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Blutzuckerabfall schon bei geringer Bewegung
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am 23.10.2018 21:21:13 | IP (Hash): 1244773395
Reiner15 schrieb:
@hjt-Jürgen
Ich war wegen des o. g. Problems oder des etwas seltsamen Verhalten meines Körpers, welches seit 10 Jahren immer stärker wird, bereits 2 x im Krankenhaus/Diabetesklinik und zu 2 stationären Rehas zur Neueinstellung....
Genau das hab ich gemeint: Für Diabetologen dreht sich alles um den Diabetes, also um alle Störungen, mit denen der BZ über gesund ansteigt. Und unter gesund sinken kann er im diabetologischen Zusammenhang nur mit zu viel gespritztem oder gepumptem Insulin.
Deswegen denke ich, dass Du einen nichtdiabetologischen Endo bräuchtest, der sich vorstellen kann, dass für Deine Auffälligkeiten was völlig anderes als Dein Diabetes und Deine Diabetesbehandlung verantwortlich sein könnte. Daumendrück
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Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung. -
Elfe
Rang: Gastam 24.10.2018 00:34:05 | IP (Hash): 550942137
Hallo Reiner,
seltsam ist gar nichts mit deinem Körper, lässt sich erklären.
Wenn dann so wirklich gesamt gesehen.
Bei mir ambulant durchaus erfolgreich, unter Alltagbedingungen.
Mit verständigem Diabetologen vor Ort - Schwerpunktpraxis mit u.a. auch Schulungsangebot.
Google entsprechend mal zu deinem Wohnort/Umkreis.
Novorapid ist auch mein Insulin per Pen (Basalinsulin erst später dazu).
Gruß Elfe -
am 24.10.2018 00:53:56 | IP (Hash): 1244773395
Elfe schrieb:
Das gegebene Insulin entspricht der ermittelten Wirkungskurve, wenn es denn im Blutkreislauf angekommen ist.
Wenn'es im Blut angekommen ist, hat alles Insulin die selbe Wirkkurve mit ner Halbwertzeit von etwas weniger als 5 Minuten, Fiasp genauso wie Humalog oder Alt. 2 Einheiten davon wirken nach 5 Minuten nur noch wie etwas weniger als 1 usw. Die verschiedenen Wirkzeiten kommen wesentlich durch die verschiedenen Geschwindigkeiten für den Übergang von der Spritzstelle ins Blut zustande.
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Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung. -
Elfe
Rang: Gastam 24.10.2018 02:03:00 | IP (Hash): 550942137
Nö!
Wirkkurve von Substanzen ist durchaus unterschiedlich.
Halbwertszeiten bedeutet Halbe/halbe/halbe - unendlich. -
am 24.10.2018 10:18:15 | IP (Hash): 487841817
https://www.spektrum.de/lexikon/biologie/insulin/34244
"Die Plasmahalbwertszeit von Insulin beträgt weniger als 10 Minuten, jedoch ist die Wirkungsdauer länger, da die Halbwertszeit des an den Insulinrezeptor gebundenen Anteils bei etwa 40 Minuten liegt. Der Hauptabbauort des Insulins ist die Leber."
Die Wirkkurven von Insulinen, die sich so schön als mehr oder weniger hohe und lange Berge grafisch darstellen lassen, beziehen sich ALLE auf die messbare BZ-Wirksamkeit der jeweils gesamt gespritzten Dosis. Die ist völlig unabhängig von der immer gleichen Halbwertzeit/Wirkdauer des einzelnen Moleküls im Blut. Intravenös gespritzt wirken Fiasp und Alt gleich blitzartig.
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Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
Elfe
Rang: Gastam 24.10.2018 19:31:45 | IP (Hash): 550942137
Bitte mal hier lesen:
https://www.pharmawiki.ch/wiki/index.php?wiki=Insulin%20aspart
https://www.blood-sugar-lounge.de/2017/06/wie-schnell-ist-das-turboinsulin-fiasp-wirklich/
Beim Novorapid liest du genau die Wirkung von 3 - 5 h.
Fiasp mit selbem Molekül wirkt schneller durch eine andere Formulierung: Mit Zusatz von zwei Hilfsstoffen
Vergleich Wirkprofile in einer Grafik dargestellt.
