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torsten - neuzugang mit hba1c von 10,6
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am 14.01.2018 12:48:33 | IP (Hash): 1655500328
liebes forum,
ich möchte mich gern vorstellen.
ich heiße torsten, bin 44 alt, 176 groß und 84 schwer...☺
am 9.1. 2018 bekam ich die diagnose t2 gestellt mit hba1c von 10,6%.
ich hielt mich immer für einen gesund lebenden menschen.
kein rauchen, fast niemals alkohol, vegetarier mit kleinen ausnahmen, kein fast food, alle wege mit dem fahrrad.
hatte aber mit 29 colitis ulcerosa festgestellt, mit mitte 30 fettleber, hab ich auf zurückliegende cortisongabe geschoben.
hatte damals von 72 auf 84 kg zugenommen.
bekam weder übergewicht noch fettleber wieder weg.
mein fehler:
ich habe konsequent so gelebt, wie ich es für gesund hielt.
kaum fett, aber zucker als wichtiges nahrungsmittel. täglich kuchen. über böse sprüche vermeintlicher eso-spinner hab ich hinweggesehen.
wusste schon, dass ich zucker reduzieren sollte, hab auch weniger in tee und kuchen gegeben, lieber joghurt statt noch ein stück kuchen.
eben gedacht in dem kontext, in dem ich von hause aus ernährungstechnisch erzogen war.
bis vor wenigen tagen wusste ich nicht, dass der mensch ohne zuckerverzehr leben kann.
eine freundin hat mir die augen geöffnet, ich konnt ihr erst nicht glauben.
und die konnte mich jahre nicht verstehen, obwohl wir geredet haben. hab ihr immer ganz ruhig meinen ernährungsstil erläutert, nicht ihre sorge wahrgenomnen, sie ist an mir verzweifelt.
heute will sie mir helfen, ist aber in diesen tagen eine schlechte gesprächspartnerin, da sie noch von meiner beratungsresistenz der letzten jahre so verletzt ist. hielt mein verhalten für vorsätzlich selbstverletzend, ist schockiert von meiner dummheit. ich auch.
ich war jahrelang sooo blöd.
das musste ich für den anfang mal irgendwo los werden.
- wenn ich mit ihr reden will, dann ist sie so traurig und bricht das gespräch ab.
was gestern war ist nicht zu ändern.
aber ab jetzt ist alles anders.
Bearbeitet von User am 18.12.2019 09:25:12. Grund: .2 Benutzer dankten für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 14.01.2018 13:03:59 | IP (Hash): 1655500328
seit diagnosestellung bzw. vorausgehendem verdacht hab ich ein paar tage gebraucht meinen fatalen ernährungsfehler zu begreifen und vertrauen in bislang als abstrus wahrgenommene ratschläge zu entwickeln.
man kann sachen 40 jahre verkehrt machen.
mit der gleichen konsequenz will ich nun alles umkrempeln.
aber nun:
hab von einem moment auf den anderen aufgehört, irgendeinen krümel zucker zu verwenden.
Weißbrot und Pudding weggeschmissen. was aus meinen restbeständen gesüßtem joghurt wird, muss ich mal sehen.
im augenblick esse ich
- morgens haferflocken mit 2 stück obst und joghurt,
- mittags was aus gemüse mit möglichst wenig stärkehaltiger beilage, es sei denn vollkorn, dazu rohes gemüse
- abends vollkornbrot mit käse oder vegetarischem aufstrich, dazu gemüse und obst.
sportlich hab ich angefangen jeden tag auf dem weg zur arbeit extratouren mit de fahrrad zu fahren.
bin aber verunsichert, oft wird eine LCHF-kur propagiert.
weiß nicht, wieviel ich langkettige KH aufnehmen darf.
will nicht extra mehr fett essen.
soll ich meine körperliche arbeit als sport anrechnen...
möchte natürlich fett abbauen und nicht aus versehen muskelmasse.
