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Insulinresistenz?
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am 19.10.2017 16:43:54 | IP (Hash): 354637287
Hallo zusammen,
ich bin neu hier und kenne mich bezüglich dem Thema wenig aus.
ich war aufgrund v. Kinderwusch beim Arzt nachdem letzte Woche ein Insulinresistenztest gemacht wurde.
Die Werte waren:
Nüchtern: 104
nach 1 Std 290
nach 2 Std 249
HOMA Index 10.01
Ich bin am Boden zerstört. Ist das jetzt sicher Diabetes?
Laut Ärztin soll ich Metformin nehmen, Termin habe ich am Montag bei einem Diabetologen.
Ich habe noch PCO und eine Schilddrüsenunterfunktion.
Hoffe mir kann einer was dazu erzählen, Behandlung, Vorgehensweise, und vorallem Erfahrungen..
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am 19.10.2017 16:52:12 | IP (Hash): 1722093964
Pomegranate schrieb:
nach 2 Std 249
HOMA Index 10.01
Ich bin am Boden zerstört. Ist das jetzt sicher Diabetes?
Ja, das ist eindeutig Diabetes mit einer starken Insulinresistenz.
Mit einer Ernährungsumstellung und regelmäßiger Bewegung kannst du die Insulinresistenz auf jeden Fall verringern. Sehr wahrscheinlich kannst du damit auch deinen Diabetes ein ganzes Stück zurück drehen, vielleicht sogar komplett.
Ich wünsche dir viel Erfolg, Rainer -
am 19.10.2017 16:58:06 | IP (Hash): 1836543740
Und für Kinderwunsch macht vielleicht auch Sinn, schon mal die Obergrenzen für ne Schwangerschaft in den Blick zu nehmen, also morgens nüchtern bis 90, Spitze 1 Stunde nach dem Einverleiben 120-140 und 2 Stunden danach wieder 100 bis besser 90. Daumendrück
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Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung. -
am 24.10.2017 10:51:50 | IP (Hash): 354637287
Danke euch.
Ich war beim Diabetologen und habe auch vom ihm Diabetes bestätigt bekommen.
der Wert des Langzeitzuckers lag bei 6,1
Ich werde bald an einem Diabetiker-Kurs teilnehmen um rund um die Themen Ernährung etc aufgeklärt zu werden.
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am 24.10.2017 14:47:14 | IP (Hash): 692555391
Ich wünsche dir ganz viel Erfolg bei der Bekämpfung der Insulinresistenz, beim Zurückdrehen des Diabetes und natürlich bei euerm Kinderwunsch. 😉
Rainer -
am 25.10.2017 17:18:43 | IP (Hash): 354637287
Vielen Dank!
Ich vertrage das Metformin bisher gut, nehme eine halbe Tablette abends (also 500) und soll die Dosis steigern auf 1000 morgens und 1000 abends.
Mein Problem ist nur, dass ich oft in Unterzuckerung komme. Ich habe vor der Einnahme von Metformin meine Ernährung bereits umgestellt aber seit der Einnahme macht mein Kreislauf nicht mehr so mit.
Muss ich mehr Kohlenhydrate essen oder esse ich gar zu wenig?
Meine Ernährung besteht hauptsächlich aus Gemüse, einigen Obstsorten, etwas Fleisch und kaum Kohlenhydraten. -
am 25.10.2017 17:47:27 | IP (Hash): 2116647691
Unterzuckerung heißt, Du kommst mit dem Blutzucker dann, wenn Du dich so fühlst, wie niedrig? Oder meinst Du mit Unterzuckerung nicht zucker- sondern kreislauf-/blutdruck-mäßig?
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Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung. -
am 25.10.2017 20:06:48 | IP (Hash): 297172526
Pomegranate schrieb:
Mein Problem ist nur, dass ich oft in Unterzuckerung komme. Ich habe vor der Einnahme von Metformin meine Ernährung bereits umgestellt aber seit der Einnahme macht mein Kreislauf nicht mehr so mit.
Muss ich mehr Kohlenhydrate essen oder esse ich gar zu wenig?
