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Blutzuckerabfall schon bei geringer Bewegung
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am 17.10.2018 13:24:22 | IP (Hash): 1988546667
Finde ne gute Übung in Achtung und Respekt, auf nen Forenbeitrag in der darin verwendeten Einheit zu Antworten.
Und genau so visuelle Auffälligkeiten nehme ich auch als Ankündigung für Hypo. Hat sich bei mir in der Höhe allerdings noch nie verändert, obwohl ich die Grenze für um 2 Jahre Mal systematisch für meine morgendliche Grundeinstellung genutzt hab, als ich weniger Teststreifen bekam.
Unabhängig davon, wie viele BEs am Tag man für normal hält, empfiehlt sich eigentlich bei allen Schwierigkeiten mit der BZ-Steuerung, auf ganz kleine KH- und Insulinmengen runter zu gehen und erst wenn die dann voll gut passen, vorsichtig zu erhöhen.
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Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung. -
Elfe
Rang: Gastam 17.10.2018 17:33:43 | IP (Hash): 1182650930
hjt_Jürgen schrieb:
Unabhängig davon, wie viele BEs am Tag man für normal hält, empfiehlt sich eigentlich bei allen Schwierigkeiten mit der BZ-Steuerung, auf ganz kleine KH- und Insulinmengen runter zu gehen und erst wenn die dann voll gut passen, vorsichtig zu erhöhen.
Nicht unbedingt - zu kleine Mengen, sondern BE-Menge ausreichend, um entsprechenden IE/BE-Faktor anwenden zu können.
Verwendet man den Faktor bei größeren BE-Mengen, wird der Fehler relativ größer mit ggfs. mehreren Einheiten zuviel an Insulin.
So genau lässt sich mit Pen das Insulin nicht dosieren - habe vom Arzt allerdings wg. der Hypos zwei Halbschritt-Pens bekommen, d.h. ich kann per Auf-/Abrunden auf x,5 dosieren.
Selbst bei Basal muss ich aktuell eine halbe Einheit wegnehmen, da morgens zu tief.
Beim Bolus verändere ich den Faktor auch nur vorsichtig in 0,25-Schritten, was bei 4 BE eben auch einen Unterschied bis zu 1 Einheit ausmachen kann.
Da ich bei 50 mg/dl nur eine BE zum Anheben brauche oder auch nur ca. 1 Einheit Insulin zum Senken, halten sich die Schwankungen im Normalfall in Grenzen.
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am 17.10.2018 18:47:31 | IP (Hash): 1063663197
Hallo zusammen,
oben steht 4 mmol/l sind der postbrandiale Anstieg nach der Nahrungsaufnahme. Bsp: 6 mmol/l vor dem Essen und 10 mmol/l sollten es max nach dem Essen sein. Kann also niemals etwas im Hypo-Bereich sein.
Ich wurde 1986 mit der Einheit mmol/l eingestellt und benutze diese bis heute ohne Probleme.
Mein Insulin ist NovoRapid und auf dem Bolusrechner ist eine Wirkdauer von 4 h eingestellt.
Bsp: Wenn ich frühs um 9:00 Uhr die Basalrate auf 0% stelle dann dürfte um 13:00 kein Insulin mehr am wirken sein.
D. h. nachmittags um 16:00 dürfte nach o. g. BEs keine Hypo mehr auftreten, da ja den ganzen Tag über keine Boli gegeben wurden. Dem ist nicht so.
Reiner -
Elfe
Rang: Gastam 17.10.2018 20:17:16 | IP (Hash): 1182650930
Hallo Reiner,
NovoRapid ist auch mein Insulin, seit 2001, per Pen allerdings.
Ich habe eine Zielvorgabe von 100 mg/dl entsprechend 5,6 mmol/l.
Kann bei Vor-Mahlzeitmessung bedeuten - Zusatz BEs zum Anheben (paar Gummibärchen) oder Korrektureinheit(en) Insulin.
Die Wirkungskurve des Insulins zeigt (auch dosisabhängig) einen Anstieg, Wirkungsgipfel, auslaufend.
'Darf' eigentlich auch erst nach 4 h per Korrektur reagieren, habe jedoch festgestellt, daß nach 3 h nicht mehr viel passiert.
So weit nur Insulinwirkung zur Mahlzeit.
Aber eigentlich ist ja mehr Dein Problem, was bei körperlicher Anstrengung passiert.
Da werden Kohlenhydrate verbraucht, wie bei jedem anderen Menschen auch.
Bei Sportveranstaltungen gibt es deswegen die Versorgungsstationen mit Bananen und Getränken, im Profibereich nuckeln die heutzutage an irgendwelchen Isogetränken, nicht mehr so offensichtlich.
Diese KH-'Verbrennung' müssen wir INSULINER im Vorfeld berücksichtigen.
Schon Bolus-Anpassung vorher und unbedingt schnelle Zusatz-BEs dabei haben.
Ob so ein programmiertes Dingsbums diese Gedankengänge wirklich leisten kann ?
Mir fehlt der Glaube. Eben auch per persönlichem Austausch mit IT-lern - Auftrag, Module, Darstellung.
Gruß Elfe
Bearbeitet von User am 17.10.2018 20:34:29. Grund: Eränzung -
am 17.10.2018 20:33:46 | IP (Hash): 758656419
Elfe schrieb:
Da werden Kohlenhydrate verbraucht, wie bei jedem anderen Menschen auch.
Ähhhm, ist jetzt nicht dein Ernst, oder?
Ohne Insulin werden keine Kohlenhydrate verbraucht.
In `ner Keto - also dem Zustand bei absolutem längere Zeit andauerndem Insulinmangel - steigt der BZ bei Bewegung...