Zu Fiasp wird ein deutlicher Unterschied zwischen Anwendung per Pen zur Anwendung per Pumpe berichtet.
Längere Wirkung Basalinsuline durch unterschiedliche Moleküle:
https://www.pharmawiki.ch/wiki/index.php?wiki=Insulin%20detemir
https://www.pharmawiki.ch/wiki/index.php?wiki=Insulin%20glargin -
Elfe
Rang: Gastam 25.10.2018 00:30:49 | IP (Hash): 550942137
hjt_Jürgen schrieb:
Elfe schrieb:
Und sich treffen, irgendwie. Nicht wie gesund im Dünndarm..
Und wie käme Insulin bei gesunden Menschen in den Dünndarm? - Oder absolut verrückt, diese dooofen Insulinpillendreher, die's bislang zuverlässig nur bis in den Dünndarm geschafft haben. Wieso meinen die, dass das aus dem Dünndarm dann noch ins Blut muss, wo Dr. Elfe doch längst weiß, dass der Dünndarm das gesunde Insulinziel ist?
Habe dieses Zitat noch mal ausgegraben - betreffend was sich die Wissenschaftler, hier eine Ärztin - so ausdenken: "Insulin aus der Dose"
Gerade gelesen im Print Diabetes Ratgeber - den TypEinser so 'liebevoll' Rentner-Bravo nennt - so lustig :-)
Online für euch zur Einschätzung nur per Leseprobe verfügbar - Seite 26
https://www.diabetes-ratgeber.net/Gesundheit/Blick-in-den-Diabetes-Ratgeber-72717.html
Erwähnung auch hier
https://www.diabetes-ratgeber.net/Diabetes/So-laeuft-eine-Inselzelltransplantation-ab-518055.html
Ob das wirklich zur Anwendung beim Menschen entwickelt werden kann ?
Bearbeitet von User am 25.10.2018 00:36:01. Grund: x -
am 25.10.2018 08:49:31 | IP (Hash): 2002996626
Und verrätst Du uns jetzt auch noch, wie das Insulin bei gesunden Menschen in den Dünndarm kommt, was Du mit Deinem Zitat von mir da doch eigentlich praktisch zugesagt hast?
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Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung. -
Elfe
Rang: Gastam 26.10.2018 18:51:34 | IP (Hash): 550942137
Da du mich praktisch angeschubst hast, näher zu recherchieren -
Nein ! - Insulin wird direkt ins Blut abgegeben,
(nur) die Verdauungsenzyme landen im Dünndarm.
https://www.gesundheitsinformation.de/wie-funktioniert-die-bauchspeicheldruese.2147.de.html -
am 26.10.2018 19:08:35 | IP (Hash): 316849185
Du hast ja auch zum Schubsen mehr als gereizt ;) Danke für die Richtigstellung :)
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Elfe
Rang: Gastam 27.10.2018 23:59:42 | IP (Hash): 550942137
Na Danke dafür :-)
Und was hilft diese Grundsatz-Diskussion ? Zu diesem Thema - Nix !
Einschätzen müssen wir, was wann wirkt.
Elfe schrieb:
Bitte mal hier lesen:
https://www.pharmawiki.ch/wiki/index.php?wiki=Insulin%20aspart
https://www.blood-sugar-lounge.de/2017/06/wie-schnell-ist-das-turboinsulin-fiasp-wirklich/
Beim Novorapid liest du genau die Wirkung von 3 - 5 h.
Fiasp mit selbem Molekül wirkt schneller durch eine andere Formulierung: Mit Zusatz von zwei Hilfsstoffen
Vergleich Wirkprofile in einer Grafik dargestellt.
Zu Fiasp wird ein deutlicher Unterschied zwischen Anwendung per Pen zur Anwendung per Pumpe berichtet.
Längere Wirkung Basalinsuline durch unterschiedliche Moleküle:
https://www.pharmawiki.ch/wiki/index.php?wiki=Insulin%20detemir
https://www.pharmawiki.ch/wiki/index.php?wiki=Insulin%20glargin
Keine Antwort/Beitrag
- auch nicht von Heike, die Fiasp dem Reiner vorgeschlagen hat.
