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Falschdiagnose? Kein Insulin mehr erforderlich?!
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Elfe
Rang: Gastam 09.04.2018 02:23:57 | IP (Hash): 218717528
Hallo Bobby,
du brauchst zusätzliches Insulin, bei 500 BZ.
Jedoch welches und wieviel, scheint mir dein Problem zu sein.
Ich selber bin mit 400er BZ-Werten aufgefallen - bei einem anderen Facharzt - sofort zum Hausarzt - weitergegeben zum Diabetologen.
Wurde sofort auf Mahlzeiteninsulin eingestellt mit 1:1 als Anfangswert.
Mahlzeiteninsulin ist geblieben, Basal kam erst später dazu.
War mit 40 nicht mehr jung, mehr als schlank, vererbungsmäßig Typ 2 als Risiko.
Typ 2 wurde fast sofort ausgeschlossen und irgendwelche Antikörper u.a. ergaben dann LADA = erwachsener Typ 1er.
Habe Insulinvorgaben allein symptombezogen = BZ erfahren.
Mahlzeiteninsulin (ambulant, keine Reha), um eben Mahlzeiten per KH-Gehalt und Alltag (nicht nach Uhrzeit essen müssen) bewältigen zu können.
Erst, als ich zuviel korrigieren musste, kam Basal hinzu - mit wenigen Einheiten abends, später auch morgens.
Habe erst durch lesen, auch hier im Forum, erfahren, daß diese Behandlung - erst Mahlzeiteninsulin - eher ungewöhnlich ist.
Kann jedoch auch aus persönlicher Erfahrung sagen, daß das körperliche Restinsulin reicht für Grundstoffwechsel - Basal erst später.
Gruß Elfe
P.S.: Mein Hba1c-Wert war anfangs größer 8, was eben auch auf ein Insulinproblem hinwies, zusätzlich zum 400er BZ-Einzelwert. -
am 05.07.2024 15:36:43 | IP (Hash): 270414021
Hallo Bobby und liebe andere Forumsleser
Lebst du denn noch und was ist aus deinem Typ 1 geworden?? Erlebe gerade etwas ähnliches, obwohl schon fast im vierten Jahr der Typ 1 Diagnose bin ich nach einer Ernährunsumstellung (Zucker, Weißmehl und Produkte weg) und nun schon über einer Woche komplett ohne Insulin bei durschnittlich 6,0mmol... total happy aber auch ziemlich ratlos, wie das möglich ist (:
C-Peptid Test vor wenigen Monaten ergab einen Wert von 1,1 (untere Grenze des Normbereichs) und Antikörper 183.. Damals als der Diabetes festgestellt wurde, war ein Antikörper Wert sogar bei 2000...
Irgend jemand von euch ähnliches erlebt und denkt ihr das es möglich ist dauerhaft das Insulin wegzulassen, wenn man wirklich nur isst, was gesund ist und der Körper braucht???? -
am 06.07.2024 05:14:48 | IP (Hash): 491454115
Hallo @Livin,
ich habe mit mir gerungen, ob ich überhaupt auf Deinen Post aktiv reagieren soll.
Wenn Dir Deine Fachärzte bei Deiner Frage nicht weiterhelfen können, würde ich die Frage an einen Fachverband oder zunächst an Fachärzte Deiner Krankenkasse via Hotline stellen (ob das, wie von Dir geschildert, dauerhaft möglich ist).
Als Laie habe noch nie gehört, dass ein DM Typ 1 sich plötzlich zum Typ 2 wandelt oder sich gar in Wohlgefallen auflöst. Wünschen täte ich es Dir und anderen Betroffenen natürlich!
Soweit ich verstanden habe ist jedoch ein Überleben als Typ 1 ohne externes Insulin weitgehend unmöglich.
Ganz ohne KH kommt niemand aus oder man isst nur Thunfisch.
Sorry, wenn ich mich da als Laie einmische, doch die bisherige Stille hat mich nervös gemacht.
-- Typ DM 2 - aktuell keine und bisher noch nie Medikamente - HbA1c unter 5,7 -- Stand: 05/20241 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 06.07.2024 09:08:38 | IP (Hash): 867329023
@ Buttermilch
Ein Mensch ohne eigenes Insulin und ohne Insulin aus dem Pen schreibt hier nicht und hätte auch keine Möglichkeit, die Kontakte zu versuchen, die du aufzählst, denn der wäre schlicht tot.
UND da steht nirgens was von keinen KH. UND auf KH können wir tatsächlich komplett verzichten, weil Leber und Nieren per Glukoneogenese fortlaufend Glukose aus Protein produzieren.
@ Livin
Deine Geschichte ist interessant. Nach deiner Skizze hat sich dein Organismus nicht so ganz an die Regeln der Fachleute für Diabetes gehalten. Ich drücke natürlich die Daumen für Weiterso :)
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Typ 2 Diagnose 01.1991, Basal-Bolus seit 1998, HbA1c 5,5 und besser seit 2002. Das Reframing vom Typ 2 ist mein Hobby und mein T2D mein ungewollt engster Lebenspartner und unerwartet bester Gesundheits-Coach :) -
am 07.07.2024 05:47:06 | IP (Hash): 491454115
hjt_Jürgen schrieb:
UND da steht nirgens was von keinen KH. UND auf KH können wir tatsächlich komplett verzichten, weil ...
@Jürgen, habe ich auch "nirgens" geschrieben!
Beziehungsweise auch wenn wir wollten: bei einer gesunden, ausgewogenen, wenn auch KH-reduzierten Ernährungsweise, lassen sich KH nicht komplett vermeiden.
