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Durchfall durch Insulin?
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am 27.07.2018 23:16:11 | IP (Hash): 2095931307
Hallo ich bin neu hier und ich hoffe, dass ihr vielleicht einen Rat habt. Es geht um meinen Mann (70) der seit 6 Jahren Diabetes 2 hat. Er spritzt Insuman basal und rapid und hatte zu Anfang alle nur möglichen Nebenwirkungen wie Ödeme und Blähungen. Die Ödeme gingen weg, aber Blähungen blieben und seit 3 Monaten hat er Durchfall, Flohsamen helfen bedingt aber am besten 1 Immodium am Tag. Er war jetzt bei einem neuen Diabethologen der meinte so etwas könnte unmöglich von Diabetes oder Insuman kommen, aber ich lese ständig das Diabetes diese Beschwerden auslösen kann und auch Insulin. Ich muß sagen er kontrolliert gewissenhaft den Zucker und spritzt dementsprechend. Sein Arzt will ihn jetzt auf Metformin langsam einstellen, da sein Wert bei 6,9 liegt und auch viel Sport treibt. Könnte das evt für ihn mit dem Durchfall dadurch besser werden? Ich würde mich sehr über eure Infos freuen, bin doch sehr ratlos und besorgt, oder wird er sich auf ein Leben mit tägl. 1 Immodium einstellen müssen. Danke an alle im voraus. Mariechen -
am 28.07.2018 08:39:01 | IP (Hash): 454995912
Insulin hat keine Nebenwirkungen!
Vielleicht reagiert er auf einen Konservierungsstoff - aber in dem Umfang?
Ich würde ja mal schauen was er so isst und trinkt. Süßstoffe in größeren Mengen sorgen für Abführende Wirkung, ebenso einige fettreduzierte Lebensmittel. -
am 28.07.2018 12:09:00 | IP (Hash): 2095931307
Danke für deine Antwort. Er nimmt gar keine Süßstoffe zu sich, aber kann die Finger nicht von Käse lassen und Milch hin und wieder auch nicht, die Milch ist lactosfrei, aber der Käse nicht. Vielleicht ist hier mal totale Käse Enthaltsamkeit gut, vielleicht eine Woche, evt. könnte es etwas bringen.. Ich hatte einiges über Neuropathie bei Diabetes gelesen, die ja auch den Magen DarMTRakt befallen kann, aber Der Diabetologe glaubt das nicht, weil die Erkrankung erst vor knapp 6 diagnostiziert wurde, aber wer weiß schon ganz genau, wie lange Diabetes schon vorher bestand, ohne das genau untersucht wurde.
Vielleicht ergibt ja auch der Wechsel in einer Woche vom Spritzen zu Tabletten eine positive Veränderung. Jedenfalls tut es mir so leid, dass er so gehandicapt jetzt ist und ich versuche soviel Info wie möglich für ihn zu finden. -
am 28.07.2018 12:53:54 | IP (Hash): 1680926747
Sorry, aber Insulin ist das Mittel, mit dem wir unseren Blutzucker am wirksamsten steuern können. So gut gut können wir das mit KEINER Tablette. Schon gar nicht mit Metformin, das den Blutzucker vom Essen überhaupt nicht senkt, sondern praktisch nur dafür sorgt, dass ganz allgemein die Ausgabe von Glukose aus der Leber gebremst wird, am sichtbarsten meistens morgens nüchtern. Wird deswegen bei INSULINERn häufig zusätzlich gegeben, um das Basal-Insulin zu unterstützen.
Und ich habe mal geschaut, aber praktisch nichts zu Durchfall durch Insulin gefunden. Aber vielleicht schaust Du ja mal zu den Nebenwirkungen von Metformin?
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Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung. -
am 28.07.2018 16:11:23 | IP (Hash): 248109250
TypEinser schrieb:
Insulin hat keine Nebenwirkungen!
Echt jetzt? Unterzucker und Veränderungen des Fettgewebes (Lipodystrophie) an der immer gleichen Einstichstelle sind ja wohl die häufigesten und bekanntesten Nebenwirkungen.
