Willkommen Gast! Um alle Funktionen zu aktivieren musst Du Dich Anmelden oder Registrieren.
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 90
    Mitglied seit: 11.10.2017
    am 18.10.2017 15:52:40 | IP (Hash): 1738989042
    Das die Leber eine Rolle spielen könnte, habe ich schon mal gehört, aber die Zusammenhänge nicht wirklich verstanden.
    Aber ich glaube doch, das bei mir die Leber ein Grund sein könnte, das meine BZ-Werte ständig so hoch sind.
    Nun soll ich mir 3-4 mal am Tag ein anderes Insulin spritzen - das macht mir Angst...
  • Bild User
    Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 1233
    Beiträge: 8857
    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 18.10.2017 16:21:10 | IP (Hash): 673744327
    Die Leber ist das Schlüssel-Organ in unserem Stoffwechsel. ALLES, was wir essen und trinken, muss durch die Leber und wird darin mehr oder weniger bearbeitet und zwischengespeichert und aufbereitet, bevor es von der Leber gesund in genau der Menge in den Blutkreislauf in den ganzen Körper entlassen wird, die dort gebraucht wird. Bei uns mit Typ2 lässt die Leber infolge ihrer diabetisch defekten Steuerung halt mehr oder weniger sehr viel mehr raus, als unser Organismus braucht und verbraucht.

    Diesen Steuerdefekt können wir am wirksamsten mit Insulin ausgleichen. Denn mit der passenden Menge Insulin speichert die Leber mehr Glukose und produziert zudem nicht ganz so viel neue Glukose aus Eiweiß.

    Das Bremsen geht auch mit ner Tablette namens Metformin, und neuerdings kann man einen mehr oder weniger großen Teil der zuvielen Glukose mit einer neuen Sorte Tabletten auch auspinkeln. Allerdings ist Insulin bislang von allen Möglichkeiten die am gezieltesten dosierbare und die mit den wenigsten möglichen Nebenwirkungen.

    Welches Insulin darfst Du denn jetzt ausprobieren?

    ----------------------------------------------
    Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 90
    Mitglied seit: 11.10.2017
    am 18.10.2017 17:05:25 | IP (Hash): 1738989042
    Danke für die ausführliche Erklärung zum Thema Leber, das ist sehr interessant zu wissen...
    Ich weiß noch nicht welches Insulin ich bekomme, muß erst zum Termin in die Arztpraxis, dann wird alles mit dem Arzt besprochen. Ich habe Angst zu den Mahlzeiten zu spritzen, weil ich nicht gut essen kann, wegen meiner Parkinsonmedikamente. Ich weiß nicht, ob ich das hinkriege- das macht mir Angst.
    Ich hatte bis jetzt das Langzeitinsulin Abasaglar und die Tabletten Metformin.
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 972
    Beiträge: 5072
    Mitglied seit: 25.02.2011
    am 18.10.2017 17:19:44 | IP (Hash): 1553264853
    träumerin schrieb:
    Ich weiß noch nicht welches Insulin ich bekomme, muß erst zum Termin in die Arztpraxis, dann wird alles mit dem Arzt besprochen. Ich habe Angst zu den Mahlzeiten zu spritzen, weil ich nicht gut essen kann, wegen meiner Parkinsonmedikamente. Ich weiß nicht, ob ich das hinkriege- das macht mir Angst.
    Ich hatte bis jetzt das Langzeitinsulin Abasaglar und die Tabletten Metformin.

    Hallo Träuimerin,

    Abasglar ist das gleiche wie Lantus, nur von einem anderen Hersteller. Wahrscheinlich kannst du das behalten, ich sehe wenigstens keinen Grund zum Wechseln. Die schrittweise Erhöhung aller 3 Tage, wie Jürgen sie dir vorgeschlagen hat, kannst du dir von deinem Arzt ja noch mal bestätigen lassen.

    Mit Mahlzeitinsulin könnte es bei dir wirklich schwierig werden, weil du nach dem Spritzen auch unbedingt die vorgesehene Menge essen musst. Rede mal mit deinem Arzt darüber, ob Tabletten für die Mahlzeiten nicht doch eventuell ausreichen könnten. Möglich wäre z.B. ein DPP4-Hemmer, eventuell Januvia. Das gibt es sogar als Kombimedikament Janumet zusammen mit Metformin, so dass du nicht mal mehr Tabletten schlucken müsstest. Ich könnte mir gut vorstellen, dass Janumet zusammen mit der richtigen Dosis Basalinsulin (Abasglar oder Lantus) für dich bei vertretbaren Aufwand einen zufriedenstellenden BZ-Verlauf ergeben.

