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Blutzuckerabfall schon bei geringer Bewegung
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am 17.10.2018 20:58:26 | IP (Hash): 758656419
Reiner15 schrieb:
Bsp: Wenn ich frühs um 9:00 Uhr die Basalrate auf 0% stelle dann dürfte um 13:00 kein Insulin mehr am wirken sein.
D. h. nachmittags um 16:00 dürfte nach o. g. BEs keine Hypo mehr auftreten, da ja den ganzen Tag über keine Boli gegeben wurden. Dem ist nicht so.
Reiner
Das ist wirklich krass... und die einzige Erklärung, die mir dazu einfällt ist, dass du zum einen sehr insulinempfindlich sein musst - holst wirklich das letzte raus ;) - und es bei dir sehr lange dauert, bis das Insulin wirklich vollständig weg ist...
Nach 7 Stunden ohne Insulin würde ich mich in einer innigen Umarmung mit der Toilettenschüssel befinden...
Nachdem du ja Novorapid ohne Problem verträgst, schon mal Fiasp probiert? -
Elfe
Rang: Gastam 17.10.2018 21:07:41 | IP (Hash): 1182650930
Hallo Heike,
erklärt so einiges an deinen Beiträgen, als ITlerin.
Meine Grundlagen liegen in Biologie und Chemie, wie funktioniert eigentlich der Organismus ?
Selbstverständlich werden Kohlenhydrate verbraucht (verbrannt) per Muskeltätigkeit, ohne Umweg über Insulin-'Schlüssel' in Körperzelle.
Hatte wirklich sehr viel Bewunderung zu Programmierern.
Bis zu Kollegin, die mit Biologiestudium keinen Job bekam und umgeschult wurde auf programmieren.
Lt. ihrer Aussage werden da nur einzelne Module zusammengeknotet, wie ich sie als Textbausteine in der Textverarbeitung kenne.
Habe mich bereits mit Pumpe etc. beschäftigt und halte dies nicht für so überaus überlegen zur ICT.
Gruß Elfe
P.S.: Gerade gelesen - 7 h ohne Insulin über Klo ? Übergeben ? ??
Fiasp hat eine kürzere Wirkungsdauer, ändert aber das Grundproblem nicht.
Bearbeitet von User am 17.10.2018 21:14:56. Grund: P.S. -
am 17.10.2018 21:30:24 | IP (Hash): 758656419
Ich bin ITlerin (Dipl. Inf) und entwickele und warte Software, kein Programmiersklave für Banalitäten... dass machen bei uns Werkstudenten...;)
Glaube mir, da ist nicht viel mit Modulen, die zusammengeklickert werden...
Auch die Muskeln brauchen für die Kohlenhydrataufnahme Insulin. Ohne geht das nur in geringem Maß... Die Leber ist meines Wissens das einzige Organ, das ganz ohne Insulin Glucose aufnehmen kann.
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am 17.10.2018 21:36:33 | IP (Hash): 758656419
Elfe schrieb:
P.S.: Gerade gelesen - 7 h ohne Insulin über Klo ? Übergeben ? ??
Bei mir beginnen nach ca. 3-4 Stunden die Ketoazidose-Symptome.
Nach 7 Stunden hätte ich richtig hohe Ketonwerte (größer 2 mmol/l) und 'nen Blutzucker jenseits der 500mg/dl...
Elfe schrieb:
Fiasp hat eine kürzere Wirkungsdauer, ändert aber das Grundproblem nicht.
Ich vermute einfach, dass das Novorapid bei Reiner sehr lange wirkt. Fiasp wird schneller resorbiert...
Bei mir ist das Humalog nach 2 Stunden so gut wie durch, andere haben eine Wirkung bis zu 5 Stunden. Und ich brauch eher viel Insulin...
Bearbeitet von User am 17.10.2018 21:40:01. Grund: . -
am 17.10.2018 22:09:09 | IP (Hash): 1988546667
HeikeOV schrieb:
Die Leber ist meines Wissens das einzige Organ, das ganz ohne Insulin Glucose aufnehmen kann.
"Nervenzellen (und Erythrozyten) nehmen Glucose insulinunabhängig auf." zitiert aus https://de.wikipedia.org/wiki/Insulin
Rote Blutkörperchen brauchen übrigens auch kein Insulin zu ihrer Versorgung mit Glukose. Deswegen verhalfen lange Wege vom nüchtern gezapften roten Saft bis zum Mittag im Labor zu ner Menge mg/dl - mmol/l weniger als bei der direkten Messung - früher. Heute funktioniert der Kühltransport auf schnellsten Wegen.
