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Langsam weiss ich nicht mehr weiter
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am 22.04.2018 21:15:43 | IP (Hash): 1955652767
Hallo Jürgen,
ich hätte es nicht für möglich gehalten, dass du dir nicht zu schade bist, diese Binsenweißheit in die Diskussion einzubringen. Natürlich gilt Input = Output+Überschuss. Das geht aber ganz ganz weit an dem wirklichen Problem vorbei, warum der Output bei manchen Leuten bei 2500kcal liegt und warum andere schon bei 1500kcal einen Überschuss haben.
Dass Sport und Bewegung dabei zwar eine Bedeutung, aber einen viel geringen Anteil haben, als allgemein angenommen wird, ist auch schon längst klar. Die eigentliche Frage ist doch, warum der Körper bei manchen Leuten Energie verschwendet, um das Gewicht konstant zu halten, während er bei anderen jedes bisschen ausnutzt, um die Fettspeicher aufzufüllen. Zur Lösung dieser entscheidenden Frage trägt dein "Input=Output"-Statement nicht das geringste bei.1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
Cracktros
Rang: Gastam 22.04.2018 21:39:38 | IP (Hash): 1850378482
Für mich, als Individuum, ist die Frage der zumahne an Gewicht unbedeutend, da ich zu jenen zähle die nicht so gute verwehrter sind.
Aus der Sicht eines Sporttreibenden beobachte ich etwas anderes:
Menschen, die ohne Sport, dazu neigen die Fettpolster schnell zu füllen, können, mit Hilfe des Sportes, schneller an Muskelmasse gewinnen als jene die schlecht Gewicht zulegen können. Sie würden, wenn sie am Krafttraining teilnehmen würden, nicht zu "Leichtgewichten" mutieren, aber ihr Risiko für sogenannte "Zivilisationskrankheiten" würde extrem fallen. Das bedeutet das solche Menschen einen Höheren BMI hätten als andere, aber das Gewicht kommt nicht durch Fett zustande.
Übrigens:
In der Faz ist heute ein Artikel der sich der Belohnung, des Gehirnes, durch essen, widmet. Interessant war die Aussage, dass das Belohnungssystem bei stark übergewichtigen Menschen stärker reagiert als bei nicht übergewichtigen Menschen. Noch interessanter war die Aussage "„Das heißt aber nicht, dass das immer so war oder nicht veränderbar ist“, sagt Mack. Die Ernährungswissenschaftlerin betont: „Hirnaktivitäten sind wandelbar.“ Sie änderten sich beispielsweise nach Gewichtsabnahme."
Quelle: http://www.faz.net/aktuell/wissen/medizin-ernaehrung/fett-und-kohlenhydrate-wenn-man-nicht-aufhoert-zu-essen-15554317.html
Bearbeitet von User am 22.04.2018 22:41:36. Grund: - -
Cracktros
Rang: Gastam 22.04.2018 21:58:59 | IP (Hash): 1850378482
Ganz Interessant fand ich diesen Beitrag https://www.youtube.com/watch?v=xxYRxPMmLyk -
am 23.04.2018 00:43:39 | IP (Hash): 1622766519
Rainer schrieb:
Hallo Jürgen,
ich hätte es nicht für möglich gehalten, dass du dir nicht zu schade bist, diese Binsenweißheit in die Diskussion einzubringen. Natürlich gilt Input = Output+Überschuss. Das geht aber ganz ganz weit an dem wirklichen Problem vorbei, warum der Output bei manchen Leuten bei 2500kcal liegt und warum andere schon bei 1500kcal einen Überschuss haben.
Dass Sport und Bewegung dabei zwar eine Bedeutung, aber einen viel geringen Anteil haben, als allgemein angenommen wird, ist auch schon längst klar. Die eigentliche Frage ist doch, warum der Körper bei manchen Leuten Energie verschwendet, um das Gewicht konstant zu halten, während er bei anderen jedes bisschen ausnutzt, um die Fettspeicher aufzufüllen. Zur Lösung dieser entscheidenden Frage trägt dein "Input=Output"-Statement nicht das geringste bei.
Tut es insonah, als dass ḱeine Tabellen sagen, was zum Gewichthalten passt, sondern ausschließlich Versuch und Erfolg auf der Waage.
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Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung. -
Elfe
Rang: Gastam 23.04.2018 02:49:10 | IP (Hash): 289348296
Hallo Fragestellerin,
(mag dich nicht mit deinem Nickname ansprechen, ist negativ und so solltest du dich nicht sehen!)
Die Frage der Vererbung kann eine Rolle spielen, muss aber nicht unbedingt.