    Alles Gute, Rainer
  • Elfe

    Rang: Gast
    am 19.10.2017 01:42:00 | IP (Hash): 181266960
    Hallo Träumerin,
    der von Rainer genannte DDP4-Hemmer hat einen Einfluss auf die körpereigene Insulinausgabe der eigenen Bauchspeicheldrüse und lässt das Insulin auch länger wirken.
    http://www.medizinfo.de/diabetes/therapie/dpp-4-hemmer.shtml

    Ob das allerdings zu deinen anderen Medikamenten und Befinden passt, kann dein Arzt dir sagen
    (siehe Eigenschaft 'verlangsamte Magenentleerung').

    Selbst wenn du Mahlzeiteninsulin verschrieben bekommst, ist das nicht so schlimm, wie du glaubst.
    Im Gegenteil.
    Du kannst ganz gezielt und direkt die Kohlenhydrate deiner Mahlzeiten beeinflussen, ohne Umweg über Magen/DarMTRakt.
    Auch wenn du nur wenig isst, kannst du die wenigen Kohlenhydrate 'wegspritzen'.
    Mit diesen schnell wirksamen Insulinen ist es auch möglich, erst nach der Mahlzeit weniger zu spritzen, wenn du nicht mehr essen magst, was du dir eigentlich vorher gedacht hattest.
    So Sachen wie Suppen, Obst z.B. spritze ich vor der Mahlzeit, anderes eher nach der Mahlzeit (bes. Fleisch, Fettiges).
    Ein weiterer Pluspunkt des schnellen Insulins ist, daß du sogen. Korrektureinheiten spritzen kannst.
    Bedeutet, du kannst mit 1 Einheit zusätzlich zu hohen Blutzucker senken.
    Mein Anfängerwert war 50 mg/ml (2,8 mmol/l), liegt aber schon ziemlich lange bei 40 mg/ml (2,2 mmol/l).
    Bei hohen Werten spritze ich die Korrektureinheiten vor der Mahlzeit, bei sehr hohen Werten ggfs. mit Essen bis zu 15 min warten.
    Deine jetzige Einstellung ist jedenfalls unzureichend.
    Basaldosis zu erhöhen, wäre noch eine zusätzliche Möglichkeit (wie von anderen schon geschrieben).

    Gruß Elfe
    @Jürgen hat wohl übersehen, daß der medizinische Fortschritt weitergangen ist, per Medikamente, siehe DPP-4 Hemmer, mit ganz anderen Wirkmechanismen für 2er besonders als Zielgruppe, damit körpereigenes Insulin besser wirken kann. Die Leber-These ist da zweitrangig.
    Bearbeitet von User am 19.10.2017 01:43:41. Grund: Korrektur Schreibfehler
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 90
    Mitglied seit: 11.10.2017
    am 19.10.2017 07:18:13 | IP (Hash): 656943396
    Hallo Elfe,

    danke für deinen ausführlichen Beitrag.
    Ich bin noch etwas geschockt, das ich nun zu den Mahlzeiten spritzen soll und in meinem Kopf kreisen so viele Fragen herum.
    Kann ich auch mal eine oder auch 2 Mahlzeiten auslassen, wenn es mir nicht gut geht, wie ist es dann mit dem Spritzen?
    Zur Zeit esse ich am Tage 5- 6 kleine Mahlzeiten, meist nur ein paar Happen, aber wie soll das gehen, wenn ich das Mahlzeitinsulin spritzen soll? Da ich keine Nacht richtig schlafen kann, esse ich meistens eine Kleinigkeit (Joghurt, Reiswaffeln pur), - muß ich dann auch spritzen?
    Und wie weiß ich überhaupt, wieviel ich spritzen soll?
    Ich esse kaum Fleisch und Wurst.
    Das Langzeitinsulin, das ich noch habe, zeigt überhaupt keine Wirkung, habe jetzt sogar 2x täglich gespritzt und die Einheiten erhöht.
    Ich muß mich wohl auf eine Veränderung einstellen, aber das fällt mir sehr schwer...
  • Elfe

    Rang: Gast
    am 19.10.2017 19:54:53 | IP (Hash): 181266960
    Hallo Träumerin,
    Ist das denn schon klar, daß du Mahlzeiteninsulin bekommst ?
    Oder zaubert dein Arzt ev. doch noch ein anderes Medikament in Tablettenform aus der Tasche, statt Metformin.

    Ja, du kannst Mahlzeiten auslassen.
    Ist ja Sinn von Mahlzeiteninsulin, nicht mehr mit der Uhr einem festen Ernährungsplan hinterher essen zu müssen, so wie früher.
    Du spritzt dann nur die Kohlenhydrate deiner Mahlzeit weg.
    Wenn es nur eine Minimenge wie ein paar Löffelchen Naturjoghurt ist, kann das auch ohne Mahlzeiteninsulin passen - sind 5 g Milchzucker in 100 g drin.
    Reiswaffeln sind so oder so keine gute Idee.
    Diese gepufften Dinger enthalten viel zu viel Kohlenhydrate (80 g in 100 g) und gehen ganz schnell ins Blut, da die kaum Ballaststoffe, Eiweiß oder Fett enthalten.
    http://fddb.info/db/de/lebensmittel/alnatura_reiswaffeln_natur/index.html
    Lass' diese Dinger mal weg,
    vielleicht zeigt schon dadurch ein niedriger Blutzuckerspiegel.