In der Leber wird das meiste Insulin verarbeitet, gesund eh, weil's da in sehr viel höherer Konzentration drin ankommt, als es danach in den Körperumlauf entlassen wird. Aber auch die meiste Wirkung vom gespritzten findet in der Leber statt, denn da drin ist der einzige Glukosespeicher, der - eben mit Insulin - unbegrenzt Glukose aufnehmen und was den Speicher überfüllen würde in Fett umwandeln kann zum Speichern im Schwimmgürtel.
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Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung. -
am 17.10.2018 22:16:46 | IP (Hash): 758656419
Gleicher Artikel:
"In der Leber und der Muskulatur werden die mit der Nahrung aufgenommenen Kohlenhydrate als Glycogen gespeichert. Dies hat ein Absinken der Glucosekonzentration im Blut zur Folge. Die Glucoseaufnahme in die Leberzellen erfolgt insulinunabhängig über GLUT2"
Übrigens: Erythrozyten=rote Blutkörperchen
Aber ich bleibe dabei: Muskeln brauchen für die Glucose-Aufnahme Insulin - nicht für die Verbrennung. Aber, was nicht aufgenommen werden kann, kann auch nicht verbrannt werden...
Einen hohen Blutzucker kann ich mit Bewegung nur senken, wenn ausreichend Insulin da ist....
Bearbeitet von User am 17.10.2018 22:27:18. Grund: . -
am 17.10.2018 23:30:00 | IP (Hash): 1988546667
Ok, aber es gibt außerhalb des Pankreas und der Pipeline zur Leber, der Aorta, keine Stelle im Organismus mit auch nur annähernd so konzentriertem Insulin wie in der Leber.
Interpretiere ich als
a) für das Leben des Organs Leber - seiner Zellen - ist kein Insulin erforderlich, aber für
b) das Speichern von Glukose als Glykogen und für die Umwandlung von zu viel Glukose/Glykogen zu Fett ist auch in der Leber ne Menge - die größte Menge im Organismus - an Insulin erforderlich.
Klar können die Muskeln ohne Insulin keine Glukose aufnehmen, aber wo bleibt die Glukose, wenn ich ne Woche im Bett zubringen muss und meine Muskeln nicht mehr als den Grundumsatz verbrauchen können?
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Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung. -
Elfe
Rang: Gastam 18.10.2018 19:03:12 | IP (Hash): 1182650930
HeikeOV schrieb:
Ich bin ITlerin (Dipl. Inf) und entwickele und warte Software, kein Programmiersklave für Banalitäten... dass machen bei uns Werkstudenten...;)
Glaube mir, da ist nicht viel mit Modulen, die zusammengeklickert werden...
Auch die Muskeln brauchen für die Kohlenhydrataufnahme Insulin. Ohne geht das nur in geringem Maß... Die Leber ist meines Wissens das einzige Organ, das ganz ohne Insulin Glucose aufnehmen kann.
Hallo Heike,
na supi Aussage zum IT-Job - … und das Testen übernehmen dann die Anwendersklaven, war so einer.
Wobei es unglaublich schwierig war, dem IT-Consultant, zu erklären, was wir wirklich von dem System erwarten. (Das Wort 'Entitäten' werde ich nie vergessen, für mich eigentlich 'Feld' in Eingabemaske.)
'Ohne Insulin Kohlenhydrate aufnehmen' ist für mich Streit um des Kaisers Bart.
Die Muskeln verbrauchen! die Energie, die verbrauchte Energie wird dann langsam wieder aufgefüllt.
Geht doch eigentlich bei Reiners Frage um Insulindosierung und Vermeidung von Hypos - wie geht man praktisch! damit um: Eben mit Reduzierung von Bolus-Insulin - 10 bis 50 % wird hier genannt, Basal ev. zusätzlich u.a.m.
https://www.diabetes-ratgeber.net/Sport/Blutzucker-beim-Sport-richtig-einstellen-217997.html
Bei mir persönlich wirkt sich Ausdauersport eher in BZ-Erhöhung aus. Da wird wohl mehr Zucker ausgeschüttet - in Erwartung, die ich dann nicht zu leisten vermag :-;
Starte jedenfalls mit normalem Zielwert und habe nur zur Sicherheit (wie eingebläut) Traubenzucker dabei.
