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mit dem Thema Diabetes überfordert
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am 15.07.2018 09:40:58 | IP (Hash): 275390898
Guten Morgen,
Es betrifft meinen Mann (ü40), seit einigen Tagen, und das ganze Thema beschäftigt uns sehr, und wir fühlen uns auch etwas überfordert damit. Auch viel psychisch.
Zur Vorgeschichte: Das ich zum ersten mal seinen BZ maß, basierte auf reinem Zufall. Ein eher blöder Zufall sozusagen. Das war an einem ganz normalen Abend, und die Messung betrug über 300.
Aufgrunddessen maßen wir noch ein paar Tage weiter, mit Werten von wie weiter unten aufgeführt.
Er war beim Arzt vorstellig. Kompletter Gesundheitscheck erfolgte, der sehr gut ausfiel. ( ausser das er am kleinen Zeh eine Pilzinfektion hatte). Der Langzeitwert betrug 7.5. ( oder 8, 5 ?! hab das jetzt auf die Schnelle nicht mehr im Kopf). Der Arzt meinte, wir sollen uns nicht so viele Sorgen machen, es wäre noch nicht so schlimm usw. Er bekam einen Ernährungsplan mit, was er essen kann, was nicht, und was er essen sollte.Desweiteren ein BZ Protokoll.
Mein Mann ist recht korpulent, aber das sieht man ihm nur am Bachumfang an. 1, 70 Gewicht etwa 95.
Wir haben die ganze Zeit über Jahre hinweg nie so richtig ungesund gegessen. Im Gegenteil: Mein Mann ist ein leidenschaftlicher Koch, und kocht mit viel Gemüse. Ok, Fleisch stand öfters auf Liste, aber alles mit Gemüse. Schokolade Knabbereien, hat er schon 4, 5 Jahre nicht mehr angesehen. Hauptgetränk bei uns war aber immer dieses Apfelschorlegetränk.
Und nun, worauf ich eigentlich zu sprechen vermag: Ich bzw wir können uns nur schwer mit der Diagnose Diabetes abfinden. Mein Mann ist sogar so guter Dinge, das er meint wenn er erst mal ein paar Kilos abnehmen würde, dass die funktionsgestörten Zellen in ihm, wieder selber die Arbeit aufnehmen würden. Oder dass die beeinträchtigte Bauchspeicheldrüse wieder normal funktioniert, sobald er das Bauchfett verlieren würde. Fand ich eine schöne Vorstellung, doch immer wieder lese ich , wenn man einmal so etwas entwickelt hat, lässt sich nichts mehr rückgängig machen, allerhöchstens hinauszögern, bis man doch letztendlich auf Medikamente angewiesen ist. Also nur eine Frage der Zeit.
Und dann denke ich , wenn sich so etwas erst weiter entwickelt, wie eingeschränkt man dan im Leben ist. ZB immerzu vor nach Essen messen, alles an Essen aus/umrechnen, und wie ich hörte, MUSS man dann zu bestimmten Zeiten essen, ob man will oder nicht, usw. So wie wenn Diabetes dann das Leben bestimmt. Versteht ihr wie ich meine? Darüber machen wir uns viele Gedanken.
Und nun hört man auch nichts mehr seitens des Arztes. Das ist etwas, das uns sehr verwundert. Denn nur auf seinen Wunsch hin, wurde ein Termin in einer Woche vereinbart, weil er seine Liste einsehen lassen möchte. Mein Mann meint auch, wenn er sein Essverhalten und Lebensweise ändert, und so belässt, das die Diagnose remissiert werden könnte. Was meint ihr?
Und machen wir etwas falsch bzgl dem Essen? Ich sagte ihm, wenn er abnehmen will, ist es falsch Hunger zu entwickeln, denn dann funktioniert das nicht. Deswegen isst er auch so viel, bis er satt ist. Aber haben alles an Ungesundem weggelassen seitdem. Sprich, 2 mal in Woche Fischgerichte, 2 mal Vegan, und wenn wir mal Fleisch kochen, dann nur Geflügel. Und ich würze alles mit Kurkuma, und oder Chiasamen, Artischocken oftmals, etc. Getränk besteht seitdem nur noch aus Mineralwasser, und wenn fruchtig, dann presst er sich Zitrusfrüchte rein, oder Obst, aber das dann nur wenig davon. ( 2 Portionen max am Tag). Wenn er nur noch die Hälfte aller Mahlzeiten oder ein Drittel essen würde, dann wäre das doch eher kontraproduktiv, oder?
