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Falschdiagnose? Kein Insulin mehr erforderlich?!

  • Rang: Anfänger
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    Mitglied seit: 06.04.2018
    am 06.04.2018 21:45:36 | IP (Hash): 31543819
    Hallo Zusammen,

    Ich bin 30 und seit ziemlich genau einem Jahr Typ1 Diabetiker. Fast das ganze Jahr über habe ich etwa 15IE Bolus und 5IE Basal am Tag gespritzt und mein BZ reagiert eigentlich sehr sensibel auf Ernährung, Bewegung und Insulin. Die letzten Tage merke ich aber, dass ich nach jeder Mahlzeit gleich in den Keller rase sobald ich Insulin gespritzt habe und das wieder abzufangen habe ich die gleiche Menge an Traubenzucker essen müssen um wieder hoch zu kommen. Nun habe ich heute Mittag mal einen Döner verputzt und kein Insulin gespritzt und BZ ging nicht über 130. Und jetzt nach einem kohlenhydratreichem Abendessen ohne Insulin das gleiche Bild. Der BZ reagiert kaum bis wenig auf das Essen. Jetzt schwanke ich zwischen freude und angst das etwas nicht stimmt. Kennt jemand von euch so ein Phänomen? Ist es Denkbar dass ich kein Typ1 sondern eines der Typ3er habe und sich etwas in mir getan hat? Ich habe das anfangs auf einen Magen infekt geschoben gehabt, da es mir am Montag den ganzen Tag schlecht ging und ich paar Tage Durchfall hatte aber nun ist seit Tagen alles wieder weg. Kann es damit was zu tun haben? Hoffe ich finde hier meine Antworten bei euch, wenn das bis Montag so anhält werd ich meinen Arzt aufsuchen.
    Lg
  • Cracktros

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    am 06.04.2018 22:02:20 | IP (Hash): 770245549
    Um auf Deine Fragen wirklich eingehen zu können müsste man etwas mehr wissen:

    1.) Auf welche Grundlage steht die Diagnose DMT1?
    2.) Gibt es angeben zum C-Peptid Wert zum Zeitpunkz der Diagnose oder Später?
    2.) Was hat sich in den letzen Tagen bei Dir sonst noch geändert?
    3.) Wie sind deine BE/I.E. Faktoren?
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    Mitglied seit: 06.04.2018
    am 06.04.2018 22:20:43 | IP (Hash): 31543819
    Hi,

    1) Bin auf der Intensivstation gelandet mit 500er Wert und Diagnose hieß. Jung, schlank, Vererbung ausgeschlossen = Typ1.
    2) Ich habe keine Angaben gesehen. Auf Nachfrage beim Diadog, ob mal eins gemacht werden sollte, hieß es nein Nach dem Motto "ist nur ein nice to know" wie viel Restproduktion noch vorhanden ist. Früher oder später wird sie nix mehr tun.
    3) Ich spritze Mittags und abends 1/1 Fiasp und morgens etwa 1,5IE/1BE. Das war in den ersten Monaten mehr und hat sich in den letzten 3/4 Jahr in dem Bereich eingependelt.

  • Cracktros

    Rang: Gast
    am 06.04.2018 22:44:43 | IP (Hash): 770245549
    Der Typ-1-Diabetes lässt sich von Typ-2-Diabetes oder Diabetes- Typ-3 und den vielen Untergruppen leicht, mit Laborwerten, unterscheiden. Dabei ist der C-Peptid- Wert nur ein Wert der zur Differenzialdiagnose beitragen kann . Schade denn mit so wenig Angaben lässt sich über vieles spekulieren, eben auch über eine Fehldiagnose.

    Aber, es gibt auch eine ganze reihe Menschen, mit Typ-1-Diabetes LADA, die über sehr lange Zeiträume mit niedrigen Insulindosierungen, wie sie hier, durch die Angaben zum Basal, beschrieben werden, auskommen. Diese Phase wird auch Remission genant. Aber das ist nur eine Vermutung.

    Leider kann ich, für den Fall, dass hier eine Remissionsphase beschrieben wird, mit nur wenig Inhalt dienen. Selbst habe ich diese Phase nicht erlebt.