Elfe schrieb:
Ob so ein programmiertes Dingsbums diese Gedankengänge wirklich leisten kann ?
Mir fehlt der Glaube. Eben auch per persönlichem Austausch mit IT-lern - Auftrag, Module, Darstellung.
Du solltest dich mal mit Insulinpumpen allgemein und Close-Loop-Systemen im besonderen beschäftigen... der ICT um Welten überlegen, sagt die ITlerin.
Und übrigens, die Gedankengänge kommen von der Person, die das "Dingsbums" parametriert hat...
Bearbeitet von User am 17.10.2018 20:44:49. Grund: . -
am 17.10.2018 20:58:26 | IP (Hash): 758656419
Reiner15 schrieb:
Bsp: Wenn ich frühs um 9:00 Uhr die Basalrate auf 0% stelle dann dürfte um 13:00 kein Insulin mehr am wirken sein.
D. h. nachmittags um 16:00 dürfte nach o. g. BEs keine Hypo mehr auftreten, da ja den ganzen Tag über keine Boli gegeben wurden. Dem ist nicht so.
Reiner
Das ist wirklich krass... und die einzige Erklärung, die mir dazu einfällt ist, dass du zum einen sehr insulinempfindlich sein musst - holst wirklich das letzte raus ;) - und es bei dir sehr lange dauert, bis das Insulin wirklich vollständig weg ist...
Nach 7 Stunden ohne Insulin würde ich mich in einer innigen Umarmung mit der Toilettenschüssel befinden...
Nachdem du ja Novorapid ohne Problem verträgst, schon mal Fiasp probiert? -
Elfe
Rang: Gastam 17.10.2018 21:07:41 | IP (Hash): 1182650930
Hallo Heike,
erklärt so einiges an deinen Beiträgen, als ITlerin.
Meine Grundlagen liegen in Biologie und Chemie, wie funktioniert eigentlich der Organismus ?
Selbstverständlich werden Kohlenhydrate verbraucht (verbrannt) per Muskeltätigkeit, ohne Umweg über Insulin-'Schlüssel' in Körperzelle.
Hatte wirklich sehr viel Bewunderung zu Programmierern.
Bis zu Kollegin, die mit Biologiestudium keinen Job bekam und umgeschult wurde auf programmieren.
Lt. ihrer Aussage werden da nur einzelne Module zusammengeknotet, wie ich sie als Textbausteine in der Textverarbeitung kenne.
Habe mich bereits mit Pumpe etc. beschäftigt und halte dies nicht für so überaus überlegen zur ICT.
Gruß Elfe
P.S.: Gerade gelesen - 7 h ohne Insulin über Klo ? Übergeben ? ??
Fiasp hat eine kürzere Wirkungsdauer, ändert aber das Grundproblem nicht.
Bearbeitet von User am 17.10.2018 21:14:56. Grund: P.S. -
am 17.10.2018 21:30:24 | IP (Hash): 758656419
Ich bin ITlerin (Dipl. Inf) und entwickele und warte Software, kein Programmiersklave für Banalitäten... dass machen bei uns Werkstudenten...;)
Glaube mir, da ist nicht viel mit Modulen, die zusammengeklickert werden...
Auch die Muskeln brauchen für die Kohlenhydrataufnahme Insulin. Ohne geht das nur in geringem Maß... Die Leber ist meines Wissens das einzige Organ, das ganz ohne Insulin Glucose aufnehmen kann.
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am 17.10.2018 21:36:33 | IP (Hash): 758656419
Elfe schrieb:
P.S.: Gerade gelesen - 7 h ohne Insulin über Klo ? Übergeben ? ??
Bei mir beginnen nach ca. 3-4 Stunden die Ketoazidose-Symptome.
Nach 7 Stunden hätte ich richtig hohe Ketonwerte (größer 2 mmol/l) und 'nen Blutzucker jenseits der 500mg/dl...
Elfe schrieb:
Fiasp hat eine kürzere Wirkungsdauer, ändert aber das Grundproblem nicht.
Ich vermute einfach, dass das Novorapid bei Reiner sehr lange wirkt. Fiasp wird schneller resorbiert...
Bei mir ist das Humalog nach 2 Stunden so gut wie durch, andere haben eine Wirkung bis zu 5 Stunden. Und ich brauch eher viel Insulin...
Bearbeitet von User am 17.10.2018 21:40:01. Grund: . -
am 17.10.2018 22:09:09 | IP (Hash): 1988546667
HeikeOV schrieb:
Die Leber ist meines Wissens das einzige Organ, das ganz ohne Insulin Glucose aufnehmen kann.
"Nervenzellen (und Erythrozyten) nehmen Glucose insulinunabhängig auf." zitiert aus https://de.wikipedia.org/wiki/Insulin
Rote Blutkörperchen brauchen übrigens auch kein Insulin zu ihrer Versorgung mit Glukose. Deswegen verhalfen lange Wege vom nüchtern gezapften roten Saft bis zum Mittag im Labor zu ner Menge mg/dl - mmol/l weniger als bei der direkten Messung - früher. Heute funktioniert der Kühltransport auf schnellsten Wegen.
In der Leber wird das meiste Insulin verarbeitet, gesund eh, weil's da in sehr viel höherer Konzentration drin ankommt, als es danach in den Körperumlauf entlassen wird. Aber auch die meiste Wirkung vom gespritzten findet in der Leber statt, denn da drin ist der einzige Glukosespeicher, der - eben mit Insulin - unbegrenzt Glukose aufnehmen und was den Speicher überfüllen würde in Fett umwandeln kann zum Speichern im Schwimmgürtel.
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Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.