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Typ 3c = pankreopriv Diabetes hier im Forum?

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    Mitglied seit: 09.10.2018
    am 28.11.2018 13:45:50 | IP (Hash): 1821359072
    Gibt es hier im Forum andere Teilnehmer mit Typ 3c = pankreoprivem Diabetes und Insulintherapie?
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    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 28.11.2018 14:43:31 | IP (Hash): 1249234758
    Was interessiert Dich besonders? Is doch eigentlich nix anderes, als ein beginnender LADA oder ein sehr empfindlicher Typ1. Also normale Insulinempfindlichkeit und dazu noch mehr oder weniger eigene Insulinausgabe, oder?

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    Alle Aussagen bezüglich Diabetes und Behandlung in diesem Beitrag sind mutmaßlich, denn ich bin kein Arzt. Genauso wie ich von einem mutmaßlichen Mörder schreiben muss, wenn ich gesehen hab, wie einer einen anderen erschossen hat. Denn zum Mörder darf den nur zum entsprechenden Ende eines ordentlichen Verfahrens ein ordentlicher Richter ernennen ;)
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    am 28.11.2018 15:51:46 | IP (Hash): 1501551366
    Hallo Franz,
    ja, zusätzlich zum LADA kam bei mir später Typ 3c dazu.
    Neben Mahlzeiten-Insulin, was ich schon zum LADA spritzen musste,
    kamen dann noch Verdauungsenzyme in Kapselform dazu, besonders zur Fettverdauung.
    Siehe
    https://www.mycare4you.de/fileadmin/user_upload/mukoviszidose/MH_UEA_Bro_ErnSch_DEU_w.pdf
    https://www.vdd.de/fileadmin/downloads/D_I/Fokus_D_I_2011_12/D_I_5_2012_Fokus.pdf

    Gruß Elfe
    Bearbeitet von User am 28.11.2018 16:35:01. Grund: Ergänzung Links
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    Mitglied seit: 13.05.2016
    am 30.11.2018 00:01:29 | IP (Hash): 1501551366
    Hallo Franz,
    was ist denn wirklich deine Frage bzw. Problem - Insulinanpassung ?

    Jedenfalls ist Insulin absolut notwendig, weil die Insulin bildenen Zellen nicht mehr da sind - sei es, durch BD-OP, BD-Erkrankung oder autoimmune Zellzerstörung = Typ 1.

    Und das, was das Organ an Insulin nicht mehr produzieren kann, wird von außen zugegeben per Spritze.
    Werde ärztlich wie ein 1er behandelt, war in Schulung auch mit 'wirklichen' 1ern (seit Jugend betroffen) zusammen. Insulindosierung war für uns gemeinsam das Thema, was es zu beachten gibt …

    Mir macht zusätzlich das Fehlen über natürlichem Weg der Verdauungsenzyme Probleme, so eine Enzymkapsel kann das nur bedingt ausgleichen.

    Wenn Fett und Eiweiß nur verlangsamt aufgenommen werden können, hat das durchaus Einfluss auf den BZ-Übergang und somit auch auf Insulindosierung und Spritzzeitpunkt.
    Habe dahingehend Ernährung zusätzlich angepasst.

    Gruß Elfe
    Bearbeitet von User am 30.11.2018 01:30:54. Grund: Korrektur
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    am 05.12.2018 18:33:46 | IP (Hash): 1989250293
    Im Moment ist bei mir noch kein stabiler Zustand, weil ich alle 2 Wochen im Rahmen der Chemotherapie 3 Tage lang Dexamethason erhalte, was durch die verursachte Insulinresistenz praktisch ca 5 IE Insulin/BE erfordert, um nicht über 200 zu kommen. Danach ist es auch eine ziemliche Spielerei, mitzubekommen, wann die Insulinresistenz wieder abklingt und die Insulindosis gesenkt werden kann. Erst wenn das vorbei ist, komme ich dazu, konstante Verhältnisse zu haben.

    2 Unklarheiten

    1. Die Magenentleerung und Verdauung sind wahrscheinlich verlangsamt. Es scheint so zu sein, daß nach einer Hauptmahlzeit meine Glukosewerte ansteigen, nachdem die Hauptwirkung von Apidra-Bolusdosen schon wieder abklingt. Dazu wurde mir von meiner Diabetesambulanz geraten, einmal zu versuchen, Apidra zu splitten, 2/3 vor dem Essen und 1/3 nach ca. 1,5 Stunden. Erfordert dann noch mehr Timing. Allerdings hängt die Magenentleerungsgeschwindigkeit natürlich auch von der Qualität der Nahrung ab. Was den Enzymzusatz betrifft, habe ich auf Rat meiner Diätassistentin die Dosis erhöht, 4-8 Kapseln a 10.000 IE pro Mahlzeit. Damit ist Verdauung jetzt ok und Gewicht stieg leicht an. Da ich auch einen Protonenpumpenhemmer nehme, wurde geraten, das Granulat aus den Kapseln zu nehmen und direkt mit der Nahrung zu nehmen. Welche anderen Strategien außer dem Bolussplitting gibt es da?