    Die Kohlenhydratangabe auf verpackten Lebensmitteln ist aufgedruckt,
    schaue mal, was du so alles in Schrank/Kühlschrank hast.
    Für unverpackte Lebensmittel wie Bäckerbrot, Obst, Gemüse, u.a. gibt es Tabellen mit KH-Gehalt, die man auf das Gewicht umrechnet.
    Eine digitale Waage mit Zuwiegefunktion bietet sich dazu an.

    Statt wie früher mit BE = 12 g zu rechnen, nimmt man heute 10 g, lässt sich leichter rechnen.
    Habe als kleine Hilfe zum Berechnen in der Schulung (und auch Apotheke) ein Faltblatt bekommen,
    gibt's mittlerweile auch online
    http://www.merian-apotheke.de/download/kh-tabellen.pdf
    Auch im Buchhandel sind Tabellen zu kaufen oder auch online weitere Tabellen verfügbar.

    Berechnet werden zuckerhaltige Lebensmittel wie Obst und Milch/Joghurt;
    stärkehaltige Lebensmittel wie Brot, Nudeln, Reis, Kartoffeln.

    Alles andere nicht wie Gemüse (ausgen. Hülsenfrüchte), Handvoll Nüsse, Scheibe Käse, Frischkäse, Wurst, Fleisch, Ei.
    Also etliches, was man so zwischendurch auch mal essen kann, ohne gleich Insulin dafür spritzen zu müssen.
    Wenn du wirklich Mahlzeiteninsulin verschrieben bekommst, wäre eine entsprechende Schulung ganz gut, um dir mehr Sicherheit zu geben.

    Meine Anfangsdosis Mahlzeiteninsulin war damals 1 Einheit auf 10 g KH.
    Wird gegebenenfalls angepasst.
    Essen, spritzen, messen ob's passt, oder ev. erhöht werden muss.

    Du kannst also ganz gezielt deinen Blutzucker beeinflussen/senken ohne Tablette(n), die deine andere Medikamentation nicht beeinflusst.
    Da du dich schon mit Basalinsulin auskennst, ist doch ein weiterer Pen gar nicht so schlimm.

    Gruß Elfe
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 90
    Mitglied seit: 11.10.2017
    am 20.10.2017 07:09:46 | IP (Hash): 2083282051
    Hallo Elfe,

    ja es ist schon klar, das ich das Mahlzeitinsulin bekomme.
    Deine Ausführungen waren leicht verständlich erklärt und konnten mich etwas beruhigen aber ich habe doch Angst in eine Unterzuckerung zu rutschen. Weil ich ganz oft nicht abschätzen kann, wieviel ich essen werde, (wegen Schluckprobleme).

    Ich habe in euren Nachrichten von Blutzuckerwerten von 100 oder120, 150 usw. gelesen, damit kann ich nichts anfangen. Mein Meßgerät zeigt in mmol (9,8 mmol) an, damit kenne ich mich aus.
    Und mit dem Pen kann ich auch umgehen.
  • Bild User
    Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 1233
    Beiträge: 8857
    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 20.10.2017 09:04:28 | IP (Hash): 510122273
    2 verschiedene Einheiten für den selben Blutzucker, Milligramm pro Deziliter und Millimol pro Liter. 18mg/dl sind 1mmol/l. 10mmol/l auf Deinem Gerät entsprechen 180mg/dl auf meinem.

    Völlig gesunde Menschen messen morgens nüchtern maximal 5-5,5mmol und in der Spitze nach dem Einverleiben von viiiiiel Glukose um etwa 1 Stunde danach für ein paar Minuten 7-8.
    Für eine ernsthafte Unterzuckerung mit miesem Gefühl muss man unter 3 kommen, für vorübergehendes(!) Lichtaus unter 2.

    Wer sich über Jahre im Bereich von 10 und mehr aufgehalten hat, kann sich wg der langen Gewöhnung an den viel zu hohen BZ die ersten Tage bei gesunden 5 mies wie unterzuckert fühlen. Eine Absenkung in den gesünderen Bereich macht also schrittweise über mehrere Wochen Sinn.

    Als erstes Ziel würde ich mir an Deiner Stelle die meisten von 24 Stunden unter 10mmol/l vornehmen. Damit bist Du mit Deinen kleinen Futterportionen immer weit über miesen Unterzucker-Gefühlen und sammelst gleichzeitig Erfahrungen dazu, was Deinen Blutzucker wie hoch antreibt und wie viel Insulin Du für den Ausgleich dieses Antriebs brauchst.