Gruß Elfe
P.S.: Tut mir leid wegen deiner Ketoazidose-Problemen.
Kenne ich persönlich nur theoretisch aus der 1er-Grundschulung und mittleidigem Blick der Apothekerin, als ich brav die Ketonstreifen gekauft habe. Für ein paar wenige Ausreißer um die 300 mg/dl, aber nie per Symptome, hatte ich bisher keine Veranlassung für Test. -
am 18.10.2018 19:46:17 | IP (Hash): 1929088202
Elfe schrieb:
P.S.: Tut mir leid wegen deiner Ketoazidose-Problemen.
So ein Blödsinn, Heike hat doch keine Ketoazidoseprobleme.
Sie könnte welche bekommen, wenn sie nicht aufpasst und nicht rechtzeitig Insulin nachgibt - was sie mit ihrer Erfahrung aber ganz bestimmt nicht verpasst. -
am 18.10.2018 20:13:22 | IP (Hash): 485213131
Elfe schrieb:
na supi Aussage zum IT-Job - … und das Testen übernehmen dann die Anwendersklaven, war so einer.
Wobei es unglaublich schwierig war, dem IT-Consultant, zu erklären, was wir wirklich von dem System erwarten. (Das Wort 'Entitäten' werde ich nie vergessen, für mich eigentlich 'Feld' in Eingabemaske.)
Ne, fürs Testen gibt es interne Tester, die nach Spezifikation und Testbuch testen...
Und danach kommen Abnahmetests gemeinsam mit Kunden und Entwicklern...
ISO9001; ISO 12001!?
Wenn die Beschreibung natürlich nicht zu den Anforderungen passt...
Aber Consultants sind ein echtes Übel- die treiben die Seite, die sie nicht bezahlt oft an den Rand der Wahnsinns.... Ich kläre Unklarheiten meist direkt mit den Anwendern...
PS: Du hast übrigens 5-6 Jahre Mathematik-/Informatikstudium mit eine gescheiterten Biologin nach Umschulung gleich gesetzt...
Bearbeitet von User am 18.10.2018 21:23:49. Grund: PS -
am 18.10.2018 20:21:46 | IP (Hash): 485213131
Rainer schrieb:
So ein Blödsinn, Heike hat doch keine Ketoazidoseprobleme.
Sie könnte welche bekommen, wenn sie nicht aufpasst und nicht rechtzeitig Insulin nachgibt - was sie mit ihrer Erfahrung aber ganz bestimmt nicht verpasst.
Natürlich prüfe ich meine BZ blutig bei den ersten Keto-Symtomen, gerade wenn das GCMS vielleicht mal was anderes sagt - kann ja was defekt sein...
Und da bin ich von echten Problemen weit entfernt.... -
am 18.10.2018 20:23:55 | IP (Hash): 485213131
Elfe schrieb:
Geht doch eigentlich bei Reiners Frage um Insulindosierung und Vermeidung von Hypos - wie geht man praktisch! damit um: Eben mit Reduzierung von Bolus-Insulin - 10 bis 50 % wird hier genannt, Basal ev. zusätzlich u.a.m.
https://www.diabetes-ratgeber.net/Sport/Blutzucker-beim-Sport-richtig-einstellen-217997.html
Bei Reiner ist aber schon seit Stunden theoretisch keine Insulin mehr wirksam! Kein Basal, kein Bolus! Pumpe aus! Und das ist extremst seltsam!
Bearbeitet von User am 18.10.2018 20:25:19. Grund: .1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
Elfe
Rang: Gastam 21.10.2018 02:02:50 | IP (Hash): 1943184736
HeikeOV schrieb:
Elfe schrieb:
Geht doch eigentlich bei Reiners Frage um Insulindosierung und Vermeidung von Hypos - wie geht man praktisch! damit um: Eben mit Reduzierung von Bolus-Insulin - 10 bis 50 % wird hier genannt, Basal ev. zusätzlich u.a.m.
https://www.diabetes-ratgeber.net/Sport/Blutzucker-beim-Sport-richtig-einstellen-217997.html
Bei Reiner ist aber schon seit Stunden theoretisch keine Insulin mehr wirksam! Kein Basal, kein Bolus! Pumpe aus! Und das ist extremst seltsam!
