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Verbeamtung mit Diabetes Typ 1/ PKV

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    Mitglied seit: 24.03.2018
    am 04.04.2018 19:30:44 | IP (Hash): 2031994382
    Hallo Zusammen,

    Bin grad in der Ausbildung als Verwaltungsbeamter in NRW und im Sommer mit der Ausbildung fertig. Ich werde übernommen. Somit wäre ich nach der Ausbildung Beamter auf Probe.
    Ergänzend ist zu sagen, dass ich Diabetes Typ 1 habe.
    Daher bin ich momentan gesetzlich krankenversichert. Jetzt gibt es diese Öffnungsklausel. Ich möchte diese Möglichkeit auch nutzen und beschäftige mich daher schon länger mit der privaten Krankenversicverung.

    Jetzt die Frage an alle gibt es diesbezüglich Beamte mit Diabetes Typ 1 mit entsprechende Erfahrungen oder Ratschläge.

    Würdet mir sehr helfen.

    Danke
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    am 11.04.2018 15:13:42 | IP (Hash): 1150197069
    Ich würde bei der gesetzlichen Krankenversicherung bleiben. Ich habe seit 49
    Jahren einen Diabetes und immer Ärger mit meiner privaten Versicherung.
    Als ich eine Insulinpumpe wollte, wurde die Behandlung mit der Begründung
    abgelehnt, daß eine Pumpe kein Hilfsmittel sei. Sie wurde zwar genehmigt, aber
    nach langem hin und her. Kontinuierliche Zuckermessungen mit FreeStyle mußte
    erst beantragt werden. Die Pumpen und CGM Geräte bekamen alle meine
    Patienten ohne Schwierigkeiten von der AOK und Ersatzkassen.(Ich war 40
    Jahre Kassenarzt )
    In so einem Fall kommt man sich als Patient 2.Klasse vor. Krankenhauseinweisungen werden erst genehmigt wenn dort keine Kurbehandlungen möglich sind. Kuren von Haus aus nicht. Ich würde wenn
    ich die Möglichkeit hätte, sofort einer gesetzlichen Kasse beitreten.
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    am 12.04.2018 01:21:03 | IP (Hash): 218717528
    Sehe das eher differenziert.
    Ärgerliches erlebe ich auch mit der PKV.
    Diabetesbetreffend andauernder Schriftwechsel um eine bestimmte Ziffer mit ein paar Euronen, die aber keineswegs eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung beschreibt, sondern das Ausfüllen des Diabetiker-Passes vergütet.

    Voranfrage für Hilfsmittel ist notwendig, auch für eine Hyposchulung, die vom Arzt begründet sein muss.
    Schlaraffenland ist eine PKV nicht.

    Jedoch gibt es Vorteile:
    Keine Zuzahlung zu Medikamenten, eine Dauerverordnung für Lanzetten und Sensoren für BZ-Messgerät reicht (trotz Wechsel), brauche sehr teure Enzympräparate - per Diagnose kein Problem.
    Laktrase wird nicht erstattet, weil Lebensmittelzusatzstoff.

    @Abc123
    Bei deiner Entscheidung für und gegen die PKV sind auch deine persönliche Lebensplanung/wünsche wichtig - gehe davon aus, daß du noch sehr jung bist.
    Bei später ev. Frau und Kind(er) mitversichern zu müssen, bist du in der gesetzlichen Krankenversicherung besser aufgehoben. Bei der PKV ist das nicht möglich, wird teuer.
    Da schlüpfen selbst mehr als Gutverdiener mit junger Liebe und später Vater unter den Schirm der GKV.

    Hatte allerdings auch Bekanntschaft im KH mit einer jungen Patientin im Zimmer, die ihre Referendarzeit mit zeitweiliger PKV nutzte, um stationär eine Nahrungsmittelallergie untersuchen zu lassen.

    Gibt also einiges zu bedenken, was dir persönlich wichtig ist.

    Gruß Elfe
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    am 12.04.2018 17:36:54 | IP (Hash): 1873686133
    Hallo,

    bin mittlerweile 70 Jahre geworden, trotz Selbständigkeit immer GKV ( DAK ) und habe nur beste Erfahrungen sammeln können. Trotz Diabetes seit Jahrzehnten nie Probleme mit Verschreibungen, seit mehren Jahren problemlos selbst das FreeStyleLibre bekommen. Zuzahlungen für Medikamente / Hilfsmittel im Jahr (+ Ehefrau !!! ) ca. 285,- € - erschwinglich.
    Zugegeben, höhere Beiträge als in PKV sind zu erwarten. Aaaaber, ich habe mit 60. Geburtstag mein Gewerbe abgemeldet um in den "Ruhestand" zu gehen; mich als Arbeitssuchender bei der ARGE (ohne Anspruch auf jegliche Leistungen ! - wegen des Finanzamtes )
    registrieren lassen und bin in der Familienversicherung bei meiner Frau "untergeschlüpft" = (!!!) ohne jeglichen Beitrag bis zu meinem gesetzlichem Rentenalter und erster Auszahlung meiner "Staatsrente" !
    Gibt es eine PKV die einen Diabetiker mehr als 5 Jahre kostenfrei krankenversichert, versorgt ( Diabetiker Typ 2, mit FreeStyleLibre und allem Anderen ) ??
    Heute bezahle ich von meiner Rente wirklich nur Peenauts für die GKV, in der PKV ????