    Ist also eine Art persönliche Entdeckungs-Reise. Du startest dazu mit den ersten ärztlichen Vorgaben, aber die müssen mit einer viel zu geringen Dosierung anfangen, weil Dein Arzt in dieser Hinsicht nichts mehr vermeiden will, als Dir eine Unzerzuckerung zu verordnen. Und mit Deinen konkreten Erfahrungen passt Ihr die Dosierung dann immer zutreffender an Deinen individuellen Bedarf an. Daumendrück

    ----------------------------------------------
    Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.
  • Elfe

    Rang: Gast
    am 20.10.2017 18:29:30 | IP (Hash): 181266960
    Hallo Träumerin,
    deine Angst vor Unterzucker kann ich gut verstehen, hatte ich auch.

    Der Organismus 'signalisiert' beginnenden Unterzucker. Deutlich zu spüren mit Schwindelig (bes. im Stehen), Zittern und Schwitzen.
    'Erst handeln, dann messen' wird einem als Patient eingeschärft.
    Traubenzucker deponieren (auch für unterwegs), auch was zuckerhaltiges Trinken (Saft, Cola) hilft in Minutenschnelle.
    Habe zu Anfang besonders viel gemessen, um ein Gefühl für den Umgang zu bekommen.

    In deiner besonderen Situation würde ich empfehlen, dir deine Mahlzeit per Waage und KH-Gehalt zu berechnen, dann aber erst nach der Mahlzeit zu spritzen, wenn du wirklich weißt, was du geschafft hast.
    Wenn du meinst/fühlst, 'brauche nur kurze Pause', kannst du innerhalb von ca. 1 h auch schon Insulin geben, musst dann aber aufessen.

    Dieses mmol/l hat sich, bes. für langjährige Diabetiker und auch in der Literatur, nicht so wirklich durchgesetzt.
    Mol ist Anzahl von Teilchen, Herleitung für viele abstrakt.
    mg/ml ist da so 'griffiger'.
    Kann ich mir persönlich auch besser merken.
    Zielwert 100, Unterzucker 60, Nierenschwelle 180
    als die krummen mmol's
    3,3 - 5,6 - 10.

    Hier kannst du eine Tabelle finden, die beides vergleichend darstellt
    http://www.diabetiker-hannover.de/diab_hannover/mgdlmmol.htm#Umrechnungstabelle

    Gruß Elfe
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 90
    Mitglied seit: 11.10.2017
    am 20.10.2017 20:53:51 | IP (Hash): 2083282051
    Hallo Elfe,
    ja, die Angst vor Unterzuckerung ist wohl mein größtes Problem.
    Und wie du schreibst, sind Schwindlig sein,, zittern und schwitzen Anzeichen einer Unterzuckerung - aber genau diese Symptome werden auch durch Parkinson ausgelöst. Nun bleibt die Frage, wie ich dieses auseinander halten kann- wahrscheinlich durch BZ-Messung?!
    Ich bin mit den mmol Werten gut klar gekommen, kenne ja nichts anderes.
    Habe ich das richtig verstanden, das ich auch eine Mahlzeit auslassen kann und dann natürlich auch nicht spritzen soll?
    Ach, so viel Neues stürmt auf mich ein, bin nicht sicher, ob ich das auch schaffen kann...
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 489
    Mitglied seit: 18.08.2017
    am 21.10.2017 16:38:21 | IP (Hash): 688584431
    träumerin schrieb:
    Hallo Elfe,
    ja, die Angst vor Unterzuckerung ist wohl mein größtes Problem.
    Und wie du schreibst, sind Schwindlig sein,, zittern und schwitzen Anzeichen einer Unterzuckerung - aber genau diese Symptome werden auch durch Parkinson ausgelöst. Nun bleibt die Frage, wie ich dieses auseinander halten kann- wahrscheinlich durch BZ-Messung?!
    Ich bin mit den mmol Werten gut klar gekommen, kenne ja nichts anderes.
    Habe ich das richtig verstanden, das ich auch eine Mahlzeit auslassen kann und dann natürlich auch nicht spritzen soll?
    Ach, so viel Neues stürmt auf mich ein, bin nicht sicher, ob ich das auch schaffen kann...



    In dem Fall wäre es sinnvoll trotz T2 ein CGM zu beantragen. Es misst dauerhaft den BZ und warnt dich wenn zu hoch oder zu niedrig.

    Ich hoffe dein Arzt spielt bei dem Papierkrieg mit, aber ich sehe keine andere Chance wenn Parkinson Symptome identisch mit denen der Hypo sind.

    Und einen Teststreifen einführen, Pieksen und zum Teststreifen führen kannst du nur schlecht bis garnicht, solltest du zumindest sagen, sonst wird es nix mit dem CGM.
  • Elfe

    Rang: Gast
    am 21.10.2017 17:17:47 | IP (Hash): 181266960
    Hallo Träumerin,
    ja, du kannst Mahlzeiten auslassen.
    Das Mahlzeiteninsulin kannst du spritzen zu den Mahlzeiten, aber wenn du nur kleine Mengen isst - wie etwas Joghurt -, würde ich das nicht spritzen, sondern erst ab 10 g Kohlenhydrate.
    So fein ist der Pen nicht, auch nicht mein Halbschrittpen (eigentlich für Kinder).
    Am besten besprichst du das mit deinem Arzt, wie du vorgehen sollst, bei deinem Schluckproblem.