    Bearbeitet von User am 06.04.2018 22:46:30. Grund: -
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    am 07.04.2018 10:29:17 | IP (Hash): 1731546471
    B0BBYK87 schrieb:
    st es Denkbar dass ich kein Typ1 sondern eines der Typ3er habe und sich etwas in mir getan hat?

    Hallo Bobby,

    ich würde an deiner Stelle weiter von Typ1 und einer vorübergehenden Remissionsphase ausgehen. Es ist für keinen anderen Diabetestyp bekannt, dass sich nur durch Gabe Insulin so eine spontane Verbesserung ergeben kann. Das gibt es nur bei Typ1 bzw. LADA und da ist es leider nur vorübergehend.

    Freue dich über die Remissionphase, so lange sie anhält und mach dir keine all zu große Hoffnung darauf, dass du deinen Diabetes auf Dauer los sein könntest.

    Beste Grüße, Rainer
    Bearbeitet von User am 08.04.2018 08:49:58. Grund: .
  • Cracktros

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    am 07.04.2018 12:38:05 | IP (Hash): 1713004238
    Praktisch bleibt nichts weiter übrig, als auf die geänderten Bedingungen einzugehen und die Insulindosis zu verändern.
    Von Interesse wäre auch, ob sich dein Verhalten in Sachen Bewegung oder Ernährung vor kurzem geändert hat, den auch dieses könnte Einfluss, auf die Imsulinierung haben.
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    am 07.04.2018 19:44:23 | IP (Hash): 1922179689
    Hallo

    Dass man manchmal unterzuckert ist leider unvermeidlich wenn man einen gesund-niedrigen BZ anstrebt. Bedeutet nicht dass man gar kein Insulin mehr braucht - nur eben weniger.

    Viele Unterzuckerungen und "Der BZ reagiert kaum bis wenig auf das Essen." klingt sehr nach Pseudonormalisierung.
    zB hier kurz erklärt: http://www.blutzucker-coach.com/cgms_vi.html
    ".. Hiervon spricht man, wenn die Glykogenspeicher derart defizitär sind, dass keine regelrechte postprandiale Antwort bezogen auf die BE/Bewegungs/Insulinkorrelation mehr zu erkennen ist."

    Traubenzucker alleine reicht bei UZ oft auch nicht aus, der BZ geht davon hoch aber auch schnell wieder runter. Darum soll man ja bei UZ zusätzlich noch langsame BE essen. Ein ganzer Döner scheint zwar etwas viel aber aber anderseits eigentlich sind es auch nur so 3-6 BE. Kann man bei so vielen UZ schon mal nötig sein, je nachdem wie viel Insulin nach aktiv war oder wie viel Bewegung davor war.

    Weiss nicht was genau du mit "Bewegung" meinst aber wie stark man die Insulindosen variieren muss ist teilweise sehr krass. (Zum Beispiel bei einer ganztägigen Radfahrt reduziere ich das Basal, spritze mittags nur ganz wenig Bolus (zB 1 IE), esse unterwegs sehr viel und war manchmal trotzdem noch Stunden nach der letzten Insulininjektion unterzuckert.)

    Der Durchfall kann natürlich auch eine Rolle gespielt haben. Wenn die Nahrung nicht richtig aufgenommen wird aber trotzdem Insulin gespritzt wird dann führt das zu UZ. Bei Krankenheiten/Infekten daher vielleicht erst spritzen wenn du sicher bist dass das Essen drin bleibt. Mit Fiasp hast du ein sehr schnell wirkendes Insulin womit das möglich sein sollte.
  • Cracktros

    Rang: Gast
    am 07.04.2018 21:06:12 | IP (Hash): 2116119863
    Manches mal genügt schon ein wenig mehr Bewegung pro Tag z.B.weil das Auto nicht zum Einkauf genutzt wird sondern das Fahrrad, oder ein wenig mehr Beschäftigung im Garten , oder einige Einheiten weniger Insulin pro Tag durch weniger BE, um die benötigte Insulinmenge reduzieren zu müssen.
  • Cracktros

    Rang: Gast
    am 07.04.2018 21:12:06 | IP (Hash): 2116119863
    Für mehr Informationen gibt es einfach gehaltenes Video in engl.Sprache
    https://youtu.be/WnRC3Z0fWxQ
  • Rang: Anfänger
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    Mitglied seit: 06.04.2018
    am 07.04.2018 23:56:29 | IP (Hash): 983783104
    Hallo, danke erstmal für eure Antworten. Heute war nun ein weiterer Tag mit 3 Mahlzeiten ohne Insulin.BZ stieg auf max. 130-140mm/dl und ging dann auch langsam wieder auf die 100. Nach einer mehrstundigen körperlich anstrengenden Arbeit(Baustelle) fiel er sogar kurzzeitig auf unter 70 ab. Ich vermute wegen dem Basal Insulin, dass ich gestern Abend gespritzt hatte.