Basal nein, Bolus können wir nicht wissen, da Reiner nicht angegeben hat, was er wann mit wieviel Einheiten Novorapid gespritzt hat.
Diese deiner Äußerungen sind auch recht merkwürdig:
HeikeOV schrieb:
Elfe schrieb:
P.S.: Gerade gelesen - 7 h ohne Insulin über Klo ? Übergeben ? ??
Bei mir beginnen nach ca. 3-4 Stunden die Ketoazidose-Symptome.
Nach 7 Stunden hätte ich richtig hohe Ketonwerte (größer 2 mmol/l) und 'nen Blutzucker jenseits der 500mg/dl...
Elfe schrieb:
Fiasp hat eine kürzere Wirkungsdauer, ändert aber das Grundproblem nicht.
Ich vermute einfach, dass das Novorapid bei Reiner sehr lange wirkt. Fiasp wird schneller resorbiert...
Bei mir ist das Humalog nach 2 Stunden so gut wie durch, andere haben eine Wirkung bis zu 5 Stunden. Und ich brauch eher viel Insulin...
Irgendwoher wirst du ja wissen, woher die Ketoazidose-Symptome herkommen, mit spezieller Zeitangabe. Was ja so voll verkabelt gar nicht vorkommen dürfte.
Deine Deutung zu Insulinwirkung 'Humalog nach 2 h bei mir durch' ist falsch.
Da ist ca. gerade das Wirkungsmaximum erreicht - eine Stoffeigenschaft und die eigentliche bestimmte Konstante
s. S. 6 in
https://www.ema.europa.eu/documents/product-information/humalog-epar-product-information_en.pdf
Variable sind
1.) Spritzzeitpunkt
2.) Mahlzeit-Zusammensetzung
3.) Dicke des Unterhautfettgewebes
Bei normalen Mahlzeitzusammensetzungen ist das Wirkprofil durchaus sinnvoll, Fiasp da eher nicht - da wir schnelle KHs doch allgemein sowieso, bes. isoliert, meiden sollen.
Hinzu kommt, daß bei körperlicher Anstrengung die Senkung des BZs eingeschätzt werden muss - auch dieses ist eine Variable (Konstitution).
Pumpe oder Pen macht da keinen Unterschied. -
am 21.10.2018 09:18:48 | IP (Hash): 512379430
Elfe schrieb:
Deine Deutung zu Insulinwirkung 'Humalog nach 2 h bei mir durch' ist falsch.
Da ist ca. gerade das Wirkungsmaximum erreicht - eine Stoffeigenschaft und die eigentliche bestimmte Konstante
s. S. 6 in
https://www.ema.europa.eu/documents/product-information/humalog-epar-product-information_en.pdf
5.2
"The pharmacokinetics of insulin lispro reflect a compound that is rapidly absorbed, and achieves peak blood levels 30 to 70 minutes following subcutaneous injection."
Da geht es nur um das Erreichen der Wirkspitze, das doch offensichtlich seeehr verschieden sein kann, übrigens nicht nur von einer Person zur anderen, sondern auch bei einer Person zu den verschiedenen Tageszeiten und dann bei der selben Person noch mal verschieden in Abhängigkeit von der körperlichen Aktivität in der Stunde nach dem Spritzen.
Und so verschieden kann dann auch die Spitze der Wirkkurve aussehen von ner zackigen Spitze bis zu ner breiten runden Platte, und ebenso dann das Absinken von steil bis flach auslaufend.
Vor dem Hintergrund ist völlig sinnbefreit, irgendeine allgemeine Wirkverlaufskurve über eine persönlich gemessene stellen zu wollen. Selbstverständlich ebenso, wenn jemand seinen BZ unbedingt in den Rahmen einer allgemeinen Kurve zwingen und nicht akzeptieren will, dass seine persönliche sehr viel anders verläuft und dass er gut dran tut, die systematisch auszutesten und sich danach zu richten.
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Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.
Bearbeitet von User am 21.10.2018 09:30:08. Grund: Korrektur -
am 21.10.2018 09:19:42 | IP (Hash): 677586290
Reiner15 schrieb:
Bsp: Wenn ich frühs um 9:00 Uhr die Basalrate auf 0% stelle dann dürfte um 13:00 kein Insulin mehr am wirken sein.