Bearbeitet von User am 14.01.2018 13:41:25. Grund: tippfehler -
am 14.01.2018 13:21:26 | IP (Hash): 1655500328
alles in allem.
ich hab meinen bewegungs- und ernährungsstil radikal geändert. hab schon umgestellt, muss wissen ob ich nix falsch mache.
meine medikamentöse behandlung: bin am eischleichen von metformin.
500mg/tag, später soll ich verdoppeln.
warte auf termin bei ernährungsberater und diabetologin.
hab die herausforderung angenommen:
ich möchte mit radikalem verhaltenswechsel den diabetes massiv zurückdrängen.
wenigstens 10 kg abnehmen und meine ärztin mit rasch abfallendem hba1c zum erstaunen bringen. -
am 14.01.2018 13:58:47 | IP (Hash): 1816964824
Hallo Torsten,
aufgrund deiner Colitis Ulcerosa möchte ich dir raten, mit der Ernährungsumstellung sehr vorsichtig zu sein und sehr langam vorzugehen. Eine Colitis ist eine sehr schwerwiegende Erkrankung, dagegen ist der Diabetes ein Klaks. Lass deinem Darm Zeit, sich erst mal an das Metformin zu gewöhnen, das ist schon für so manchen gesunden Darm eine Herausforderung. Ehrlichgesagt kann ich mir gar nicht vorstellen, dass das eine Option für dich sein kann...ein Colitis-Schub wäre vermutlich ziemlich fatal...aber versuch es, ich drück dir die Daumen.
Und ja, die Gewichtszunahme und die Fettleber können mit dem Cortison zusammenhängen. Nimmst du denn Cortison immer...oder nur im Schub? Und welche Dauermedication hast du denn für die Solitis?
Ich hoffe, die Diabetologin ist auch Internistin und am Besten noch Gatroenterologin.
Alles Gute dir!
1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 14.01.2018 14:27:53 | IP (Hash): 1655500328
hallo zuckerle,
danke für die antwort.
was die kolitis angeht, da bin ich seit 12 jahren in remission.
hatte am anfang 1...2 s schwere schübe. mit Cortison und Azatioprin. seither absolut beschwerdefrei.
hab jetzt nach jahren mal wieder in wikipedia usw. nachgelesen. die bewertung der erkrankung hat sich grundlegend gewandelt.
selbst die einstufung als autoimmunerkrankung erscheint mittlerweile mehr als fraglich.
sehe das nun eher in der reihe meiner ernährungsbedingten leiden.
in remission, soll ich genau so essen, wie es für "normale" und T2s auch gilt.
danke für deine guten wünsche.
du bist mein 1. kontakt hier imforum.
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am 14.01.2018 16:12:53 | IP (Hash): 2135957466
Hallo Torsten,
willkommen im Forum - ich wünsche dir viel Erfolg für deine Ernährungsumstellung und für die Senkung des HbA1c. :=)
Metformin solltest du, wie Zuckerle bereits gesagt hat, langsam einschleichen, vorsichtshalber vielleicht sogar sehr sehr langsam. Metformin ist für uns Typ 2er ein wertvolles Medikament. Deshalb lohnt es sich, am Anfang geduldig an das langsames Einschleichen ranzugehen.
Ich drück dir die Daumen, dass du das viele Vollkorn gut verträgst und dass du damit deinen BZ in den Griff bekommst. Falls nicht, dann kannst du dir wirklich mal LCHF ansehen. Immerhin ist das eine Ernährung, die sowohl bei Diabetes als auch bei colitis ulcerosa sehr hilfreich sein kann. Vegetarisches LCHF wäre zwar eine besondere Herausforderung, unmöglich ist es aber nicht.
Viel Erfolg, Rainer1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 14.01.2018 22:30:27 | IP (Hash): 1816964824
@Torsten, das ist schön und sehr selten, dass du seit so vielen Jahren beschwerdefrei bist. Da ist es um so wichtiger, keine Spirenzchen zu machen, damit das auch so bleibt.
@Rainer...ich muss dir widersprechen, dein LCHF ist für Colitis-Patienten ehr weniger geeignet, der kranke Darm ist nicht in der Lage, das viele Fett zu verarbeiten...1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 15.01.2018 02:18:34 | IP (Hash): 1870568184
danke euch beiden für die freundliche begrüßung.
ich habe mit meiner ernährungsumstellung den wohl radikalsten entschluss in meinem leben getroffen und von der stunde an umgesetzt.
es mag noch zu früh sein, und doch wage ich eine erste bilanz.
nach 10 tagen, (die ersten tage noch im unklaren, was genau mein konzept ist...)
- ich fühle mich deutlich weniger träge,
- kann besser schlafen,
- habe 1,5 kg verloren (schneller, als ich wollte)
- kann problemloser an die bahn sprinten,
- bin erschrocken über den geschmack von süßkram.
in meiner stadt gibts einen lebensmittelfairteiler.
es geht um die rettung und weitergabe von lebensmitteln, die da, wo sie sind, nicht benötigt werden.
dorthin bringe ich morgen lebkuchen, kekse, nudeln, ketchup, malzbier, fruchtjoghurt, schokolade, marmelade.
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am 15.01.2018 23:15:22 | IP (Hash): 1640286945
Hallo Torsten,
das klingt so, als wärst du auf einem sehr guten Weg - ich wünsche dir Durchhaltevermögen und viel Erfolg dabei. :=)
@Zuckerle
Zuckerle schrieb:
@Rainer...ich muss dir widersprechen, dein LCHF ist für Colitis-Patienten ehr weniger geeignet, der kranke Darm ist nicht in der Lage, das viele Fett zu verarbeiten...
Ja, das könnte man vermuten. Es gibt aber genügend praktische Erfahrungen, die bei colitis ulcerosa und auch bei anderen enzündlichen Darmerkrankungen genau das Gegenteil beweisen. -
am 23.01.2018 10:10:54 | IP (Hash): 1719416668
liebes forum,
ich würde diesen ort gern nutzen, um meinen verlauf zu dokumentieren, gewissermaßen als blog.
das ist nämlich das, was ich selbst gesucht habe, als ich mich hier anmeldete. damit hoffe ich, anderen neuen helfen zu können.
nun kenne ich meine diagnose seit zwei wochen.
wenn ich meinen hba1c zur diagnosestellung umrechne, dann macht das im durchschnitt ca. 270 mg/l BZ
der weitere verlauf des BZ nüchtern:
- nach 1 woche 7,8 (entspr. 140)
- nach 2 wochen 6,6 (entspr. 119)
gewicht von 84 auf 81 kg.
erreicht durch den einsetzenden beginn mit metformin 500mg/tag und vor allem einer konsequenten ernährungsumstellung. dazu mehr bewegung, nicht durch sport, sondern durch umwege bei den normalen alltagsverrichtungen, straffen schrittes oder e-bike mit inzwischen meist abgeschaltetem motor.
an die alten foristen: wie kann ich die entwicklung einschätzen?
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am 23.01.2018 17:21:50 | IP (Hash): 1268435176
torsten1973 schrieb:
wie kann ich die entwicklung einschätzen?
Sehr gut - Glückwunsch und weiter so, :=) -
am 31.01.2018 00:51:05 | IP (Hash): 1955168909
Jetzt sind es 3 Wochen seit der Diagnose.
der weitere verlauf des BZ nüchtern:
- nach 1 woche 7,8 (entspr. 140)
- nach 2 wochen 6,6 (entspr. 119)
- nach 3 wochen 6,1 (entspr. 110)
gewicht von 84 auf 80 kg.
Seit der Ernährungsumstellung bin ich viel weniger träge, fühle mich körperlich wie vor 20 Jahren.
Wenn ich mich einen Tag noch nicht genug bewegt habe, merke ich abends, dass mir noch was fehlt und geh auf einen Verdauungsspaziergang.
Gestern habe ich in Gesellschaft einen angeblich so gesunden Vitalkeks gegessen, der war so scheußlich süß im Mund, und das fand ich vor 3 Wochen noch normal... -
am 04.02.2018 19:49:16 | IP (Hash): 2094037437
frage an alle:
wie schnell oder langsam können sich denn blutzuckerwerte (siehe darüberstehender beitrag) verändern?
hab dazu nirgends informationen gefunden... -
am 06.02.2018 00:59:31 | IP (Hash): 1045073435
was ich früher immer so gegessen habe.
frühstück.
- tee, selten auch kaffee (mit 1...2 löffeln zucker)
- 1...2 stückchen kuchen, selbstgebacken (ca. 10g zucker), obst
- wenn ich mich gesund ernähren wollte 250g fruchtjoghurt oder crunchy müsli (jeweils ca. 30g zucker)
trinken.
viel tee mit zucker, wasser, auf arbeit apfelschorle (nicht limo, wie die kollegen), zur gesunden belohnung fruchtsäfte pur
mittag.
- gerne nudeln (ca. 250g mit wenig soße, mittelmeerkost soll doch so gesund sein)
- vorwiegend vegetarische kost, traditionell nach omas art selbst zubereitet
nachmittag.
- kaffee/tee, gesüßt
- kuchen, obst
abends.
- 1...2 weizenbrötchen, wenn ich es mir leisten konnte körnerbrötchen (kannte nicht den unterschied zu vollkorn)
- vegetarischer aufstrich (gern selbstgemacht), käse, obst, evtl. gemüse
mit zucker oft als gewürz (geschmacksverstärker) und mehl als bindung.
hab den zucker im tee über die jahre auf 1/3, im kuchen auf 1/2 gesetzt.
mehl in kuchen und brot zu 1/2 durch vollkorn ersetzt.
insgesamt viel selbst aus frischen zutaten zubereitet, so wie es überall empfohlen wird.
wusste nicht, dass sinn der empfehlung das weglassen von zucker sein sollte.
im gegenteil, was es nur mit künstl. süßstoff gab (gewürzgurken, rote bete), hab ich mit zucker selbstgemacht.
ich kannte die kritik, dass ich zu viel und zu süß esse, fühlte mich nicht für die doch schon deutliche reduktion wertgeschätzt.
ein weiterer fehler. ich bin lebensmittelretter. bevor jemand was wegwirft, verrenkte ich mir lieber den magen... aß dann auch sachen, die ich sonst abgelehnt hätte...
Bearbeitet von User am 06.02.2018 02:27:13. Grund: tippfehler -
am 06.02.2018 01:17:04 | IP (Hash): 1045073435
was ich mir so für krankheiten aufgehalst habe
vieles von dem ist möglicherweise in zusammenhang mit zuviel essen und zuviel zucker zu betrachten
mit 10 jahren
ständig rückenschmerzen, wurde bis anfang 30 immer stärker
obwohl normalgewichtig, verordneten mir meine eltern eine zunehmdiät (ich sah ihnen zu dürr aus)
mit 20 jahren
(ernährungsumstellung auf zeitweise vorwiegend, meistens komplett vegetarisch)
mit 25 jahren
herzbeutelentzündung
mit 28 jahren
colitis ulcerosa, 2 heftige schübe kurz hintereinander, behandlung mit kortison und immunsuppresiva
mit 29 jahren bis heute remission
mit 31 jahren
fettleber und übergewicht von 72 auf 84 kg
zweimal haben sich unter der haut riesige lipome gebildet
mit 42 jahren
lungenentzündung
mit 44 jahren
typ 2 diabetes
hab mich zeitlebens falsch ernährt, dachte ich mach alles halbwegs richtig,
zumindest überdurchschnittlich gut.
nie geraucht, seltenst alkohol, keine butter aufs brot, viel bio und aus frischen zutaten.
