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Starke Schwankungen vom Blutzucker bis über 300

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    Mitglied seit: 12.06.2018
    am 12.06.2018 15:22:25 | IP (Hash): 175015516
    Hallo,

    ich habe zur Zeit ziemliche Schwankungen des Blutzuckers. Morgens ist er immer normal (meist 80-90, teils aber auch niedrig mit 72). Geht aber nachmittags immer ziemlich hoch, gestern z.B. 307 mg/dl.
    Ich habe eine Zeitlang Insulin gespritzt, seit 3 Jahren aber gar nicht mehr.
    Diagnose steht nicht wirklich fest, ich habe mehrere Autoimmunerkrankungen, die mit Kortison behandelt werden. Das ist natürlich auch nicht gut für den Blutzucker...Zuerst wurde ich als Typ 1, später als Typ 3 behandelt, aber immer mit Insulin. Da ja der BZ zwischendrin immer wieder von selbst runtergeht, ist es denke ich nicht so dramatisch.
    Meine Hausärztin meint, da ich einen normalen HbA1 von 5,8 habe, ich sowieso keinen Diabetes habe.
    Aber das kommt bei mir eben durch die starken Schwankungen.

    Hier mal ein Verlauf von gestern:
    7 Uhr 62
    16:00 307
    16:30 247
    18:30 97
    20:30 177

    Ich bin einfach etwas unsicher, denn bei den Werten von über 300 fühle ich mich schon ziemlich schlecht....

    Was meint ihr?

    LG Chrissi


    Bearbeitet von User am 12.06.2018 15:42:47. Grund: Nachtrag
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    am 12.06.2018 15:54:22 | IP (Hash): 1983084265
    chrissi41 schrieb:
    Meine Hausärztin meint, ...


    Hausärztin? Mit solchen komplizierten BZ-Verläufen und Medikamenten gehörst du in die Hand eines Diabetologen.

    Dass die Hauärztin sich keinen Rat weiß und dich deshalb lieber als gesund betrachtet, ist verständlich. Dass sie dich allerdings nicht zu einem Fachmann überweist, ist dann nicht merh zu verstehen. Übrigens gilt ein Diabetes auch als diagnostiziert, wenn du mehrfach bei Gelegenheitsmessungen Werte über 200mg/dl aufweist.

    Mit welchem Abstand zur Mahlzeit hattest du denn die hohen Werte?

    Viel Erfolg beim Diabetologen, Rainer
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    am 12.06.2018 16:06:00 | IP (Hash): 175015516
    Hallo Rainer,

    die hohen Werte sind meist ca. 1 Stunde nach den Mahlzeiten.
    Ich habe für nächste Woche übrigens einen Termin beim Diabetologen...schon vor längerer Zeit vereinbart, da mir die Aussage meiner Hausärztin nicht so ganz einleuchtet.

    Ich bin auch erst seit einem halben Jahr bei ihr, da ich umgezogen bin. Und ich habe sehr viele andere Erkrankungen (Kollagenose, Myasthenie, Darmerkrankung....)

    LG Chrissi
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    am 12.06.2018 17:04:23 | IP (Hash): 1983084265
    chrissi41 schrieb:
    Ich habe für nächste Woche übrigens einen Termin beim Diabetologen.

    Sehr gut. :=)

    Vielleicht schickt er dich auch weiter zu einem Endokrinologen, auf jeden Fall wird er es hoffentlich nicht einfach so abtun.

    Viel Erfolg, Rainer
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    am 12.06.2018 20:04:40 | IP (Hash): 1988603761
    Hallo Chrissi,
    deine Blutzuckerwerte sind zu lange zu hoch.
    Ab 180 ist so ca. die Nierenschwelle - mein persönliche Grenze.
    Bei 300er Werte haben sogar KH-Ärzte die Zuckerunverträglichkeitstests (auf Laktose, Fruktose, Sorbit) abgebrochen und ich durfte Insulin spritzen.

    Diagnose LADA (später 1er) war schon früh zu erkennen, Typ 3c (Bauchspeicheldrüse komplett) hat gedauert.
    Bei den Insulinen ist es geblieben, allerdings Dosis über die Jahre erhöht.