    Mein Fazit: bleibe in der GKV und versichere Deine Sonderwünsche ( EinzelbettHotelzimmer, Chefarztbesuch 1x wöchentlich im Krankenzimmer, und weitere Sonderwünsche ) bei externen Versicherungen - wenn Du es denn wirklich brauchst.
    Oder aber, verpasse mit 55 Jahren nicht den Absprung aus der PKV, wenn er denn gelingen könnte bei einem Beamtenverdienst
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    am 12.04.2018 19:21:37 | IP (Hash): 218717528
    @Falkreiner
    Also doch "untergeschlüpft" bei der GKV deiner Frau.
    Für mich ist das Ausnutzen der sozialen Systeme, die doch auch eigentlich für Menschen da sein sollte, die wirklich Unterstützung brauchen, jedenfalls nach meinem Verständnis.

    Als gut verdienende selbstversicherte Angestellte war ich lange in GKV.
    Da wurde früher Selbstverständliches noch mehr anerkannt, wie z.B. Augendruckmessung - ist heutzutage IGeL.
    Was das BfArM so einschätzt als sinnvoll oder nicht, na ja.

    In der AOK mit Höchstbeitrag hätte ich alle Zuzahlungen on top.
    Hatte zwischenzeitlich wirklich Sorge, ob ich die PKV-Beiträge zu bewältigen kann.
    Entscheidung ist jedenfalls z. Zt. richtig.
    Zu IGeL muss ich mir weniger Gedanken machen, auch Erstattung zu Brille und Zahnbehandlung sind gegeben, in der GKV nix bzw. wenig - was so politisch alles gekürzt wurde.

    Aufzählung Chefarzt, Einzelzimmer als Luxus der PKV zu nennen, ist eine Frechheit.
    Zweibettzimmer ist jedenfalls angenehmer, dem Chefarzt unterliegt die Behandlung (kein Grüßaugust), so direkt am Krankenbett ist Fachpersonal.

    Das letzte Hemd hat keine Taschen, Geld können wir nicht mitnehmen.
    Optimale Bedingungen im hiesigen Leben sehe ich da eher in der PKV für sich einzeln versichert.

    Habe gerade in der Tageszeitung gelesen, daß selbst Fachärzte kämpfen müssen per GKV-Budget.
    Mindestens 30 min Zeit sind Usus bei mir im Routine-Diabetesarztgespräch.
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    am 13.04.2018 13:07:50 | IP (Hash): 1024280691
    Elfe schrieb:
    @Falkreiner
    Also doch "untergeschlüpft" bei der GKV deiner Frau.
    Für mich ist das Ausnutzen der sozialen Systeme, die doch auch eigentlich für Menschen da sein sollte, die wirklich Unterstützung brauchen, jedenfalls nach meinem Verständnis.



    Dazu erstmal:
    Zu einem solidarischen System gehört, dass ich auch noch solidarisch bin, wenn ich zu den Gebern gehöre!
    Mein Mann und ich sind beide einzeln bei der GKV freiwillig versichert und es würde uns im Traum nicht einfallen, dieses System zu verlassen, obwohl die PKV für meinen Mann sicher kostengünstiger wäre.
    Die meisten haben im Leben Zeiten gehabt, in denen ihr Einkommen nicht so hoch war und deshalb von Solidarprinzip der GKV profitiert haben. Dann später, wenn es einen finanziell besser geht, auszusteigen, finde ich nicht ok und torpediert das System! Oder, noch schlimmer, mit 55 das Einkommen "künstlich" senken, um dann wieder in die GKV zurück zu können...

    Falkenreiner ist aber immer im System geblieben, war also mal auf der Geber- und mal auf der Empfängerseite.

    Und so schlecht wird man als GKV-Versicherter ja nun auch nicht behandelt.
    Ich habe immer fast alles notwendige bezahlt bekommen - manchmal mit etwas (oder mehr) Kampf. Ist aber in der PKV ja auch nicht anders.

    Wenn ich ein Zweibettzimmer möchte, bezahle ich dafür. Ansonsten halt Mehrbettzimmer...
    Nen Chefarzt als Behandler braucht niemand... wenn es wirklich notwendig ist, kümmert der/die sich übrigens auch um GKV-Versicherte...

