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am 17.10.2017 14:20:05 | IP (Hash): 572797581
Hallo Elfe,
natürlich plagt mich meine Parkinsonerkrankung, ich kann sie nicht ignorieren, sie beherrscht meinen Tagesablauf - mein Leben.
Ich habe jetzt schon (nach 7 Jahren Parkinson Diagnose)die höchste Dosis von L-Dopa und dazu noch die sogenannten "Verstärker", die auf den Tag bis zur Nacht verteilt werden müssen, damit ich etwas bewegungsfähig bin- heißt zum Beispiel: aus einer Tasse zu trinken....
... und dann muß ich mich auch noch mit meiner Diabetes beschäftigen, was mir auch viel Kraft kostet und die ich nicht in den Griff bekomme.
Danke für deinen Tipp auf diese Website zu schauen, habe ich auch gemacht.
Aber ich kenne natürlich diese Hinweise, wie man sich bei Parkinson ernähren sollte- aber es ist trotzdem nicht so einfach wie es aussieht.
Ich werde erst einmal versuchen meine Zuckerwerte zu verbessern mit der oben genannten Methode - das könnte ein Weg sein....
Gruß träumerin
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am 17.10.2017 14:36:17 | IP (Hash): 572797581
Hallo Elfe,
natürlich plagt mich meine Parkinsonerkrankung, ich kann sie nicht ignorieren, sie beherrscht meinen Tagesablauf - mein Leben.
Ich habe jetzt schon (nach 7 Jahren Parkinson) die höchste Dosis L-Dopa und noch dazu die sogenannten "Verstärker", die auf den Tag und Nacht verteilt werden müssen, damit ich etwas bewegungsfähig bin - heißt auch zum Beispiel - aus einer Tasse zu trinken...
...und dann muß ich mich auch noch mit meiner Diabetes beschäftigen,, die ich nicht in den Griff bekomme.
Danke für deinen Tipp auf diese Website zu schauen - habe ich auch gemacht.
Aber ich kenne natürlich diese Hinweise, wie man sich bei Parkinson ernähren sollte - aber es ist trotzdem nicht so einfach wie es aussieht.
Ich werde erst einmal versuchen meine Zuckerwerte zu verbessern mit der obengenannten Methode - das könnte ein Weg sein..
Gruß träumerin -
Elfe
Rang: Gastam 17.10.2017 19:22:32 | IP (Hash): 181266960
Hallo Träumerin,
mir ist es ganz wichtig, dir zu sagen, daß Ernährung ganz wichtig ist.
Wenn du kaum noch etwas isst, schwächt dich das noch zusätzlich (Muskelabbau u.a.).
Die Diabetes-Behandlung besteht nicht aus Hungern, sondern Abstimmung der Medikamente auf angepasste Ernährung.
Du hast bereits ein neues Langzeitinsulin, was Kombinationen mit einem anderen AntiDiabetika durchaus vorsieht und den Blutzucker positiv beeinflussen könnte.
Bitte spreche mit deinem Arzt darüber.
https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2015/08/28/Ab-1-September-hat-Lantus-Konkurrenz
Gruß Elfe -
am 18.10.2017 13:51:32 | IP (Hash): 1738989042
Hallo Elfe,
das die Ernährung ganz wichtig ist, das weiß ich.
Aber was macht man, wenn einem sehr oft so schlecht ist (wegen der Parkinsonmedikamente) , das man keinen Bissen runter kriegt oder keinen Appetit hat - und der Zuckerwert trotzdem sehr hoch ist? Ich verstehe es einfach nicht...
Zum Langzeitinsulin am abend nehme ich noch früh und abends je 1000 mg Metformin.
Gruß träumerin
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am 18.10.2017 14:54:49 | IP (Hash): 673744327
Typ1 wie Elfe übersehen meistens, dass bei uns Typ2 der meiste zu hohe Blutzucker davon kommt, dass unsere Leber die Ausgabe nicht mehr gesund begrenzt, sondern mehr oder weniger munter mehr ausgibt als notwendig ist und gebraucht wird, und dass diese Mehrausgabe durchaus sehr viel mehr BZ machen, kann, als die paar KHs, die wir essen. Da hilft dann die passende Menge Basal-Insulin, denn die bremst die übertriebene Ausgabe der Leber.
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Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung. -
am 18.10.2017 15:52:40 | IP (Hash): 1738989042
Das die Leber eine Rolle spielen könnte, habe ich schon mal gehört, aber die Zusammenhänge nicht wirklich verstanden.
Aber ich glaube doch, das bei mir die Leber ein Grund sein könnte, das meine BZ-Werte ständig so hoch sind.
Nun soll ich mir 3-4 mal am Tag ein anderes Insulin spritzen - das macht mir Angst... -
am 18.10.2017 16:21:10 | IP (Hash): 673744327
Die Leber ist das Schlüssel-Organ in unserem Stoffwechsel. ALLES, was wir essen und trinken, muss durch die Leber und wird darin mehr oder weniger bearbeitet und zwischengespeichert und aufbereitet, bevor es von der Leber gesund in genau der Menge in den Blutkreislauf in den ganzen Körper entlassen wird, die dort gebraucht wird. Bei uns mit Typ2 lässt die Leber infolge ihrer diabetisch defekten Steuerung halt mehr oder weniger sehr viel mehr raus, als unser Organismus braucht und verbraucht.
Diesen Steuerdefekt können wir am wirksamsten mit Insulin ausgleichen. Denn mit der passenden Menge Insulin speichert die Leber mehr Glukose und produziert zudem nicht ganz so viel neue Glukose aus Eiweiß.