-- Typ DM 2 - aktuell keine und bisher noch nie Medikamente - HbA1c unter 5,7 -- Stand: 05/2024 -
am 07.07.2024 10:21:36 | IP (Hash): 1876773884
Buttermilch_14 schrieb:
..., lassen sich KH nicht komplett vermeiden.
Was zudem auch keinerlei zusätzlichen Vorteil für eine diabetesgeeignete Ernährung bringen würde. Selbst zur ketogenen Ernährung, der schärfsten Form der Low Carb Ernährung, gehören 30 ... 50g KH dazu.
No Carb wird von Gegenern einer Low Carb Ernährung gerne wie ein Schimpfwort benutzt, es klingt ja auch besonders drastisch. Wir brauchen uns in die Diskussion, ob es ganz ohne KH geht oder nicht, wirklich nicht reinzuhängen. Ich denke, es wäre möglich, wenn auch nicht sinnvoll. Andere behaupten widerrum, dass eine kleine Menge KH unbedingt erforderlich ist, um den Citratzyklus im Gang zu halten und dass selbst die Inuit diese wenigen KH aus dem Mageninhalt der erlegten Robben zu sich nehmen.
Nicht gut finde ich allerdings, dass du offensichtlich noch etwas von LADA gehört hast und einem LADA-Diabetiker, nur weil dich die Stille stört, Ratschläge dazu geben willst. Ich denke, dass Schweigen besser ist, wenn man keinen sinnvollen Rat parat hat.
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Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
Bearbeitet von User am 07.07.2024 10:22:56. Grund: BBCodes1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 07.07.2024 14:28:02 | IP (Hash): 491454115
Sorry Rainer, ich habe oft von Deinen Information und Ratschlägen profitiert, doch jetzt muss ich Dir widersprechen.
Mein Empfehlung hat sich darauf beschränkt, Fachärzte (überregional) über Krankenkasse(n) oder Fachverbände anzusprechen:
"Sind solche Entwicklungen wie @Livin sie beschreibt bekannt oder gänzlich ausgeschlossen?"
Was soll daran falsch sein?
-- Typ DM 2 - aktuell keine und bisher noch nie Medikamente - HbA1c unter 5,7 -- Stand: 05/2024 -
am 08.07.2024 16:22:35 | IP (Hash): 1600124445
Rainer schrieb:
Selbst zur ketogenen Ernährung, der schärfsten Form der Low Carb Ernährung, gehören 30 ... 50g KH dazu.
Nö, es gehören nicht 30-50g KH dazu. Geht auch mit 5 g oder 10 g oder 20-30g oder Null, kann doch jeder nach seinen eigenen Bedürfnissen, Vorstellungen oder körperlichen Voraussetzungen machen wie er lustig ist.
Die schärfsten Form der Low Carb Ernährung ist übrigens die carnivore Ernährung, da kommen ein paar KH nur aus Eiern und Innereien. Oder gar keine, bei nur Rindfleisch, Wasser und Salz.
Geht auch, ganz ohne Nährstoffmangel.
Rainer schrieb:
Wir brauchen uns in die Diskussion, ob es ganz ohne KH geht oder nicht, wirklich nicht reinzuhängen. Ich denke, es wäre möglich, wenn auch nicht sinnvoll.
KH sind nicht essenziell, das ist keine Meinungssache, das braucht man wirklich nicht diskutieren, aber das Thema ist offenbar recht emotional besetzt. Warum eigentlich?
Natürlich geht es ohne. Es geht auch ohne Ballaststoffe. Es geht aber auf Dauer nicht ohne ausreichend Fett für die Energie und einiges mehr und ohne genug Protein für die Baustoffe, die der Körper für sein Funktionieren braucht. Low Fat ist viel kritischer.
Rainer schrieb:
Andere behaupten widerrum, dass eine kleine Menge KH unbedingt erforderlich ist, um den Citratzyklus im Gang zu halten und dass selbst die Inuit diese wenigen KH aus dem Mageninhalt der erlegten Robben zu sich nehmen.
Um im Bild zu bleiben: dünnes Eis! :)
Wie kommen KH in die Mägen von Robben? Robben sind Karnivoren, die futtern Fische, Krebse, Krill, Schnecken.
Natürlich nahmen Eskimos immer schon KH auf, wenn welche zur Verfügung standen. Im Eis wächst nur nicht viel Pflanzliches und wenn, dann nur für kurze Zeit.
Der Mensch ist ja nicht blöd, er isst, was er findet, Vorteil des Allesfressers mit extrastarker Magensäure, die so einiges abkann. Das hat er von seinem Beginn an getan, sonst hätte er nicht überlebt und sich nicht weiterentwickeln können.
Das Problem heute ist, wir finden im Supermarkt alles und wir futtern alles, ob es uns guttut oder nicht.
Wenn es uns nicht guttut, hilft uns unser ach so supergescheites Hirn offenbar auch nicht weiter- Nachteil des Allesfressers, dem die Instinkte verlorengegangen sind. Wir essen trotzdem den Fraß, die industriell hergestellten Lebensmittel, weiter. Da helfen uns unsere guten Magensäfte nicht, die uns zwar gegen viele Bakterien schützen und uns erlauben Fleisch (auch rohes) zu essen, selbst wenn es nicht mehr ganz frisch ist, schützt uns aber nicht vor Giften, die Pflanzen gegen Fressfeinde einsetzen und schon gar nicht gegen die von der Industrie gerne verwendeten Zuckersirupe&Co und sonstigem Müll.
Werden wir daraufhin krank, gibt es ja Medizin gegen die Symptome, plus diverse Nebenwirkungen.
bon appétit
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DM2 in Remission ohne Medikamente1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag.