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    am 19.08.2018 09:48:37 | IP (Hash): 1654861276
    Im Internet habe ich gelesen, dass bei Kartoffeln und Nudeln nach dem Erkalten die Kohlenhydrate umgewandelt werden, - so wie ich es verstanden habe, sind dann viel weniger Kohlenhydrate enthalten auch nach etwaigem Aufwärmen. Das würde bedeuten, dass kalte Kartoffeln und Nudeln "Low Carb" wären.
    Hat jemand damit Erfahrung?
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    am 19.08.2018 10:07:23 | IP (Hash): 558533295
    Stimmt wohl. Wo immer Mengenangaben dazu stehen, ist von 10% die Schreibe. Also zählen 10 warme Kartoffeln kalt wie 9. Happy eating ;)

    ----------------------------------------------
    Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.
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    am 19.08.2018 11:08:44 | IP (Hash): 752647656
    Hallo Moselbär,

    das Stichwort ist "resistente Stärke". Ein Teil der Stärke wird durch das Erkalten so umgebaut, dass sie vom Darm nicht mehr aufgenommen werden kann und deshalb weniger Glukose im Blut landet.

    Wenn du ein BZ-Messgerät hast und die Wirkung mit und ohne Erkalten überprüfen kannst, dann probiere es doch einfach aus. Ich habe einige wenige Versuche gemacht und dabei kein verlässliches Ergebnis feststellen können. Speziell habe ich Kartoffelsalat mit extra im Kühlschrank kaltgestellten Kartoffeln gemacht. Bei einem Versuch war ein Unterschied zu merken und beim nächsten trotz gleicher Zubereitung nichts mehr. Ich habe daraus geschlossen, dass der Effekt auch noch von der Kartoffelsorte abhängen könnte und habe die Tests nach einigen Versuche mit solchen unzuverlässigen Ergebnissen abgebrochen.

    Nudeln, besonders al dente gekochte, sind bekannt dafür, dass sie den BZ erst ca. 2 Stunden später ansteigen lassen. Für Diabetiker, bei denen die BSD noch einiges leisten kann und sie den langsameren BZ-Anstieg gut verarbeitet, wird das möglicherweise zu besseren BZ-Verläufen führen. Bei anderen kann es sich negativ auswirken.

    Viel Spaß beim Ausprobieren, Rainer
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    am 19.08.2018 11:28:45 | IP (Hash): 1654861276
    Danke für die hilfreichen Antworten!
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    am 20.08.2018 18:58:32 | IP (Hash): 1500493051
    Hallo Moselbär,

    da musste ich doch erst einmal Wiki bemühen, was 'Retrogradation' bedeutet - Altbacken von Brot durch Feuchtigkeitsverlust, soweit so logisch. Zu beobachten ist auch der umgekehrte Fall, daß Kekse/Plätzchen weich werden, durch Feuchtigkeitsaufnahme (deshalb aufbewahren in Metalldose).

    Umwandeln der Stärke von Kartoffeln und Nudeln durch Erhitzen ist wahrscheinlich.
    Rückumwandlung der Stärke bei Erkalten eher nicht.
    Da kommt ja wohl hoffentlich ein Deckel drauf zum Aufbewahren im Kühlschrank.

    Als "Low Carb" würde ich das keineswegs bezeichnen, da sind Kohlenhydrate drin und bleiben auch.
    Da ich jede KH mit Insulin abfangen muss, kann ich keine Unterschiede feststellen, ob die Nudeln 1-2 min länger kochen, aufgewärmt werden; auch nicht bei Kartoffeln.

    Wichtig ist Umwandlung von Stärke bei Hülsenfrüchten.
    Tiefkühlhülsenfrüchte kurz erhitzt, muss ich nicht mit Insulin berücksichtigen.
    Konserven oder Eintopf gekocht dahingehend schon, da die Stärke durch Erhitzen schon vorher z.T. aufgeschlossen wird.

