Willkommen Gast! Um alle Funktionen zu aktivieren musst Du Dich Anmelden oder Registrieren.
Erfahrungswert Haferkur
-
Elfe
Rang: Gastam 13.01.2018 21:07:12 | IP (Hash): 725927109
Hallo r2d2,
sehr lobenswert, daß du Brot selber backst.
Die 'guten' Zutaten enthalten dennoch alle Kohlenhydrate aus Stärke.
Rechne doch mal aus, wie viele Kohlenhydrate in deinem Brot enthalten sind, auch per Portion.
Bei Belag Wurst und Käse die normalen Sorten auswählen, also nichts fettreduziertes (Light).
So ein Gouda oder auch Streichkäse hat per Fettgehalt schon großen Einfluss auf die Verdauungsgeschwindigkeit = Übergang der aufgeschlossenen Stärke als Blutzucker.
Auch Quark hat per Eiweißgehalt einen bremsenden Einfluss, daß sogar ein Löffelchen Marmelade zusätzlich 'erlaubt'.
Also lieber eine Scheibe Brot weniger und dafür mehr Belag verwenden.
Im Gegensatz zu Jürgen finde ich stärkehaltige Lebensmittel durchaus in Ordnung.
Stärke ist ein Mehrfachzucker, der erst einmal aufgeschlossen werden muss zum Einfachzucker Glukose, den wir dann letztendlich im Blut messen können.
Für mich übrigens auch ein unentbehrlicher Sattmacher in Form von Brot (+ Belag) und (vor Diabetes verschmähten) Kartoffeln.
Deine Messwerte nach 1 und 2 h finde ich viel zu früh.
Wenn du die Verdauung berücksichtigst, sollte die Blutzuckerwirkung bis zu 3 h und mehr anhalten.
Trotzdem kannst du sehen, daß dein eigener Organismus per eigenem Insulin den Blutzucker senken kann, von 172 auf 168.
So einzeln kurzzeitige höheren Blutzuckerwerte sollten dich nicht verunsichern.
Gruß Elfe
Bearbeitet von User am 13.01.2018 21:20:42. Grund: Korrektur Schreibfehler -
am 14.01.2018 09:58:32 | IP (Hash): 922042523
Finde ich jetzt wieder nicht,Blutzucker bis 172.
Es soll doch versucht werden den 1oder 2 Stunden Blutzucker niedriger als 140 zu haben um die Bauchspeicheldrüse zu schonen.
Also ich lasse Pizza,Nudeln,Vollkornbrot und alles andere weg welches mein BZ über die 140 sausen lässt .
Kartoffeln oder sogar Pommes gehen ,,,-aber mit viel Oliven-Rapsöl,,.
Sonne muss dabei sein!2 Benutzer dankten für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 14.01.2018 10:44:58 | IP (Hash): 2135957466
Elfe schrieb:
Im Gegensatz zu Jürgen finde ich stärkehaltige Lebensmittel durchaus in Ordnung.
Stärke ist ein Mehrfachzucker, der erst einmal aufgeschlossen werden muss zum Einfachzucker Glukose, den wir dann letztendlich im Blut messen können.
Hallo r2d2,
eine positive Wirkung auf den BZ wäre nur zu erwarten, wenn das Aufschließen von Mehrfachzucker zu Glukose einig gewisse Zeit in Anspruch nehmen würde. Das macht es aber nicht, die Zerlegung erfolgt schnell und führt nicht zu einer spürbaren Verzögerung des Verdauungsprozesses. Sie beginnt ja bereits im Mund durch Enzyme, die im Speichel enthalten sind. Du machst also alles richtig, wenn du stark raffiniertes Weißmehl und andere ballaststoffarme Lebensmittel mit hohem Stärkegehalt meidest.
Ein Thema, dassbei der BZ-Wirkung von Stärke eine Rolle spielt, ist die resistente Stärke, also Stärke, die bei der menschlichen Verdauung nicht aufgeschlossen und verwertet werden kann. Die spielt z.B. bei Nudeln aus Hartweizengries und bei Bratkartoffeln aus erkalteten gekochten Kartoffen eine große Rolle. Allerdings ist der Effekt sehr individuell und von so vielen Faktoren abhängig, dass dir dazu wieder nur das Austesten bleibt, so wie Jürgen es dir vorgeschlagen hat.