Das Bremsen geht auch mit ner Tablette namens Metformin, und neuerdings kann man einen mehr oder weniger großen Teil der zuvielen Glukose mit einer neuen Sorte Tabletten auch auspinkeln. Allerdings ist Insulin bislang von allen Möglichkeiten die am gezieltesten dosierbare und die mit den wenigsten möglichen Nebenwirkungen.
Welches Insulin darfst Du denn jetzt ausprobieren?
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Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung. -
am 18.10.2017 17:05:25 | IP (Hash): 1738989042
Danke für die ausführliche Erklärung zum Thema Leber, das ist sehr interessant zu wissen...
Ich weiß noch nicht welches Insulin ich bekomme, muß erst zum Termin in die Arztpraxis, dann wird alles mit dem Arzt besprochen. Ich habe Angst zu den Mahlzeiten zu spritzen, weil ich nicht gut essen kann, wegen meiner Parkinsonmedikamente. Ich weiß nicht, ob ich das hinkriege- das macht mir Angst.
Ich hatte bis jetzt das Langzeitinsulin Abasaglar und die Tabletten Metformin.
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am 18.10.2017 17:19:44 | IP (Hash): 1553264853
träumerin schrieb:
Ich weiß noch nicht welches Insulin ich bekomme, muß erst zum Termin in die Arztpraxis, dann wird alles mit dem Arzt besprochen. Ich habe Angst zu den Mahlzeiten zu spritzen, weil ich nicht gut essen kann, wegen meiner Parkinsonmedikamente. Ich weiß nicht, ob ich das hinkriege- das macht mir Angst.
Ich hatte bis jetzt das Langzeitinsulin Abasaglar und die Tabletten Metformin.
Hallo Träuimerin,
Abasglar ist das gleiche wie Lantus, nur von einem anderen Hersteller. Wahrscheinlich kannst du das behalten, ich sehe wenigstens keinen Grund zum Wechseln. Die schrittweise Erhöhung aller 3 Tage, wie Jürgen sie dir vorgeschlagen hat, kannst du dir von deinem Arzt ja noch mal bestätigen lassen.
Mit Mahlzeitinsulin könnte es bei dir wirklich schwierig werden, weil du nach dem Spritzen auch unbedingt die vorgesehene Menge essen musst. Rede mal mit deinem Arzt darüber, ob Tabletten für die Mahlzeiten nicht doch eventuell ausreichen könnten. Möglich wäre z.B. ein DPP4-Hemmer, eventuell Januvia. Das gibt es sogar als Kombimedikament Janumet zusammen mit Metformin, so dass du nicht mal mehr Tabletten schlucken müsstest. Ich könnte mir gut vorstellen, dass Janumet zusammen mit der richtigen Dosis Basalinsulin (Abasglar oder Lantus) für dich bei vertretbaren Aufwand einen zufriedenstellenden BZ-Verlauf ergeben.
Alles Gute, Rainer -
Elfe
Rang: Gastam 19.10.2017 01:42:00 | IP (Hash): 181266960
Hallo Träumerin,
der von Rainer genannte DDP4-Hemmer hat einen Einfluss auf die körpereigene Insulinausgabe der eigenen Bauchspeicheldrüse und lässt das Insulin auch länger wirken.
http://www.medizinfo.de/diabetes/therapie/dpp-4-hemmer.shtml
Ob das allerdings zu deinen anderen Medikamenten und Befinden passt, kann dein Arzt dir sagen
(siehe Eigenschaft 'verlangsamte Magenentleerung').
Selbst wenn du Mahlzeiteninsulin verschrieben bekommst, ist das nicht so schlimm, wie du glaubst.
Im Gegenteil.
Du kannst ganz gezielt und direkt die Kohlenhydrate deiner Mahlzeiten beeinflussen, ohne Umweg über Magen/DarMTRakt.
Auch wenn du nur wenig isst, kannst du die wenigen Kohlenhydrate 'wegspritzen'.
Mit diesen schnell wirksamen Insulinen ist es auch möglich, erst nach der Mahlzeit weniger zu spritzen, wenn du nicht mehr essen magst, was du dir eigentlich vorher gedacht hattest.
So Sachen wie Suppen, Obst z.B. spritze ich vor der Mahlzeit, anderes eher nach der Mahlzeit (bes. Fleisch, Fettiges).
Ein weiterer Pluspunkt des schnellen Insulins ist, daß du sogen. Korrektureinheiten spritzen kannst.
Bedeutet, du kannst mit 1 Einheit zusätzlich zu hohen Blutzucker senken.
Mein Anfängerwert war 50 mg/ml (2,8 mmol/l), liegt aber schon ziemlich lange bei 40 mg/ml (2,2 mmol/l).
Bei hohen Werten spritze ich die Korrektureinheiten vor der Mahlzeit, bei sehr hohen Werten ggfs. mit Essen bis zu 15 min warten.
Deine jetzige Einstellung ist jedenfalls unzureichend.
Basaldosis zu erhöhen, wäre noch eine zusätzliche Möglichkeit (wie von anderen schon geschrieben).
Gruß Elfe
@Jürgen hat wohl übersehen, daß der medizinische Fortschritt weitergangen ist, per Medikamente, siehe DPP-4 Hemmer, mit ganz anderen Wirkmechanismen für 2er besonders als Zielgruppe, damit körpereigenes Insulin besser wirken kann. Die Leber-These ist da zweitrangig.
Bearbeitet von User am 19.10.2017 01:43:41. Grund: Korrektur Schreibfehler