D. h. nachmittags um 16:00 dürfte nach o. g. BEs keine Hypo mehr auftreten, da ja den ganzen Tag über keine Boli gegeben wurden. Dem ist nicht so.
Reiner
Kein Bolus! Wer lesen kann...
Thema Keto:
ohne CGMS: Ein etwas erhöhter Wert wird erstmal mit der Pumpe korrigiert. War die Ursache aber ein Defekt am Katheter , es kommt also kein Insulin mehr an, steigt der BZ weiter und die Übelkeit ist das erste Symptom der Keto...
2-3 mal in 18 Jahren passiert.
mit CGMS: hatte vor 2-3 Wochen eine echten Murks-Sensor: Der war morgens noch ok und hat dann nur noch Werte zwischen 70 und 90 mg/dl angezeigt. Das schaltet dann die Pumpe ab (für max. 2 Stunden) um eine Hypo zu vermeiden. Dann geht die Pumpe zwar für eine halbe Stunde wieder an. Aber bei der nächsten Abschaltung war dann der Insulinmangel schon so groß, dass die Keto anfing...
Zum Thema Wirkprofil Humalog:
Dieses Profil zeigt nur wann und wie lange das Insulin durchschnittlich nachweisbar ist.
Ich verwende Humalog jetzt seit 18 Jahren. Nach 15 Minuten beginnt bei mir die Wirkung, nach 2 Stunden tut sie da nix mehr. Was da vielleicht noch im Blut nachweisbar ist, ist irrelevant.
Und sowas testet man nicht nach einer Mahlzeit oder vor/nach/während Bewegung... aus, sondern mit eine Korrektur eines maßvoll erhöhten Wertes bei korrekter Basalrate. Auch die Langzeitinsuline, die ich vor langer Zeit mal gespritzt habe, haben bei mir nie die versprochene Wirkdauer von 14 -26 Stunden erreicht.
Und zu dem Blödsinn mit dem Meiden schneller KHs schreibe ich nichts mehr...
Ich denke, es wird langsam Zeit, es Cracktos und Dirk nachzutun...
Bearbeitet von User am 21.10.2018 09:21:56. Grund: .3 Benutzer dankten für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 21.10.2018 10:16:57 | IP (Hash): 512379430
@Reiner
Klar denken wir INSULINER und unsere Ärzte bei Hypos immer zuerst an zu große gespritzte oder gepumpte Dosen. Aber es gibt auch Abweichungen vom Nomalen, mit denen Nichtdiabetiker unterzuckern können. So hab ich z.B. schon mehrere Nichtdiabetiker mit einer extrem niedrigen Nierenschwelle kennen gelernt, die damit z.T. mit etwas Bewegung und ohne Essen deutlich unter 50mg/dl kommen konnten.
Wll schreiben: Wie der Hund zu Flöhen auch noch Läuse haben kann, können wir zu unserem Diabetes auch noch weitere Glukose-Verwertungsstörungen haben. Und wenn der BZ sooo weit wie bei Dir aus dem erwartbaren Rahmen läuft, würde ich die Doks nach weiteren Ursachen nerven, die's wenigstens erklären und sich vielleicht sogar verkleinern bis beseitigen lassen. Daumendrück
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Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung. -
am 21.10.2018 11:50:35 | IP (Hash): 1136329760
Antabaka schrieb:
Hallo alle miteinander.
Danke im Voraus an diejenigen, die sich die Zeit nehmen meinen Beitrag zu lesen und evtl. zu kommentieren.
Ich bin seit ca. 4 Jahren diagnostizierter Typ 1 Diabetiker und 29 Jahre alt. Für die Insulintherapie benutze ich einen normalen Pen und zum Messen FreeStyle Libre. Meine Langzeitwerte sind mit 5,9 - 6,1 im Schnitt ok denke ich.
Aber leider ist da ein riesen Problem, was meinen Alltag zur Hölle macht.
Mein Blutzucker rast bei physischer Bewegung schnell runter. Auch wenn ich nur mal 15 Minuten spazieren gehe sinkt der Wert zum Beispiel von 6,0 mmol auf 4,0 ab. Und das wenn gerade kein kurzzeitiges Insulin am Wirken ist. Im Falle, dass ich spazieren gehe und ich mich in dem Zeitraum befinde, in dem das Kurzzeitinsulin wirkt (0-4 Stunden) dann ist es schon fast lebensgefährlich für mich mal kurz in den Supermarkt zu gehen, ohne vorher ca. 30 gramm KH als "Puffer" aufgenommen zu haben oder eben bei der Mahlzeit 3 BE nicht ab zu decken.