    2. Die Reaktion auf Zuckermangel ist bei Typ 3c reduziert, weil auch die Glukagonproduktion stark vermindert ist. Im Moment kann ich noch keine sportliche Aktivität entwickeln, merke aber, daß der Zucker tatsächlich sehr schnell abfällt, wenn ich auch nur längere Gehwege mache. In einigen Monaten werde ich wieder mit mehr Bewegung beginnen. Welche Strategien haben bei Euch da zu vernünftigen Ergebnissen geführt, die die Einnahme von Glukosewürfeln minimieren?
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    am 05.12.2018 19:12:40 | IP (Hash): 1219481998
    Habe als T2 Opa und seit über 10 Jahren INSULINER vergleichsweise konstante Verhältnisse und schaue nach der Libre-App-Statistik an meinem Smartphone 8-10mal am Tag zum Einhalten meines Rahmens nach meinem BZ, dazu 2mal mit dem Fingerpieks, mit dem ich die Sensorwerte jeweils abgleiche.
    Wenn was außergewöhnliches vorkommt wie ein ausgedehnteres Familienbefressnis oder eine mehrstündige Radeltour, komme ich auch schonmal auf 15-20 BZ-Überprüfungen.

    Wenn ich in der Stunde nach ner Mahlzeit hier am Moni sitze und lese und schreibe, brauche ich für dasselbe BZ-Ergebnis im Wirkauslauf von meinen normalen Apidramengen etwa 3 Stunden weiter doppelt so viel Insulin, als wenn ich mich in dieser Zeit in meinem Rollstuhl eben für ne Stunde zum Einkaufen im Supermarkt und darin bewege. Und mit dem wenigeren Apidra verläuft dabei auch meine Spitze sehr viel früher und sehr viel niedriger.

    Zum Rausfinden, was bei mir welche BZ-Auswirkungen hat, funktionieren bei mir immer kleine Mengen am besten, also z.B. 2 BEs, und die dann für’s Vergleichen nach Möglichkeit für ein paar Tage von der selben Sorte.
    Das nur mal so zum Vergleich für Dich und das, was Du einstweilen als normal zur BZ-Steuerung siehst und erlebst.

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    Alle Aussagen bezüglich Diabetes und Behandlung in diesem Beitrag sind mutmaßlich, denn ich bin kein Arzt. Genauso wie ich von einem mutmaßlichen Mörder schreiben muss, wenn ich gesehen hab, wie einer einen anderen erschossen hat. Denn zum Mörder darf den nur zum entsprechenden Ende eines ordentlichen Verfahrens ein ordentlicher Richter ernennen ;)
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    Mitglied seit: 13.05.2016
    am 06.12.2018 20:07:11 | IP (Hash): 65590404
    Hallo Franz,
    ev. sinken die BZ-Werte wieder, wenn das Dexamethason abgesetzt werden kann.

    Bei mir wurde auch eine verlangsamte Magenentleerung vermutet.
    Untersuchung (nicht schön) mit Sonde über Nase in den Magen und angeschnallt so halb stehend, dann mit Kontrastmittel per Live-Röntgen zu sehen: Sehr schnell Magen leer.
    Die Schwierigkeit liegt also eher ab Dünndarm vor, trotz der Enzyme.
    Habe nun mehr eine Verdauungsschwäche von Eiweiß und Fetten, Ernährung entsprechend angepasst.
    Milcheiweiß klappt ganz gut.
    Fleischportionen (lieber kleiner) bekomme ich nur schwer auseinander und spritze das Insulin erst nach der Mahlzeit, muss ggfs. dann auch noch splitten bzw. FPE-Einheiten berücksichtigen
    https://www.diabetesde.org/ueber_diabetes/was_ist_diabetes_/diabetes_lexikon/fett-protein-einheit-fpe

    Die Kügelchen aus der Kapsel herauszunehmen, halte ich persönlich für einen Fehler.
    Die Enzyme sollen ab Dünndarm wirken (siehe auch Beipackzettel) und die Kapselhülle ist nur dazu da, die Magenpassage mit Säure zu überstehen (der Protonenhemmer vermindert die Säure nur).

    Sportliche Bewegung hat bei mir kaum senkenden Einfluss bei BZ, habe aber sicherheitshalber immer Traubenzucker dabei.
    In der Schulung wurde zu Sport empfohlen, paar Einheiten Insulin bei vorheriger Mahlzeit wegzulassen oder auch 1 - 2 nicht zu schnelle Zusatz-BEs (z.B. Brot, Banane) vorher zu essen.
    Außerdem BZ bis in den nächsten Tag beobachten, da die verbrauchten Reserven ggfs. nur langsam wieder aufgefüllt werden.

    Und testen.
    IE/BE-Faktoren muss ich häufig nachjustieren (z.B. Jahreszeit, im Sommer weniger Insulin notwendig).
    Mache das vorsichtig in 0,25er Schritten, da mich schon 1 Einheit Mahlzeiteninsulin in den UZ haut, ebenso auch das Basalinsulin (Levemir (mo + ab)), da kann schon eine halbe Einheit zuviel UZ gegen Morgen verursachen.
    Mit der UZ-Problematik schimpft mein Arzt mit mir und sagt, die höhere BZ-Werte soll ich tolerieren, auch mal einen 270er.
    Aber wie dir, sind mir über der Nierenschwelle 180 nicht so recht.

