.
Begründung:
Beim Metformin sei, im Gegensatz zu den neueren Produkten, bewiesen, dass es das Fortschreiten von bereits bestehenden Folgeerkrankungen verlangsamt.
Dies sie bei den bei den anderen Mitteln noch nicht bewiesen.
Nun meine vielleicht dumme Frage:
Gegen den Zucker wirken die neuen Präparate alle. wenn nun der Zuckerwert optimal eingestellt ist kann es doch gar nicht zu Folgeerkrankungen kommen.
Oder sehe ich da irgend etwas falsch ?
VG und Danke!
Chris -
am 18.08.2017 13:21:04 | IP (Hash): 1042875824
Hallo Chris
Das siehst Du richtig wenn der HbA1c nicht höher 5,3% ist.
Wegen der Verträglichkeit und besseren Wirkung von Meformin
kann man auch täglich 4x 500mg nehmen für 2000mg, eine
Möglichkeit welche leider noch nicht allen Ärzten bewusst ist.
.
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am 18.08.2017 13:30:14 | IP (Hash): 1830002715
Hi, danke für Deine Antwort.
Meiner liegt momentan leider bei 8,8.
Sorry, aber ich verstehs einfach nicht. Was beeinflusst denn das Fortschreiten der Folgeerkrankungen noch außer der Zuckerwert ??
Und warum soll das nur das Metformin können und nicht die neueren Produkte ?
Alternativ hat er mir auch Spritzen angeboten.
Aber ich kann es ja erst einmal mit 4 x 500 versuchen. -
am 18.08.2017 13:52:42 | IP (Hash): 1042875824
Chris
Metformin ist das Beste um die Glukoseproduktion der Leber zu
reduzieren und die kann eben ca. 500g davon täglich produzieren
was beim Diabetes wo die Kontrolle nicht mehr richtig funktioniert,
dann zu enormen Glukose-Erhöhungen führen kann.
.
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am 18.08.2017 13:55:13 | IP (Hash): 1830002715
Ok, verstehe.
Vielen Dank !
Lg.
Chris -
am 18.08.2017 14:01:30 | IP (Hash): 2108455638
trailhound schrieb:
Meiner liegt momentan leider bei 8,8.
Alternativ hat er mir auch Spritzen angeboten.
Aber ich kann es ja erst einmal mit 4 x 500 versuchen.
Wenn Du Folgeerkrankungen vermeiden möchtest und die BESSERE Alternative Insulin abgelehnt hast, wirst Du doch hoffentlich zum Metformin (ein gutes Medikament, allerdings nicht Wunder-fähig) viel Sport treiben und gut auf wenige Kohlenhydrate achten?2 Benutzer dankten für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 19.08.2017 07:10:52 | IP (Hash): 1738734302
Hallo trailhound,
Ein 1c von 8,8 ist definitv auf Dauer viel zu hoch und würde mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit über kurz oder lang zu Folgeerkrankungen führen.
Davon must Du auf jeden Fall runter.
Wundere mich auch etwas. Allein Metformin könnte auch Deinen 1c garnicht auf vertretbare Werte bringen, hat Dir Dein Arzt denn nicht zusätzlich zu kohlenhydratarmer Kost und ausreichender, intensiver Bewegung geraten ?
Fände ich ein wenig fahrlässig.
Bin auch kein Freund von Spitzen, konnte aber nach einer Lebensstiländerung in Absprache mit meinem Arzt das Langzeitinsulin Lantus absetzen.
Mein letzter 1c war 5,9 nachdem er vorher immer so zwischen 6,0 und 6,5 lag und das mit lediglich 1000 mg Metformin, das ich allerdings gut vertrage.
Allerdings eben auch Low Carb Ernährung und täglich 10000 Schritte schnelles Gehen (zur Arbeit und zurück).
PS: Wollte nach einer massiven nächtlichen Unterzuckerung unbedingt vom Lantus weg, dafür musste man aber etwas tun, das war mir klar !