Es ist, als ob meine Muskeln extrem viel "Sprit" schlucken, also extrem viel Glucose für wenig Bewegung verbrauchen. Das ständige Saft trinken oder Dextro essen ist auch sehr nervig.
Zum Glück bin ich freiberuflich tätig und kann von zu Hause aus arbeiten. Deswegen habe ich meine Werte ganz gut unter Kontrolle, aber dass jeder Schritt vor die Tür sich so gefährlich anfühlt vermiest mir schon sehr oft die Laune und die Lust überhaupt noch raus zu gehen. Ich sitze wirklich viel drinnen nebenbei gesagt.
Hat jemand von euch ein ähnliches Problem? Wie kann ich den Energieverbrauch meines Körpers bei Bewegung reduzieren? Angenommen ich gehe jeden Tag 15 Minuten joggen, würde das etwas ändern?
Ich würde mich über Hilfe freuen!
Hi!
Ich tippe da auf Restleistung der Betas, und die Menge reicht bei Bewegung für niedrige Werte.
Ich hab bis 4 Jahre nach der Diagnose auf 10 km Radfahren ne halbe Tüte Gummibärchen "verbraucht". Heutzutage ist das komplett anders....
Und bevor Elfe wieder ein Arbeitsblatt vom Diadoc herbeizaubert:
Humalog ist vormittags nach 2 Stunden definitiv raus, Abends wirkt der Bolus je nach "faul auf der Couch" und "Party" zwischen 3 und 5 Stunden.
2 Benutzer dankten für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 21.10.2018 11:51:07 | IP (Hash): 677586290
Elfe schrieb:
Bei normalen Mahlzeitzusammensetzungen ist das Wirkprofil durchaus sinnvoll, Fiasp da eher nicht - da wir schnelle KHs doch allgemein sowieso, bes. isoliert, meiden sollen.
Hinzu kommt, daß bei körperlicher Anstrengung die Senkung des BZs eingeschätzt werden muss - auch dieses ist eine Variable (Konstitution).
Pumpe oder Pen macht da keinen Unterschied.
Dir ist aber schon klar, dass ich mit der Pumpe eine Boluswirkung problemlos verlängern kann. Nur verkürzen geht nicht...
Geht mit dem Pen auch, ist aber lästig... -
am 21.10.2018 12:24:14 | IP (Hash): 677586290
TypEinser schrieb:
Humalog ist vormittags nach 2 Stunden definitiv raus, Abends wirkt der Bolus je nach "faul auf der Couch" und "Party" zwischen 3 und 5 Stunden.
Und da ich Abends eher im Zustand "kurz vor Koma" bin... bei mir auch Abends ;)1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
Elfe
Rang: Gastam 22.10.2018 23:27:36 | IP (Hash): 550942137
TypEinser schrieb:
Ich tippe da auf Restleistung der Betas, und die Menge reicht bei Bewegung für niedrige Werte.
Ich hab bis 4 Jahre nach der Diagnose auf 10 km Radfahren ne halbe Tüte Gummibärchen "verbraucht". Heutzutage ist das komplett anders....
Und bevor Elfe wieder ein Arbeitsblatt vom Diadoc herbeizaubert:
Humalog ist vormittags nach 2 Stunden definitiv raus, Abends wirkt der Bolus je nach "faul auf der Couch" und "Party" zwischen 3 und 5 Stunden.
Soso, jedenfalls weißt du mit Heike als 1er früh diagnostiziert, daß ihr ja so allwissend seid.
Gemessene Werte werden dann so interpretiert, daß eigentlich ganz klare biochemischen Vorgänge verleugnet oder bis zur Unmöglichkeit verbogen werden - 'Restleistung' als 1er, Wirkungskurve Insulin
Solche 'Besserwisser' habe ich real als Schulungsteilnehmer getroffen, die sich die ganzen Grundlagen genauso vergegenwärtigen mussten, wie ich als LADA.
Warum ? - Weil das eben nicht so stimmt und schlimm gegangen ist, trotz Jahrzehnte.
Man kann es drehen oder wenden, wie man will, bei Hypos passen wirkendes Insulin zum Blutzucker nicht zusammen - zuviel äußerlich gegebenes Insulin, reduzieren.