Typ 2 ist in jungen Jahren - wie bei dir vermutet - eher die Ausnahme.
Ich selber habe eine starke familiäre Belastung eines Elternteils - bin in Linie die 4. Generation mit Diabetes.
Bin allerdings als Urenkelin die erste, bei der Typ 1 festgestellt wurde.
Für mich vollkommen überraschend, hatte irgendwann mal schon mit Typ 2 gerechnet, wurde allerdings mit 40 (durchaus älter als du) als späte 1er (LADA) diagnostiziert.
Den Insulinpen (Mahlzeiteninsulin Novorapid) bekam ich allerdings schon beim ersten Termin in die Hand gedrückt mit einfachen Anweisungen und Vorgabe Insulin:KE 1:1.
KE meint eine Kohlenhydrateinheit, da wird mit 10 g gerechnet, durchaus einfacher zu rechnen, bei aufgedruckten Kohlenhydratangaben auf verarbeiteten Lebensmitteln (eine Stelle abstreichen - BE (Broteinheiten) rechnet mit 12 g).
Deine Krankenhauseinstellung kann auch nur eine vorsichtige Anfangsdosierung sein und ist nun auch schon ca. 5 Jahre her.
In einer Schulung und im Behandlungsgespräch wird die Dosierung von Insulinen genauer besprochen und angepasst.
Kohlenhydratschätzung ist nur ein Punkt.
Des weiteren gilt es, den normalen Biorythmus zu beachten.
Bedeutet, morgens und abends wird mehr Insulin benötigt als mittags und nachts.
Für die gleiche Menge KHs spritze ich (mittlerweile) doppelt soviel Insulin morgens und abends als zum Mittagessen.
Daß deine BZ-Werte nach wirklich KH-armen Abendessen so stark steigen, deutet darauf hin, daß deine Basalversorgung per Toujeo nicht passt.
Jeder Patient muss das - leider - selber austesten, weil wir unterschiedlich sind.
Ärztlich gibt es allerdings Hilfestellung, wie/wann wir Basalraten, Mahlzeiteninsulin (IE/BE-Faktoren) und Korrektureinheiten überprüfen können. Anhand der selbst gemessenen BZ-Werte kann der Arzt erst entscheiden.
Bei deinem neuem Hausarzt alles erzählen, was du weißt und dich plagt.
Ein guter Arzt fragt nach - auch Hausärzte betreuen Diabetiker.
Können eben auch Blutuntersuchungen veranlassen und an ein Labor schicken.
Auch Überweisung an eine Diabetesschulung ist möglich, ohne daß du komplett zu einem Diabetologen wechseln musst.
Themen wie Energiebilanz, Grundumsatz und 'Masthormon' wurden angesprochen.
Grundumsatz beschreibt den Energiebedarf für den Grundstoffwechsel.
Zwischen Männlein und Weiblein gibt es da schon grundsätzlich einen Unterschied: Frauen brauchen 400 kcal weniger als Männer (Quelle: Kalorien mundgerecht), physiologisch per Fett-/Muskelaufbau.
Mit mehr Parameter wie Körpergröße, Alter u.a. gibt es online, wo sich das einschätzen lässt.
Mein Grundumsatz liegt bei nur 1500 kcal und bin zudem noch ein guter Verwerter.
Brauche durchaus Ballaststoffe, um Verdauung überhaupt auf Trapp zu halten - sind allerdings nicht BZ-relevant.
BZ kleiner der Nierenschwelle = ca. 180 mg/dl einzuhalten ist wichtig, um Folgeschäden zu vermeiden.
Ausschläge weit höher passieren auch mir, korrigiere allerdings nach 3 h - so insgesamt passt das per Langzeitwert und keinerlei Folgeerkrankungen.
Angeblich über Klo ausscheiden bzw. speichern ist kein guter Kommentar, Ausflug zur angeblichen Schweinemast vollkommen überflüssig.
Gruß Elfe -
am 23.04.2018 06:05:06 | IP (Hash): 365945316
Vielen Dank für die Antworten.
Das mit dem Input, Output weiß ich.
Aber wie kann ich den denn berechnen?
Ich nehme am Tag kaum mehr als 1000 -1200 Kalorien zu mir. War noch nie der große Esser, bereite alles, so gut es geht, selbst zu. Habe eine leichte Abneigung zu Fertigprodukten, da auch bei guter Deklaration, man nicht sicher sein kann, was drin ist.
@ Elfe
Mein Nickname hat nichts mit meinem Gewicht zu tun...
Eher damit, dass ich es sehr gut verstehe in so ziemlich jedes Fettnäpfchen, mit Anlauf und Begeisterung , zu treten/springen.