Bearbeitet von User am 06.02.2018 01:24:07. Grund: hinzufügung -
am 06.02.2018 02:09:53 | IP (Hash): 1045073435
was ich heute so esse.
meine ernährungsumstellung hab ich vor 4 wochen als großen entschluss gesehen.
inzwischen ist es liebgewordene normalität, ich zelebriere gutes essen.
hab immer schon gern gekocht, das hilft mir, dinge neu zu erfinden, lieblingsessen zu kochen, das ich mir in jüngeren jahren finanziell nicht oft leisten konnte.
morgens.
- kaffee oder tee
- müsli aus haferflocken, haferkleie, nüssen, 2 stück obst, zimt, abwechselnd fettarmer oder normaler joghurt
ich habe keine angst vor rosinen oder bananen, aber höchstens jeden 2. tag
- ein stück gemüse als nachtisch
mittag
- alles, was ich gern esse, aber mit kleiner oder keiner portion kohlehydrate
- bei nudeln (sehr gewöhnungsbedürftig) oder reis immer vollkornprodukte
- hülsenfrüchte (linsensuppe, schwarze oder rote bohnen im salat)
- auch wenn es gekochtes gemüse gibt,
- dazu noch rohkost, öfter blattgemüse, gerne mit z.B. orangen, nüssen zum süßen, gute öle (leinsamen, walnuss)
essenspause von mind. 5 stunden
nachmitrags
- gar nix, bei bedarf nüsse, ne möhre, apfel
- irgendwann will ich zum 5-uhr-tee zurückkehren (mit 1 einzigen keks)
abends
- 2 scheiben vollkornbrot,
(manchmal selbst gebacken, gepimpt mit buchweizen, haferkleie, leinsamen, kürbiskernen, kurkuma, kreuzkümmel, koriander)
- vegetarischer aufstrich (gern selbstgemacht), käse, manchmal fisch
- salat von mittag oder rohes gemüse
- apfel oder orange als nachtisch
essenspause von mind. 12 stunden
seit 4 wochen kein krümel zucker oder weizenmehl
hätte nicht gedacht, dass ich mit so einfachen modifikationen (vollkorn, das leckerste müsli der welt, jede mahlzeit mit gemüse) so schnell mein gewicht reduziere. den blutzuckerwert auch.
irgendwann muss ich die abnehmbremse ziehen, und weiß nicht wie...
früher war ich schon frühmorgens müde und träge. heute habe ich kraft und tatendrang.
zappele rum, weil ich mich noch bewegen muss.
bin mind. 1 stunde mit fahrrad oder strammen schrittes kilometerweit unterwegs. bin für treppen und umwege dankbar.
eine jahrelange unbemerkte niedergeschlagengeit ist von mir gefallen.
oben die krankheitenliste.
war das alles nur ernährungsbedingt?
ich bin jetzt 44.
wie sehr habe ich mir schon geschadet, wie viel leben ist noch zu retten?
Bearbeitet von User am 06.02.2018 02:31:14. Grund: formatierung -
am 06.02.2018 14:30:53 | IP (Hash): 34525211
torsten1973 schrieb:
irgendwann muss ich die abnehmbremse ziehen, und weiß nicht wie...
Glückwunsch zum bisherigen und weiter gutes Gelingen! Und keine Angst, wenn Du dich mit Deinem bisherigen neuen Futterplan wohlfühlst, wird das Abschmelzen abnehmen ;) je näher Du den 72kgs kommst, von denen Du mal in Deine Zunahme gestartet warst :)
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Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung. -
am 06.02.2018 18:29:16 | IP (Hash): 1552368372
torsten1973 schrieb:
wie sehr habe ich mir schon geschadet, wie viel leben ist noch zu retten?
Ich denke, du kannst ruhig optimistisch sein und hoffen, dass dein Korper bei deiner jetzigen Lebensweise die meisten Schäden wieder reparieren kann. In deinem Alter sind die Selbstheilungskräfte noch sehr stark.
Bei der Ernährung höre weiter auf deinen Körper. Wenn der zufrieden ist, dann ist das für dich gesund, selbst wenn andere dir einreden wollen, dass du dieses oder jenes anders machen musst. Niemand weiß wirklich, was für dich gesund oder ungesund ist. Richte dich am besten nach deinem Wohlbefinden, dakannst du nichts verkehrt machen.