    Dabei wird allein auf die BZ-Werte geachtet, im Vergleich zum HbA1c-Wert.
    Habe mir sogar aktuell einen Rüffel vom Diabetologen eingefangen:
    Auch 5,8 - aber, viel zu niedrig für einen 1er, viel zu viele UZ-Werte.
    --- Zahlen muss man auch ärztlich interpretieren können.

    Termin beim Diabetologen ist gut.

    Nimm alles an Befunden mit - wieso zeitweise Insulin und wieso Kortison.
    Ev. kann Kortison hinterfragt werden, was du dann mit diesen Ärzten besprechen musst.

    Selber Notizen machen und überlegen.
    Als Patient Zwischenträger zwischen den Fachärzten zu sein, ist nicht schön.
  • Cracktros

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    am 12.06.2018 22:50:39 | IP (Hash): 1509097667
    Wenn das deine typischen Werte, jeden Tag, sind, dann ist mit einem HbA1c von 7.0 zu rechnen, Hast Du ein komplettes Tagesprofil?
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    am 13.06.2018 08:52:49 | IP (Hash): 1993755100
    Das Profil kannst Du oben sehen, nüchtern und postabsorptiv (3 und mehr Stunden nach dem Essen) um und unter 100 und postprandial in der Spitze (um 1 Stunde nach dem Essen) bis um 300.

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    Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.
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    am 20.06.2018 19:15:43 | IP (Hash): 228858769
    Hallo,

    ich war gestern beim Diabetologen. Also, Diabetes habe ich laut Definition auf jeden Fall mit Werten teils über 300. Aber, da sie zwischendurch von selber wieder runtergehen, erstmal kein Insulin spritzen.
    Er hat mir jetzt das FreeStyle libre Gerät empfohlen, allerdings bin ich mir noch nicht sicher, ob ich das wirklich machen soll, (Ich habe einen Immundefekt und Angst vor einer Entzündung des Sensors).

    LG Chrissi
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    am 21.06.2018 15:58:27 | IP (Hash): 1602294844
    Liebe Chrissi,
    finde die Antwort, auch wenn die nun von einem Diabetologen ist, völlig unzureichend.

    Deine Werte gehen runter, ja, dauert aber zu lange bis über 3 h, um zumindest unter Nierenschwelle zu bleiben - hast du per Handgerät bereits gemessen.
    Könnte gut sein, daß du das Libre anlegen sollst, damit der Dr. Arzt mehr Daten und eine schöne Kurve sieht, um dann mehr dazu sagen zu können/wollen.

    Insulin muss es vielleicht zur Behandlung diesmal nicht sein, vielleicht reicht ja auch ein Tablettenmedikament.

    Eine Empfindlichkeitsreaktion auf den Kleber des Sensors - kann - vorkommen.
    Sobald du irgendwelche Symptome feststellst (Rötung, Kribbeln), ab damit, dann sollte sich das nicht bis zu einer Entzündung entwickeln.

    Gruß Elfe
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    am 21.06.2018 17:02:37 | IP (Hash): 521779491
    Der Blutzucker ist 24/7 in Bewegung, gesund in der hier skizzierten Verlaufsform https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Glucose-insulin-day-german.svg Immer nach den Mahlzeiten ein Anstieg zum Gipfel nach etwa 45-75 Minuten, also im Schnitt nach 1 Stunde maximal irgendwo zwischen 120 und 140, vielleicht auch mal bis an 160, und dann wieder Absinken auf die gewissermaßen Leerlauf-Höhe meistens irgendwo zwischen 60 und 90.

    Mit der Entwicklung von Diabetes nehmen zuerst meistens die Spitzen nach den Mahlzeiten an Höhe zu und brauchen dann auch zunehmend länger für das Absinken in den Leerlauf. Und mit der Zeit steigt auch der immer höher an.
    Diese Entwicklung lässt sich sehr einfach dadurch erheblich bremsen bis anhalten, dass man beobachtet, wie viel von welchem Essen in den gesunden Blutzucker-Rahmen passt - und sich dann möglichst konsequent daran hält.

    Mit dem Libre wär's zwar einfacher, weil das mehrere Stunden Verlauf anzeigt und nicht nur den einigermaßen aktuellen Wert, aber mit systematischen Stichproben in der Art wie hier empfohlen lässt sich da auch hin kommen http://phlaunt.com/diabetes/DeutschMgDlFlyer.pdf

    Edit: Sorry, hatte aus Versehen in den Infektionsfred gestellt

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    Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.