    An der Theorie mit den häufigen UZ mag vielleicht was dran sein aber das kann ich eher ausschließen bei mir. In der Regel hab ich max 3-4 UZ's im Monat mit höchstens 60er Werten (dank FreeStyle Libre).

    Bewegungstechnisch hat sich bei mir über die letzten Monate auch nichts geändert, sodass man das auch ausschließen kann.

    Ich vermute stark so wie ihr das auch schon sagtet, dass ich jetzt in der Remissionsphase bin. Mich wundert aber, dass die erst nach 1 Jahr kommt. Im KH und Reha sagte man mir, dass sie kurze Zeit nach Beginn der Insulingabe auftritt und auf ungewisse Zeit anhält. Kann das überhaupt sein?

    Ich werde es erstmal mit Vorsicht genießen und weiterhin auf meinen BZ genaustens Acht geben. Wer weiss, vielleicht ich das Glück morgen auch schon wieder vorbei.
  • Elfe

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    am 09.04.2018 02:23:57 | IP (Hash): 218717528
    Hallo Bobby,
    du brauchst zusätzliches Insulin, bei 500 BZ.
    Jedoch welches und wieviel, scheint mir dein Problem zu sein.

    Ich selber bin mit 400er BZ-Werten aufgefallen - bei einem anderen Facharzt - sofort zum Hausarzt - weitergegeben zum Diabetologen.

    Wurde sofort auf Mahlzeiteninsulin eingestellt mit 1:1 als Anfangswert.
    Mahlzeiteninsulin ist geblieben, Basal kam erst später dazu.

    War mit 40 nicht mehr jung, mehr als schlank, vererbungsmäßig Typ 2 als Risiko.
    Typ 2 wurde fast sofort ausgeschlossen und irgendwelche Antikörper u.a. ergaben dann LADA = erwachsener Typ 1er.

    Habe Insulinvorgaben allein symptombezogen = BZ erfahren.
    Mahlzeiteninsulin (ambulant, keine Reha), um eben Mahlzeiten per KH-Gehalt und Alltag (nicht nach Uhrzeit essen müssen) bewältigen zu können.
    Erst, als ich zuviel korrigieren musste, kam Basal hinzu - mit wenigen Einheiten abends, später auch morgens.

    Habe erst durch lesen, auch hier im Forum, erfahren, daß diese Behandlung - erst Mahlzeiteninsulin - eher ungewöhnlich ist.
    Kann jedoch auch aus persönlicher Erfahrung sagen, daß das körperliche Restinsulin reicht für Grundstoffwechsel - Basal erst später.

    Gruß Elfe
    P.S.: Mein Hba1c-Wert war anfangs größer 8, was eben auch auf ein Insulinproblem hinwies, zusätzlich zum 400er BZ-Einzelwert.
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    am 05.07.2024 15:36:43 | IP (Hash): 270414021
    Hallo Bobby und liebe andere Forumsleser
    Lebst du denn noch und was ist aus deinem Typ 1 geworden?? Erlebe gerade etwas ähnliches, obwohl schon fast im vierten Jahr der Typ 1 Diagnose bin ich nach einer Ernährunsumstellung (Zucker, Weißmehl und Produkte weg) und nun schon über einer Woche komplett ohne Insulin bei durschnittlich 6,0mmol... total happy aber auch ziemlich ratlos, wie das möglich ist (:
    C-Peptid Test vor wenigen Monaten ergab einen Wert von 1,1 (untere Grenze des Normbereichs) und Antikörper 183.. Damals als der Diabetes festgestellt wurde, war ein Antikörper Wert sogar bei 2000...
    Irgend jemand von euch ähnliches erlebt und denkt ihr das es möglich ist dauerhaft das Insulin wegzulassen, wenn man wirklich nur isst, was gesund ist und der Körper braucht????
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    am 06.07.2024 05:14:48 | IP (Hash): 491454115
    Hallo @Livin,
    ich habe mit mir gerungen, ob ich überhaupt auf Deinen Post aktiv reagieren soll.
    Wenn Dir Deine Fachärzte bei Deiner Frage nicht weiterhelfen können, würde ich die Frage an einen Fachverband oder zunächst an Fachärzte Deiner Krankenkasse via Hotline stellen (ob das, wie von Dir geschildert, dauerhaft möglich ist).