Wassereinlagerungen (Ödeme) werden auch ganz klar zusammen mit weiteren Nebenwirkungen wie Allergie im Beipackzettel genannt. Von Durchfall steht da allerdings nichts. (https://www.patienteninfo-service.de/a-z-liste/i/insumanR-rapid-solostar-100-ieml-injektionsloesung-in-einem-fertigpen/#4) -
am 28.07.2018 16:23:54 | IP (Hash): 454995912
jlk25762 schrieb:
TypEinser schrieb:
Insulin hat keine Nebenwirkungen!
Echt jetzt? Unterzucker und Veränderungen des Fettgewebes (Lipodystrophie) an der immer gleichen Einstichstelle sind ja wohl die häufigesten und bekanntesten Nebenwirkungen.
Wassereinlagerungen (Ödeme) werden auch ganz klar zusammen mit weiteren Nebenwirkungen wie Allergie im Beipackzettel genannt. Von Durchfall steht da allerdings nichts. (https://www.patienteninfo-service.de/a-z-liste/i/insumanR-rapid-solostar-100-ieml-injektionsloesung-in-einem-fertigpen/#4)
Insulin senkt den Blutzucker.
Eine echte Nebenwirkung ist das dann wohl nicht, oder?
Allergie auf Insulin - das wäre ganz schlecht...
Die Injektionslösung enthält zusätzliche Stoffe, da gibt's auch schon Mal allergische Reaktionen. Und wenn man auf jedes Präparat allergische Reaktionen zeigt bleibt nur noch der Diaport.
Veränderungen/Verhärtungen an den Einstichstellen sind auch übel. Und in jeder Schulung kommt der Hinweis darauf - dem Insulin kann man die Schuld geben (und so kommt das auch in den Beipackzettel), kann aber vom Anwender vermieden werden... Hypos sind so eine Sache - Insulinanpassung ist eben nicht einfach. Und man kann schlecht in den Zettel "Anwenderfehler" schreiben, oder? -
Elfe
Rang: Gastam 29.07.2018 02:49:27 | IP (Hash): 2109316912
Mariechen schrieb:
Danke für deine Antwort. Er nimmt gar keine Süßstoffe zu sich, aber kann die Finger nicht von Käse lassen und Milch hin und wieder auch nicht, die Milch ist lactosfrei, aber der Käse nicht. Vielleicht ist hier mal totale Käse Enthaltsamkeit gut, vielleicht eine Woche, evt. könnte es etwas bringen.. Ich hatte einiges über Neuropathie bei Diabetes gelesen, die ja auch den Magen DarMTRakt befallen kann, aber Der Diabetologe glaubt das nicht, weil die Erkrankung erst vor knapp 6 diagnostiziert wurde, aber wer weiß schon ganz genau, wie lange Diabetes schon vorher bestand, ohne das genau untersucht wurde.
Vielleicht ergibt ja auch der Wechsel in einer Woche vom Spritzen zu Tabletten eine positive Veränderung. Jedenfalls tut es mir so leid, dass er so gehandicapt jetzt ist und ich versuche soviel Info wie möglich für ihn zu finden.
Hallo Mariechen,
Käse ist super für Diabetiker, macht satt und keine anzurechnenden Kohlenhydrate.
Lakosefreie Milch im Haushalt zu haben ist nur so - ohne Diagnose Laktose-Intoleranz ?
Dein Mann könnte 1-2 Wochen auf laktose-freie Käseprodukte umstellen - wirkliche, wie von Minus-L.
Nicht bei normalen Käse schauen, wo draufsteht - von Natur aus laktosefrei.
Da können immer noch kleine Mengen drin sein und für bes. empfindliche Menschen zuviel sein.
Ev. kann schon eine Besserung eintreten.
Eine Laktose-Intoleranz kann gut bestimmt werden (beim Gastroenterologen).
Eine gewisse Menge wird in Wasser gelöst getrunken und in Abständen die Atemluft gemessen (ev. auch Blutzucker). Dabei pustet man in ein Tüte mit Mundstück und wird als Probe in einem Messgerät ausgewertet. Bestimmt wird dabei Wasserstoff - deshalb Bezeichnung H2-Atemtest.
Wenn das Enzym Laktase fehlt, um den Milchzucker aufzuspalten, wandert der Milchzucker bis in den Dickdarm. Spätestens dann versuchen Bakterien den Abbau, was zu Blähungen führen kann und sich über den abgeatmeten Wasserstoff messen lässt.
Je höher die Wasserstoffmenge in bestimmter Zeit, desto höher die Empfindlichkeit.
