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Gewichtszunahme nach Langzeitinsulin?
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am 30.10.2017 14:03:21 | IP (Hash): 989900458
Hallo,
ich hatte über 10 kg wegen Appetitlosigkeit und Probleme beim essen abgenommen ( habe Parkinson und Diabetes) aber seit ich 1x täglich Langzeitinsulin spritze (über ein Jahr) , habe ich die 10 kg wieder zugenommen, obwohl sich mein Eßverhalten nicht verändert hat.
Kann das Langzeitinsulin da eine Rolle spielen oder welche Erklärung könnte es dafür geben.?
Ich möchte noch hinzufügen, das meine BZ-Werte vor dem Spritzen hoch waren und jetzt immer noch hoch sind.
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am 30.10.2017 15:18:18 | IP (Hash): 1525399261
Hallo Träumerin,
ja, das Langzeitinsulin kann eine Rolle spielen, Du schreibst, dass Deine BZ-Werte immer noch hoch sind, aber vielleicht waren sie davor im Tagesverlauf noch höher, sodass jetzt doch mehr von der Nahrung verwertet werden kann.
Insulin führt an sich nur zu einer Gewichtszunahme im Zusammenhang mit einer besseren Verwertung der Nahrung, nicht, wie zB Cortison durch veränderte Stoffwechselvorgänge.
Alles Gute!
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am 30.10.2017 16:05:38 | IP (Hash): 688584431
träumerin schrieb:
Hallo,
ich hatte über 10 kg wegen Appetitlosigkeit und Probleme beim essen abgenommen ( habe Parkinson und Diabetes) aber seit ich 1x täglich Langzeitinsulin spritze (über ein Jahr) , habe ich die 10 kg wieder zugenommen, obwohl sich mein Eßverhalten nicht verändert hat.
Kann das Langzeitinsulin da eine Rolle spielen oder welche Erklärung könnte es dafür geben.?
Ich möchte noch hinzufügen, das meine BZ-Werte vor dem Spritzen hoch waren und jetzt immer noch hoch sind.
1. Wenn BZ zu hoch wird recht viel Energie ( Glucose ) über den Urin ausgeschieden.
Gewicht geht runter. Bessert sich der BZ passiert das nicht mehr oder seltener.
2 . Insulin ist ein Masthormon, es ist maßgeblich an der Fettbildung beteiligt.
Bei T2 ( Insulinresistenz) hat man da leicht die mehr als die dreifache Insulindosis eines gesunden im Körper.
Aber T1 schaffen das auch, vor allem wenn man plötzlich zunimmt, obwohl man davor essen konnte soviel man wollte ohne Zunahme. -
am 30.10.2017 16:28:35 | IP (Hash): 256005317
zu 2.
Fett ist immer Energie, die zwar gegessen, aber nicht verbraucht wurde. Zum Mästen wurde der BZ mit Insulin in den Unterzucker abgesenkt, so dass die Viecher/Betroffenen trotz vollgefressen weiter ein tierisches Hungergefühl hatten.
Beim Typ2 ist viel vom Insulin intaktes Proinsulin, also das Produktionsmolekül, in dem Insulin und C-Peptid noch zusammenhängen. Da haben 10 Teile Proinsulin die BZ-Wirkung wie 1 Teil ordentlich geteiltes. Das sorgt BZ-mäßig für einen noch größeren Ausgabedruck.
Fettspeichermäßig funzt das Proinsulin aber genauso gut wie das ordentlich geteilte Insulin. Und dabei wird es typ2-mäßig von Leber und Nieren unterstützt, die den hohen BZ noch munter mit zusätzlicher Glukose aus eigener Herstellung via Glukoneogenese befeuern :(
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Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung. -
am 30.10.2017 17:25:08 | IP (Hash): 688584431
Jain 😉
Zu viel aufgenommene Energie führt zu Übergewicht. Stimmt.
Insulin ist der Fettzellen - Auffüller und Wächter, dass es auch darin bleibt.
Jemand mit sehr viel Insulin nimmt zwar nicht ohne die entsprechende Kalorienzahl zu, aber nur sehr schlecht ab.
Google mal nach Lipogenese.
Bei einem Gesunden läuft das in etwa so :
Über Weihnachten futtert er sich 3 kg an, und verliert die bald wieder sobald er sich normal ernährt und seiner Arbeit nachgeht.
Bei Insulinresistenz tut der Körper das schön speichern und macht eher hungrig statt die Fettzellen zu leeren.
Ein T2 oder T1 tut gut daran den Insulinbedarf zu senken um abzunehmen, zum Beispiel durch LC.
Kalorienmäßig kann man auch Abnehmen durch Verzicht auf Fett und vermehrt KH essen, dann wird das eine ziemlich zähe Angelegenheit beim Diabetiker.
Ich denke, das ist der Grund warum Logi, Glyx , LC so gut auch bei gesunden funktioniert, auch gesunde haben dann einen geringeren Insulinbedarf.
Bearbeitet von User am 30.10.2017 17:35:13. Grund: Edit -
Elfe
Rang: Gastam 30.10.2017 18:33:46 | IP (Hash): 996396308
Gitti schrieb:
Hallo Träumerin,
ja, das Langzeitinsulin kann eine Rolle spielen, Du schreibst, dass Deine BZ-Werte immer noch hoch sind, aber vielleicht waren sie davor im Tagesverlauf noch höher, sodass jetzt doch mehr von der Nahrung verwertet werden kann.
Insulin führt an sich nur zu einer Gewichtszunahme im Zusammenhang mit einer besseren Verwertung der Nahrung, ...
Hallo Träumerin,
sehe das genauso wie Gitti.
Durch das Basalinsulin werden Kohlenhydrate in den Körper eingeschleust, also besser verwertet und schwimmen nicht im Blutkreislauf herum oder werden z.T. über die Nieren ausgeschieden (ab ca. BZ von 180 mg/ml = 10 mmol/l).
Hinzu kommt, wie du unter deinem anderen Thema schreibst, daß du deinem Körper kaum eine Esspause gönnst, sondern viele kleine Mahlzeiten isst, auch abends und nachts.
Solange der Körper Energie einlagert, kann kein Fett abgebaut werden.
http://www.medizinfo.de/ernaehrung/abnehmen/gesund6.htm
Auch für Gesunde wird empfohlen, gegen Abend nicht mehr so viele KHs zu essen, auch um den nächtlichen Fettabbau/Stoffwechsel nicht zu stören.
Gruß Elfe -
am 30.10.2017 20:52:48 | IP (Hash): 989900458
Hallo Elfe,
schön von dir zu "hören".
Das was du mir schreibst und mir erklärst, kann sogar ich verstehen.
Es ist nicht so einfach für mich, allen die mir geantwortet haben zu folgen, denn ich kenne viele Fachbegriffe und Abkürzungen nicht. Bin noch nicht so vertraut mit der Materie.
Du hast recht , es ist sicher ein Fehler, so viele kleine Mahlzeiten zu mir zu nehmen und keine Esspausen zu machen, aber ich schaffe es nicht anders- ich habe keine Lösung-
Ich weiß nicht, ob du meine Nachricht von gestern gelesen hast oder lesen konntest;
Ich würde mich sehr freuen, wenn wir uns weiter schreiben.
Es grüßt die Träumerin