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Blutzuckerabfall schon bei geringer Bewegung

  • Rang: Erweitertes Mitglied
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    Beiträge: 222
    Mitglied seit: 14.05.2016
    am 26.03.2019 17:52:06 | IP (Hash): 416805977
    Hallo Elfe,

    Der Hba1 ist zu hoch das weiß ich selbst, aber ich bin ja auf 7,5 mmmol/l eingestellt wegen der Hypo-Wahrnehmungsstörung, (s.o.), welche sich damit verbessern sollte.

    Kommt der hohe Hba1 nicht auch durch die Spitzen also die Postbrandialen Werte zu stande? Denn Libre hat 7,9 mmol/l Hba1 für den gleichen Zeitraum ausgerechnet.

    Wenn ich mir den BZ auf ca. 6,5 mmol/l drücke dann bekomme ich bei leichtester Bewegung schon eine Hypo (s. o.).
    Soll heißen ohne große Bewegung ausser Haus, kann ich mir den ganzen Tag lang, bei leichten Tätigkeiten im Haushalt, eine Hypo nach der anderen einfahren sozusagen Dauer-Hypo. Das kann aber nicht der Sinn eines niedrigen Hba1 sein.
    Der Dia-Doc hat nur einen Patienten mit Pumpe und mit diesem Problem und keine Lösung.

    Wenn ich die Basalrate anpasse, dann muss ich auch die Faktoren für Bolus und Korrektur neu berechnen. So jedes mal geschehen (s. o.).
    Meine Boli und Korrekturfaktoren liegen weit über dem Faktor den R. Herrmann in seinen Ausführungen nennt. Nur so kann ich den postbrandialen Anstieg von 4 mmol/l in etwa halten, wenn ich nichts tue. Wenn ich die Boli so errechne wie R. Herrmann anführt dann habe ich Anstiege um 6-8 mmol/l, d. h. nach dem Essen 13-15 mmol/l.

    Sobald Bewegung im Spiel ist werden logischer Weise die Basalrate und die Boli reduziert. Man kann in der Pumpe 8 Reduzierungen speichern, die ich auch nutze.
    Der Anstieg ist mit Redzierung dann steiler aber nicht höher und wird dann ja abgearbeitet.
    Sobald die Bewegung oder Arbeit ausfällt oder verschoben wird, aus welchen Gründen auch immer, schnellt der BZ innerhalb von ca. 30 min aus dem normalen Bereich (5,5-7,0 mmol/l) mindestens auf 12 mmol/l hoch.

    Bei einer Hypo passiert das nicht, da ist die Reaktion des Körpers, (aus einem Bereich von etwa 3,0-3,5 mmol/l) nach errechneter Nahrung, viel träger und es dauert manchmal über eine Stunde bis ich wieder bei 5,5 mmol/l bin.

    Reiner
    Bearbeitet von User am 26.03.2019 18:11:58. Grund: Text hinzugefügt
  • Elfe

    Rang: Gast
    am 26.03.2019 18:38:43 | IP (Hash): 824047619
    Hallo Reiner,
    ja, so ist das. Abgleich Basis und Bolus ist wichtig.
    Tue mich selber schwer mit dem Basis/Basal-Insulin, kam erst später dazu.
    Per Pen-Dosierung muss ich wirklich ohne Essen abwarten, ob die Basalinsulindosis den Blutzucker am späten Nachmittag senkt, was nicht sein soll.
    BZ-Erhöhung auf über 200 mg/dl habe ich auch manchmal, manchmal aber auch Senkung in UZ-Bereich, trotz gleicher Mahlzeit bes. Frühstück.
    Überlege dann, was an biochemischem Einflüssen Ursache sein könnte ~ Abendmahlzeit + Naschen noch Einfluss oder Stressfaktoren an/für Tagesbewältigung ?
    Schon sehr komplex insgesamt und vertraue eben nicht, daß dieses per Technik mit allen Details so berücksichtigt werden kann - meine persönliche Meinung.

    In örtlicher Schwerpunktpraxis in Schulung und auch Hypo-Schulung wurde neben Grundlagen auch angeboten, bei Verwendung der Pumpe Einzeltermine bei der Diabetesassistentin zu vereinbaren, wie Software und Einstellung zu verwenden ist.