Bearbeitet von User am 28.10.2018 00:01:19. Grund: x -
am 28.10.2018 07:45:34 | IP (Hash): 1970224632
Keine Antwort von mir, weil:
1) Reiner verwendet die Insight( wie er geschrieben hat), deshalb kein Insulinwechsel möglich
2) der Artikel von "blood-sugar-lounge" sich mit meiner Erfahrung deckt, dass Fiasp in der Pumpe sehr schnell wirkt und sehr schnell wieder draußen ist...
Ansonsten bleibe ich dabei, dass Insulinwirkung und Wirkzeiten bei jeden individuell
unterschiedlich sind, und jeder da seine eigenen Erfahrungen machen muss.
Bearbeitet von User am 28.10.2018 08:00:02. Grund: . -
am 28.10.2018 10:38:56 | IP (Hash): 1970224632
Hallo Elfe,
eigentlich hat sich unsere Meinungsverschiedenheit doch daran entzündet, dass wir unterschiedlicher Meinung waren, bezüglich des Insulins, was bei Reiner gerade unterwegs ist.
Wenn ich davon ausgehe, dass da seit rund 7 Stunden kein neues Insulin abgegeben wurde und du davon ausgegangen bist, dass er zwischendrin einen Bolus abgeben hat, kann man nur zu unterschiedlichen Interpretationen kommen.
Mit meinen Hinweis darauf, dass Humalog BEI MIR nach 2 Stunden keine an BZ messbare Wirkung mehr hat gegenüber der mir durchaus bekannten Wirkkurve, wollte ich eigentlich nur meine Vermutung unterstreichen, dass bei Reiner das Novorapid durchaus länger wirken kann, als es uns die Wirkkurve zeigt...
Mein erster Angriff dir gegenüber (Glucoseverbrauch in den Muskeln) war vor diesem Hintergrund nicht berechtigt. Dafür entschuldige ich mich gerne.
Und besonders sollten wir uns mal wieder bei `nem TE entschuldigen. Wir haben mal wieder heftig geschreddert... Was ich hiermit mache.
Bearbeitet von User am 28.10.2018 13:15:21. Grund: . -
Elfe
Rang: Gastam 29.10.2018 18:23:57 | IP (Hash): 550942137
Liebe Heike,
danke für deine Antwort.
Meinungsverschiedenheiten beruhen ja auf unterschiedlichen Erfahrungen im Umgang :-).
Du kannst ja (verkabelt) wirklich sehen, wie der Wirkverlauf ist, im Gegensatz zu mir*.
Bei mir ist bzgl. Novorapid-Wirkung natürlich die ärztliche Anweisung im Ohr, erst nach 4 h korrigieren zu dürfen.
Das klappt aber nicht immer, abhängig vom gegessen Lebensmittel: Pures Obst oder Süßes zum Nachmittagskaffee geht gar nicht - Hypo, dann eben auch beim nicht anstrengenden Spaziergang.
IE/BE ist nur eine Bedingung unter anderen, die es zu beachten gibt.
War/bin sehr interessiert an deiner Meinung zum vorgeschlagenen Fiasp.
Lt. diesem Link ist Augenmerk ja eher, den SEA zu verkürzen, um Blutzuckerspitzen (hoch) zu vermeiden = Gegenteil von Hypovermeidung (tief) bei Reiners Frage
https://www.blood-sugar-lounge.de/2017/06/wie-schnell-ist-das-turboinsulin-fiasp-wirklich/
:-) Gruß Elfe
*P.S.: Lehne für mich Pumpe und Sensor per Kleberei für mich ab, wegen heftiger Unverträglichkeits-Reaktion auf jegliches Pflaster. Anderes Problem, was man nicht so 'einfach' messen kann.
Bearbeitet von User am 29.10.2018 18:25:13. Grund: x -
am 29.10.2018 18:47:21 | IP (Hash): 1912277101
Hallo Elfe,
ich habe Fiasp für einige Wochen getestet.
Die erste Woche war super, was die Werte angeht... Den Härtetest mit großem Glas O-Saft und kein SEA. Spitze bei 120mg/dl. Und die Wirkung auch schnell wieder weg, was in der Pumpe einfach genial ist, weil ich dadurch viel präziser steuern kann.
