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Erfahrungswert Haferkur

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    am 16.01.2018 10:19:59 | IP (Hash): 2108455638
    r2d2 schrieb:
    Rainer schrieb:
    Bist du ganz sicher, dass dein BZ nur beim Aufstehen kurzzeitig so hoch ansteigt? Hast du das mit ein paar Zusatzmessungen kontrolliert? Wenn das so ist, dann kannst du bei deinem guten HbA1c vielleicht wirklich mit so hohen Nüchternwerten leben.

    Also heute Morgen lag mein wert bei 99, das entspricht so etwa einem HB-Wert von 5,4-5,5.




    Dein HbA1c stellt einen Durchschnitt der letzten Wochen dar, exklusive kurzer Spitzen – allerdings wird der Anstieg sowie der Abstieg auch am HbA1c sichtbar sein.

    Deine Haferkur wird genauso wie bei mir funktionieren – ich bin jetzt bei Tag 2 und reduziere mein Insulin (Die Feiertage waren mit höheren Insulinmengen zwar toll, aber man holt sich auch eine Down-Regulierung, quasi eine Insulinresistenz).

    Du bist allerdings noch in eher "niedrigen BZ-Werten" unterwegs und wirst wohl öfter Hafertage einlegen müssen, um dauerhaft nutzen daraus zu ziehen.

    Eine Empfehlung ist Hafer zum Frühstück, das bringt auf Dauer am Meisten.
    Geht auch mit Milch und dezent Obst.
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    am 16.01.2018 12:39:58 | IP (Hash): 1523010919
    TypEinser schrieb:
    Eine Empfehlung ist Hafer zum Frühstück,

    Und dann als "Beilage" also quasi wie ein Joghurt zum Käsebrot oder als einzige Mahlzeit zum Frühstück? Und wieviel Hafer? Ich glaube mit meinen 100g bin ich wohl auch weit über das Ziel hinausgeschossen...
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    am 16.01.2018 14:32:58 | IP (Hash): 568833660
    Wenn Du mal die Grafik schaust, fehlt Dir der erste höhere und zeitlich kürzere Teil der Insulinantwort auf Dein Essen https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/4/48/Verlauf_Insulin-Glucagon-GLP1_nach_Habener.svg/495px-Verlauf_Insulin-Glucagon-GLP1_nach_Habener.svg.png Bei Dir muss der zweite Teil, der eigentlich nur für’s Nacharbeiten zuständig ist, die komplette Arbeit übernehmen. Und das bei weiter ganz normaler Glukoseausgabe wie ohne Essen, die gesund von der Erstantwort abgestellt wird, bis die neu gegessene Glukose abgearbeitet ist.

    Mit den Stichworten Hafer Frühstück kriegst Du einige Tausend Vorschläge bei Google :)

    ----------------------------------------------
    Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.
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    am 16.01.2018 14:37:04 | IP (Hash): 1523010919
    hjt_Jürgen schrieb:
    Wenn Du mal die Grafik schaust, fehlt Dir der erste höhere und zeitlich kürzere Teil der Insulinantwort auf Dein Essen Bei Dir muss der zweite Teil, der eigentlich nur für’s Nacharbeiten zuständig ist, die komplette Arbeit übernehmen. Und das bei weiter ganz normaler Glukoseausgabe wie ohne Essen, die gesund von der Erstantwort abgestellt wird, bis die neu gegessene Glukose abgearbeitet ist.

    Und was bedeutet das jetzt genau für mich?
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    am 16.01.2018 14:47:07 | IP (Hash): 2108455638
    r2d2 schrieb:
    Und was bedeutet das jetzt genau für mich?



    Weniger BEs zum Frühstück! ;-))

    Mach den Versuch mal mit der Hälfte vom Hafer.
  • Elfe

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    am 16.01.2018 18:26:09 | IP (Hash): 725927109
    r2d2 schrieb:
    hjt_Jürgen schrieb:
    und je größer der ist, umso besser?

    Hallo Jürgen,
    am 1. Tat lag der 1-h-Wert bei 147 und der 2-h-Wert bei 119. Das heißt, daß mein Blutzucker innerhalb von einer Stunde um 28 "Einheiten" zurückgegangen ist. Am 2. Tag ist mein Blutzucker aber um 53 "Einheiten" zurückgegangen und das bei gleichen Bedingungen (gleiches Essen: Linseneintopf) und obwohl ich am 2. Tag vorher kein Sport betrieben habe.
    Jetzt frage ich mich, warum bei gleichen Bedingungen mein Blutzucker am 2. Tag um fast die doppelten "Einheiten" zurückgegangen ist? Ein Rückgang von 53 "Einheiten" ist doch besser als ein Rückgang von 28 "Einheiten".