Das gegebene Insulin entspricht der ermittelten Wirkungskurve, wenn es denn im Blutkreislauf angekommen ist.
Kann durchaus unterschiedlich sein - bei mir sofort essen nach Spritze, mit mehr Bauchfett durchaus länger warten (Austausch mit realen Schulungskollegen).
KH-haltiges wird per Insulin berücksichtigt, einrechnen von Bewegung in Reduzierung von Insulin eben auch.
Wenn so eingebildet der Blutzucker steigt durch kein oder wenig KH-haltiges (Heikes Paprika) stimmt anderes nicht in weiteren Parametern, die im Organismus stattfinden - nicht so unmittelbar offensichtlich sind.
Zahlenmesswerte sind das eine, die zugrunde liegenden biochemischen Mechanismen das andere.
Gar nicht so schwer:
Durch Verdauung werden KHs aufgeschlossen und landen im Blut,
gespritztes Insulin muss über Unterhautgewebe auch im Blut landen.
Und sich treffen, irgendwie. Nicht wie gesund im Dünndarm.
An 'Arbeitsblatt' per Arzt glaubt die doofe Elfe.
Wissen tut die 'Elfe' noch mehr - was wirklich naturwissenschaftliche Studien betrifft (unter GLP - anders als ISO).
Bearbeitet von User am 23.10.2018 01:24:13. Grund: Ergänzung -
am 23.10.2018 09:31:49 | IP (Hash): 1244773395
Elfe schrieb:
Und sich treffen, irgendwie. Nicht wie gesund im Dünndarm..
Und wie käme Insulin bei gesunden Menschen in den Dünndarm? - Oder absolut verrückt, diese dooofen Insulinpillendreher, die's bislang zuverlässig nur bis in den Dünndarm geschafft haben. Wieso meinen die, dass das aus dem Dünndarm dann noch ins Blut muss, wo Dr. Elfe doch längst weiß, dass der Dünndarm das gesunde Insulinziel ist?
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Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.
Bearbeitet von User am 23.10.2018 09:54:18. Grund: Ergänzung3 Benutzer dankten für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 23.10.2018 11:55:01 | IP (Hash): 766288795
Hallo Jürgen,
neben der Dünndarm-Story gibt es in Elfes Wutausbruch noch ein paar andere schöne Stellen zum lachen. Mir gefällt besonders die Behauptung, dass "das gegebene Insulin der ermittelten Wirkungskurve entspricht, wenn es denn im Blutkreislauf angekommen ist." Dumm nur, dass dann alle Insuline von Lantus bis Fiasp die gleiche Wirkkurve wie Humalog hätten. Der Unterschied zwischen den einzelnen Insulinen besteht ja gerade darin, dass sie unterschiedlich schnell aus der Spritzstelle freigegeben und in den Blutkreislauf abgegeben werden. :lol:
@TypEinser,
das Dokument, das Elfe das rausgesucht hat, ist schon seriös. Lediglich Elfes Interpretation lässt stark zu wünschen übrig. Über der Wirkkurve auf der Seite 6 ist nämlich ausdrücklich vermerkt:
"As with all insulin preparations, the time course of insulin lispro action may vary in different individuals or at different times in the same individual ... The typical activity profile following subcutaneous injection is illustrated below."*)
Neben dem 'may vary in ...' sollte sich Elfe sich auch mal den Beginn der Wirkkurve mit 'following subcutaneous injection' ansehen.
*) Quelle: https://www.ema.europa.eu/documents/product-information/humalog-epar-product-information_en.pdf Seite6, was man sich durch ersetzen von _en durch _de übrigens auch auf Deutsch ansehen kann.
Bearbeitet von User am 23.10.2018 11:59:13. Grund: .3 Benutzer dankten für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 23.10.2018 12:26:46 | IP (Hash): 1136329760
Liebe Elfe,
Restleistung der verbliebenen oder regenerierten Betas bei Typ 1 gibt es zu Hauf. Auch auf Jahre!
Dafür spricht beim Fragesteller der duchgängig gute HbA1c und die Hyponeigung bei körperlicher Aktivität. Ob das in Deinen Mikrokosmos passt ist mir echt egal...
Wie erklärst Du mir denn meinen Anstieg um 40 mg/dl nach 2 Tassen starkem Kaffee?