    Wäre also mein Ratschlag, dir eine Schwerpunktpraxis in deinem Wohnumfeld zu suchen für andauernde Betreuung (statt einmalig Klinik).
    Gruß Elfe
  • Rang: Erweitertes Mitglied
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    Beiträge: 222
    Mitglied seit: 14.05.2016
    am 04.04.2019 19:40:48 | IP (Hash): 604482420
    Hallo,

    dass ich nur einmal wegen der Einstellung des Diabetes in einer Klinik lag habe ich nicht geschrieben (s. o.). Sorry die wiederholten Hinweise auf eine Diabetespraxis sind übrig, ich bin seit 1986 dort in Behandlung (s. o.). Und dass die Diabetesberaterin bessere Kenntnisse über Software und Einstellungen hat das kann ich verneinen. Hier bin ich m. E. etwas weiter als die Dame, weil ich sie an einer Stelle korrigieren (an Hand der Bedienungsanleitung 340 Seiten) musste.
    Mein Problem besteht nach wie vor und ist durch die medizinischen Fachkräfte nicht zu erklären.

    Mit s. o. meine ich (siehe oben) meine Beiträge in diesem Thema vom:
    12.10.2018
    16.10.2018
    17.10.2018
    23.10.2018
    19.03.2019
    26.03.2019

    Wenn mit den biochemischen Einflüssen unkontrolliertes naschen gemeint ist, dann muss ich das verneinen. Ich esse seit ich Diabetes habe keine Bonbons und keine Schokolade mehr. Und wenn dann nur abgezählt/gewogen und mit Bolus. Meine Mahlzeiten Frühstück und Abendessen sind immer gleich, das Brot vom gleichen Bäcker und abgewogen. Dabei kann man sehen dass die Boli passen, wenn ich mich im Haus ohne Belastung, aufhalte.

    Da ich meine Faktoren für Bolus und Korrektur (8 verschiedene) kenne, kann ich den Bolus vom Bolusrechner vor der Bolusgabe zur Kontrolle überschlagen. Was am Bolusrechner etwas eigenartig ist, das ist die Anzeige des noch wirkenden restlichen Insulins, das passt trotz gleicher Berechnungsgrundlagen (Einstellung) nicht immer. Deshalb verlasse ich mich nicht blind auf die Technik.

    Ein anderes Bsp. des schnellen oder steilen Blutzuckerabfalls bei Freizeitbetätigung ohne Pumpe. D. h. konkret, es wurde der Katheter entfernt und die Pumpe abgelegt.

    Sonntags schwimmen im Badesee. Frühstück zu Hause 08:30 Uhr und um ca. 10:30 Uhr am See, Katheter raus und Pumpe ablegen zum schwimmen.

    Ich habe hier aus meinen Unterlagen mal einen Sonntag (12.08.2018) aus dem August letzten Jahres genommen.
    08:30 Frühstück BZ 8,2 mmol/l vor dem Essen, Bolus mit Korrektur auf Ziel 7,5 mmol/l, postbrandialer Anstieg um 10:30, 12,3 mmol/l. Also ca. 4 mmol/l wie vorgesehen.
    Dann ca. 10:40 Uhr einmal ruhig durch den See geschwommen (ca. 600 m) mit 30 min Pause auf der anderen Seite und zurück, bei Ankunft BZ 3,9 mmol/l – 2 BE gegessen ohne Bolus. Ruhephase bis 12:15 Uhr.
    Um 12:15 BZ 10,7 mmol/l, 2 BE ohne Bolus gegessen, danach wieder 600 m durch den See mit Pause auf der anderen Seite und zurück, (ja ich weiß nach dem Essen soll man nicht gleich ins Wasser) BZ 3,4 mmol/l und 3 BE ohne Bolus. Jetzt sehr langsamer BZ-Anstieg denn 14:00 Uhr war der BZ erst 4,9 mmol/l. Ruhephase bis 15:30 BZ jetzt 8,6 mmol/l.

    Neuen Katheter setzen und Pumpe anlegen – Heimreise.

    D. h. ich hatte in der Zeit von 10:30 bis 15:30 keine Insulinzufuhr da kein Katheter gesetzt und die Pumpe nicht angelegt war.

    Noch ein anderes Beispiel - im Selbstversuch (mehrfach) festgestellt.
    Setze ich mich zu Hause z. B. Sonntags vormittags vor den Fernseher oder lese ein Buch, ohne Bewegung oder Nahrungsaufnahme (wie Basalratentest zwischen 06:00-12:00 Uhr) und lege um 07:00 Uhr die Pumpe bei einem Wert von 7,1 mmol/l ab. Dann kann ich den Anstieg der Werte beobachten denn 5 h später also um 12:00 Uhr habe ich dann Werte von 19,8 – 20,5 mmol/l je nach Eingangswert.

    Bei jedem Klink oder Reha-Aufenthalt wurde ein solcher Test mit Eingangswerten um 6,5 mmol/l gemacht allerdings mit niedrigeren Ausgangwerten 15,5 – 16,5 mmol/l.