Wir gehen auch jeden Tag lange spazieren. Machen wir noch irgendwas falsch an dem BZ Senkung/Abnehmkonzept?
Und wie findet ihr die Theorie der Remissierung? Auch ist es verwunderlich trotz der "Diagnose" keine Symptome zu haben? Aber die Wunschvorstellung das alles vielleicht nur stressbedingt war, kann auch nicht sein, denn dann wäre der Langzeitwert nicht so hoch. Und selbst wenn "nur" stressbedingt, war der Zeitraum der Erhöhung viel zu hoch wohl, sodass sich ein Diabetes manifestiert hat, oder?
Ich bin um ein paar Antworten, Tipps dankbar.
Hier die Liste vom BZ. Wie schätzt ihr die Werte ein?
Anfangswerte : abends 4 h nach Mahlzeit: 223
morgens nüchtern: 189
abends, 3 h nach Mahlzeit: 309
Seit Ernährungsumstellung:
Nüchtern: 201, 186, 163, 174, 169.
Nach dem Mittagessen: 2, 45 h- 225, 1, 45 h-177, 1, 45 h-149, 2,45 h-160
vor Abendessen: 145, 143, 152, 135, 186
nach Abendessen: 1, 45 h-249, 2,15 h-215, 2 h- 164, 2,15 h- 201, 1,15h- 174
vor Schlafenszeit: 196, 151, 135, 154
Sieht man da wie wir als Laien eine Verbesserung? Oder einfach nur Zufall?
Danke für Antworten,
LG -
am 15.07.2018 10:50:28 | IP (Hash): 1197124180
Wir werden hier alle gerne etwas ausführlicher antworten, aber bevor ich dazu ansetze, würde ich gern wissen, wie Du auf die Idee mit dem Messen bei ihm gekommen bist und ob und was Du da bei Dir gemessen hast??? Würde mir vielleicht das Erklären einfacher machen :)
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Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung. -
am 15.07.2018 11:01:06 | IP (Hash): 1138233885
waterfall18 schrieb:
Machen wir noch irgendwas falsch an dem BZ Senkung/Abnehmkonzept?
Und wie findet ihr die Theorie der Remissierung? Auch ist es verwunderlich trotz der "Diagnose" keine Symptome zu haben?
Hallo Waterfall und Mann,
es sieht so aus, als würdet ihr es richtig machen. Sieh dir doch mal die Tendenz der BZ-Werte an, besonders nüchtern, die zeigt eindeutig nach unten. Ihr erwartet doch nicht etwa, dass sich eine Störung, die sich über jahre entwickelt hat, in 3 Tagen behoben werden kann? Etwas Geduld müsst ihr schon haben. Dass bei Typ2-Diabetes lange Zeit keine spezifischen Symptome auftreten, ist ganz normal.
Eine Verbesserung wird sich ergeben, da bin ich mit ziemlich sicher. Ob die Verbesserung bis zur Remission gehen wird, müsst ihr abwarten. Wenn sie nicht ausreicht, dann braucht dein Mann Unterstützung durch geeignete Medikamente. Zum Glück gibt es für Diabetiker mehrere gut wirkende Medikamente, die je nach Schwere des Diabetes und besonderer Situation passend ausgewählt werden können.
Euer "gesundes" Essen lehnt sich nach meinem Geschmack zu sehr an den Fettarm-Empfehlungen an. Für Diabetiker ist besonders wichtig, auf Menge und Qualität der KH zu achten. Ein Buch, in dem das gut beschrieben ist und das gute Anleitungen enthält, ist "Stopp Diabetes" von Richert/Gonder. Es gibt aber noch viele andere Bücher und viele, teilweise widersprüchliche Ernährungsempfehlungen. Ihr müsst für deinen Mann das rausfinden, was am besten für ihn passt und was hilft. Wenn er seinen BZ selbst misst, dann lässt sich letzteres ja sehr gut rausfinden.