    Auch kannst du per diesem schnell wirkenden Insulin hohe Werte korrigieren.
    Wie schon geschrieben, fängt man da vorsichtig an und geht davon aus, daß eine Einheit Insulin den Blutzucker um 2,8 mmol/l senkt.

    Was aber auch noch wichtig ist, das Basalinsulin zu berücksichtigen.
    Du hast selbst ohne Arzt die Menge erhöht, wenn ich das richtig behalten habe.
    Beide Insuline zusammen beeinflussen den Blutzucker.
    Basal soll nur den Grundstoffwechsel unterstützen, aber nicht senken.
    Würde auch unnötig die Einschätzung des Mahlzeiteninsulins erschweren.

    Die beschriebenen Unterzucker-Symptome sind nur die eindeutigsten, gibt auch noch andere.
    In der Schulung konnten wir uns als Teilnehmer darauf einigen, daß Sehstörungen auftreten.
    Bei mir ist es z.B. Blendwirkung beim Zeitunglesen und Buchstaben verschwimmen.

    Aber besser ist es natürlich, Unterzucker zu vermeiden.
    Nach Mahlzeiten BZ messen, ob KH-Schätzung und Insulinmenge gepasst hat.
    Zu beachten ist dabei auch, wie lange dein neues Insulin wirkt.
    Das Novorapid (benutze ich) wirkt bis zu 4 h, messe aber schon nach 3 h und korrigiere dann (mit Insulin oder ein paar Gummibärchen, je nach BZ-Wert).
    Wenn die Wirkung des Insulins vorüber ist, musst du auch nicht mehr mit Unterzucker rechnen, bleibt gleichmäßig (ohne körperliche Anstrengung).

    Auf jeden Fall, wenn dir komisch ist und du kannst das nicht zuordnen, wäre eine BZ-Messung angebracht. Wenn dir ganz komisch ist, vorsorglich schon Traubenzucker nehmen, 5 - 10 g.
    Bei mir sind die Hauptsymptome der Unterzuckerung auch nicht mehr so deutlich zu spüren bzw. einzuschätzen, z.B. im Sommer - wenn man sowieso schon schwitzt, manchmal klappt auch mein Kreislauf zusammen.

    Liebe Träumerin, das schaffst du ganz bestimmt.
    Deine Fragen beim Arzt ansprechen, vielleicht machst du dir ein paar Stichworte, damit du nichts vergisst, so ein Termin ist schnell vorbei.

    Gruß Elfe
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 90
    Mitglied seit: 11.10.2017
    am 22.10.2017 07:07:50 | IP (Hash): 1787193914

    Hallo Elfe,

    das sind ja echt viele Sachen, die ich mir merken muß.
    Benutzt man bei dem Mahlzeitinsulin denn einen anderen Pen, als bei Langzeitinsulin? Denn du schreibst, das du einen Halbschrittpen hast, davon habe ich noch nie was gehört- das ist alles neu für mich.
    Den BZ nach dem Essen leuchtet mir ein, aber muß ich auch schon vor dem Essen den BZ messen?
    Bekommt man denn genug "Teststreifen" ( bei mir steht Sensoren drauf) zum BZ messen vom Arzt verschrieben?
    Bei mir könnte es mit dem Spritzen und BZ messen Probleme geben, wegen meines Tremor.
    Einmal spritzen am Tage habe ich noch gerade so geschafft, notfalls auch verschoben, bis es ging, aber die gleiche Prozedur mehrmals am Tag?
    Ich bin gerade nicht sehr optimistisch - aber schön, das du mir Mut machst.

    Die Träumerin
  • Bild User
    Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 1233
    Beiträge: 8857
    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 22.10.2017 09:19:39 | IP (Hash): 772279819
    Wie Du's beschreibst, solltest Du dringend mit Deinem Arzt über häusliche Pflege sprechen. Ich weiß von vielen INSULINERn, die täglich 3mal zum Messen und Spritzen von einer Pflegekraft besucht werden.

    ----------------------------------------------
    Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.
  • Elfe

    Rang: Gast
    am 23.10.2017 01:38:26 | IP (Hash): 181266960
    Hallo Träumerin,

    ja, auch vor den Mahlzeiten - bei KH-Anteil mit Mahlzeiteninsulin nötig -, wird der BZ-Wert gemessen.
    Grund: Die Höhe des Wertes zeigt, ob man bereits Korrektureinheiten zur errechneten Insulinmenge einbeziehen kann/muss, oder bei besonders hohen Werten sogar eine Wartezeit bis zum Essen eingehalten werden soll.
    Nach der Mahlzeit wird nach 2 - 3 h überprüft, ob Insulin und KH-Schätzung gepasst hat.