Blöd war, dass sich schon nach 2 Tagen ein juckender roter Knubbel an der Infusionsstelle gebildet hat...habe ich erst mal nicht so ernst genommen und auf "blöde Stelle" geschoben. Ab der zweiten Woche ging dann der Insulinbedarf immer weiter hoch, so dass ich das Experiment Fiasp beendet habe und zu Humalog zurückgekehrt bin. Und sofort war der Insulinbedarf wieder ok.
Habe es dann nochmal probiert mir dem gleichen Ergebnis.
Ich warte jetzt auf das schnellere Lispro - wird auch irgendwann kommen...
Da bei Reiner ja scheinbar das Insulin ewig lange wirkt, würde da vielleicht die Hoffnung bestehen, dass sich sein Problem zumindest etwas verringert. Aber geht ja eh in seiner Pumpe nicht...
Bearbeitet von User am 29.10.2018 18:57:24. Grund: . -
am 18.03.2019 20:16:22 | IP (Hash): 1990054794
Hallo zusammen,
bei mir ist kein SEA-Abstand vorgesehen, sondern Bolus geben und essen. Die geplanten 4 mmol/l postbrandialer Anstieg nach dem essen werden meist um 1 überschritten wenn ich nichts tue.
Wie o. g. reduziere ich den Bolus bei Belastung oder geplanter Belastung (kann man in % vorprogrammieren, muss man nur das Häkchen richtig setzen).
Seit November bin ich erkältet und habe halt immer so Schübe mit mehr oder weniger Husten und Schnupfen. Der Dia-Doc sagt Allergie und ich habe einen Termin zu Test bekommen, allerdings lagen da 6 Wochen dazwischen.
Momentan liegt mein Hba1 bei 8,0 und die Abstürze bei leichten Tätigkeiten im Haus sind immer noch die gleichen.
Dia-Doc rät zum erneuten Basalratentest um den Hba1 weiter zu senken.
So hatte ich letztens einen Tag an dem die Werte fast durchgehend zwischen 12 und 14 mmol/l lagen. Die Korrekturen haben nicht gewirkt und die Pumpe hat keinen verstopften Katheter angezeigt. Während dieser Zeit hatte ich kein Hungergefühl und habe nichts gegessen.
Wie kann man hier eine Excel einfügen oder anhängen?
Reiner -
am 18.03.2019 21:45:15 | IP (Hash): 512378371
Wie ich's lese, liegt Dein BZ mit dem 1c-Ergebnis von 8 weit über dem dem, den Du eigentlich haben willst. Warum? Warum hast Du Deine Dosen nicht für Dein Ziel passend erhöht?
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Alle Aussagen bezüglich Diabetes und Behandlung in diesem Beitrag sind mutmaßlich, denn ich bin kein Arzt. Genauso wie ich von einem mutmaßlichen Mörder schreiben muss, wenn ich gesehen hab, wie einer einen anderen erschossen hat. Denn zum Mörder darf den nur zum entsprechenden Ende eines ordentlichen Verfahrens ein ordentlicher Richter ernennen ;) -
am 19.03.2019 18:50:24 | IP (Hash): 1230539916
Dass der BZ korrigiert wird wenn er zu hoch ist das sollte ja wohl klar sein. Da wegen der Erkältung oder Allergie (ich weiß es nicht) die sinnvolle Änderung der Basalrate nicht wirklich möglich ist, läuft die BR seit ca. 6 Wochen mit 120 %.
Eingestellt wurde ich in der Diabetesklinik auf 7,0-7,5 mmol/l wegen der Hypowahrnehmungsstörung. Wenn ich mich auf 6,0 mmol/l runter drücke (habe ich nach der Klinik versucht) oder einfach mit einem Wert von 6,0 mmol/l zum Bäcker losmarschiere, das sind 500 m leicht ansteigend, dann komme ich dort mit 4,0mml/l an und wenn ich mich dort hin stelle und einen Kaffee trinke, dann fällt der BZ in den nächsten 20 min weiter bis auf etwa 3,5 mmol/l ab.
Da kann ich eine Vorführung zu geben, es ist exakt immer die gleiche Reaktion.
Ich war wegen der Arbeitsfähigkeit schon beim Gutachter. Dort wurde dokumentiert dass ich mit 7,9 mmol/l auf das Ergometer zum Belastungstest gestiegen bin und nach 12 min mit der vom Arzt eingestellten Belastung mit 4,5 mmol/l abgestiegen bin.
Reiner -
am 19.03.2019 21:45:42 | IP (Hash): 1731205630
Einen Teil Deiner Herausforderung kann ich aus eigener Erfahrung gut nachvollziehen: So lange ich meinen BZ nur einstellungsmäßig so geführt habe, dass ich mit dem standardmäßigen Messen+Spritzen+Essen einen möglichst guten HBA1c hatte, hatte ich bei HBA1c 7 alle Wochen sehr unschöne Hypos, auch wenn ich meine BEs auf 12 pro Tag begrenzte. Und mit mehr BEs kam ich nicht unter HBA1c 8, wenn ich nicht mehr als 3-4 Hypos pro Woche haben wollte.
Und HBA1c 8 bedeutet bei mir das mehrfach tägliche Schwanken meines BZ zwischen etwa 350-400 und öfter auch mal n Tick drüber und 100-50 und halt öfter auch mal n Tick darunter.
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Alle Aussagen bezüglich Diabetes und Behandlung in diesem Beitrag sind mutmaßlich, denn ich bin kein Arzt. Genauso wie ich von einem mutmaßlichen Mörder schreiben muss, wenn ich gesehen hab, wie einer einen anderen erschossen hat. Denn zum Mörder darf den nur zum entsprechenden Ende eines ordentlichen Verfahrens ein ordentlicher Richter ernennen ;) -
Elfe
Rang: Gastam 20.03.2019 20:37:12 | IP (Hash): 1853499897
Hallo Reiner,
SEA ist mir persönlich auch eher unbekannt, erst ab BZ größer 250 mg/dl 15 min warten (Novorapid per Pen).
Wegen UZ bei 'leichten Tätigkeiten' oder auch nicht, ist die Bolus-Gabe zu hoch !
Hba1c-Wert um die 8 ist zu hoch und zeigt, daß da insgesamt was nicht stimmt im Abgleich.
Bolus und Basis sind per Grunddenke zu beachten.
Bolus angepasst auf Faktor IE/BE tageszeitlich unter Berücksichtigung von anderen Beeinflussgrößen (die man selber herausfinden muss) und Basal, was eben nur den Grundstoffwechsel abfangen muss (ohne Senkung)
Sind so Dinge, die ich per Pen mit zwei Insulinen ganz gut hinbekomme.
Kann ich selbst dosieren und anpassen.
Basal habe ich gesplittet in morgens 8 und abends 3,5 Einheiten.
So was einem programmierten Dings zusätzlich noch 'beibringen' zu sollen !?
Kann flexibel per Pen Bolus zur Korrektur anwenden, egal was so ist ~ auch per anderen Krankheitssymptomen.
So ein technisches Helferlein ersetzt nicht die Grundlagen, wie externes Insulin abzustimmen ist.
Einstelloptionen als oben drauf sind da noch zusätzlich zu beachten.
Habe schon genug mit Insulindosierung zum Leben zu tun, ohne vermeintlich hilfreiche Technik.
Nervt mich schon beruflich per neuer Version … , wo ist bitte per Pflichtfeld zumindest ein Bemerkungsfeld !?
Privat kann ich in mein Papier-Tagebuch alle möglichen Einflussgrößen handschriftlich eintragen: IE/BE, Uhrzeit, was gegessen vor/nach/geteilt per Bolus, dies und jenes an Tätigkeiten, Umgebungstemperatur wie Sommer-Hitze … .
Wir müssen ja nun selbst klarkommen und anhand der eigenen Aufzeichnungen lernen.
Als Zusammenfassung lege ich im Kalenderblatt eingetragen die wichtigsten Werte vor.
Um Vorzugreifen auf ärztliche Frage: Warum war am Tag X Wert soundso und angebliches Muster zu erkennen.
Gruß Elfe -
am 26.03.2019 17:52:06 | IP (Hash): 416805977
Hallo Elfe,
Der Hba1 ist zu hoch das weiß ich selbst, aber ich bin ja auf 7,5 mmmol/l eingestellt wegen der Hypo-Wahrnehmungsstörung, (s.o.), welche sich damit verbessern sollte.
Kommt der hohe Hba1 nicht auch durch die Spitzen also die Postbrandialen Werte zu stande? Denn Libre hat 7,9 mmol/l Hba1 für den gleichen Zeitraum ausgerechnet.
