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ist der ein stunden wert bedeutender als der zweistündige?

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    am 23.09.2018 07:55:13 | IP (Hash): 1815167532
    guten morgen,

    seit etwa 3 Monaten misst mein Mann seinen BZ. die Werte nach dem Essen hat er immer so gemessen, wie er zeitlich gerade dazu kam, aber eben immer in diesem ein bis 2 stunden Rhytmus.

    Und nun habe ich gehört, das der ein Stunden Wert nicht so aussagekräftig ist, wie der 2 Stunden Wert. Stimmt das ?

    Die Werte bei ihm nach dem Essen fahren zzt auch Achterbahn. Was wir zusammenfassend festgestellt haben: Es war bisher , seit Mitte Juli, kein Wert über 200 nach dem Essen. Sei es der 1, oder 2 Stunden Wert. Manchmal mass er auch nach 1, 5 Stunden.

    2 mal in der gesamten Messzeit ist es vorgekommen, das BZ Spitzen ohne erkennbaren Grund , über 200 waren. Für mich waren das aber Ausreisser, und haben sie auch so gewertet.

    desweiteren habe ich gelesen, dass Diabetiker, die mit einer Diät ihren BZ in Schach halten wollen, durchaus nach dem Essen Werte bis zu 160 als normal gelten. Stimmt auch das ?
    Vielleicht möchte mir jemand näheres zu den 1 , 2 Stunden Wert sagen, bzw welche genaue Bedeutung jener hat.

    Abschliessend kann man nicht wirklich sagen ob er bis heute Erfolg hatte, mit der Verbesserung. Da die Werte einfach zu unterschiedlich sind. Nüchtern hatte er aber bisher noch nie unter 130. eher 140 rum. und die nach dem Essen Werte varrieren sehr stark. Zum Teil von optimal bis normal bis hinzu mässig. und auch, wenn er zb das gleiche von Mittag zu Abend isst. Es ist manchmal wirklich eine Berg und Talfahrt.

    Im Oktober hat er einen Arzttermin zum LZ Wert. Mal sehen. Aber wie können wir denn als Laien ein abschliessendes Ergebnis aus den ganzen Protokollen lesen? dafür varrieren die Werte zu stark.

    Danke und LG
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    am 23.09.2018 09:15:00 | IP (Hash): 336818239
    https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/d/d8/Glucose-insulin-day-german.svg/495px-Glucose-insulin-day-german.svg.png zeigt den durchschnittlichen Verlauf mit gesunder Blutzucker-Automatik. Wenn die defekt ist, müssen wir Betroffene sie unterstützen und uns ein bisschen systematisch und gezielt mit Essen und Bewegen und ggf. Medis so verhalten, dass unser Verlauf dann dem mit der gesunden Automatik möglichst nahe kommt.

    Viele Erfahrungen zeigen, dass die Kurve nüchtern und zwischen den Mahlzeiten niedriger verlaufen kann, wenn man die Spitzen so um etwa 1 Stunde nach dem Essen möglichst gesund begrenzt.


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    am 23.09.2018 09:37:02 | IP (Hash): 1815167532
    danke für deinen Beitrag.

    die Werte meines Mannes stimmen ganz und gar nicht mit dieser Skala überrein. Werte an die knapp 100, wären bei ihm nur ein schöner Traum, sie erreichen ja durchaus an die 140 bis 150 grösstenteils, nach dem Essen.

    ZB gestern , nach dem Abendessen ein Stunden Wert 164. Bereits eine halbe Stunde später "nur" noch 130.

    kann man denn in diesen Stundentakten den Abbau nichts auswerten? Ich meine die Skala kann man ja aus Gesunden ableiten, aber für Diabetiker zb gelten ja andere Vergleichswerte, oder nicht? Und da liest man widerrum auch verschiedene Werte,die anzuwenden sind.



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    am 23.09.2018 10:39:45 | IP (Hash): 336818239
    Für Menschen völlig ohne eigenes Insulin, also Typ1, gilt 100-140 nüchtern und vor den Mahlzeiten als guter Zielbereich und 1-Stunden-Spitzenwerte weit über 200 als völlig normal. Der Langzeitwert HBA1c liegt damit dann bei um 7. Und diese Einstellung gilt als gut dafür, dass man Folgekrankheiten durch den höher als gesunden Blutzucker eher gar nicht oder erst nach vielen Jahren bekommt und dass die sich dann langsam entwickeln.