Ich selber bin besonders empfindlich, reagiere auf kleine Mengen.
Deshalb komplett auf Minus-L-Produkte umgestellt von Milch, Käse (Scheiben-/Frischkäse), Joghurt und Butter.
Auf jeden Fall wäre die Bestimmung wichtig, auch um zu bestimmen, ob und wie streng dein Mann auf Laktose achten muss.
Bitte lasst euch nicht zu Metformin überreden.
Wird wg. Verträglichkeit 'eingeschlichen' werden und muss ggfs, ausgeschlichen werden.
Langzeitwert 6,9 als gut zu verkaufen und nur mit Tabletten zu reagieren, ist ein Gegenargument.
Mit den Insulinen hat man direkten Einfluss auf den Blutzucker und Möglichkeit den Langzeitwert auf kleiner/gleich 6,5 (Diagnosegrenze) zu senken.
Wie man passende Dosis der Insuline herausfinden kann, gibt es reichlich Informationen, auch für Zuhause.
Zu bestimmten Zeiten BZ messen. Ist erwarteter BZ-Wert zu hoch, spricht das für eine !vorsichtige! Dosiserhöhung.
Gruß Elfe
Bearbeitet von User am 29.07.2018 02:51:42. Grund: Löschen Leerzeilen -
am 29.07.2018 07:58:47 | IP (Hash): 982484920
Hallo Mariechen,
so gehen die Meinungen auseinander:
Ich bin LADA und momentan benötige ich noch kein Insulin. Zwei Mal täglich je 850mg Metformin lassen meinen 1c bei 5,9% stehen. Ich esse so, wie auch (noch) nicht Diabetiker essen sollten und treibe Sport.
Täglich trinke ich morgens ein Gläschen Olivenöl und konnte durch die gesamte Umstellung die Triglyceride halbieren, HDL erhöhen und LDL verringern. Mein Eröffnungs-1c lag bei 17%.
Mir hat niemand gesagt, dass man Metformin einschleichen sollte, also habe ich es einfach begonnen. Probleme: keine.
Ich für meine Person kann nicht nachvollziehen, wieso das so verteufelt wird. Mach Dir am Besten selbst ein Bild.
https://www.diabetes-online.de/a/kann-leben-verlaengern-metformin-1710386
Freundlich gegrüßt und schönen Tag gewünscht!
-
Elfe
Rang: Gastam 30.07.2018 01:54:39 | IP (Hash): 114089885
Hallo Skytower,
geht nicht darum, wie verträglich Metformin ist, sondern wie die Senkung des Blutzuckers gelingt.
Besser direkter ist dabei Insulin.
Bis ein 2er auf ICT (Kurzzeit, Langzeitinsulin) eingestellt wird, hat er wohl schon einiges an Versuchen mit Tabletten Metformin + dies + welches hinter sich.
Dein Lauberzitat, ist keine seriöse wissenschaftliche Quelle.
'Jahrhundertealte Erfahrung als Volksmedizin'.
Die Geißraute als Pflanze zu fotografieren und mit "Metformin" gleichzusetzen ist geradezu unseriös.
Nur ein Bestandteil der Pflanze chemisch verändert, wird als Metformin verkauft.
Der 'länger Lebeneffekt' beruht auf Prävention des Typ 2-Diabetes, wie auch andere Lauber-Buchratgeber wie Lauf dem Diabetes davon, Kräuter u.a. … Irgendwie muss man seinen Lebensunterhalt finanzieren.
Deinen Rat, mach dir selbst ein Bild, möchte ich an dich zurückgeben: LADA ist Typ 1 (als Erwachsener), wo das eigene Immunsystem die Inselzellen zerstört und das fehlende Insulin von außen zugegeben werden muss. Metformin als angeblich Inselzellen schonend kann das nicht aufhalten.
Bin auch LADA (überraschend in 2er Familie über mehrere Generationen).
Habe sofort Mahlzeiteninsulin erhalten, um 400er Einzelwerte langsam und gezielt zu senken (HbA1c größer 8). Untergewichtig. Metformin als Appetitzügler kontraproduktiv, Fettwerte o.k..
Basalinsulin kam erst Jahre später hinzu, als dann nun wirklich alle Inselzellen kaputt waren.