    Als Laie habe noch nie gehört, dass ein DM Typ 1 sich plötzlich zum Typ 2 wandelt oder sich gar in Wohlgefallen auflöst. Wünschen täte ich es Dir und anderen Betroffenen natürlich!

    Soweit ich verstanden habe ist jedoch ein Überleben als Typ 1 ohne externes Insulin weitgehend unmöglich.
    Ganz ohne KH kommt niemand aus oder man isst nur Thunfisch.

    Sorry, wenn ich mich da als Laie einmische, doch die bisherige Stille hat mich nervös gemacht.


    -- Typ DM 2 - aktuell keine und bisher noch nie Medikamente - HbA1c unter 5,7 -- Stand: 05/2024
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    am 06.07.2024 09:08:38 | IP (Hash): 867329023
    @ Buttermilch
    Ein Mensch ohne eigenes Insulin und ohne Insulin aus dem Pen schreibt hier nicht und hätte auch keine Möglichkeit, die Kontakte zu versuchen, die du aufzählst, denn der wäre schlicht tot.
    UND da steht nirgens was von keinen KH. UND auf KH können wir tatsächlich komplett verzichten, weil Leber und Nieren per Glukoneogenese fortlaufend Glukose aus Protein produzieren.

    @ Livin
    Deine Geschichte ist interessant. Nach deiner Skizze hat sich dein Organismus nicht so ganz an die Regeln der Fachleute für Diabetes gehalten. Ich drücke natürlich die Daumen für Weiterso :)


    ----------------------------------------------
    Typ 2 Diagnose 01.1991, Basal-Bolus seit 1998, HbA1c 5,5 und besser seit 2002. Das Reframing vom Typ 2 ist mein Hobby und mein T2D mein ungewollt engster Lebenspartner und unerwartet bester Gesundheits-Coach :)
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    am 07.07.2024 05:47:06 | IP (Hash): 491454115
    hjt_Jürgen schrieb:
    UND da steht nirgens was von keinen KH. UND auf KH können wir tatsächlich komplett verzichten, weil ...

    @Jürgen, habe ich auch "nirgens" geschrieben!
    Beziehungsweise auch wenn wir wollten: bei einer gesunden, ausgewogenen, wenn auch KH-reduzierten Ernährungsweise, lassen sich KH nicht komplett vermeiden.


    -- Typ DM 2 - aktuell keine und bisher noch nie Medikamente - HbA1c unter 5,7 -- Stand: 05/2024
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    am 07.07.2024 10:21:36 | IP (Hash): 1876773884
    Buttermilch_14 schrieb:
    ..., lassen sich KH nicht komplett vermeiden.

    Was zudem auch keinerlei zusätzlichen Vorteil für eine diabetesgeeignete Ernährung bringen würde. Selbst zur ketogenen Ernährung, der schärfsten Form der Low Carb Ernährung, gehören 30 ... 50g KH dazu.

    No Carb wird von Gegenern einer Low Carb Ernährung gerne wie ein Schimpfwort benutzt, es klingt ja auch besonders drastisch. Wir brauchen uns in die Diskussion, ob es ganz ohne KH geht oder nicht, wirklich nicht reinzuhängen. Ich denke, es wäre möglich, wenn auch nicht sinnvoll. Andere behaupten widerrum, dass eine kleine Menge KH unbedingt erforderlich ist, um den Citratzyklus im Gang zu halten und dass selbst die Inuit diese wenigen KH aus dem Mageninhalt der erlegten Robben zu sich nehmen.

    Nicht gut finde ich allerdings, dass du offensichtlich noch etwas von LADA gehört hast und einem LADA-Diabetiker, nur weil dich die Stille stört, Ratschläge dazu geben willst. Ich denke, dass Schweigen besser ist, wenn man keinen sinnvollen Rat parat hat.