Wenn ich mir den BZ auf ca. 6,5 mmol/l drücke dann bekomme ich bei leichtester Bewegung schon eine Hypo (s. o.).
Soll heißen ohne große Bewegung ausser Haus, kann ich mir den ganzen Tag lang, bei leichten Tätigkeiten im Haushalt, eine Hypo nach der anderen einfahren sozusagen Dauer-Hypo. Das kann aber nicht der Sinn eines niedrigen Hba1 sein.
Der Dia-Doc hat nur einen Patienten mit Pumpe und mit diesem Problem und keine Lösung.
Wenn ich die Basalrate anpasse, dann muss ich auch die Faktoren für Bolus und Korrektur neu berechnen. So jedes mal geschehen (s. o.).
Meine Boli und Korrekturfaktoren liegen weit über dem Faktor den R. Herrmann in seinen Ausführungen nennt. Nur so kann ich den postbrandialen Anstieg von 4 mmol/l in etwa halten, wenn ich nichts tue. Wenn ich die Boli so errechne wie R. Herrmann anführt dann habe ich Anstiege um 6-8 mmol/l, d. h. nach dem Essen 13-15 mmol/l.
Sobald Bewegung im Spiel ist werden logischer Weise die Basalrate und die Boli reduziert. Man kann in der Pumpe 8 Reduzierungen speichern, die ich auch nutze.
Der Anstieg ist mit Redzierung dann steiler aber nicht höher und wird dann ja abgearbeitet.
Sobald die Bewegung oder Arbeit ausfällt oder verschoben wird, aus welchen Gründen auch immer, schnellt der BZ innerhalb von ca. 30 min aus dem normalen Bereich (5,5-7,0 mmol/l) mindestens auf 12 mmol/l hoch.
Bei einer Hypo passiert das nicht, da ist die Reaktion des Körpers, (aus einem Bereich von etwa 3,0-3,5 mmol/l) nach errechneter Nahrung, viel träger und es dauert manchmal über eine Stunde bis ich wieder bei 5,5 mmol/l bin.
Reiner
Bearbeitet von User am 26.03.2019 18:11:58. Grund: Text hinzugefügt -
Elfe
Rang: Gastam 26.03.2019 18:38:43 | IP (Hash): 824047619
Hallo Reiner,
ja, so ist das. Abgleich Basis und Bolus ist wichtig.
Tue mich selber schwer mit dem Basis/Basal-Insulin, kam erst später dazu.
Per Pen-Dosierung muss ich wirklich ohne Essen abwarten, ob die Basalinsulindosis den Blutzucker am späten Nachmittag senkt, was nicht sein soll.
BZ-Erhöhung auf über 200 mg/dl habe ich auch manchmal, manchmal aber auch Senkung in UZ-Bereich, trotz gleicher Mahlzeit bes. Frühstück.
Überlege dann, was an biochemischem Einflüssen Ursache sein könnte ~ Abendmahlzeit + Naschen noch Einfluss oder Stressfaktoren an/für Tagesbewältigung ?
Schon sehr komplex insgesamt und vertraue eben nicht, daß dieses per Technik mit allen Details so berücksichtigt werden kann - meine persönliche Meinung.
In örtlicher Schwerpunktpraxis in Schulung und auch Hypo-Schulung wurde neben Grundlagen auch angeboten, bei Verwendung der Pumpe Einzeltermine bei der Diabetesassistentin zu vereinbaren, wie Software und Einstellung zu verwenden ist.
Wäre also mein Ratschlag, dir eine Schwerpunktpraxis in deinem Wohnumfeld zu suchen für andauernde Betreuung (statt einmalig Klinik).
Gruß Elfe -
am 04.04.2019 19:40:48 | IP (Hash): 604482420
Hallo,
dass ich nur einmal wegen der Einstellung des Diabetes in einer Klinik lag habe ich nicht geschrieben (s. o.). Sorry die wiederholten Hinweise auf eine Diabetespraxis sind übrig, ich bin seit 1986 dort in Behandlung (s. o.). Und dass die Diabetesberaterin bessere Kenntnisse über Software und Einstellungen hat das kann ich verneinen. Hier bin ich m. E. etwas weiter als die Dame, weil ich sie an einer Stelle korrigieren (an Hand der Bedienungsanleitung 340 Seiten) musste.
