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Plötzlich auftretende Besserung des Blutzuckerwertes

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    am 02.05.2018 01:07:11 | IP (Hash): 1220877540
    Guten Morgen zusammen,

    ich bin Diabetikerin Typ 2 und stelle seit einigen Wochen fest, dass sich mein Blutzuckerwert extrem verbessert hat. Da denkt ihr euch sicherlich: Na, toll und was will die jetzt? Es ist so - ich würde es gerne verstehen. Ich habe weder an Gewicht verloren, noch habe ich meine Diabetes-Medikamente reduziert! Auch hat sich an meiner körperlichen Aktivität nichts geändert.

    Von daher ist das schon sehr eigenartig. Habt ihr da irgendeine Idee, wie so etwas so plötzlich kommen kann? Sicher - ich finde das ja toll, aber wie gesagt - ich würde es gerne begreifen. Hat das jemand von euch, auch schon mal bei sich festgestellt? Kann da eine Krankheit dahinter stecken, die einen derartigen Einfluss auf den wesentlich verbesserten Blutzuckerwert hat?

    Vielen, lieben Dank!


    LG

    Gudrun
    Bearbeitet von User am 02.05.2018 01:21:20. Grund:   Ergänzung
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    am 02.05.2018 06:24:02 | IP (Hash): 396518079
    Hallo Gudrun,

    ein bisschen mehr musst du uns schon über deinen Diabetes erzählen, wenn du diese Frage beantwortet haben willst: Diabetestyp, Dauer, Behandlung, Werte vorher und jetzt, ...

    Das hinter der Verbesserung eine neu aufgetretene schlimme Krankheit steckt, ist äußerst unwahrsheinlich. Diese Befürchtung brauchst du nicht zu haben.

    Beste Grüße, Rainer
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    am 02.05.2018 15:19:21 | IP (Hash): 1220877540
    Rainer schrieb:


    Das hinter der Verbesserung eine neu aufgetretene schlimme Krankheit steckt, ist äußerst unwahrsheinlich. Diese Befürchtung brauchst du nicht zu haben.




    Dankeschön Rainer! Das war es eigentlich, was ich wissen wollte. Ich hatte diesbezüglich einfach Angst.


    LG

    Gudrun


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    am 02.05.2018 16:07:53 | IP (Hash): 1194202144
    Hallo Gudrun,

    ev. hast du unbewusst doch etwas verändert.
    Wir hatten in den letzten Wochen ja schon vorgezogene Sommertage.

    Nach dem Winter sind wir im Frühling viel agiler aufgrund des längeren Tageslichts, Melatonin (Schlafhormon) weniger, andere Hormone mehr.
    http://www.spiegel.de/gesundheit/ernaehrung/fruehlingsgefuehle-entscheidend-ist-das-licht-nicht-die-waerme-a-890142.html
    Vielleicht hast du dich doch mehr bewegt, muss nicht unbedingt Sport sein.
    Auch Garten und Fensterputzen sind recht anstrengend.
    Und auch anders gegessen - Spargel z.B. ?

    Über die Jahreszeiten muss ich persönlich meine Insulindosis anpassen.
    Brauche im Sommer weniger als im Winter.
    Aktuell habe ich das Basalinsulin um 25 % reduziert.

    Gruß Elfe
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    am 02.05.2018 18:45:08 | IP (Hash): 2081294640
    Schon ein bisschen rätselhaft, denn meinen Blutzuckerwert kenne ich nicht. Ich kenne einen morgens nüchtern, und der liegt weit unter dem eine Stunde nach dem Frühstück und meistens auf der selben Höhe wie der vor dem Mittagessen und der eine Stunde danach wieder sehr viel höher usw. usw.