    ____
    Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
    Bearbeitet von User am 07.07.2024 10:22:56. Grund: BBCodes
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    am 07.07.2024 14:28:02 | IP (Hash): 491454115
    Sorry Rainer, ich habe oft von Deinen Information und Ratschlägen profitiert, doch jetzt muss ich Dir widersprechen.

    Mein Empfehlung hat sich darauf beschränkt, Fachärzte (überregional) über Krankenkasse(n) oder Fachverbände anzusprechen:
    "Sind solche Entwicklungen wie @Livin sie beschreibt bekannt oder gänzlich ausgeschlossen?"
    Was soll daran falsch sein?


    -- Typ DM 2 - aktuell keine und bisher noch nie Medikamente - HbA1c unter 5,7 -- Stand: 05/2024
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    am 08.07.2024 16:22:35 | IP (Hash): 1600124445
    Rainer schrieb:
    Selbst zur ketogenen Ernährung, der schärfsten Form der Low Carb Ernährung, gehören 30 ... 50g KH dazu.



    Nö, es gehören nicht 30-50g KH dazu. Geht auch mit 5 g oder 10 g oder 20-30g oder Null, kann doch jeder nach seinen eigenen Bedürfnissen, Vorstellungen oder körperlichen Voraussetzungen machen wie er lustig ist.

    Die schärfsten Form der Low Carb Ernährung ist übrigens die carnivore Ernährung, da kommen ein paar KH nur aus Eiern und Innereien. Oder gar keine, bei nur Rindfleisch, Wasser und Salz.
    Geht auch, ganz ohne Nährstoffmangel.

    Rainer schrieb:
    Wir brauchen uns in die Diskussion, ob es ganz ohne KH geht oder nicht, wirklich nicht reinzuhängen. Ich denke, es wäre möglich, wenn auch nicht sinnvoll.



    KH sind nicht essenziell, das ist keine Meinungssache, das braucht man wirklich nicht diskutieren, aber das Thema ist offenbar recht emotional besetzt. Warum eigentlich?
    Natürlich geht es ohne. Es geht auch ohne Ballaststoffe. Es geht aber auf Dauer nicht ohne ausreichend Fett für die Energie und einiges mehr und ohne genug Protein für die Baustoffe, die der Körper für sein Funktionieren braucht. Low Fat ist viel kritischer.

    Rainer schrieb:
    Andere behaupten widerrum, dass eine kleine Menge KH unbedingt erforderlich ist, um den Citratzyklus im Gang zu halten und dass selbst die Inuit diese wenigen KH aus dem Mageninhalt der erlegten Robben zu sich nehmen.



    Um im Bild zu bleiben: dünnes Eis! :)
    Wie kommen KH in die Mägen von Robben? Robben sind Karnivoren, die futtern Fische, Krebse, Krill, Schnecken.
    Natürlich nahmen Eskimos immer schon KH auf, wenn welche zur Verfügung standen. Im Eis wächst nur nicht viel Pflanzliches und wenn, dann nur für kurze Zeit.
    Der Mensch ist ja nicht blöd, er isst, was er findet, Vorteil des Allesfressers mit extrastarker Magensäure, die so einiges abkann. Das hat er von seinem Beginn an getan, sonst hätte er nicht überlebt und sich nicht weiterentwickeln können.

    Das Problem heute ist, wir finden im Supermarkt alles und wir futtern alles, ob es uns guttut oder nicht.
    Wenn es uns nicht guttut, hilft uns unser ach so supergescheites Hirn offenbar auch nicht weiter- Nachteil des Allesfressers, dem die Instinkte verlorengegangen sind. Wir essen trotzdem den Fraß, die industriell hergestellten Lebensmittel, weiter. Da helfen uns unsere guten Magensäfte nicht, die uns zwar gegen viele Bakterien schützen und uns erlauben Fleisch (auch rohes) zu essen, selbst wenn es nicht mehr ganz frisch ist, schützt uns aber nicht vor Giften, die Pflanzen gegen Fressfeinde einsetzen und schon gar nicht gegen die von der Industrie gerne verwendeten Zuckersirupe&Co und sonstigem Müll.

    Werden wir daraufhin krank, gibt es ja Medizin gegen die Symptome, plus diverse Nebenwirkungen.

    bon appétit

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    DM2 in Remission ohne Medikamente
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