    Bei drei Hauptmahlzeiten muss also mindestens 4 - 5 x gemessen werden.
    Vor Frühstück (ersetzt Nüchternwert), vor Mittagessen, vor Abendessen und auch vor Schlafengehen !

    Wenn du zwischendurch etwas anderes isst, ohne anzurechnende KHs (paar Nüsse, Scheibe Käse, auch Löffelchen Joghurt) bleibt dir eine solche Prozedur erspart.

    Bei den Blutzuckermessgeräten könntest du ev. noch ein größeres Bekommen auch mit nicht so kleinen Sensoren (hast du recht für korrekte Bezeichnung), aber das Spritzen bleibt natürlich.
    Die Trefferfläche ist zwar groß, aber bis zu 10 Sekunden sollte schon gewartet werden bis zum Herausziehen der Pennadel.

    Was mich immer noch wundert, ist, daß du von Metformin direkt auf Mahlzeiteninsulin umgestellt werden sollst und nicht doch die beschriebenen DDP4-Hemmer u. a. zumindest für eine Zeit ausprobiert werden können (zumal mit deiner Parkinsonerkrankung).

    Diabetologen gibt's an deinem Wohnort nicht, hast du geschrieben.
    Gibt aber durchaus auch Allgemeinärzte, die sich per Fortbildung mit Diabetes auskennen, und das per Internetauftritt auch darstellen.
    Dafür bitte für deinen Wohnort online recherchieren und ggfs. Hausarzt wechseln.

    Ein Allgemeinmediziner ist auch ein Facharzt, der den Patienten durchaus gesamt im Überblick hat und auch an andere Spezialisten überweisen kann, Arztbriefe sammelt und einschätzt.
    Selbst mein Internist-Diabetologe ist sich nicht zu schade, zu speziellen internistischen Untersuchungen mich zu anderen Kollegen (Magen/Darm, Herz) zu überweisen, ist mittlerweile auch mein 'Hausarzt'.

    Gruß Elfe
    P.S.: Tut mir leid, daß ich dich mit dem Begriff 'Halbschrittpen' verwirrt habe.
    Bedeutet eigentlich nur, daß statt eine ganze Einheit Insulin per Drehen und Klick Dosierungen mit halben Einheiten möglich ist.
    Als besonders insulinempfindlich, mit anderem Diabeteshintergrund als deiner.
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 90
    Mitglied seit: 11.10.2017
    am 24.10.2017 13:42:57 | IP (Hash): 1166989400
    Hallo Elfe,

    ich habe nachdem das Metformin nicht mehr ausgereicht hatte vor fast 3 Jahren das Langzeitinsulin dazu verschrieben bekommen und dieses 1x täglich am Abend gespritzt und nun zeigt auch dieses kaum Wirkung.. Nach der letzten Blutuntersuchung hat mich meine Hausärztin angerufen und gesagt, das ich mich nun zu den Mahlzeiten spritzen muß....
    Wir haben keinen Diabetologen mehr in meinem Wohnort (ist in Rente gegangen) und zu meiner Hausärztin gehe ich schon 25 Jahre .
    Bei uns herrscht jetzt schon ein Hausarztmangel, einfach wechseln ist nicht möglich, viele nehmen schon keine neuen Patienten mehr an.
    Kann man sich nicht das Mahlzeitinsulin immer etwas weniger spritzen, als man ausgerechnet hätte, weil ich keinen idealen Blutzuckerwert anstrebe und ich vor allem große Angst vor einer Unterzuckerung habe.
    Mit Parkinson, wie ich ihn erlebe, will man nicht wirklich (sehr) alt werden.

    Es grüßt die Träumerin
  • Elfe

    Rang: Gast
    am 24.10.2017 17:19:58 | IP (Hash): 181266960
    Hallo Träumerin,

    wenn du schon so lange zu deiner Hausärztin gehst, habt ihr bestimmt ein gutes Vertrauensverhältnis zueinander, auch viel wert.
    Vielleicht kannst du sie doch mal fragen nach anderem Medikament.

    Ja, du kannst natürlich etwas weniger Insulin spritzen.
    Eigentlich werden aber solche schwierigen Lebensumstände wie bei dir in einem angepassten = höheren BZ-Zielwert berücksichtigt, wird dir deine Ärztin sagen.
    Dabei sind 2 h nach dem Essen BZ-Werte zwischen 7,8 - 11 mmol/l durchaus o.k..
    Und damit bist du weit vom befürchteten Unterzucker weg (3,3 - 3,9 mmol/l).
    Du brauchst auch erst einmal Erfahrungswerte, wie das Insulin bei dir wirkt.
    Die Menge wird vorsichtig zu Anfang sein, dann ggfs. angepasst.
    Auf jeden Fall hast du eine bessere Möglichkeit als jetzt, die Höhe der Einzelwerte und Langzeitwert beeinflussen zu können.