Weiter viel Erfolg, Rainer -
am 13.02.2018 19:05:23 | IP (Hash): 1787135403
neue werte.
der weitere verlauf des BZ nüchtern:
- nach 1 woche 7,8 (entspr. 140)
- nach 2 wochen 6,6 (entspr. 119)
- nach 3 wochen 6,1 (entspr. 110)
- nach 5 wochen 6,2 (entspr. 112)
gewicht bis vorige woche noch ein kilo abgenommen.
ich trete auf der stelle. hatte mir nach den anfänglichen schnellen erfolgen erhofft, dass die reihe so weiter abwärts geht...
ich erinnere mich, bei der gewichtszunahme, war an der stelle auch ein plateau.
nochmal meine frage:
wie schnell/langsam geht denn sowas?
gute nachricht.
ich fahr nach düsseldorf.zum deutschen diabetes-zentrum.
teilnahne an einer studie.
keine experimente. nur eine beobachtende studie.
der dortige dr. stephan martin gilt als verfechter und wissenschaftliche kapazität auf dem gebiet lebensstil-therapie.
Bearbeitet von User am 13.02.2018 19:09:16. Grund: ergänzung -
am 13.02.2018 19:49:29 | IP (Hash): 13715773
torsten1973 schrieb:
nochmal meine frage:
wie schnell/langsam geht denn sowas?
Einfache Antwort: Das ist individuell verschieden, darüber kann man keine allgemeine Aussage treffen.
Genauso individuell ist die Frage, wie weit du deinen Diabetes zurückdrehen kannst. Dass es bei dir nicht weiter abwärts geht, könnte bedeuten, dass deine Möglichkeiten ausgeschöpft sind. Du hast jetzt wahrscheinlich einen Stand erreicht, den du langfristig verteidigen musst. Ohne medikamentöse Unterstützung wird es bei dir nicht gehen, was aber wirklich kein schlimmes Problem ist.
Alles Gute, Rainer
Bearbeitet von User am 13.02.2018 19:50:50. Grund: .1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 13.02.2018 23:31:57 | IP (Hash): 1787135403
Rainer schrieb:
... wie weit du deinen Diabetes zurückdrehen kannst. Dass es bei dir nicht weiter abwärts geht, könnte bedeuten, dass deine Möglichkeiten ausgeschöpft sind. Du hast jetzt wahrscheinlich einen Stand erreicht, den du langfristig verteidigen musst. Ohne medikamentöse Unterstützung wird es bei dir nicht gehen, was aber wirklich kein schlimmes Problem ist.
Alles Gute, Rainer
@ Rainer.
Danke, dass Du mich auf den Boden zurück holst.
Das ist ein Gedanke, dem ich mich irgendwann stellen muss...
Für die nächste Zeit lebe ich mit der Hoffnung, dass da noch was geht.
Dass da genug Fettreserven in Bauch und Leber sind, mit deren Abbau auch noch deren Schadwirkung sich entsprechend reduziert.
Und noch habe ich nicht alle Lebensmittel entdeckt und zur Genüge konsumiert, die in dem Ruf stehen, die Beta-Zellen zu schützen oder die Insulinresistenz zu minimieren.
Ich freue mich über Eure Antworten.
Das hilft mir und bringt mich weiter.
Bearbeitet von User am 14.02.2018 00:59:16. Grund: ergänzungen -
am 14.02.2018 16:07:55 | IP (Hash): 396518082
torsten1973 schrieb:
ich fahr nach düsseldorf.zum deutschen diabetes-zentrum.
teilnahne an einer studie.
keine experimente. nur eine beobachtende studie.
der dortige dr. stephan martin gilt als verfechter und wissenschaftliche kapazität auf dem gebiet lebensstil-therapie.
Dann solltest du dich von Prof. Martin vielleicht doch zu einem Experiment überreden lassen.