Beste Grüße, Rainer
Bearbeitet von User am 14.01.2018 11:45:00. Grund: . -
am 14.01.2018 11:29:31 | IP (Hash): 378383847
Elfe schrieb:
nichts fettreduziertes (Light)
Nee, habe ich sowieso noch nie gemacht. Bin aber von Margarine auf Butter umgestiegen.
werner50 schrieb:
Es soll doch versucht werden den 1oder 2 Stunden Blutzucker niedriger als 140 zu haben um die Bauchspeicheldrüse zu schonen.
Wo steht das? Ist das wissenschaftlich erwiesen? Mein Diabetologe hat zu mir gesagt, daß ich mich nicht an den "gesunden" Werten orientieren soll. Diese Werte kann man nur sehr schwer einhalten, dazu müsste man dann gänzlich auf alles was "schmeckt" verzichten - und etwas Lebensqualität will man sich ja dann doch noch erhalten.
Rainer schrieb:
resistente Stärke
Habe ich auch schon mit mehr oder weniger Erfolg getestet - hängt irgendwie dann auch mit den anderen Lebensmitteln zusammen, die man dazu isst. Das ist wirklich ein sehr komplexes Thema.
hjt_Jürgen schrieb:
Selbst ausprobieren und sich dann danach richten, z.B. nach dieser Anleitung: http://phlaunt.com/diabetes/DeutschMgDlFlyer.pdf
Macht es wirklich sinn, sich als Diabethiker an Werte von Nicht-Diabetikern zu richten? Wo bleibt da dann noch die Lebensqualität? Mein Diabetologe hat zu mir gesagt, daß es nicht wissenschaftlich erwiesen ist, daß Blutzuckerspitzen wirklich zu späteren Schaden führen würden und daher der 1h-Wert bei unter 200 immer noch unkritisch währe.
Bearbeitet von User am 14.01.2018 11:30:18. Grund: . -
am 14.01.2018 12:32:21 | IP (Hash): 1575634987
r2d2 schrieb:
Macht es wirklich sinn, sich als Diabethiker an Werte von Nicht-Diabetikern zu richten? Wo bleibt da dann noch die Lebensqualität? Mein Diabetologe hat zu mir gesagt, daß es nicht wissenschaftlich erwiesen ist, daß Blutzuckerspitzen wirklich zu späteren Schaden führen würden und daher der 1h-Wert bei unter 200 immer noch unkritisch währe.
Das Spektrum Deiner Möglichkeiten reicht von eigenverantwortlich "alles anders machen als bisher" in der Art wie "Fit wie ein Diabetiker" bis hin zum passiven Patienten-=Erdulder-Dasein mit allem wie bisher und eben mit der Zeit immer mehr Medis und immer mehr Kilos und immer mehr mehr oder weniger großen Zipperlein … wie halt die meisten um Dich rum. Dein Diabetologe wird davon nix spüren, sondern sich einfach nur seinen Nutzen davon freuen :)
----------------------------------------------
Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.
Bearbeitet von User am 14.01.2018 12:33:37. Grund: Ergänzung -
am 14.01.2018 12:35:47 | IP (Hash): 378383847
hjt_Jürgen schrieb:
Dein Diabetologe wird davon nix spüren, sondern sich einfach nur seinen Nutzen davon freuen
Das befürchte ich.
hjt_Jürgen schrieb:
"Fit wie ein Diabetiker"
Lauber - mach ich :-) Trotzdem manchmal nicht ganz einfach :-( -
am 14.01.2018 12:41:36 | IP (Hash): 1575634987
Elfe schrieb:
Wenn du die Verdauung berücksichtigst, sollte die Blutzuckerwirkung bis zu 3 h und mehr anhalten.
Trotzdem kannst du sehen, daß dein eigener Organismus per eigenem Insulin den Blutzucker senken kann, von 172 auf 168.