    Für Typ2 hat die Diabetologie diesen Zielrahmen übernommen, obwohl längst immer mehr Erkenntnisse und Erfahrungen dafür sprechen, dass Betroffene, die sich mit ihren Ärzten zusammen zu einer gesünderen Blutzucker-Steuerung durchringen, dadurch in den ersten Jahren häufig noch völlig ohne Medikamente für ihren weitgehend gesunden Blutzucker auskommen können, und das durchaus für 10 und mehr Jahre. Und in Fällen mit weiter fortgeschrittenem Diabetes lässt sich damit die Medikation verringern und der Blutzucker beinahe so direkt steuern, wie beim Typ1. Und vor allem lässt sich damit die Gewichtszunahme begrenzen und mit etwas Einsatz auch bis in den Normalbereich zurück drehen.


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    am 23.09.2018 10:51:22 | IP (Hash): 1815167532
    hjt_Jürgen schrieb:
    Für Menschen völlig ohne eigenes Insulin, also Typ1, gilt 100-140 nüchtern und vor den Mahlzeiten als guter Zielbereich und 1-Stunden-Spitzenwerte weit über 200 als völlig normal. Der Langzeitwert HBA1c liegt damit dann bei um 7. Und diese Einstellung gilt als gut dafür, dass man Folgekrankheiten durch den höher als gesunden Blutzucker eher gar nicht oder erst nach vielen Jahren bekommt und dass die sich dann langsam entwickeln.

    Für Typ2 hat die Diabetologie diesen Zielrahmen übernommen, obwohl längst immer mehr Erkenntnisse und Erfahrungen dafür sprechen, dass Betroffene, die sich mit ihren Ärzten zusammen zu einer gesünderen Blutzucker-Steuerung durchringen, dadurch in den ersten Jahren häufig noch völlig ohne Medikamente für ihren weitgehend gesunden Blutzucker auskommen können, und das durchaus für 10 und mehr Jahre. Und in Fällen mit weiter fortgeschrittenem Diabetes lässt sich damit die Medikation verringern und der Blutzucker beinahe so direkt steuern, wie beim Typ1. Und vor allem lässt sich damit die Gewichtszunahme begrenzen und mit etwas Einsatz auch bis in den Normalbereich zurück drehen.


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    Frage: was meinst du mit Typ 2 hat man den Zielrahmen übernommen? Du meinst die verlinkte Skala?

    Dann ist das ziemlich ernüchternd, das er seit Juli mit immerzu gesunder Lebensweise, sprich viel Gemüse, kein Zucker mehr, etc, all die (kleinen ) Umstellungen, nicht annäherend an die Werte der Skala gelangt. Ich dachte auch dahingehend dass jeder Mensch seine individuellen Werte hat, nach denen er sich richten sollte /müsste. Dann waren wir bisher der falschen Annahme, und es läuft wohl doch noch darauf hinaus, den BZ anhand Medis weiter zu drücken, da seine Werte, im Vergleich zu der Skala sehr schlecht sind.

    einen schönen Sonntag noch
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    am 23.09.2018 11:00:47 | IP (Hash): 336818239
    Hab mich missverständlich ausgedrückt, meinte 100-140 vor dem Essen und keine Begrenzung der Spitzen nach dem Essen als normal ärztlich vorgegebenen Rahmen.

    Hat für uns Typ2 den Nachteil, dass wir in diesem Rahmen zum Einhalten dieses Rahmens immer mehr Medis brauchen und immer mehr Kilos sammeln :(

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    am 23.09.2018 11:16:48 | IP (Hash): 87841062
    waterfall18 schrieb:
    kann man denn in diesen Stundentakten den Abbau nichts auswerten?

    Ja, das kann man.