Prof. Martin ist hier in D der Verfechter der Studienergebenisse von Roy Taylor. Die beiden schwören darauf, dass sich nahezu jeder Typ2-Diabetes mit einer 3 Wochen andauernden VeryLowCalory-Diät so weit zurückdrehen lässt, wie es sonst nur mit einer Magen-OP möglich ist.
Versuche vielleicht mit so einer kompetenten Anleitung dein Glück und berichte über die Ergebnisse.
Viel Erfolg, Rainer -
Elfe
Rang: Gastam 14.02.2018 19:18:15 | IP (Hash): 1871739934
@Rainer
So so, immer noch auf Suche nach Wunderblümchen und Wunderdiät ;- )
Finde diesen Prof. Dr. nicht so toll:
https://www.thieme.de/de/presse/diabetes-programm-102841.htm
Eine Formular-Diät ist nur für Leute, die nicht wirklich Lebensmittel einschätzen können.
Eine Eiweiß-Mahlzeit lässt sich auch ohne Pülverchen zusammenstellen, statt schnell versprochener Wirkung per Applaus-Publikation.
Hallo Torsten,
deine Ernährung ist immer noch zu KH-lastig: Obstauswahl Rosinen (Trockenobst), Banane, Orange, Fruchtsaft - auch Hülsenfrüchte haben Auswirkung auf BZ-Spiegel.
Grundsätzlich sich mit KH-Gehalt von Lebensmitteln informieren wäre gut.
Hauptmahlzeiten sind gar nicht so das Problem, sondern eher das Naschen zwischendurch und bewusst erkennen, was wir so nebenher konsumieren.
Süßstoff verwende ich als Universalsüßungsmittel in Tee, Jogurt, Müsli, sogar zum Backen.
Erspart mir Zucker-KHs. Mögen viele per künstlich nicht, Vorurteil !?
Als INSULINER schon mehr beschäftigt mit KHs.
Habe auch an Studie teilgenommen zum 1er Diabetes- an den Genen war nichts zu erkennen.
Gruß Elfe -
am 15.02.2018 07:49:22 | IP (Hash): 963289736
danke für eure tipps.
ich muss mal ein paar unsortierte gedanken loswerden.
obwohl sich durch die ernährungsumstellung jede menge positiver erfolge eingestellt haben und es mir so gut geht wie noch nie im leben, ist es der rückblick und das bewusstwerden aller konsequenzen, die mich gerade bitter und ruhelos machen.
erstmal das gute.
@ elfe: rosinen und bananen sind nicht mehr notwendig um das müsli lecker zu finden, fruchtsäfte und naschereien, zwischnmalzeiten habe ich vom ersten tag an konsequent gemieden.
gestern habe ich um 6.30 gefrühstückt, andere tage erst gegen 9.00. bis mittag um 14.30 keinerlei hungergefühl, hab dann trotzdem gegessen, um meine tablette zu nehmen. ein solches körpergefühl war mir bis dahin unbekannt. spätestens um 10 oder 11 hätte ich heißhunger bekommen. und nun halte ich mir vor augen, wo das alles gelandet ist, was ich früher für das normale maß an täglicher nahrung gehalten habe. das muss ja den menschen krank machen.
eigentlich mein ganzes leben lang war ich abgeschlagen, müde, abgespannt. habe das leben als anstrengend empfunden, dachte ich leiste zuviel und muss mich deswegen in jeder freien minute ausruhen.
jetzt bin ich energiegeladen, habe einen bewegungsdrang. brenne darauf, nochmal nebenbei ne stunde fahrrad zu fahren, oder abends rauszugehen.
jetzt die betrübnis.
ich könnte mir in den arsch beißen, dass ich nicht kapiert habe, wie vollkommen anders sich die menschen in meiner umgebung ernährten.