    Gruß Elfe
    Quelle für oben genannte Werte siehe Seite 25 und 28
    http://www.deutsche-diabetes-gesellschaft.de/fileadmin/Redakteur/Leitlinien/Evidenzbasierte_Leitlinien/NVL_Typ-2_Therapie-lang_Apr_2014.pdf
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 90
    Mitglied seit: 11.10.2017
    am 25.10.2017 21:19:54 | IP (Hash): 2107039421
    Hallo Elfe,

    Ja, ich habe ein gutes Vertrauensverhältnis zu meiner Hausärztin.
    Bei einer Umstellung auf Mahlzeitinsulin, wie wird man da begleitet- muß man dann ins KH zur Einstellung oder reicht eine Diabetiker- Schulung aus?
    Für mich hört sich das alles kompliziert an, was man so beachten muß.
    Und die Angst vor einer Unterzuckerung bleibt, denn bisher war das kein Thema für mich...

    Es grüßt die Träumerin
  • Elfe

    Rang: Gast
    am 26.10.2017 17:39:56 | IP (Hash): 996396308
    Hallo Träumerin,
    ich war selber nicht im Krankenhaus, sondern wurde ambulant eingestellt in Der Diabetologen-Praxis.
    Mahlzeiteninsulin kam für mich plötzlich, am selben Tag noch.
    Nach Gespräch, was ich denn als Sättigungsbeilage (Brot, Kartoffeln z.B mit Kurzerklärung zur KE-Einschätzung) so zu mir nehme, hatten wir uns auf 4 KE pro Hauptmahlzeit geeinigt, die mit 4 Einheiten Insulin zu berücksichtigen sein sollten.
    Eintrag ins ausgehändigte Blutzuckertagebuch in rot: 4 KHE und 4 Einheiten bei Bolus.
    Bespiel für online verfügbar:
    https://www.lilly-diabetes.de/_Assets/global-assets/pdf/ICT_Tagebuch_Online.pdf

    Hatte dann noch ein paar Einzeltermine bei der Diabetesassistentin in der Praxis, um Kohlenhydrate in Lebensmitteln einschätzen zu können.
    Die Schulung lief über mehrere Abendtermine (nach der Arbeit), da wird dann eher so allgemeines vermittelt, wie KH-Einschätzung per Augenmaß, Korrektureinheiten, Grenzwerte Unterzucker und beheben mit Traubenzucker, Saft ... .
    Die aber eigentliche Insulinanpassung Einheiten zu KH, BZ Beurteilung und Vorgehen wird immer durch den Arzt bestimmt.

    Die Grundlage der Behandlung mit Mahlzeiteninsulin ist,
    zu 10 g KH der Nahrung entsprechende Einheiten Insulin zu spritzen.
    Ist BZ zu hoch, wird Insulinmenge langsam erhöht.

    Die Berechnung auf KHE-Faktor dient dazu, mit Essen und Zeitpunkt flexibel zu bleiben zu können.
    Bei 1 und einer KE gibt's eine Einheit, bei vier KE dann vier Einheiten usw.

    Da du dich mit Diabetes schon länger beschäftigst und auch schon den Umgang mit Insulinpen kennst, hast du mehr Ahnung als ich damals.
    Musste damals sogar vor Augen des Arztes üben, wie Ampulle in Pen eingesetzt und Kanülen aufgeschraubt werden.

    Wie schon beschrieben, BZ messen und Traubenzucker/süßes Getränk griffbereit zu haben sollten dir die Angst eigentlich nehmen.

    Gruß Elfe
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 90
    Mitglied seit: 11.10.2017
    am 27.10.2017 15:10:49 | IP (Hash): 1583391531
    Hallo Elfe,

    du mußtest dich von jetzt auf gleich spritzen, ohne das du dich darauf vorbereiten konntest - das stelle ich mir sehr schlimm vor.
    Ich habe hier in den "Nachrichten" etwas reingelesen und über dich erfahren, das deine Bauchspeicheldrüse nicht mehr arbeitet, wenn ich das richtig verstanden habe.
    Wie bist du denn damals mit dieser Diagnose umgegangen?
    Mir fällt es schwer meine Diagnose Diabetes und Parkinson anzunehmen.

    Du schreibst, 4 KHE und 4 Einheiten bei Bolus. Was ist Bolus- ich habe das Wort noch nie gehört.

    Ich habe auch ein paar Probleme mit dem PC - bin noch ein Neuling, muß mich erst "durchwursteln", wie und wo ich hier schreiben kann.
    Bin dann hier gelandet, ich weiß nicht, ob das okay ist - aber ich freue mich, das ich mit dir ( und vielleicht auch mit anderen) Nachrichten austauschen kann.

    Es grüßt die Träumerin
  • Elfe

    Rang: Gast
    am 27.10.2017 18:53:20 | IP (Hash): 996396308
    Hallo Träumerin,
    war ein Albtraum damals, habe zuhause dann gesagt: Kann mich mal jemand kneifen ?
    Insulingabe war da doch das kleinste Problem, konnte ich logisch nachvollziehen.