Mein Problem besteht nach wie vor und ist durch die medizinischen Fachkräfte nicht zu erklären.
Mit s. o. meine ich (siehe oben) meine Beiträge in diesem Thema vom:
12.10.2018
16.10.2018
17.10.2018
23.10.2018
19.03.2019
26.03.2019
Wenn mit den biochemischen Einflüssen unkontrolliertes naschen gemeint ist, dann muss ich das verneinen. Ich esse seit ich Diabetes habe keine Bonbons und keine Schokolade mehr. Und wenn dann nur abgezählt/gewogen und mit Bolus. Meine Mahlzeiten Frühstück und Abendessen sind immer gleich, das Brot vom gleichen Bäcker und abgewogen. Dabei kann man sehen dass die Boli passen, wenn ich mich im Haus ohne Belastung, aufhalte.
Da ich meine Faktoren für Bolus und Korrektur (8 verschiedene) kenne, kann ich den Bolus vom Bolusrechner vor der Bolusgabe zur Kontrolle überschlagen. Was am Bolusrechner etwas eigenartig ist, das ist die Anzeige des noch wirkenden restlichen Insulins, das passt trotz gleicher Berechnungsgrundlagen (Einstellung) nicht immer. Deshalb verlasse ich mich nicht blind auf die Technik.
Ein anderes Bsp. des schnellen oder steilen Blutzuckerabfalls bei Freizeitbetätigung ohne Pumpe. D. h. konkret, es wurde der Katheter entfernt und die Pumpe abgelegt.
Sonntags schwimmen im Badesee. Frühstück zu Hause 08:30 Uhr und um ca. 10:30 Uhr am See, Katheter raus und Pumpe ablegen zum schwimmen.
Ich habe hier aus meinen Unterlagen mal einen Sonntag (12.08.2018) aus dem August letzten Jahres genommen.
08:30 Frühstück BZ 8,2 mmol/l vor dem Essen, Bolus mit Korrektur auf Ziel 7,5 mmol/l, postbrandialer Anstieg um 10:30, 12,3 mmol/l. Also ca. 4 mmol/l wie vorgesehen.
Dann ca. 10:40 Uhr einmal ruhig durch den See geschwommen (ca. 600 m) mit 30 min Pause auf der anderen Seite und zurück, bei Ankunft BZ 3,9 mmol/l – 2 BE gegessen ohne Bolus. Ruhephase bis 12:15 Uhr.
Um 12:15 BZ 10,7 mmol/l, 2 BE ohne Bolus gegessen, danach wieder 600 m durch den See mit Pause auf der anderen Seite und zurück, (ja ich weiß nach dem Essen soll man nicht gleich ins Wasser) BZ 3,4 mmol/l und 3 BE ohne Bolus. Jetzt sehr langsamer BZ-Anstieg denn 14:00 Uhr war der BZ erst 4,9 mmol/l. Ruhephase bis 15:30 BZ jetzt 8,6 mmol/l.
Neuen Katheter setzen und Pumpe anlegen – Heimreise.
D. h. ich hatte in der Zeit von 10:30 bis 15:30 keine Insulinzufuhr da kein Katheter gesetzt und die Pumpe nicht angelegt war.
Noch ein anderes Beispiel - im Selbstversuch (mehrfach) festgestellt.
Setze ich mich zu Hause z. B. Sonntags vormittags vor den Fernseher oder lese ein Buch, ohne Bewegung oder Nahrungsaufnahme (wie Basalratentest zwischen 06:00-12:00 Uhr) und lege um 07:00 Uhr die Pumpe bei einem Wert von 7,1 mmol/l ab. Dann kann ich den Anstieg der Werte beobachten denn 5 h später also um 12:00 Uhr habe ich dann Werte von 19,8 – 20,5 mmol/l je nach Eingangswert.
Bei jedem Klink oder Reha-Aufenthalt wurde ein solcher Test mit Eingangswerten um 6,5 mmol/l gemacht allerdings mit niedrigeren Ausgangwerten 15,5 – 16,5 mmol/l.
O. g persönliche Beispiele kennt die Diabetespraxis kann aber keine Erklärung dazu geben und sieht keine Möglichkeit aus medizinischer Sicht das zu behandeln.
