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metformin bei prädiabetes
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Elfe
Rang: Gastam 27.12.2017 18:00:15 | IP (Hash): 1800560219
ian schrieb:
Guten Tag allerseits,
ich bin neu hier - und komme mal direkt zum Thema. Ich bin seit etwa einem Jahr als Prä diagnostiziert (sowohl Nüchtern- wie auch Zweistundenwerte beim OGTT im Präbereich), 33 J, 73 kg bei 180 cm.
Mir wurde eine Diät verordnet, die ich so nicht halten kann und will. Das ein oder andere an meinem Lebenswandel habe ich geändert, habe mit dem Rauchen aufgehört, obwohl ich nie starker Raucher war, ernähre mich gesünder - aber es gibt Grenzen, wo es für mich einfach massiv auf die Lebensqualität geht. Nicht nur, weil ich eben mal auf Süsskram scharf bin, sondern auch, weil ich Vollkornbrot und div. Gemüse magendarmtechnisch nicht gut vertrage und es mich total stresst, immer ne Extrawurst braten zu müssen. Beim Einkaufen, im Restaurant, bei Freunden etc. Wie ich hier lese, bin ich in dieser Situation nicht allein.
Ich habe in Fachpublikationen gelesen, dass ein früher Beginn mit Metformin sich positiv auf die Entwicklung des Diabetes auswirkt. Der Fortlauf entwickelt sich dann wohl langsamer. Mein Arzt ist nicht kooperativ und verordnet es mir nicht, hat angeblich Kontingente und Vorgaben, dass meine Werte erst noch schlechter sein müssen, bevor ich ein Medikament kriege. Das zu provozieren wäre wohl albern. Aber ich könnte Metformin über andere Wege beziehen.
Was sagt Ihr, sinnvoll? Oder blöde Geldausgabe und warten, bis ich (wahrscheinlich ohnehin in einigen Monaten) Metformin vom Arzt bekomme?
Bevor die Moralkeule kommt: Mir ist bewusst, dass es kein Freibrief zum Futtern ohne Grenzen ist. Aber etwas Weihnachtszeug wär schon mal ganz nett. Und eine bessere Dauerprognose sowieso.
Hallo Ian,
Metformin liefert keine eindeutig positiven Hinweise zur Gabe schon im Prä-Diabetes-Bereich und wird deshalb kritisch gesehen.
Lebensstiländerungen sind mit 58 % immer noch besser als die 33 % zur Beeinflussung des Diabetes-Risikos.
https://www.kardiologie.org/herz-und-diabetes/praediabetes-metformin-koennte-atherosklerose-aufhalten/12332966
Wenn überhaupt, wird eher über Prävention von ev. Folgeerkrankungen nachgedacht, nicht Prävention von Diabetes generell.
Hohe Blutzuckerwerte entstehen, wenn Kohlenhydrate der Nahrung und die körpereigene Insulin-Reaktion nicht mehr so optimal übereinstimmen.
Eine 'Diät mit Vollkorn und Gemüse' ist gar nicht notwendig.
Lediglich die Vermeidung von Blutzuckerspitzen und Verdauungsgeschwindigkeit der Mahlzeiten gibt es zu beachten.
Die Blutzuckerwirkung von Kohlenhydraten lässt sich beeinflussen durch Anwesenheit von Fett, Eiweiß und Ballaststoffen.
Normale Mahlzeiten beinhalten diese:
Sättigungsbeilagen (Kartoffeln/Nudeln z.B.) mit Fleisch, Soße und Gemüse/Salat sind kein Problem.
Weißes Brötchen mit Mett/Wurst/Käse auch durchaus möglich.
Auch Schokolade mit Fettanteil ist o.k. (bewusst paar Riegel statt Tafel).
Kuchen - Torte mit Sahne - oder Buttercreme auch händelbar.
Süßes als Nachtisch einer Hautmahlzeit sowieso, z. Zt. Mandarinen ev.
'Extrawurst' ist gar nicht notwendig, auch nicht in deinem sozialen Umfeld, was dich zusätzlich belastet.
Für Metformin gibt es für dich keine Begründung im Prädiabetesbereich und abnehmen brauchst du auch nicht (Metformin wird bei übergewichtigen 2ern als Appetithemmend verschrieben).
Metformin hat durchaus auch Nebenwirkungen, denen du dich nicht aussetzen musst
http://flexikon.doccheck.com/de/Metformin
Gruß Elfe
P.S.: Finde es persönlich bedenklich, wie mit Präsis und 2ern umgegangen wird.
Kann doch echt nicht sein, daß erst INSULINERn die Zusammenhänge bzgl. Ernährung per Schulung erklärt werden, selbst dann keine 'Diät' nötig, nur Vermeidung von Zucker pur = als Getränk, Zuckerbonbons, Gummizeugs