    Ich nehme mal an, Du meinst den Wert morgens nüchtern. Wenn Du heute ein neues Medikament anfangen würdest, das Deine Spitzenwerte nach den Mahlzeiten verringert, würde das wahrscheinlich dazu führen, dass in einem viertel bis einem halben Jahr auch Dein morgentlicher Nüchternwert niedriger ausfallen würde und dass Du vielleicht noch ein viertel bis ein halbes Jahr weiter noch niedrigere Spitzen nach dem Essen und einen noch weiter verringerten Morgenwert messen könntest.

    Wenn Dein Morgen-BZ also in diesen Tagen deutlich niedriger als noch vor nem Monat ausfällt, kann die begründende Verhaltens- oder/und Medikationsänverung schon ein viertel bis ein halbes Jahr oder noch länger zurück liegen.

    ----------------------------------------------
    Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.
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    am 02.05.2018 23:52:27 | IP (Hash): 1220877540
    Elfe schrieb:
    Hallo Gudrun,

    ev. hast du unbewusst doch etwas verändert.
    Wir hatten in den letzten Wochen ja schon vorgezogene Sommertage.

    Nach dem Winter sind wir im Frühling viel agiler aufgrund des längeren Tageslichts, Melatonin (Schlafhormon) weniger, andere Hormone mehr.
    http://www.spiegel.de/gesundheit/ernaehrung/fruehlingsgefuehle-entscheidend-ist-das-licht-nicht-die-waerme-a-890142.html
    Vielleicht hast du dich doch mehr bewegt, muss nicht unbedingt Sport sein.
    Auch Garten und Fensterputzen sind recht anstrengend.
    Und auch anders gegessen - Spargel z.B. ?

    Über die Jahreszeiten muss ich persönlich meine Insulindosis anpassen.
    Brauche im Sommer weniger als im Winter.
    Aktuell habe ich das Basalinsulin um 25 % reduziert.

    Gruß Elfe



    Das mit der anderen Jahreszeit, hab ich mir auch schon überlegt, aber ansonsten hab ich wirklich nichts verändert und Spargel esse ich gar nicht so gerne. Ich bekomme den nie so hin - meiner ist immer holzig. :-)

    Ich habe heute sogar Nudeln gegessen, das war vor einigen Wochen noch undenkbar, ohne die 300er Blutzuckermarke zu knacken.

    Dann finde ich es einfach mal Klasse und nehme das so an - es kommen sicherlich auch wieder andere Zeiten, in denen ich low carb essen muss.

    Kommenden Dienstag lasse ich eine Routine-Blutuntersuchung machen, auch wegen anderen Krankheiten, dann wird man alles noch besser erkennen können.

    LG

    Gudrun



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    am 03.05.2018 00:01:17 | IP (Hash): 1220877540
    hjt_Jürgen schrieb:
    Schon ein bisschen rätselhaft, denn meinen Blutzuckerwert kenne ich nicht. Ich kenne einen morgens nüchtern, und der liegt weit unter dem eine Stunde nach dem Frühstück und meistens auf der selben Höhe wie der vor dem Mittagessen und der eine Stunde danach wieder sehr viel höher usw. usw.

    Ich nehme mal an, Du meinst den Wert morgens nüchtern. Wenn Du heute ein neues Medikament anfangen würdest, das Deine Spitzenwerte nach den Mahlzeiten verringert, würde das wahrscheinlich dazu führen, dass in einem viertel bis einem halben Jahr auch Dein morgentlicher Nüchternwert niedriger ausfallen würde und dass Du vielleicht noch ein viertel bis ein halbes Jahr weiter noch niedrigere Spitzen nach dem Essen und einen noch weiter verringerten Morgenwert messen könntest.

    Wenn Dein Morgen-BZ also in diesen Tagen deutlich niedriger als noch vor nem Monat ausfällt, kann die begründende Verhaltens- oder/und Medikationsänverung schon ein viertel bis ein halbes Jahr oder noch länger zurück liegen.

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    Ich meine meinen gesamten Blutzuckerwert - egal wann ich messe und ich tue es oft. Ich weiß, ich müsste es ohne Insulin eigentlich nicht, aber ich möchte den Wert einfach wissen.