    Und besser, die Anwendung des Enympräparat mit deinem Arzt besprechen.
    Ist jedenfalls bei mir so: Medikamente für/gegen was in Dosis und wann einzunehmen, bespricht mit mir der Arzt.
    Die Diabetesassistentinnen erklären eher so BE-Einschätzungen und Umgang mit Insulin, im Einzelgespräch und Schulungen.

    Gruß Elfe
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    am 07.12.2018 08:19:19 | IP (Hash): 1784907664
    Elfe schrieb:
    Die Kügelchen aus der Kapsel herauszunehmen, halte ich persönlich für einen Fehler.
    Die Enzyme sollen ab Dünndarm wirken (siehe auch Beipackzettel) und die Kapselhülle ist nur dazu da, die Magenpassage mit Säure zu überstehen

    Das mag bei deinem Medikament ausnahmsweise so sein, ist aber nicht die Regel. Die Kapsel dient in der Regel lediglich der einfacheren Dosierung. Die in der Kapsel befindlichen kleinen Kügelchen haben selbst jeweils eine magensaftresistente Schutzschicht. Die große, umhüllende Kapsel SOLL sich sogar im Magen auflösen. Nur so können sich die Enzymkügelchen gründlich mit dem Speisebrei im Magen mischen, und so im Darm der Verdauung des gesamten Essens dienen.

    In vielen Beipackzetteln steht übrigens ausdrücklich, dass bei Schluckschwierigkeiten die äußere Kapsel problemlos entfernt und nur der Inhalt mit entsprechend Flüssigkeit geschluckt werden kann. Lediglich zerkauen darf man die Kügelchen nicht. Dann würden die Enzyme bereits in Mund, Hals und Magen wirken, und deren Verdauung möchte nun wirklich niemand.
    Bearbeitet von User am 07.12.2018 08:20:31. Grund: .
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    am 09.12.2018 03:06:05 | IP (Hash): 779366593
    @Carlos
    Ist deine Info nur allgemein oder speziell ?
    Habe Kreon als fettverdauungsbezogenes 3c-Medikament nun wirklich in der Anwendung.
    Fettverdauung ist nach Magenpassage wichtig und dauert ! Enzyme soll(t)en dazu nach und nach abgegeben werden, wobei die Kapselumhüllung hilft.
    Eben, nur zu Schluckbeschwerden, gibt es diese Zusatzinformation.

    Magenauflösung ist zu früh, findet später weiter statt - ab Dünndarm.
    Die Minikügelchen haben eine viel größere Oberfläche und wirken dann nicht mehr an sinnvollem Ort und Stelle. Wichtig zur Fettverdauung-3c-Fragestellung.
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    am 09.12.2018 09:40:28 | IP (Hash): 1062545016
    Elfe schrieb:
    Habe Kreon als fettverdauungsbezogenes 3c-Medikament nun wirklich in der Anwendung.


    Dann schau mal bitte auf deine Packung. Wenn Mylan das Design nicht verändert hat, dann steht da immer noch: "Hartkapseln mit magensaftresistent überzogenen Pellets". Auch wenn ich mich wiederhole: Jedes einzelne Pellet oder Kügelchen ist mit einer magensaftresistenten Schicht überzogen. Das ist auch notwendig, da Lipase, zumindest aus Schweinepankreas, säurelabil ist. Sie würde also durch Kontakt mit Magensäure zerstört werden und nicht mehr wirken können. Die magensaftresistente Schicht löst sich erst nach dem Verlassen des Magens, also nach wechsel des ph-Wertes der Umgebung, auf. Der Schutz der Enzyme erfolgt also durch die Beschichtung der Pellets und nicht durch die Kapsel, welche die Krümel zusammen hält.

    Anders ergäbe auch der Hinweis keinen Sinn, die Kapsel bei Schluckproblemen zu entfernen und nur die eigentlichen Pellets unzerkaut zu schlucken. Böte die Kapsel den Schutz, würde das Medikament wirkungslos werden. Im Übrigen gibt es auch Kreon für Kinder. Da wird das Granulat gleich ohne Kapsel geliefert. Es wurde auch mal ein Pankreatinpräparat für Erwachsene angeboten, bei dem die Kügelchen lose, also ohne Kapsel, und zur genauen Dosierung mit einem entsprechenden Messlöffel geliefert wurden. Ich habe aber leider den Namen vergessen und weiß folglich nicht, ob das noch am Markt erhältlich ist.

    Die Aufforderung, die Kapsel, soweit möglich, als Ganzes zu schlucken, hat dennoch einen Sinn: Es wird so vermieden, dass einzelne Pellets im Mundraum zurück bleiben, unwissendlich zerkaut werden, und die enthaltenen Enzyme beginnen, die Mundschleimhaut zu verdauen.
    Bearbeitet von User am 09.12.2018 09:43:22. Grund: .
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