    Bin dennoch anschließend regelrecht verhungert, trotz Insulin.
    Die Bauchspeicheldrüse hat über viele Jahre lang ihre Funktion aufgegeben, Umwege zur Diagnose sogar stationär.
    Ist mittlerweile so klein, daß das sogar im ambulanten Ultraschall zu sehen ist.

    Mein Diabetologen/Internist hat das ganz lapidar kommentiert: Insulin- und Verdauungsenzyme-Menge werden sich erhöhen.
    Genauso ist es gekommen: Mahlzeiteninsulin erhöht, Verzögerungsinsulin kam später dazu, Kreon als Verdauungsenzym auf 10 g Fett berechnet.

    Anfangs-Mahlzeiteninsulin war heftig, weiteres nicht so, war einfach froh, daß endlich eine Diagnose stand und mir per Medikamente geholfen werden konnte.

    Basis-Bolus-Therapie ist so eine Begrifflichkeit bei der Diabetes-Behandlung oder auch ICT = Intensivierte Insulintherapie.
    Mit Basis wird das Verzögerungsinsulin bezeichnet, für Grundstoffwechsel, was du schon hast;
    als Bolus wird das Mahlzeiteninsulin (kurze Wirkung) auch genannt.
    https://www.diabetes-ratgeber.net/Insulin/Intensivierte-Insulintherapie-ICT-27680.html

    Bin einfach froh, daß es entsprechende Medikamente gibt und noch lebe.

    Gruß Elfe
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 90
    Mitglied seit: 11.10.2017
    am 28.10.2017 17:19:47 | IP (Hash): 1427296969

    Hallo Elfe,

    da hast du wirklich schwierige Zeiten hinter dir, schreibe ich so lapidar - ohne zu wissen, wie es dir heute geht.
    Da hatte ich es in gewisser Hinsicht doch leichter, die Diagnose Parkinson stand gleich fest, die Medikation stellt sich eher als schwierig heraus - bis heute.
    Und ich habe noch den Vorteil, das ich mich mit dem Spritzen von Langzeitinsulin auskenne, wenn ich mich bald das Mahlzeitinsulin spritzen muß. Aber da bleiben noch die zitternden Hände, die dann 3-4 mal den BZ messen sollen uund spritzen. Das wird schwierig.

    Deinen letzten Satz finde ich (für dich) gut

    aber ich brauche wohl noch Zeit, um das auch mal sagen zu können...

    Es grüßt die Träumerin
  • Elfe

    Rang: Gast
    am 28.10.2017 18:53:11 | IP (Hash): 996396308
    Hallo Träumerin,
    Diagnose bei mir hat Jahre gedauert, aber dann in der Behandlung gar nicht so schwierig, durch Medikamente lassen sich die fehlenden Funktionen der Bauchspeicheldrüse gut ersetzen.

    Deine Grunderkrankung Parkinson ist da ganz was anderes, diese akzeptieren zu können.
    Die Medikamenteneinstellung hat ein Facharzt vorgenommen ?
    Erhältst du weitere Behandlung/Hilfen in Form von Physiotherapie, Ergotherapie, Schlucktherapie z.B. ?
    Psychologische Hilfe wäre auch angebracht.

    Hier findest du ein Forum speziell für Parkinson-Erkrankte, was dir vielleicht helfen könnte
    http://www.parkinson-web.de/content/forum/index_ger.html
    https://www.parkinson-web.de/forum/forums/show/1.page

    Ich schreibe dir auch gerne weiter, auch als emotionale Stütze für dich, wenn du magst.

    Herzlichst Elfe
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 90
    Mitglied seit: 11.10.2017
    am 29.10.2017 14:50:23 | IP (Hash): 1022759648

    Hallo Elfe,

    meine Hausärztin hat mich vor 7 Jahren, als die ersten Anzeichen da waren, gleich zum Neurologen überwiesen bzw. ich mußte mir erst einen Neurologen suchen, denn in meinem Wohnort gibt es keinen. Einen Termin zu bekommen war nicht leicht, es gab Termine in 7-8 Monaten und gab Praxen die keine Patienten mehr annehmen. Also, man hatte keine Wahl.
    Bin mit meinem Neurologen nicht so zufrieden, bekomme mein Rezept und das war es. Ich bekomme nur Physiotherapie.
    In einem Parkinson Forum bin ich seit 2013 angemeldet- und das hilft mir auch weiter, unter anderem kann man dort auch Fragen an eine Expertin/Ärztin stellen.
    Ja, als nun der Schock kam, das ich mich mit dem Mahlzeitinsulin spritzen soll, habe ich mich in meiner Verzweiflung hier angemeldet.
    Und ich bin froh, dich hier "kennengelernt" zu haben.
    Ich würde mich auch gerne weiter mit dir schreiben.

    Es grüßt die Träumerin