Hallo Pomegranate,
nein, du brauchst nicht mehr KH zu essen, Metformin passt auch zu KH-reduzierter Ernährung.
Es ist nahezu ausgeschlossen ,dass du nur mit Metformin unterzuckerst. Viel wahrscheinlicher ist, dass du vorübergehend sogenannte falsche Hypos hast. Das heißt, dass dein Körper sich an den höheren BZ-Verlauf gewöhnt hat und dass du deshalb schon bei normal hohen BZ Unterzuckerungsgefühle hast. Da musst du durch, das geht bald vorbei.
Alles Gute, Rainer -
am 25.10.2017 20:19:19 | IP (Hash): 688584431
Pomegranate schrieb:
Vielen Dank!
Ich vertrage das Metformin bisher gut, nehme eine halbe Tablette abends (also 500) und soll die Dosis steigern auf 1000 morgens und 1000 abends.
Mein Problem ist nur, dass ich oft in Unterzuckerung komme. Ich habe vor der Einnahme von Metformin meine Ernährung bereits umgestellt aber seit der Einnahme macht mein Kreislauf nicht mehr so mit.
Muss ich mehr Kohlenhydrate essen oder esse ich gar zu wenig?
Meine Ernährung besteht hauptsächlich aus Gemüse, einigen Obstsorten, etwas Fleisch und kaum Kohlenhydraten.
Führst du Protokoll/ Buch ?
Ich kenne viele die "kaum KH" essen, denken aber KH sind nur in Brot, Nudeln, Süßspeise und Reis enthalten.
Obst hat oft extrem viel KH. -
am 27.10.2017 12:15:38 | IP (Hash): 354637287
Ich habe nichts zum messen des Blutzuckers bekommen. laut Diabetologen nicht notwendig.
Ich habe vermehrt Kreislaufprobleme mit Benommenheit, Schwitzen und Zitteranfällen. Wenn ich was esse, gehts wieder. Sowas habe ich vor der Einnahme der Tabletten ab und zu, jetzt ist es aber fast mehrmals täglich.
Meine Ernährung schreibe ich auf und zähle Kalorien. Derzeit nehme ich nicht mehr als 1200 Kalorien am Tag zu mir. Abgenommen habe ich damit bisher 4 Kilo.
Ich habe trotzdem das Gefühl, dass diese 1000mg abends und 1000mg morgens eine sehr hohe Dosis für den 6,1 Langzuckerwert ist. Woran wird die Dosis festgemacht?
Bearbeitet von User am 27.10.2017 12:16:56. Grund: Zusatz -
am 27.10.2017 14:09:51 | IP (Hash): 1801046090
Wenn Du wissen willst, ob Deine Befindlichkeitsstörungen von zu niedrigem Blutzucker kommen, kannst Du das nur rausfinden, indem Du Deinen Blutzucker genau zu diesen Zeiten misst. Also dann, wenn Du dich so mies fühlst, nicht 5 Minuten vorher oder 5 Minuten später.
Die Metformindosis wird am morgentlichen Nüchternwert festgemacht, also zuerst mal an dem Nüchternwert, den der Arzt bei der Blutabnahme in der Praxis findet, und ansonsten an dem, was man selbst misst, wenn man selbst misst.
Morgens nüchtern deswegen, weil da am deutlichsten zu sehen ist, wenn die Leber mehr Glukose raus lässt, als gebraucht wird. Denn da hat man ja einige Stunden nix gegessen, was den Blick auf die Leberausgabe verfälschen könnte.
Und Metformin, weil das als einzige nennenswerte Wirkung die Glukoseausgabe aus der Leber bremst und so dafür sorgt, dass der BZ weniger hoch ansteigt. Normales Behandlungsziel ist morgens nüchtern unter 100mg/dl bzw 5,6mmol/l.