Frei nach dem Motto: Huiiiii ein Fettnäpfchen, yeah, Anlauf, Sprung, ERSTER!!! - MIST...
Liebe Grüße
Chrissy (wem das lieber ist) -
Elfe
Rang: Gastam 23.04.2018 20:04:36 | IP (Hash): 289348296
Hallo Chrissy - ja, diese Anrede ist mir lieber :-)
- hatte meine Einschätzung auch nicht nur auf dein Körpergewicht bezogen, sondern eher auf die hohen Blutzuckerwerte und du nicht weißt, wie du das händeln kannst bzw, essen 'darfst' -.
Deine aktuelle Beschreibung ist eher psychologisch zu sehen.
Die Reaktion deiner Mitmenschen vermitteln dir angebliches Fettnäpfchen.
Wenn du mit dir im reinen bist, ist das o.k..
Ich hab's auch lieber gerade heraus, damit können manche allerdings nicht umgehen.
Jedem recht machen zu wollen und können, ist sowieso nicht möglich.
So annähernd den Grundumsatz einschätzen, kannst du z.B. auf diesen Websites
https://www.apotheken-umschau.de/kalorienrechner
https://www.fitforfun.de/abnehmen/energiebedarf_aid_3823.html
Hätte im übrigen nicht geschätzt, daß du nur bis zu 1200 kcal zu dir nimmst.
So belegtes Brot zum Frühstück und abends Fleischgericht mit Soße, mein Fehler.
Könnte gut sein, daß sich dein Körper auf die niedrige Energiezufuhr eingestellt hat und auf Sparflamme gegangen ist - der sogen. Jojo-Effekt.
https://www.fitforfun.de/abnehmen/jojo-effekt_aid_4125.html
In erster Linie wäre gut, wenn du die BZ-Werte senken könntest.
Habe seit Insulinverschreibung meine Ernährung entsprechend angepasst, BZ-mäßig und satt werden.
Beginne den Tag mit Müsli - Haferflocken und Milch als einzig verwertbare KHs, Mandeln oder Nüsse für was zu beißen, eingeweichter Leinsamen als Ballaststoff für die Verdauung und Sattmacher (+ Tröpfchen flüssigen Süßstoff) = 1,6 KE.
Wenn's sein muss, reicht dies auch bis zum Abendessen.
Habe keine Abneigung gegen 'Fertigprodukte'.
'Verarbeitete Lebensmittel' ist eine genauere Bezeichnung.
Dazu gehören aber auch Brot und Brötchen und anderes, was man nicht unbedingt mit Fertigessen zum nur Aufwärmen verbindet.
Habe mich aufgrund von Laktoseintoleranz genauer damit beschäftigen müssen, wo überall der Milchzucker als Hilfsstoff versteckt ist.
Praktisch sind Fertigessen für mich und mittlerweile auch gut zu händeln.
Per neuerer Gesetzgebung werden Milchbestandteile und Laktose fettgedruckt auf den Packungshinweisen angegeben.
Die KH-Angaben sind jedoch mit Vorsicht zu beachten.
Hersteller machen keinen Unterschied, welche insulinmäßig gegenzusteuern sind - woher sollten die das auch wissen - Thema bei INSULINERschulung,
Gruß Elfe
P.S.: Wie war's beim neuen Hausarzt, fühlst du dich gut aufgehoben ? -
am 23.04.2018 21:07:08 | IP (Hash): 1176514989
Fettnäpfchen schrieb:
Ich wurde nie getestet. Mein Papa war Typ 2, seine Schwester auch, ob seine 2 Brüder haben, weiß ich nicht, die kenne ich nicht, habe meine Tante erst durch den Tod meines Vaters kennen gelernt.
Ich habe es nicht gelernt auszurechnen. Ich habe die Mengen vom Krankenhaus beibehalten.
Ich wurde nie auf BEs eingestellt.
Montag gehe ich zu meinem neuen Hausarzt und versuche einen neuen Diabetologen zu bekommen, da ich im Dezember umgezogen bin und bis jetzt alle 3 Monate zu meinem alten gefahren bin/fahre (ca 300 km).
Hallo Chrissy,
deine Geschichte hört sich sehr danach an, als hättest du dich mit deinem Diabetes bisher eher rumschubsen lassen. Ich finde es gut, dass du deinen Diabetes jetzt selbst in die Hand nehmen willst und dir einem kompetenten Diabetologen suchst. Bei dem alten Diabetologen brauchst du wirklich nicht zu bleiben, wenn er dir nicht helfen kann oder will und dich dabei noch mit festen Spritzmengen arbeiten lässt.