    Hallo r2d2,
    aus meiner Sicht ist nicht die Höhe des Rückgangs wichtig, sondern die gemessenen Blutzuckerwerte, die am 2. Tag weit höher lagen mit 185 und 135 - deshalb mein Versuch, dir dieses über die Besonderheit der Hülsenfrüchte zu erklären.

    r2d2 schrieb:
    also ich verwende das AccuChek Guide und dort steht unter Referenzmethode: "Hexokinase mit Deproteinisierung, umgerechnet in Plasmawerte gemäß FCC-Empfehlung"


    Die Funktionsweise eines Blutzuckermessgerätes kannst du hier nachlesen
    http://flexikon.doccheck.com/de/Blutzuckermessger%C3%A4t#Ablauf_des_Messvorgangs
    Im kleinsten Raum findet eine komplexe chemische Reaktion statt.
    Der schwache Effekt per frei werdender Elektronen wird dann hoch- und umgerechnet.

    Wie dem auch sei, die BZ-Handgeräte sind ungenau, +/- 15 %.
    Trotzdem natürlich hilfreich zur Blutzuckerkontrolle, bin da durchaus dankbar.
    Ist für mich dennoch nur ein Korridor, nicht absolut, im Rahmen der Möglichkeiten des Gerätes.
    Für mich ist die genaue ärztliche Bestimmung des HbA1c-Wertes (alle drei Monate) viel wichtiger.
    Auch zeigt der Langzeitwert die wirklichen Auswirkungen im Organismus, nicht jeder Blutzucker-Ausreißer zeigt sich als schädlich, schon gar nicht im 1 - 2 h-Bereich.
    Messwerte sind nur ein Hilfsmittel, mehr nicht.

    Auch Ernährung ist nicht für jeden gleich.
    Haferflocken sind für mich nur ein 'gesundes' Lebensmittel als Bestandteil im Müsli (von 40 auf 20 g reduziert).
    Eine Down-Regulierung als Kur kann ich selbst nicht feststellen, KHs - per Verwertbarkeit - muss ich per Insulin berücksichtigen.

    Gruß Elfe
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    am 17.01.2018 00:02:26 | IP (Hash): 2028426305
    Elfe schrieb:
    Für mich ist die genaue ärztliche Bestimmung des HbA1c-Wertes (alle drei Monate) viel wichtiger.
    Auch zeigt der Langzeitwert die wirklichen Auswirkungen im Organismus, nicht jeder Blutzucker-Ausreißer zeigt sich als schädlich, schon gar nicht im 1 - 2 h-Bereich.

    Das ist lediglich Annahme von Elfe.

    Ob man sich hinter die Annahme von Elfe stellt oder hinter die von Jürgen oder für etwas zwischendrin, muss jeder für sich selbst entscheiden. Elfes Annahme ist natürlich bequemer. Wenn sich bei so einer BZ-Führung dann allerdings für uns Typ 2er der Diabetes innerhalb weniger Jahre erheblich verschärft, dann lässt sich leider hinterher nichts mehr dagegen tun.

    @r2d2, die Entscheidung musst du ganz alleine treffen, die kann dir keiner abnehmen. Die Folgen deiner Entscheidung treffen auch nicht deinen Arzt oder Elfe oder Jürgen, sie treffen nur dich.


    P.S.: Elfe wird jetzt sehr wahrscheinlich ein Feuerwerk an Google-Ergebnissen abschießen. Die werden aber nicht das beweisen, was sie beweisen will, Zu dieser Frage gibt es bisher keine belastbaren Studienergebnisse, nur praktische Erfahrungen von Typ2-Diabetikern.
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    am 17.01.2018 08:34:52 | IP (Hash): 2108455638
    Elfe schrieb:

    KHs - per Verwertbarkeit - muss ich per Insulin berücksichtigen.


    Das ist ja für Insulinpflichtige durchaus logisch...