ich hielt mich für äußerst gesundheitsbewusst. ich hänge am leben (so sehr, dass ich bei bahnfahrten rückwärts und nicht am fenster sitze). habe fettarm, vegetarisch gegessen (wegen "restrisiko" ausnahmen erlaubt), selten kaffee, nur paarmal im jahr alkohol, nie geraucht, alle wege mit dem fahrrad. und natürlich auch meinen zuckerkonsum reduziert. - aber ich hatte kein gefühl für das richtige maß, hatte viel nudelgerichte gegessen wegen der gesunden mittelmehrküche, meine tradition des kuchenessens durch fruchtjoghurt und knuspermüsli gebrochen, - mit diesen "gesunden" lebensmitteln hab ich ein vielfaches an zucker konsumiert, gute fruchtsäfte und apfelschorle.
ich dachte von burgern und cola wird man dick und krank. hatte kein verständnis für menschen, die sich nicht beherrschen konnten. ...und habe nicht bemerkt, wie ich mich planvoll und gesundheitsbewusst zu grunde richte.
jetzt habe ich in einer krankenhausakte gelesen, dass ich schon vor 2 jahren mit einem BZ von 209 erwischt wurde, und niemand hat mich darauf angesprochen.
jetzt wird mir bewusst, dass ich nicht seit 1/4 jahr, sondern schon seit mind. 2 jahren schlechte zuckerwerte habe, dass sich meine beta-zellen zu mind. 80% verabschiedet haben müssen.
ärzte, mit denen ich bisher selten zu tun hatte waren solche fachidioten, haben mich auf keinerlei zusammenhänge hingewiesen, wo ich heute welche sehe.
der typ, der meine fettleber festgestellt hatte, riet mir weniger tierisches fett und kein alkohol. meine entgegnung, dass ich sowas gar nicht konsumiere, ignorierte er einfach. selbst bei wikipedia stand damals noch nicht, dass da eine diabetesgefahr droht.
freunde haben mich auf meinen zuckerkonsum hingewiesen. aber die appellierten an ein wissen, dass ich nicht hatte. die hatten kein ohr für meine erfolge mit 1 löffel weniger pro tasse.
es war mir mit meinem gewicht vom 84 kg niemals wohl, ein permanenter ausnahmezustand. habs einfach nicht wegbekommen.
ich könnte mir in den arsch beißen, dass ich nicht an das wissen gelangte, dass ich heute doch überall im netz finde.
oftmals natürlich vollkommen widersprüchliche ratschläge.
hab beschlossen, zusätzlich zu meiner ernährungsumstellung jetzt 3 tage haferkur zu machen (kann wohl kaum gefährlicher sein, als meine besherige lebensweise)
und ab und zu nen fastentag. fange jetzt noch an mit apfelessig und eingelegtem knoblauch und sehe meinen nächsten 6 kilo fettabbau und hoffentlich weiter sinkenden BZ-werten entgegen.
und ärgere mich in mancher bitteren minute, wie ich früher so blöd sein konnte.
Bearbeitet von User am 15.02.2018 08:25:58. Grund: tippfehler -
am 15.02.2018 12:19:34 | IP (Hash): 991063678
Hallo Torsten,
ich denke, du kannst das sehr viel positiver sehen:
- du hast noch so rechtzeitig die Kurve gekriegt, dass du deinen Diabetes offensichtlich noch ziemlich weit zurückdrehen kannst,
- du hast ein Rezept gefunden, mit dem das möglich ist und hast damit schon mal sehr viel bessere Voraussetzungen als viele andere Typ2-Diabetiker,
- du gehst deine Krankheit und dein Leben entschlossen an und bleibst dran, auch wenn es mal etwas komplizierter wird.
Ich sehe, dass du dir damit eine sehr gute Voraussetzung für ein langes gesundes Leben schaffst. Wer weiß, ob dich ein zeitig entdeckter Prädiabetes ebenso konsequent auf die richtige Spur gebracht hätte. Ich bin mit meiner Situation zufrieden, so wie sie sich mit dem Diabetes ergeben hat und finde, dass du mit deiner auch sehr zufrieden sein kannst - bei dir läuft es doch bestens.
Weiter viel Erfolg, Rainer