    Ich habe NICHTS verändert, mein Verhaltensmuster/Tagesablauf ist wie immer und an meinen Medis habe ich auch nichts verändert. Dieselben Tabletten mit derselben Dosierung.



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    am 15.05.2018 18:05:08 | IP (Hash): 358203793
    Etwas alt das Thema, aber ich antworte trotzdem mal.

    Ich hab von Diabetes (noch) nicht viel Ahnung, aber ich habe gelesen, dass der Insulinspiegel vom Blutzuckerspiegel abhängig ist, also je mehr Zucker im Blut ist, desto mehr Insulin wird ausgeschüttet, das führt bei Diabetes Typ 2 zu einer Erschöpfung der Bauchspeicheldrüse. Vielleicht hat sich deine Bauchspeicheldrüse erholt und sie ist wieder in der Lage mehr Insulin auszuschütten, sodass es reicht.
    Den Verdacht hatte ich bei mir damals auch, nach dem ich eine Weile gespritzt hatte, brauchte ich plötzlich kein Insulin mehr, obwohl sich nichts verändert hatte. Ich hab dann zusätzlich etwas abgenommen und brauchte fast 2 Jahre keine Medikamente mehr.

    Korrigiert mich, wenn das erwiesener Maßen falsch ist, ist nur so eine Theorie.
    Bearbeitet von User am 15.05.2018 18:06:55. Grund: Fehler verbessert
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    am 15.05.2018 19:48:04 | IP (Hash): 1929088199
    Kudel schrieb:
    Korrigiert mich, wenn das erwiesener Maßen falsch ist, ist nur so eine Theorie.

    Nicht falsch, aber unvollständig. Ein Effekt dürfte in der Tat eine Remission sein, die durch das gespritzte Insulin veranlasst wird. Bei Typ 1ern kann das häufig beobachtet werden. Ich denke, dass das auch bei 2ern möglich sein kann.

    Bei einem neu entdecktenTyp2-Diabetes ist jedoch ein andere Effekt viel wichtiger, die Reduzierung der Insulinresistenz. Durch die IR wird viel mehr Insulin gebraucht, um Glukose in die Zellen zu bekommen. Benötigt wird häufig die 5 ... 10-fache der normalen Menge an Insulin. Wenn die IR wirksam verringert werden kann, dann reicht in vielen Fällen die Leistungsfähigkeit der BSD wieder aus, um den BZ gesund zu steuern. Hauptursache der IR dürfte eine verfettete Leber, die nichtalkoholische Fettleber (NAFL) zu sein. Bei einer Abnahme entfettet zuerst die Leber, so dass bereits bei beginnender Abnahme ein starker positiver Effekt auf den BZ-Verlauf entsteht. Ganz wichtig ist allerdings, dass man es schafft, eine erneuten Verfettung der Leber zu verhindern.

    Die NAFL entsteht übrigens nicht von zuviel gegessenem Fett, sondern auch durch zuviel gegessenen KH, die nicht verbraucht werden können. Diese überzähligen KH werden als Fett zunächst in die normalen Fettzellen eingelagert. Wenn dort nichts mehr reingeht, dann wird es auch in den inneren Organen wie Leber, BSD, Herz und Nieren eingelagert, wo es wirklich nicht hingehört und vielfältige Probleme bereitet.

    Bei Gudrun muss die spontane Verbesserung allerdings eine andere Ursache haben. Bei lange bestehendem Diabetes ohne Änderung der Ernährung und Lebensgewohnheiten, können die Effekte eigentlich nicht mehr so groß sein.

    ____
    Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
    Bearbeitet von User am 15.05.2018 19:53:07. Grund: .
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    am 16.05.2018 08:50:55 | IP (Hash): 358203793
    Interessant, dass eine Fettleber mit dazu beiträgt, wusste ich nicht. Bei mir wurde eine "milde Fettleber" diagnostiziert.