    Elfe schrieb:

    Haferflocken sind für mich nur ein 'gesundes' Lebensmittel als Bestandteil im Müsli (von 40 auf 20 g reduziert).
    Eine Down-Regulierung als Kur kann ich selbst nicht feststellen



    Wenn Du mit Hafer Down-regulieren wolltst wäre das Ziel absolut verfehlt.
    Es geht mehr darum, mittels einiger besonderer Nährstoffe im Hafer unter anderen die Insulinsensitivität zu verbessern. Das geht auch mit dieser Anleitung:

    http://www.chrostek.de/curriculum/07_up_und_down_Reglung.pdf

    Und außerdem besteht die Haferkur nicht aus einer Mini-Portion zum Frühstück, sondern "Haferschleim frühs, mittags, abends". Altgedienten T1 läuft dabei in Schauer über den Rücken....
    Bearbeitet von User am 17.01.2018 08:36:58. Grund: .
  • Elfe

    Rang: Gast
    am 17.01.2018 18:05:57 | IP (Hash): 725927109
    @Rainer
    Nein, das ist meine persönliche Erfahrung und die meiner 2er-Familie und Bekannten.
    Da ist mitnichten bei einigen eine Verschärfung zu sehen, bei manchen schon, je nach Veranlagung.
    Es ist falsch, zu behaupten, 'Diabetes Typ 2' verschärft sich innerhalb von kurzer Zeit.
    Es ist auch falsch zu behaupten, hält man nur die angeblichen niedrigen BZ-Werte ein, passiert nichts.

    Studienergebnisse zu Typ 2 gibt es zuhauf, Stichwort 'Evidenzbasierte Leitlinien der DDG' u.a.m.
    Dafür muss man sich natürlich interessieren und verstehen.

    Du hast dich hübsch eingerichtet in deiner HFLC-Ecke und meinst, alles mögliche erklären zu können. Ohne Ahnung, nur per Google, Hauptsache passt in dein Weltbild.
    Dein letzte Klopper war: Kohlenhydratverdauung findet durch den Speichel im Mund statt.
    Du überhebst dich in deiner Einbildung, auch Schwangere beraten zu wollen und Medikamente empfehlen zu können.
    Wie gut, daß immer noch ein Arzt für Behandlung und Verschreibung zuständig ist.

    Was mich angeht, tust du so, als würdest du bei mir am Esstisch stehen (bist allerdings weit weg, besser so).
    Im Gegensatz zu dir ist meine Blutzuckersteuerung alles andere als 'bequem', habe auch beschrieben, warum.

    Und daß man eben nicht bei jedem höheren Blutzuckerwert in Panik verfallen muss, wenn man denn auch so technische Dinge wie Messgenauigkeit und sinnvolle Messzeiten bzgl. Verdauung berücksichtigt, ist mir ein Anliegen.

    @TypEinser
    Danke für den Link zur Haferkur.
    Kenne das Prinzip - habe das für mich allerdings noch nicht als notwendig erachtet.
    Muss immer noch das Mahlzeiteninsulin vorsichtig dosieren, eine halbe Einheit zu viel kann mich immer noch in UZ bringen.
    Bin kein wirklicher 1er, sondern nur 'wie ein 1er behandelt' mit eben Insulin, KH-Berechnung, ... .
    Abstimmung mit Verdauungsgeschwindigkeit des Essens und Wirkung des Insulins ist nicht einfach, wenn die Bauchspeicheldrüse insgesamt ihre Funktion aufgibt.
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    am 18.01.2018 08:40:31 | IP (Hash): 2108455638
    Elfe schrieb:

    Muss immer noch das Mahlzeiteninsulin vorsichtig dosieren, eine halbe Einheit zu viel kann mich immer noch in UZ bringen.
    Bin kein wirklicher 1er, sondern nur 'wie ein 1er behandelt' mit eben Insulin, KH-Berechnung, ... .
    Abstimmung mit Verdauungsgeschwindigkeit des Essens und Wirkung des Insulins ist nicht einfach, wenn die Bauchspeicheldrüse insgesamt ihre Funktion aufgibt.



    Hallo Elfe!

    Ob Du jetzt Typ 1B oder Typ 1A bist ist im Prinzip völlig egal – liegt Dein C-peptid gegen 0 bleibt nur das Insulin aus der Kanüle.

    Und Probleme mit der Insulin-Wirkkurve vs. BZ-Kurve, KH/BE-Berechung und Überdosierung ist ja nun auch ein Alter Hut. Was bei Dir 1 Einheit ausmacht ist bei mir 1 Einheit – oder auch nur jeweils 1 Klick am Pen. Die Folgen sind die gleichen ;-))

    Übrigens: Der Zusatz "LADA" bedeutet eigentlich die "bessere zu beherrschende" Variante des T1 mit massig Restleistung und damit etwas mehr Puffer bei Fehlern. Sieht bei Deinen Erfahrungen nicht so aus – LADA nur aufgrund des Alters ist nicht ganz richtig.