Reiner -
am 04.04.2019 21:56:18 | IP (Hash): 512390318
Du hast bei Dir eine Sorte von BZ-Verlauf und -Steuerung entdeckt, die die Fachliteratur nicht kennt. Dass die Fachologen nach einigen vergeblichen Versuchen noch in einen bekannten Einstellungs- und Erklärungsrahmen gezwungen kriegen, halte ich für unwahrscheinlich.
Wie Du’s darstellst, bist Du für Deinen Fall wenigstens so gut wie Dein Diabetologe und musst n icht gleich los und nen Strick kaufen und dich erschießen. Kommst also schon ganz gut zurecht, und nerven tut Dich nur, das Dein BZ sich unter Bewegung nicht nur wie beim Gesunden verhält, sondern beim ich der Tat mehr als gesunden Gesunden. Also bei wem der BZ ohne Medis mit Bewegung nicht nur bis Gesund absinkt, sondern darunter hinaus :(
Wenn ich Du wäre, würde ich einfach "zum Spaß" mal nen Monat LCHF machen mit Fett statt KHs als Hauptenergieträger, also ketogen (NIX Ketoazidose!). Du wirst weniger Insulin gebrauchen, gar keine Frage. Aber was dabei VIELLEICHT rauskommen könnte, wäre weniger BZ-Sinken mit Bewegen. Aber Du bist nicht ich ;)
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Alle Aussagen bezüglich Diabetes und Behandlung in diesem Beitrag sind mutmaßlich, denn ich bin kein Arzt. Genauso wie ich von einem mutmaßlichen Mörder schreiben muss, wenn ich gesehen hab, wie einer einen anderen erschossen hat. Denn zum Mörder darf den nur zum entsprechenden Ende eines ordentlichen Verfahrens ein ordentlicher Richter ernennen ;) -
Elfe
Rang: Gastam 05.04.2019 20:02:06 | IP (Hash): 419473483
Hallo Reiner,
ja, so manches, was du beschreibst, kenne ich auch.
Z.B. daß gleiches Müsli-Frühstück mit 1,3 KE eine Schwankungsbreite von 50 - 130 mg/dl anzeigt, nur sitzen und Tageszeit lesend ~ warum auch immer.
Herausfinden muss man selbst, wie sich körperliche Anstrengung/Sport als Blutzuckerverbrauch/Senkung bemerkbar macht.
Schwimmen im Badesee - wie schön - kann durchaus sehr anstrengend sein wg. Wasserwiderstand überwinden.
Lang her bei mir mit Schwimmen im Chlorwasser/Schwimmbad - per Hauteffekte damals schon schwierig, jetzt erst recht. 1000 m war die Aufgabe - puh, anstrengend.
Du beschreibst einen Sonntag.
Bei mir erkannte Der Diabetologe einen sogenannten 'Sonntagseffekt'.
Stimmt schon, weil Verhalten da anders ist als im Alltag.
Anderes Frühstück (Brötchen, Ei ...), zusätzlich was Süßes zum Nachmittagskaffee, unterschiedliche Aktivitäten/Unternehmungen. Muss dann genauer/öfter hinsehen.
Zeigt sich bis in den Abend - wenn der UZ zu spüren ist.
Stört - je nach Gefühl dann paar Gummibärchen - nach Ende der Sendung erst messen, ob noch mehr notwendig ist.
Im übrigen musste ich per Arzt in spezielle Hypo-Schulung.
Da wird w.o. so etwas erklärt -
eben auch nicht mehr so klare Hypo-Anzeichen körperlich zu bemerken - einigen als Teilnehmer konnten wir uns auf Sehstörungen.
Per Pen-Insuline (Basal und Bolus getrennt), kann ich m. E. besser reagieren
als noch zusätzlich eine Programmierung berücksichtigen zu müssen.
Gruß Elfe
@Jürgen: Fachliteratur und Patienten/Arztgespräche lassen sich online per Fakten/Daten/Urheber-Schutz eben nicht lesen.
Deshalb tauschen wir uns per persönlicher Erfahrung in Foren aus als zusätzliche Informationsquelle.
Bearbeitet von User am 05.04.2019 20:03:11. Grund: -