    Wenn der 1h-Wert hoch ist und der 2h-Wert schon fast wieder auf den Stand vor dem Essen abfällt, dann kann die BSD noch relativ viel leisten. Wenn man dann seine Mahlzeiten so gestaltet, dass der 1h-Wert über die gesunden 140 (oder auch 160, das muss jeder für sich entscheiden) nicht allzu oft hinaus geht, dann kann man mit dieser Maßnahme seinen BZ ganz vernünftig steuern. Oft gehen dann auch die Nüchternwerte und die Werte zwischen den Mahlzeiten langsam weiter nach unten.

    Wenn der 2h-Wert relativ hoch bleibt, auch wenn der 1h-Wert einigermaßen vernünftig war, dann kann man vermuten, dass die BSD nicht mehr sehr viel eigenes Insulin ausgeben kann. Eine geeignete Ernährung hilft dann zwar auch, bringt aber nicht mehr so große Erfolge. Ein vernünftiger BZ-Verlauf lässt sich dann oft nur noch mit medikamentöser Unterstützung erreichen.

    Beste Grüße, Rainer

    ____
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    am 23.09.2018 11:49:11 | IP (Hash): 1815167532
    hmm, ok nun habe ich das einigermassen gut verstanden.

    somit können wir zusammenfassend sagen, das seit Juli die Nüchternwerte sich zwischen 135 und 150 pendeln. diese Werte haben sich bisher nicht sonderbar verbessert.

    und 1 Stunde nach dem Essen varrierend zw 120 und 160. wobei wir nie ungesund, also fettreich essen. 2 stunden danach haben wir selten gemessen, da wir davon ausgingen der 1 Stunden Wert sagt das meiste aus. aber von den seltenen 2 Stunden Messung , die nur entstanden, wenn er eher nicht dazu kam, waren die meist um die 120 , 130. aber wie ich das aus den Protokollen entnehme, varriert auch das sehr stark, von optimal bis mässig.

    nur 2 mal in den ganzen 3 Monaten haben wir schlechte Werte an die 220 nach dem Essen gemessen.

    würde schon gerne eine Art Zwischenbilanz aus den 3 Monaten ziehen, aber irgendwie sehr schwer möglich. ( LZ wert wird Mitte Oktober ermittelt).

    Und ist es nun besser 2 Stunden danach zu messen, als eine danach?

    Sorry, wenn ich etwas blöd frage, aber manchmal sind gewisse Sachen bzgl des BZ sehr verwirrend, obwohl ich mich schon gut eingelesen habe.
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    am 23.09.2018 11:59:46 | IP (Hash): 87841062
    waterfall18 schrieb:
    Und ist es nun besser 2 Stunden danach zu messen, als eine danach?

    Sucht euch eins von Beidem aus und messt immer zu diesem Zeitpunkt. Zwischen 1 und 2 Stunden bewegt sich der BZ ziemlich vorhersehbar. Wenn ihr euch auf einen der Werte - ich bevorzuge für mich 1 Stunde nach Beginn der Mahlzeit - einschießt, dann könnt ihr die Ergebnisse gut verfolgen und einschätzen. Gelegentlich solltet ihr dann auch den anderen Wert messen, um ein Gefühl dafür zu bekommen, was innerhalb der einen Stunde so ungefähr passiert. Manche messen immer beide Werte, was ich persönlich nicht für besonders sinnvoll halte.

    Alles Gute, Rainer

    ____
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    Bearbeitet von User am 23.09.2018 12:01:38. Grund: .
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    am 23.09.2018 12:08:10 | IP (Hash): 1815167532
    danke nochmal für die Antwort(en).

    wie gesagt, wir richteten uns immer nach dem 1 Stunden Wert, der sich im besten Fall zwischen 120 und 130 befand, und im mässigen Zustand zwischen 140 und 150. Schlechte Werte waren für ihn persönlich über 160, und das war vielleicht nur 2 , 3 mal der Fall in den Monaten.

    Wobei wir nicht mal wissen, was in seinem speziellen Fall hinnehmbar, bzw akzeptabel ist/wäre. Wir haben es nur anhand der Anfangswerte die meistens 180 betrugen verglichen und so eine persönliche Grenze errichtet.

    Auch wenn er ab und zu, und das wirklich nur ab und zu mal ein Stück Kuchen isst, sind die Werte nie über 200.