    Für INSULINER ist Kartoffelpüree aus der Tüte gar nicht geeignet.
    Die Kohlenhydrate gehen ganz fix ins Blut aus dem getrockneten Kartoffelpulver.
    Da ändern Milch und Stück Butter dann auch nicht viel dran.
    Bearbeitet von User am 20.08.2018 19:00:03. Grund: Korrektur Schreibfehler
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    am 20.08.2018 21:20:58 | IP (Hash): 128984945
    Elfe schrieb:

    Für INSULINER ist Kartoffelpüree aus der Tüte gar nicht geeignet.
    Die Kohlenhydrate gehen ganz fix ins Blut aus dem getrockneten Kartoffelpulver.
    Da ändern Milch und Stück Butter dann auch nicht viel dran.



    Ich habe jetzt wirklich überlegt, ob ich auf sowas nochmal antworte... aber da ist so ein innerlicher Zwang das richtigzustellen...

    Quatsch! Man muss nur das Insulin mit dem richtigen DEA/SEA geben und evtl.
    splitten, wobei ich das bei Pulver-Kartoffelbrei nicht machen würde - so heftig ist der gar nicht.

    Gerade probiert: 3,5 BE Kartoffelbrei aus Pulver (stand noch im Schrank rum) mit etwas Schinken und Käse (statt Butter).
    Startwert: 109 mg/dl
    DEA(SEA) 10 Minuten (keine Lust gehabt, länger zu warten); nicht gesplittet
    Nach 1 Stunde: 146 mg/dl
    Nach 2 Stunden:120 mg/dl

    Mit etwas mehr DEA (ca.15- 20 Minuten) oder FIASP statt Humalog wäre die Kurve noch deutlich flacher verlaufen...

    Es gibt sicher Lebensmittel, die schwieriger zu handlen sich als andere, aber mit etwas Erfahrung und Übung kann man mit Insulin jedes Lebensmittel abdecken!
    Es gibt Typ1er, die verwenden sogar drei verschiedene kurzwirksame Insuline (z.B. Actrapid für Pizza; Humalog für Kartoffeln und FIASP für die Gummibärchen-Orgie).

    All das klappt natürlich nicht immer und oft nicht beim ersten Versuch, aber immer besser, je häufiger man sich traut...
     1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag.
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    am 20.08.2018 23:10:47 | IP (Hash): 1500493051
    Upps, sorry für solchen Unmut.

    Ja klar, mit Kapriolen von Insulin lassen sich die BZ-Werte irgendwie in Schach halten.
    Nur, ist das sinnvoll ? Für jedes Lebensmittel das passende Insulin ?

    Wer den BZ-Wert auf den Altar des Glaubens hebt, mag das stimmen.
    Aber nicht, wer sich für Ernährung interessiert, was für den Organismus wichtig ist.
    Was braucht unser Organismus und was ist nur Gewohnheit oder Appetit.
    Püree-Pulver ist reine Bequemlichkeit.
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    am 21.08.2018 17:12:26 | IP (Hash): 440517208
    Wenn Du in einer Zeit Diabetes gehabt hättest, wo ganz viele Lebensmittel verboten waren und alles fest geplant, würdest Du wahrscheinlich anders darüber denken...

    Es geht jetzt auch eigentlich gar nicht um das Pulver... schmeckt nicht wirklich gut und verwende ich meist nur als Bindemittel.

    Es geht um solche pauschalen Aussagen wie Saft ist ungeeignet, Honig ist ungeeignet, Weintrauben besser meiden und, und und...

    Kurz mal überlegen, wie ich das, was ich essen möchte, mit Insulin abdecke, kostet mich vielleicht 2 Minuten am Tag... also nix mit Kapriolen (wobei ich fast alles mit Humalog regele)

    Für mich steht im Mittelpunkt, dass ich das Leben lebe, was ich leben möchte und das bedeutet: Ich esse was und wann ich will, ich übe den Beruf aus, den ich ausüben möchte und ich bewege mich, wenn ich es möchte und lasse es, wenn ich keine Lust dazu habe. Der Diabetes gehört zu mir und wird es es immer tun. Aber er bestimmt mein Leben nicht.
    Bearbeitet von User am 21.08.2018 19:48:25. Grund: Ergänzung