Mein Doc sagt: Hormone, Adrenalin oder die Alphazellen meinen was morsen zu müssen...
Was auch egal ist, Kaffee morgens braucht für mich einen Bolus. Glaub es oder nicht.
@Rainer
Ich kann mir vorstellen warum der Diadoc Arbeitsblätter ausgiebt... Ein Gespräch dürfte zu Anstrengend sein.
@Elfe
Bist Du jetzt Lada oder Pankreas-operiert?
Und: m
Mein Basal passt perfekt. Irgendwelche Einbildungen bestimmen meinen BZ nicht, dafür Kohlenhydrate und Hormone. So wird der BZ für uns berechenbar... mit variablen.
Da kommst Du auch noch hin.
PS. Im Kino gibt's bei mir Haribo Frösche. 200-g-Tüte. BZ-Spitze mit Insulin-Splitting räumlich und SEA bei 160. Mehrmals mit Libre überprüft... Läuft!
1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
Elfe
Rang: Gastam 23.10.2018 20:14:57 | IP (Hash): 550942137
Lieber TypEinser,
bzgl. Kaffee (ohne Kohlenhydrate) hat dein Doc recht:
"Koffein stimuliert die Ausschüttung der Stresshormone Cortisol und Adrenalin."
https://www.brandeins.de/corporate-publishing/kaffee-in-zahlen/kaffee-in-zahlen-2015/wie-wirkt-kaffee-im-koerper
Und wie wir Diabetiker wissen, sind Cortisol und Adrenalin Gegenspieler zum Insulin.
Dann reagierst du besonders sensibel auf Kaffee.
Kann durchaus unterschiedlich sein - für mich nur Muntermacher, ohne Effekt auf Blutzucker.
LADA war nur meine Anfangsdiagnose.
Statt Pankreas-Operation hat mein Organismus es selbst geschafft, die Bauchspeicheldrüse außer Funktion gesamt zu setzen.
Laut MRT-Bilder liegt eine ungünstige Lage der Ausgänge für den Verdauungssaft der Bauchspeicheldrüse vor.
Per Rückstau hat sich das Organ sozusagen selbst verdaut.
Mein Internist = Diadoc hat mir prophezeit, im Laufe des Niedergangs werde ich mehr Insulin und mehr Verdauungsenzyme benötigen (besonders zur Fettverdauung - per Kapsel auf Fettmenge dosiert, weniger fein zu dosieren als bei Insulin). Genau so ist das nun auch gekommen.
Wenn du den Genuss von deinen Haribos BZ-mäßig so gut hinbekommst, ist doch super :-)
Egal sind mir meine Mitmenschen keineswegs.
Sonst wäre ich nicht in diesem Forum engagiert.
Habe durchaus viele Kenntnisse in eigener 2er Familie - und wie man damit umgeht: Locker oder heulend 'ich darf nix mehr essen'.
Berufliche Kenntnisse bzgl. Analytik/Datenauswertung zusätzlich.
Nutzt es oder lasst es.
Bearbeitet von User am 23.10.2018 20:27:22. Grund: Format -
am 23.10.2018 20:41:39 | IP (Hash): 480868577
@hjt-Jürgen
Ich war wegen des o. g. Problems oder des etwas seltsamen Verhalten meines Körpers, welches seit 10 Jahren immer stärker wird, bereits 2 x im Krankenhaus/Diabetesklinik und zu 2 stationären Rehas zur Neueinstellung, einmal mit Verlängerung. Das Krankenhaus entlässt heute nach Regelzeit (10 Tage Neueinstellung bei Insulinwechsel), wenn das Ergebnis nicht zufriedenstellend ist muss man sich am Tag nach der Entlassung neu einweisen lassen. Dann kann man länger als die Regelzeit im Krankenhaus bleiben. Der DiaDoc kann aus seiner Sicht ambulant nichts mehr dazu beitragen, ausser mich im Extremfall mit dem Notarztwagen abholen zu lassen. Da wird man aber nicht in eine Diabetesklinik eingeliefert und wenn der Allgemeinzustand wieder hergestellt ist, zeitnah entlassen.
Die LVA hat schon vor Jahren weitere Rehas abgelehnt. Ich stelle jedes Jahr einen neuen Antrag.
Was den Insulinwechsel angeht - für AkkuChek Insight gibt es bisher nur vorgefüllte Ampullen mit NovoRapid.
Reiner