Bearbeitet von User am 19.08.2017 07:11:34. Grund: korr1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 19.08.2017 13:35:57 | IP (Hash): 1042875824
Bit&Bites
Die Sache mit der enormen Unterzuckerung durch Langzeitinsulin Lantus
interessiert mich, da normalerweise Basalinsuline wenn richtig eingestellt
und Subkutan nur in die Dermis gespritzt sind, das nicht auslösen ?
Die Dermis hat nur Mikro- und Makro- Venen erst noch in geringer Zahl.
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am 19.08.2017 14:45:53 | IP (Hash): 33219276
Was war das für eine massive Unterzuckerung in mg/dl oder mmol/l? Und wie hat sie sich bemerbar gemacht?
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Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung. -
am 20.08.2017 02:04:05 | IP (Hash): 1738734302
Hallo,
ja stimmt, hab mich eigentlich hier noch gar nicht richtig vorgestellt.
Lag im Sept. 2011 nach einem mittelschweren Schlaganfall, der Gottseidank keine bleibenden Schäden hinterlassen hat, in der Stroke Unit einer Uni-Klinik.
Diagnose Typ II Diabetes mit Eingangs-1c-Wert von 12,3.
Volles Programm. Bin vorher nie zu Ärzten gegangen, war/bin Kettenraucher, war noch ziemlich übergewichtig aber schon im Abnehmern begriffen und der Diabetes bestand vermutlich unentdeckt schon seit 20+ Jahren.
Da ich nebenbei auch dem Alkohol nicht ganz abgeneigt war, wurde ich vom KH nicht auf Metformin, sondern ausschliesslich auf Lantus eingestellt. Tägl. 22:00 Uhr, glaube waren anfangs 14 Einheiten.
Zur massiven Unterzuckerung kam es dann anschliessend in einer REHA-Klinik, die in einer waldigen und hügeligen Landschaft lag. Hatt mir dort schon angewöhnt täglich augedehntes Nordic Walking zu machen, an dem Tag der Unterzuckerung sehr intensiv. Hatte dann auch noch vor dem Spritzen des Lantus Alkohol getrungen, nicht besonders viel, aber die Kombi Sport / Alkohol / wenig KH zum Abendessen, hatte wohl gereicht.
Wachte kaltschweissgebadet um ca. 2 Uhr Morgens auf, völligst orientierungslos, ich wusste tatsächlich nicht was mit mir los war. Das war gefühlt noch schlimmer als mein Schlaganfall. Blutzuckerwert lag bei 40-50, bin mir nicht mehr ganz sicher. Der per Notklingel herbeigerufene Pfleger sah sofort, was los war und die üblichen Gegenmassnahmen wurden getroffen.
Bett musste vollständig neu bezogen werden, war komplett durchgeschwitzt.
Nach diesere Erfahrung hatte ich mir geschworen, nie wieder in eine Unterzuckerung zu geraten, bzw. geraten zu wollen.
Häufige Hypos wären für jeden, aber für mich als Programmierer glaube ich, besonders kontraproduktiv.
Kann mir eine Matschbirne einfach nicht leisten.
Ich setzte das Lantus dann schon in der Klinik unter ärztlicher Aussicht ab, führte mein begonnenes Nordic Walking Programm fort und zog die schon begonnene Low Carb Ernährung konsequent durch.
In der Zeit gab's dann auch nur noch E-Zigaretten, aber das ist eine andere Story.
HbA1c war bei der Entlassung so um die 7, wenn ich mich recht erinnere.
Habe aus meiner Sicht den Diabetes jetzt einigermassen im Griff, wie gesagt letzter 1c war 5,9, allerdings liegt der Nüchternblutzucker immer noch um die 120.
Bin jetzt 58 Jahre alt und hoffe sehr bis zum Eintritt ins Rentenalter nicht mit dem Spritzen von (Langzeit)Insulin anfangen zu müssen.
Udo
Bearbeitet von User am 20.08.2017 02:16:11. Grund: korr.