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Blutzuckermessgeräte - Maßeinheiten mmol/l vs. mg/dl

  • Rang: Anfänger
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    Beiträge: 1
    Mitglied seit: 01.09.2018
    am 01.09.2018 13:33:26 | IP (Hash): 620650193
    Hallo zusammen,

    dies ist mein erster Beitrag, und darf gleich verraten: Ich habe gar keinen Diabetes. Aber, ich hatte die große Ehre für meine Mutter ein Blutzuckermessgerät kaufen zu dürfen.

    Diese Geräte gibt es mit "mmol/l" und "mg/dl". Ich habe mich da mal ein wenig eingelesen und u. a. diesen undatierten Artikel "Im Westen nichts Neues – Noch immer sind unterschiedliche Maßeinheiten für den Blutzuckerwert im Umlauf. In Europa und im Osten Deutschlands wird in Millimol gemessen, nur im Westen arbeiten Ärzte mit Milligramm." zum Thema gefunden:
    https://www.stern.de/gesundheit/diabetes/grundlagen/blutzuckerwert-im-westen-nichts-neues-3561144.html .

    Ich habe mich nun vorsichtshalber für die Maßeinheit "mg/dl" entschieden, da außerhalb der fünf neuen Bundesländer traditionell mit "mg/dl" hantiert wird und das Vorgängergerät meiner Mutter auch in "mg/dl" gemessen hat. So ist eine Vergleichbarkeit der Messwerte gewährleistet und die Ärzte haben im Westen sicherlich auch mehr Routine mit "mg/dl". Aber stimmt Letzteres auch?

    Was mich persönlich interessiert:
    Ist die deutsche Teilung ("mmol/l" im Osten und "mg/dl" im Westen) im Einheitenwesen tatsächlich heute noch so präsent?

    Die Einheit "mmol/l" ist eine SI-Einheit und eigentlich die bessere, weil internationalere Variante. Gab/gibt es Bestrebungen neue Patienten in Ost und West von Anbeginn einheitlich in "mmol/l" zu schulen?

    Müsste nicht ein jedes Labor auf Basis von SI-Einheiten als gesetzliche Einheit arbeiten, sodass Laborergebnisse sowieso immer zunächst in "mmol/l" ermittelt werden und dann rein informativ umgerechnet werden? (Man bekommt also sowieso beides auf den Tisch.)

    Ich freue mich über Nachhilfe.

    Viele Grüße
    Michael
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    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 01.09.2018 13:59:39 | IP (Hash): 1499852603
    Für mich ist das wie kw und ps, von Ablösung bis heute keine Spur. Mmol/l wurden mir zu Anfang der Internet Newsgroups in einem meiner früheren Leben als neuer Standard verkauft, der in den USA längst vorherrsche - und dann hab ich immer mehr von der ADA gelesen und darin lauter mg/dl ;)

    Persönlich kann ich mir in meinem alten Kopf unter mg/dl einfach ne konkretere Vorstellung machen, z.B. 100mg/dl = 1 Gramm pro Liter :)

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    Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.
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    am 01.09.2018 14:07:40 | IP (Hash): 454995912
    mg/dl ist klar verständlich.

    Man kommt mit allem klar, aber so eine schöne 100 oder 180 lässt sich besser einordnen als eine Kommastelle.
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    am 01.09.2018 14:16:55 | IP (Hash): 329160154
    Das ist nichts, über das sich das philosophieren lohnt. Wir müssen nur lernen, damit umzugehen, in Ostdeutschland, Schweiz, England, ... mit mmol/l und in Westdeutschland, Frankreich, USA, ... mit mg/dl. Es ist absolut nicht zu erwarten, dass irgend ein Land oder auch nur ein deutsches Bundesland das noch mal ändern wird.

    Es gibt ja auch für uns Millimoler keine Grund, mit 5,6 (100mg/dl) und 7,8 (140) zu hantieren. Mit einigermaßen runden Zahlen wie 5,5 (98) und 8,0 (144) kommt man ganz gut zurecht. Und wer wie TypEinser mit 180mg/dl umgehen will, der hat es mit der schönen glatten 10.0 bei mmol/l total bequem.
    Bearbeitet von User am 02.09.2018 09:30:34. Grund: .