Ich empfehle dir, eine diabetologischen Schwerpunktpraxis in deiner Umgebung zu suchen, dort ist häufig am meisten Sachverstand vorhanden. Wenn du bereit bist, für einen kompetenten Diabetologen auch ein bisschen weiter zu fahren, dann findest du bestimmt eine geeignete Praxis. Du solltest mit deinem neuen Arzt unbedingt den Umstieg auf ICT vereinbaren. Dazu wirst du eine Schulung benötigen, die aber in solchen Schwerpunktpraxen auf jeden Fall dazu gehört. Dass du deine Insulindosis je nach deinem Essen berechnen und selbstständig anpassen kannst, wenn sich die Wirkung ändert, ist eine Grundvoraussetzung dafür, dass du deinen Diabetes auf Dauer in den Griff bekommen kannst.
Die Frage, ob du Typ2-Diabetes hast oder nicht, kannst du ja bei deinem neuen Arzt mal ansprechen, Besonders wichtig ist das aber nicht. Deine Diabetesentwicklung, so wie du sie beschrieben hast, deutet ziemlich sicher auf einen Typ2-Diabetes hin. Außerdem ist die Frage, ob nicht doch ein Typ1-Diabetes oder LADA dahinter steckt, besonders dafür wichtig, weil diese Formen von Anfang an mit Insulin behandelt werden müssen. Da du jetzt sowieso mit Insulin behandelt wirst, würde so eine Feststellung keine andere Therapie erfordern und keinen Unterschied machen.
Ich drück dir die Daumen, dass du möglichst schnell einen guten Diabetologen findest und mit ihm zusammen deinen BZ wieder in einen vernünftigen Bereich bekommst.
Alles Gute, Rainer
Bearbeitet von User am 24.04.2018 06:14:02. Grund: .1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 24.04.2018 07:07:08 | IP (Hash): 1588216461
Elfe schrieb:
Hätte im übrigen nicht geschätzt, daß du nur bis zu 1200 kcal zu dir nimmst.
So belegtes Brot zum Frühstück und abends Fleischgericht mit Soße, mein Fehler.
'Verarbeitete Lebensmittel' ist eine genauere Bezeichnung.
Gruß Elfe
P.S.: Wie war's beim neuen Hausarzt, fühlst du dich gut aufgehoben ?
Wenn man Sauce selber macht, kann man gut einsparen.
Bei Fertigprodukten meinte ich sowas wie Fertigsauce, Pizza, "Miracoli", Dosen (Eintöpfe) etc.
Die neue Hausärztin ist nicht schlecht, hat aber von Diabetes 0 Ahnung...
Die meinte, das man Diabetes mit Akupunktur heilen kann...
Muss echt schauen wo es hier einen Diabetologen gibt, wo ich ohne Auto hin komme.
Liebe Grüße
Chrissy -
am 24.04.2018 07:24:42 | IP (Hash): 1588216461
Rainer schrieb:
Hallo Chrissy,
deine Geschichte hört sich sehr danach an, als hättest du dich mit deinem Diabetes bisher eher rumschubsen lassen.
Ich empfehle dir, eine diabetologischen Schwerpunktpraxis in deiner Umgebung zu suchen, dort ist häufig am meisten Sachverstand vorhanden. Wenn du bereit bist, für einen kompetenten Diabetologen auch ein bisschen weiter zu fahren, dann findest du bestimmt eine geeignete Praxis.
Du solltest mit deinem neuen Arzt unbedingt den Umstieg auf ICT vereinbaren.
Deine Diabetesentwicklung, so wie du sie beschrieben hast, deutet ziemlich sicher auf einen Typ2-Diabetes hin.
Außerdem ist die Frage, ob nicht doch ein Typ1-Diabetes oder LADA dahinter steckt, besonders dafür wichtig, weil diese Formen von Anfang an mit Insulin behandelt werden müssen.
Ich drück dir die Daumen, dass du möglichst schnell einen guten Diabetologen findest und mit ihm zusammen deinen BZ wieder in einen vernünftigen Bereich bekommst.
Alles Gute, Rainer
Naja man denkt ja schon, dass Ärzte - vor allem Fachärzte eine gewisse Ahnung haben sollten.
Klar bin ich bereit. Das Problem ist nur, dass ich immer auf Öffis angewiesen bin, da ich keinen Führerschein besitze.
Sorry für die blöde Frage aber was ist:
ICT und LADA (ich vermute, dass es dabei nicht um die Automarke geht)
Hoffe ich auch. Da die ersten Folgeschäden schon da sind, kann man wohl nur noch "Schadens Eindämmung" betreiben...
Liebe Grüße
Chrissy