Alles Gute für deinen Mann, Rainer
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Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
Bearbeitet von User am 15.07.2018 12:29:40. Grund: . -
am 15.07.2018 17:21:19 | IP (Hash): 1652362303
Hallo und danke für die Antworten. Zunächst bzgl der zufallsentdeckung: ein blöder Zufall im Freundeskreis. Wir wurden darauf hingewiesen wie ungesund wir doch leben mit dem trinken der Apfel schorle. Und das wir wohl sicher schon ein zuckerproblem hätten. Um dies zu widerlegen massen wir später abends bei mir als auch bei ihm. Bei mir Betrug es um knapp 100. Bei ihm er hatte zwar 3 oder 4 vollkornkekse gegessen über 300.
Seitdem hat sich vieles geändert bei uns. Und seitdem wachsen die Gedanken und Sorgen. Ihm geht es aber nach wie vor sehr gut körperlich und schob es auch zunächst nur auf einen Zwischenfall. Aber der Langzeit wert belegt dies ja nun. StimMTS? Die Werte sind zwar etwas gesunken aber immer noch so extrem hoch oder nicht? Das kann ja jeden Tag rein theoretisch der Fall sein das er aufgrunddessen Langzeit Schäden auftreten oder nicht ? Wenn die Werte nicht noch mehr runter gehen alsbald muss medikamentös eingegriffen werden? Wegen den Langzeit schäden. Und dann muss er praktisch regelmässig testen um nicht noch höhere Werte sozusagen zu übersehen??? -
am 15.07.2018 19:05:17 | IP (Hash): 1138233885
waterfall18 schrieb:
Wenn die Werte nicht noch mehr runter gehen alsbald muss medikamentös eingegriffen werden? Wegen den Langzeit schäden. Und dann muss er praktisch regelmässig testen um nicht noch höhere Werte sozusagen zu übersehen???
Hallo Waterfall,
höre auf, euch beide verrückt zu machen.
Diabetische Folgeerkrankungen entstehen innerhalb von mehreren Jahren, nicht in Tagen, Wochen oder Monaten. Insofern ist das nach den Leitlinien vorgesehene Verfahren, erst mal 3 Monate zu abzuwarten, wie viel sich durch Lebensstiländerung erreichen lässt und dann erst die Therapie festzulegen, durchaus sinnvoll.
Bei deinem Mann wird jetzt aller viertel Jahre der HbA1c-Wert bestimmt, was in gewisser Weise ausreicht, um eine Verschärfung des Diabetes festzustellen und die Therapie anzupassen. Die gelegentliche Selbstmessung des Bz ist allerdings sehr sinnvoll, weil er damit schneller reagieren kann, wenn etwas aus dem Ruder läuft. Jetzt am Anfang ist es darüber hinaus noch sehr sinnvoll, um herauszufinden, welche Speisen seinen BZ besonders hoch treiben und welche nicht. Es geht aber dabei immer um die allgemeine Tendenz, nicht darum, dass einzelne hohe Werte übersehen werden könnten.
Deine großen Befürchtungen sind verständlich aber leider nicht hilfreich. Geht das Ganze ruhiger an. Als neudiagnostizierter Diabetiker muss man viel lernen, aber nicht von einem Tag auf den anderen. Das braucht seine Zeit - gönnt sie euch, die Zeit habt ihr.
Alles Gute, Rainer
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Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen. -
Michael74
Rang: Gastam 15.07.2018 21:39:54 | IP (Hash): 1653855772
Fehler
Bearbeitet von User am 16.07.2018 07:55:40. Grund: Fehler -
Elfe
Rang: Gastam 17.07.2018 19:23:16 | IP (Hash): 1826968093
Hallo Waterfall,
du hast viel zu viele Vorurteile bzgl. Diabetes und Verlauf.
Zu bestimmten Zeiten essen zu müssen, ist Jahrzehnte her.
Vor Mahlzeiten messen und KH-berücksichtigen, müssen nur INSULINER (eher die Ausnahme).
Der sogen. Essensplan mit 'essen dürfen/nicht dürfen' erscheint mir auch sehr angestaubt.
Wichtig ist, sich mit Lebensmitteln auseinanderzusetzen und günstig zu kombinieren.
Kohlenhydrate einschätzen in Bezug zur Blutzuckerwirkung, Spitzen vermeiden.
Ist bei normalen Mahlzeiten gar nicht so das Problem, da andere Bestandteile wie Eiweiß, Fett und Ballaststoffe aus Gemüse/Salat den Übergang in die Blutbahn verlangsamen.
Apfelschorlegetränk (Fertigprodukt mit Zuckersatz !?) ist wirklich (für alle) nicht gut - flüssiger Zucker geht in Minutenschnelle ins Blut.