    O. g persönliche Beispiele kennt die Diabetespraxis kann aber keine Erklärung dazu geben und sieht keine Möglichkeit aus medizinischer Sicht das zu behandeln.


    Reiner
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    Rang: Erweitertes Mitglied
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    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 04.04.2019 21:56:18 | IP (Hash): 512390318
    Du hast bei Dir eine Sorte von BZ-Verlauf und -Steuerung entdeckt, die die Fachliteratur nicht kennt. Dass die Fachologen nach einigen vergeblichen Versuchen noch in einen bekannten Einstellungs- und Erklärungsrahmen gezwungen kriegen, halte ich für unwahrscheinlich.

    Wie Du’s darstellst, bist Du für Deinen Fall wenigstens so gut wie Dein Diabetologe und musst n icht gleich los und nen Strick kaufen und dich erschießen. Kommst also schon ganz gut zurecht, und nerven tut Dich nur, das Dein BZ sich unter Bewegung nicht nur wie beim Gesunden verhält, sondern beim ich der Tat mehr als gesunden Gesunden. Also bei wem der BZ ohne Medis mit Bewegung nicht nur bis Gesund absinkt, sondern darunter hinaus :(

    Wenn ich Du wäre, würde ich einfach "zum Spaß" mal nen Monat LCHF machen mit Fett statt KHs als Hauptenergieträger, also ketogen (NIX Ketoazidose!). Du wirst weniger Insulin gebrauchen, gar keine Frage. Aber was dabei VIELLEICHT rauskommen könnte, wäre weniger BZ-Sinken mit Bewegen. Aber Du bist nicht ich ;)

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    Alle Aussagen bezüglich Diabetes und Behandlung in diesem Beitrag sind mutmaßlich, denn ich bin kein Arzt. Genauso wie ich von einem mutmaßlichen Mörder schreiben muss, wenn ich gesehen hab, wie einer einen anderen erschossen hat. Denn zum Mörder darf den nur zum entsprechenden Ende eines ordentlichen Verfahrens ein ordentlicher Richter ernennen ;)
  • Elfe

    Rang: Gast
    am 05.04.2019 20:02:06 | IP (Hash): 419473483
    Hallo Reiner,

    ja, so manches, was du beschreibst, kenne ich auch.
    Z.B. daß gleiches Müsli-Frühstück mit 1,3 KE eine Schwankungsbreite von 50 - 130 mg/dl anzeigt, nur sitzen und Tageszeit lesend ~ warum auch immer.

    Herausfinden muss man selbst, wie sich körperliche Anstrengung/Sport als Blutzuckerverbrauch/Senkung bemerkbar macht.
    Schwimmen im Badesee - wie schön - kann durchaus sehr anstrengend sein wg. Wasserwiderstand überwinden.
    Lang her bei mir mit Schwimmen im Chlorwasser/Schwimmbad - per Hauteffekte damals schon schwierig, jetzt erst recht. 1000 m war die Aufgabe - puh, anstrengend.

    Du beschreibst einen Sonntag.
    Bei mir erkannte Der Diabetologe einen sogenannten 'Sonntagseffekt'.
    Stimmt schon, weil Verhalten da anders ist als im Alltag.
    Anderes Frühstück (Brötchen, Ei ...), zusätzlich was Süßes zum Nachmittagskaffee, unterschiedliche Aktivitäten/Unternehmungen. Muss dann genauer/öfter hinsehen.
    Zeigt sich bis in den Abend - wenn der UZ zu spüren ist.
    Stört - je nach Gefühl dann paar Gummibärchen - nach Ende der Sendung erst messen, ob noch mehr notwendig ist.

    Im übrigen musste ich per Arzt in spezielle Hypo-Schulung.
    Da wird w.o. so etwas erklärt -
    eben auch nicht mehr so klare Hypo-Anzeichen körperlich zu bemerken - einigen als Teilnehmer konnten wir uns auf Sehstörungen.
    Per Pen-Insuline (Basal und Bolus getrennt), kann ich m. E. besser reagieren
    als noch zusätzlich eine Programmierung berücksichtigen zu müssen.

    Gruß Elfe
    @Jürgen: Fachliteratur und Patienten/Arztgespräche lassen sich online per Fakten/Daten/Urheber-Schutz eben nicht lesen.
    Deshalb tauschen wir uns per persönlicher Erfahrung in Foren aus als zusätzliche Informationsquelle.
    Bearbeitet von User am 05.04.2019 20:03:11. Grund: -