Wenn ich Du wäre und so schön abgenommen und einen so nahe gesunden Langzeitwert erreicht hätte, würde ich das Metformin einfach mal 2-3 Wochen komplett raus lassen und beobachten, ob die miesen Episoden wirklich weniger werden. Und wenn es Dir ohne Met wirklich besser geht, lässt sich nach diesen 2-3 oder auch 4 Wochen an Deinem Blutzucker schon erkennen, ob Du weiter völlig ohne auskommst oder ob Du dafür dann einen irgendwie verträglicheren Ersatz brauchst. Daumendrück
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Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung. -
am 29.10.2017 10:28:12 | IP (Hash): 364432741
Pomegranate schrieb:
Ich habe nichts zum messen des Blutzuckers bekommen. laut Diabetologen nicht notwendig.
Ich habe trotzdem das Gefühl, dass diese 1000mg abends und 1000mg morgens eine sehr hohe Dosis für den 6,1 Langzuckerwert ist. Woran wird die Dosis festgemacht?
Hallo Pomegranate,
das BZ-Messen ist nur in dem Sinn nicht notwendig, dass für dich die Kosten von der KK nicht übernommen werden. Ansonsten macht es, gerade zum Beginn der Diabetesbehandlung, sehr viel Sinn. Du kannst damit entdecken, wie sich dein BZ bei bestimmten Mahlzeiten verhält und was bei Sport und Bewegung passiert. Für dich würde es auch noch die Möglichleit eröffnen, den BZ zu messen, wenn du dich unterzuckert fühlst und nachzusehen, ob es wirklich an zu niedrigem BZ liegt. Die Geräte bekommst du an mehreren Stellen kostenlos, z.B. auch hier beim Hersteller: https://diabetes.ascensia.de/produkte/testgeraet-hier-bestellen . Die kommen allerdings nur mit 10 oder 15 Teststreifen. Weitere Teststreifen musst du dir selber besorgen. Vielleicht verschreibt dir dein Diabetologe doch noch 50 Stück, wenn du ihm sagst, dass du unbedingt deinen BZ messen willst. Dass wäre für ihn ohne weiteres möglich und ist eigentlich auch üblich.
Bezüglich Metformin sehe ich es genauso wie Jürgen, lass es einfach mal für 2 Wochen weg. Wenn es dir ohne die Tabletten wirklich viel besser geht, dann besprichts du das mit deinem Arzt. Falls du dann schon ein Messgerät hast, dann könntest du auch nachsehen, ob dein BZ ohne Metformin vielleicht auch noch gut genug verläuft und dem Arzt die Messwerte sogar noch vorlegen. Beim Absetzen von Metformin musst du allerdings beachten, dass es noch mindestens 3 Tage auf hohem Niveau nachwirkt. Für einen echten Vorher- / Nacher-Vergleich kannst du deshalb erst die Werte nach einer Woche ohne die Tabletten heranziehen.
Viel Erfolg, Rainer
Bearbeitet von User am 29.10.2017 10:28:59. Grund: . -
am 04.11.2017 23:32:13 | IP (Hash): 354637287
Danke euch beiden.
Aber...: Ich nehme das Metformin ja erst seit 2 Wochen. Weiss nicht mal ob die Wirkung schon im vollen Gange ist (ab wann passiert das?)
Wenn ich sie jetzt wieder absetze war alles für die Katz.
Und: Ich vertrage die Tabletten ja gut. Keine Magen-Darm Probleme etc. Das einzige was auffiel waren die häufigen Kreislaufattacken (die aber mit etwas Essen wieder im Griff zu kriegen sind)..
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am 05.11.2017 13:14:12 | IP (Hash): 1288121490
Pomegranate schrieb:
Aber...: Ich nehme das Metformin ja erst seit 2 Wochen. Weiss nicht mal ob die Wirkung schon im vollen Gange ist (ab wann passiert das?)
Wenn ich sie jetzt wieder absetze war alles für die Katz.
Ja, die Wirkung ist schon im vollen Gang, das passiert nach ca. 3 Tagen.
Was soll bei einem Absetzversuch für die Katz gewesen sein? Du weißt dann, ob es am Metformin liegt oder nicht und kannst das weitere Vorgehen mit deinem Arzt besprechen. Wenn du allerdings vor einem Absetztversuch erst mal 3...4 Wochen durchhalten willst um zu sehen, ob die Probleme vielleicht doch mit der Zeit immer kleiner werden, dann halte ich das für richtig.
Alles Gute, Rainer