Du hast recht, Elfe, da ist noch viel Insulin, wahrscheinlich sogar sehr viel, in 24 Stunden wenigstens 2-3mal soviel, wie ein in allem ähnlicher stoffwechselgesunder Mensch für das selbe Essen bei gesundem BZ bräuchte. Der Hintergrund ist recht einfach: Typ2 fehlgesteuert wird sehr viel mehr Glukose in den Kreislauf entlassen, als verbraucht wird, und der wird immer mehr Insulin hinterher geschickt und davon infolge des Ausgabedrucks immer mehr als intaktes Proinsulin ausgegeben. Das ist ein Teufelskreis, der sich mit immer höherem BZ immer mehr selbst verstärkt, bis zwischen den Mahlzeiten praktisch gar kein nennenswertes Absinken mehr beobachtet werden kann und der BZ praktisch nur noch über 200mg/dl und höher verläuft - u.U. sogar auch dann immer noch mit so viel eigenem Insulin, wie ein in allem ähnlicher stoffwechselgesunder Mensch für das selbe Essen bei gesundem BZ bräuchte.
Mit dieser Art Fehlsteuerung des zunehmend Vielzuvielen unterscheidet sich der Typ2 grundsätzlich vom Typ1, dem einfach nur das Insulin fehlt. Und deswegen ist der ordentliche Behandlungsrahmen für Typ1, der nur auf das Minimieren von direkten Folgekrankeiten-Risiken abstellt, für uns 2er tatsächlich so lange noch kontraproduktiv und DM-förderlich, wie wir noch einen nennenswerte Menge an zwar fehlgesteuerten aber funktionierenden Betas haben. Denn die sich selbst verstärkende Zunahme dieser Fehlsteuerung lässt sich bislang ausschließlich mit weniger BZ begrenzen, also mit möglichst vielen von 24 Stunden im völlig gesunden Rahmen, nüchtern also meistens deutlich unter 100mg/dl und in den Spitzen nach dem Essen&Trinken eher nur kurz an oder über 140.
----------------------------------------------
Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung. -
am 14.01.2018 12:45:41 | IP (Hash): 2135957466
r2d2 schrieb:
..., dazu müsste man dann gänzlich auf alles was "schmeckt" verzichten - und etwas Lebensqualität will man sich ja dann doch noch erhalten.
Das sehe ich total anders. Du musst lediglich eine Ernährung finden, die deinem BZ gut tut und zu dir passt. Wenn du so eine Ernährung gefunden hast und die nicht ganz ausreicht, dann hole dir die erforderliche Unterstützung von Medikamenten.
Ich habe für mich die perfekte Kombination in LCHF und Untertstützung mit Lantus gefunden. Ob so etwas für dich denkbar wäre, kannst nur du allein entscheiden. Der Wunsch nach bestimmten Lebensmitteln, wie du ihn z.B. für Nudeln beschrieben hast, ist auch bei so einer radikalen Ernährungsumstellung nicht ganz vom Tisch. Aus eigener Erfahrung kann ich dir aber versichern, dass solche Wünsche bereits nach einem halben Jahr immer mehr verblassen und die Freude an dem überwiegt, was man jetzt alles essen kann.
Beste Grüße, Rainer1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 14.01.2018 13:21:55 | IP (Hash): 378383847
Elfe schrieb:
Die 'guten' Zutaten enthalten dennoch alle Kohlenhydrate aus Stärke.
Das ist das Problem... und ich bin immer noch auf der Suche nach dem optimalen Brot für mich. Diese Eiweißbrotrezepte schmecken mir gar nicht - urg. Gibt es den irgendein "Getreide", daß ich zu Brot verarbeiten kann, was aber eben nicht so viele Kohlenhydrate hat?1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 14.01.2018 15:16:44 | IP (Hash): 1575634987
r2d2 schrieb:
Lauber - mach ich :-) Trotzdem manchmal nicht ganz einfach :-(
Stimmt, überhaupt nicht einfach: Alle aktiven 2er, die ich mit weniger bis keinen Medis für nen einigermaßen gesunden BZ kenne, bewegen sich 24/7 deutlich mehr, als allgemein als ausreichend gesunde Bewegung empfohlen wird, und schränken sich beim Essen sehr viel mehr ein, als ihnen die üblichen Berechnungen zum Gewichthalten empfehlen, und zusätzlich auch in der Essenszusammensetzung.
----------------------------------------------
Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.