Und schmeckt doch nicht wirklich zum herzhaften Essen, finde neutral schmeckendes Wasser zum Herunterspülen jedenfalls besser.
Vollkornkekse, als so gesund beworben, sind's auch nicht wirklich.
Ob dann nun feingemahlenes Vollkornmehl drin ist oder nicht, spielt kaum eine Rolle bzgl. KH-Gehalt, Verdauungsgeschwindigkeit und satt machen die Dinger auch nicht.
Bei auffälligen Blutzuckerwerten ist die erste Maßnahme: Gewicht abnehmen (bes. Bauchfett).
Dabei wird angenommen, daß die Bauchspeicheldrüse genügend körpereigenes Insulin produziert, aber daß das Insulin nicht wirklich wirken kann.
Dein Mann ist berechtigter Weise guter Dinge :-).
Als Hobbykoch mit besten Voraussetzungen, schmackhaftes und sättigendes Essen zu zaubern.
Gruß Elfe
Zum Weiterlesen siehe https://www.diabetes-ratgeber.net/Abnehmen -
am 24.07.2018 22:30:25 | IP (Hash): 142490921
hallo,
ich melde mich mal wieder zurück, da wir einige Tage im Urlaub waren, was uns auch sehr gut tat um etwas abschalten zu können. Seit wir die Werte protokollieren, erkennen wir, als Laien wohlbemerkt, eine signifikante Besserung, wie seht ihr das ? Könnt ihr mir eine Einschätzung dessen geben?
Es war bzw ist nicht so viel was wir geändert haben, und er macht auch keine Diät, sondern ernährt sich einfach bewusst.
Ich habe es weiter oben in meinen Beiträgen ja schon angeführt: Hauptgetränk ist und bleibt Mineralwasser. Wenn etwas fruchtig dann mit Grapefruit oder Zitrone gemischt. Beim Essen, -und da sind wir uns nicht sicher ob wir noch etwas falsch machen oder anders machen können- würzen wir grundsätzlich die Gerichte mit Kurkuma und Pfeffer. Fleisch wenn es das gibt dann nur Geflügel, viel Salat, Obst auch wobei er das nicht jeden Tag so gern isst, Naturreis,Naturnudeln etc.Er ist halt ein Hobbykoch und kocht halt gern mit Nudeln Reis, Kartoffeln etc. Weil man ja doch irgendwie noch eine Beilage braucht. 2 mal am Tag trinkt er Essigwasser.
Sport nicht direkt, aber jeden Tag gehen wir entweder mind 45 Minuten spazieren, oder fahren einfach mit dem Fahrrad.
Beim Einkaufen rechnen wir ABER NICHT genau die Kalorien zusammen, bzw KH, und Fett. Wir sind da eher so, dass wenn Wurst nur Geflügel, Käse Edamer ( Ligtht Version war wider Erwarten mehr KH, fett etc ). Rohschinken zb den er halt ab und an mal isst, haben wir in Light Version, und so gut wie kein Fett,und Zucker und KH: Sprich wir vergleichen beim Einkaufen nur die Fett Zucker und evtl noch etwas die KH. Mehr aber die Zucker und Fettwerte. Nicht zuletztauch deshalb weiler sein Bauchfett verlieren muss aufkurz oderlang.
Schon jetzt nach ein paar Wochen, ist aufgefallen, das er tatsächlich ein paar Kilo verloren hat. Kann so etwas so schnell passieren? Wenn man dann widerrum der Theorie glaubt, dass wenn Fett verloren die Bauchspeicheldrüse wieder selber arbeitet, scheint das hier der Fall zu sein ?
Mein Mann ist immer noch guter Dinge, undich bin auch positiv überrascht. Wobei manchmal auch auffällt, wie heute zb dass der Wert nach dem Abendessen über 140 lag.
Ich schreibe mal grob dieWerte, und wollte mal eure Meinung hören:
17.7.18 nüchtern: 168 , nach frühstück: 217, nach Abendessen 192.