    @ABC123: So ich das richtig in Erinnerung habe, sind Beamte nur zu 50% im der PKV versichert, den Rest übernimmt die Beihilfe. Und ich meine mich zu erinnern, dass deshalb der Arbeitgeberanteil für die GKV nicht übernommen wird. Mach dich da mal schlau... Für Beamter ist die GKV, befürchte ich, ungünstig,
    Bearbeitet von User am 13.04.2018 16:46:18. Grund: .
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    am 13.04.2018 16:51:04 | IP (Hash): 1873686133
    Nun liebe Elfe,

    ich habe in jungen Jahren gerne mehr in die GKV eingezahlt als bei PKV nötig gewesen wäre; beherzigt habe ich Worte meiner Oma: sorge vor, nicht nur fürs Alter, auch für Kommendes von dem Du nicht weißt dass es kommt; also lieber ein Leben lang teuerer in GKV - dafür aber auch irgendwann wenn erforderlich wieder "billig" ( hier in der Familienversicherung ); aber vorgesorgt - und möglicherweise auch bezahlt, aber nachzurechnen fände ich idiotisch

    Jeder möge für sich entscheiden was er tun wird im Leben, vor der Entscheidung sollte aber ein sorgfältiger Denkprozess stattfinden
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    am 13.04.2018 17:15:32 | IP (Hash): 218717528
    Hallo Heike,
    ich persönlich finde die sogen. Solidarität überwertet und eben auch ausgenutzt von Leuten, die es nicht nötig haben.
    Dazu gehört für mich eben auch F., der als Selbstständiger nicht verpflichtet ist, sich weiter selbst zu versichern.
    Als Angestellter mit eigenem Einkommen bleibt jeder für sich selbst versichert, ob bei der Agentur für Arbeit gemeldet oder später als Rentner.

    Was mich an der GKV stört, ist, daß die Beiträge steigen, aber alles mögliche gekürzt wird und als unnötig bewertet werden, Beispiel Augendruckmessung hatte ich schon genannt.
    Auch daß Medikamente nach Wirkstoff nur ausgesucht werden und auf einmal ein anderes Medikament nur erhältlich ist.
    Darum geht es nicht, auf einmal eine neue Packung zu bekommen, sondern es wird - wissenschaftlich - unterschätzt, wie wichtig die Formulierung (Hilfsstoffe etc.) ist.
    Wer sich mal Aspirin aus USA mitgenommen hat, wird nach kurzer Zeit schon einen Geruch nach Essigsäure feststellen wg. Zersetzung.

    Unsozial finde ich geradezu die Zuzahlung für alle gesetzlich Versicherten, ob Harz IV-Empfänger, alleinerziehendes Elternteil oder Rentner am Mindesteinkommen.
    Außerdem stört mich der enorme Verwaltungsapparat der KK, die eigens mit den Herstellern eigene Verträge abschließen.

    Empfinde mich nicht als unsolidarisch.
    Liege niemandem auf der Tasche, finanziere Beiträge selbst aus eigenem Einkommen sowohl als auch.
    Möchte jedenfalls eine entsprechende Gegenleistung.
    Deshalb ist Rückkehr in die GKV durch Senkung der Arbeitszeit nicht schlimm, wenn abzusehen ist, daß der hohe Beitrag auf Dauer nicht zu finanzieren ist.

    Finde das Gesundheitssystem insgesamt nicht richtig ausgerichtet, per politisch Verantwortlicher.

    Zurück zur Ausgangsfrage:
    Privatversicherte haben Vorteile - Behandlung, Terminvergabe, Verschreibung.
    Auch eben, weil Ärzte mehr abrechnen können.
    Sehe das anhand der Rechnungen, die ich erst einmal begleichen muss, Ziffer x Faktor durch PKV sind hohe Summen.
    Per Leserbrief aktuell in Tageszeitung wurde gesagt, daß politisch verhindert wurde, daß GKV-Versicherte zumindest eine Kopie der Arztrechnung bekommen, zur Sichtung (Ulla Schmidt).
    Ein weiterer Leserbrief kam von einem Facharzt, der sagte, daß er 19 € pro Quartal je Patient zur Verfügung hat, selbst für Krebserkrankte.

    Da ist doch grundsätzlich politisch was nicht in Ordnung mit unserem Gesundheitssystem.
    Meint Elfe
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    am 13.04.2018 17:24:40 | IP (Hash): 1024280691
    Elfe schrieb:

    Finde das Gesundheitssystem insgesamt nicht richtig ausgerichtet, per politisch Verantwortlicher.

    Da ist doch grundsätzlich politisch was nicht in Ordnung mit unserem Gesundheitssystem.



    In diesen beiden Punkten sind wir uns einig :)
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    am 13.04.2018 18:19:59 | IP (Hash): 218717528
    x
    Bearbeitet von User am 14.04.2018 16:37:24. Grund: gelöscht