Andere LADAs bekommen erst Basalinsulin zur Unterstützung und später Bolus. -
am 30.07.2018 08:32:50 | IP (Hash): 1397241194
Elfe schrieb:
Hallo Skytower,
geht nicht darum, wie verträglich Metformin ist, sondern wie die Senkung des Blutzuckers gelingt.
Besser direkter ist dabei Insulin.
Bis ein 2er auf ICT (Kurzzeit, Langzeitinsulin) eingestellt wird, hat er wohl schon einiges an Versuchen mit Tabletten Metformin + dies + welches hinter sich.
Dein Lauberzitat, ist keine seriöse wissenschaftliche Quelle.
'Jahrhundertealte Erfahrung als Volksmedizin'.
Die Geißraute als Pflanze zu fotografieren und mit "Metformin" gleichzusetzen ist geradezu unseriös.
Nur ein Bestandteil der Pflanze chemisch verändert, wird als Metformin verkauft.
Der 'länger Lebeneffekt' beruht auf Prävention des Typ 2-Diabetes, wie auch andere Lauber-Buchratgeber wie Lauf dem Diabetes davon, Kräuter u.a. … Irgendwie muss man seinen Lebensunterhalt finanzieren.
Deinen Rat, mach dir selbst ein Bild, möchte ich an dich zurückgeben: LADA ist Typ 1 (als Erwachsener), wo das eigene Immunsystem die Inselzellen zerstört und das fehlende Insulin von außen zugegeben werden muss. Metformin als angeblich Inselzellen schonend kann das nicht aufhalten.
Bin auch LADA (überraschend in 2er Familie über mehrere Generationen).
Habe sofort Mahlzeiteninsulin erhalten, um 400er Einzelwerte langsam und gezielt zu senken (HbA1c größer 8). Untergewichtig. Metformin als Appetitzügler kontraproduktiv, Fettwerte o.k..
Basalinsulin kam erst Jahre später hinzu, als dann nun wirklich alle Inselzellen kaputt waren.
Andere LADAs bekommen erst Basalinsulin zur Unterstützung und später Bolus.
Macht Diabetes eigentlich aggressiv? Wenn ich hier im Forum stoebere, bekomme ich fast den Eindruck. Oder - und das hoffe ich wirklich, die Beitraege kommen mangels fehlender 'emoticons' einfach falsch an.
Hallo Elfe,
den Begriff 'Vertraeglichkeit' hattest sehr wohl Du gebracht.
Guckst Du hier:
'Bitte lasst euch nicht zu Metformin überreden.
Wird wg. Verträglichkeit 'eingeschlichen' werden und muss ggfs, ausgeschlichen werden.'
Mein Hinweis darauf war, dass ich es nicht eingeschlichen habe, es sehr gut vertrage und es mir sehr gut hilft.
Ok, man muss den Lauber nicht lobpreisen, ich habe schlichtweg den ersten Link eingefuegt. Vermutlich gibt es aber zig weitere. So war mein Rat - an Mariechen, nicht an Elfe - mach Dir selbst ein Bild.
Ich weiss sehr wohl was LADA ist und es war meine ureigene Entscheidung, kein Basalinsulin und keine Lipidsenker zu nehmen.
Auch ich habe mein Leben komplett umgestellt und dies traegt bisher sehr gute Fruechte. Welche ohne Zucker :-)
Vermutlich ist das der Hauptunterschied zwischen der Einnahme von Metformin und Insulin: letzteres kann man an der Menge an die Nahrungsmittel anpassen, ersteres nicht. Da ich mit Insulin keine Erfahrung habe, ist dies aber nur eine Vermutung meinerseits.
Sicher kann ich sagen:
Alleine durch Metformin, ohne Ernaehrungsumstellung und Umstellung der Bewegungsgewohnheiten komme ich nicht auf einen 1c von unter 6%. Also, mir gelang das jedenfalls nicht.
Mittlerweile ist das eine Art Selbstlaeufer geworden. Meine Nuechternwerte sind von 6.3-7.0mmol/l auf 4.7-5.3mmol/l waehrend der letzten Wochen gefallen. Auf meinen naechsten 1c bin ich echt gespannt.
Warum sollte ich jetzt Insulin nehmen? Das kommt noch frueh genug. Never change a winning team, oder? ;-)
Freundlich gegrüßt und schönen Tag gewünscht!
Bearbeitet von User am 30.07.2018 22:39:27. Grund: Einheit :-)