18.7. nüchtern:165,nach Mittagessen: 196
19.7.18 nüchtern: 144, nach Frühstück: 199, nach Mittagessen: 186, nach Abendessen: 95
20.7.18 nüchtern: 155, nach Mittagessen: 120, nach Abendessen 163
21.7.18 nüchtern: 146,nach Mittagessen: 153, nach Abendessen: 164
22.7.18 nüchtern: 154, nach Mittagessen: 138
23.7.18 nüchtern: 144, nach Mittagessen: 142, nach Abendessen: 212
24.7.18 nüchtern: 134, vor dem Mittagessen 121, ( 2 Kaffee mit Milch und ein Teelöffel Zucker). nach Mittagessen: 133, vor Abendessen: 126,Nach dem Abendessen: 148.
Der Wert heute nach Abendessen war zwar über 140,aber sind die Werte auch nach eurer Meinung besser geworden?
Mein Mann meint auch, ob er jetzt überhaupt niemals mehr ein Weissbier trinken darf , was er einmal im Monat durchaus mal machte. So Kleinigkeiten die eben einfach nicht mehr drin sind. Ich denke maldas verhält sich so, dassman es zwar DARF, aber wenn man das dann bei jeder "Sünde"so sagt, und dann macht, dann bleibt es nicht bei einmal, und dann hat man statt einmal nach einer Sünde erhöhten Werte dauernd solche, denk ich da richtig?
und noch was, der gestrige Wert nach Abendessen: er ass 2 Vollkornbrote, mit diesem fertigen Nudelsalat, der hatte 30 g Fett auf 100 g, und an die 10 g Zucker. Stellen ja unseren Kühlschrank gesünder um, und dieser landet wohl auch auf dem Müll. und heute war wohl die dritte Scheibe zuviel. Aberich bin der Meinung , dass man nicht hungern soll beim Abnehmen..
Danke fürs Zuhören.
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am 27.07.2018 11:25:41 | IP (Hash): 363004268
waterfall18 schrieb:
Schon jetzt nach ein paar Wochen, ist aufgefallen, das er tatsächlich ein paar Kilo verloren hat. Kann so etwas so schnell passieren? Wenn man dann widerrum der Theorie glaubt, dass wenn Fett verloren die Bauchspeicheldrüse wieder selber arbeitet, scheint das hier der Fall zu sein ?
Hallo Waterfall und Mann,
ich möchte zuerst mal die Theorie zurecht rücken, die hinter den meisten Fällen von Typ2-Diabetes steckt. Hauptsächlich betroffen ist die Leber, die verfettet ist (nichtalkoholische Fettleber NAFL) und damit für kräftige Insulinresistenz sorgt. Mit der Insulinresistenz wird für die BZ-Regulierung das 5....10-fache an Insulin benötigt. Wenn die BSD zur Ausgabe von so viel zusätzlichem Insulin nicht mehr in der Lage ist, dann entsteht Diabetes. Bei der kräftigen Abnahme, die dein Mann durch konsequente Änderung der Essgewohnheiten erreicht hat, werden zuerst die inneren Organe entfettet. Bei der Entfettung der Leber nimmt auch die Insulinresistenz kräftig ab, so dass die Leistungsfähigkeit der BSD wieder ausreicht, um den BZ besser zu steuern. Die Entfettung der BSD und damit eine gewisse Erholung spielt übrigens vermutlich auch eine Rolle, aber die ist wesentlich geringer und auch nicht so gut nachgewiesen wie die Wirkung der Leberentfettung.
Allerdings verschwindet der Diabetes nur in wenigen Fällen komplett, weil die BSD in der Diabetesphase meistens geschädigt wurde. Die meisten Diabetiker, die mit Abnahme und Bewegung wieder vernuünftige BZ-Werte erhalten haben, müssen ihr Leben lang weiter auf geeignete Ernährung und Bewegung achten, sonst meldet sich ihr Diabetes sofort wieder zurück. Ob dein Mann zu den wenigen Ausnahmen gehört, die tatsächlich "geheilt" werden können, müsst ihr sehen. Geht besser mal davon aus, dass das nicht der Fall ist. Mit einem geeigneten Lebensstil viele Jahre ohne Medikamente auszukommen oder nur relativ harmlose Medikamente (z.B. Metformin) zu benötigen, ist auch schon sehr viel wert - dazu drücke ich deinem Mann ganz fest die Daumen.
Die BZ-Entwicklung bei deinem Mann sieht sehr gut aus. Macht weiter so und beobachtet, wie weit die BZ-Senkung ohne Medikamente funktioniert. Eine kräftige weitere Verbesserung kann er bestimmt noch erwarten.
Alles Gute, Rainer
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Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.