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Neuzugang aus Baden-Württemberg

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    Mitglied seit: 27.12.2018
    am 27.12.2018 15:27:56 | IP (Hash): 2085731408
    Hallo liebe Foris,

    ich habe mich gerade hier neu angemeldet.

    2014 wurde bei mir eine Glucoseintoleranz, also Prädiabetes festgestellt, nach dem ich mich mit 40 Jahren habe testen lassen.
    In meiner direkten Verwandschaft haben 90% alle Typ 2. Dies war der erste Anlass, danach schauen zu lassen. Der 2. Grund war, dass ich immer mehr am Bauch zugenommen habe, obwohl ich Sport treibe. Und es wird immer hartnäckiger.
    Zu Beginn lag mein HBA1C immer zwischen 5,3 und 5,7. Ich nehme seit 3 Jahren 2x 1000 Metformin. Anfangs habe ich damit (und mit LowCarb) 7 kg abgenommen. Diese Zeit ist leider vorbei und ich halte LC leider kaum mehr durch. Weitgehendst, aber nicht mehr ausreichend. Mein HBA ist auf 6,1 gestiegen im letzten halben Jahr, da ich mit Metformin geschlampert und auch beim Essen nicht aufgepasst habe.
    Die postprandialen Werte sind immer öfter sehr viel länger erhöht als 3 Stunden. Je nach Art der Mahlzeit kann der Blutzucker auf zwischen 200 bis 280 ansteigen und auch relativ lange dort bleiben. Bei reiner LC-Ernährung habe ich meist Essens-Werte zwischen 115 und 160. Nüchternwerte liegen in der Früh bei ca. 115, manchmal 130, selten bei 100 oder drunter.
    Die Voressenswerte sinken etwa auf 100, mit viel Glück u. vor allem nach dem Frühstück auch mal auf 90.

    Mein Arzt möchte erst Mal abwarten. Ich kämpfe und kämpfe und bin frustriert. Ich möchte auf Kohlenhydrate einfach nicht mehr komplett verzichten und auch der Sport frustriert mich, weil nichts geht beim Gewicht. Und ich bin sicher, daran ist der Diabetes schuld.

    Die Frage ist, was tun? Wäre evtl. Nateglinid zu entsprechend ausfallenden Mahlzeiten wie im Restaurant oder bei Feierlichkeiten sinnvoll? Ich möchte gerne die Blutzuckerspitzen kappen, wenn ich gelegentlich mal über die Stränge schlage.
    Meine Grundernährung Low Carb ist der richtige Weg, aber ich schaffe es einfach nicht, auf diverse Lebensmittel gänzlich zu verzichten.
    Ich leide darunter, im Restaurant oder bei Feierlichkeiten immer darüber nachdenken zu müssen, was ich esse und es liegt mir nicht, nach Abwandlungen und/oder Alternativen zu fragen bei den Beilagen.
    Salat und Gemüse hängen mir manchmal einfach nur noch zum Hals heraus und viel Fleisch essen mag ich auch nicht.


    Bearbeitet von User am 28.12.2018 11:01:43. Grund: Ergänzung
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    am 27.12.2018 16:14:46 | IP (Hash): 1452449937
    Hallo Frodo,

    willkommen im Forum.

    Dürfen wir zum besseren Verständnis deiner Fragen noch wissen, in welcher Gewichtsklasse du so unterwegs bist?

    Und aus eigener Erfahrung angesichts der familiären Häufung: Oft ist nicht nur die genetische Disposition, sondern bedenkliche Familientraditionen bezüglich Ernährungsgewohnheiten und Bewegungsmustern. Fallen dir dazu Hinweise ein?
     1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag.
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    am 28.12.2018 09:20:54 | IP (Hash): 1367959262
    Diabetes zählt nicht als reine erbkrankheit. Es heisst nicht, wenn dein vater diabetes hatte, du es ebenfalls bekommen wirst. Eine Disposition kann vorliegen, muss aber nicht. Daher wäre wirklich interessant in welcher gewichtsklasse du kämpfst.




    Auch wenn sich die Ideen und Vorschläge meinerseits sehr professionell und logisch anhören, ersetzen sie nicht den Gang zum Doktor, um sich dies bestätigen zu lassen; sie dienen nur einer ersten Beratung.
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    am 28.12.2018 09:44:51 | IP (Hash): 23953850
    Guten morgen

    Ich bin 1,53 groß und wiege derzeit 66 kg. Bauchumfang ca. 98 cm.

    Ich bin keine Couchkartoffel und bewege mich viel im Alltag. Sport (Krafttraining) mache ich 2x die Woche.

    Der "echte" Diabetes selbst ist von ärztlicher Seite noch nicht wortwörtlich bestätigt. Dafür liege ich mit dem Langzeitwert noch zu gut mit 6,1. Ich solle nur "aufpassen" und wieder meine Tabletten regelmäßig nehmen.
    Sicher ärztlich bestätigt ist nur der Prädiabetes. Bei der Diagnose lag ich bei den Nüchtern- und Voressenswerten noch regelmäßig zwischen 75 und 95.
    Der Clamptest vor drei Jahren ergab eine schwache aber bestehende Insulinresistenz und eine eindeutig genetische Veranlagung. Mir wurde gesagt, dass ich diese IR nur wenig mit Metformin beeinflussen könne, ich solle diese Wirkung dennoch ausnutzen. Fettleber war nur gering feststellbar.
    OGTT lag bei 285 (1 Std) und bei 161 (2 Std)

    Meine Familie isst typisch nach DGE. Herzhaft und viele Beilagen.
    Ich esse leider gern und oft und zu viel das Falsche, obwohl ich ja weiss, wie es richtig geht.
    Bearbeitet von User am 28.12.2018 11:13:43. Grund: Erg
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    am 29.12.2018 11:14:34 | IP (Hash): 1633046517
    Frodo schrieb:
    Die Frage ist, was tun? Wäre evtl. Nateglinid zu entsprechend ausfallenden Mahlzeiten wie im Restaurant oder bei Feierlichkeiten sinnvoll? Ich möchte gerne die Blutzuckerspitzen kappen, wenn ich gelegentlich mal über die Stränge schlage.

    Hallo Frodo,

    das könnte klappen, probiere es doch einfach aus.

    Allerdings sehe ich das nicht als wirkliche Lösung an. Du solltest so essen, wie es für deinen BZ gut ist und wie du es auch durchhalten kannst und das, was dann noch fehlt mit geeigneten Medikamenten ausgleichen. Gelegentlich Ausnahmen, z.B. bei Feierlichkeiten, machen dabei wirklich nichts aus. Bei solchen Ausnahmen kannst du, so lange sie nicht zur Regel werden, den höheren BZ in Kauf ruhig nehmen.

    Um LC durchzuhalten ohne es dauernd als Verzicht auf irgend etwas zu betrachten, müsstest du dir eine Variante suchen, die für dich gut passt. Mir persönlich gelingt das bereits seit 10 Jahren sehr gut mit LCHF, weil es 100%ig für mich passt. Ich genieße die vielen Sachen, die ich dabei essen darf und trauere den anderen nur selten nach. Natürlich gibt es auch bei mir gelegentliche Ausnahmen, die kein Problem sind. Medikamentöse Unterstützung hole ich mit etwas Basalinsulin. Aber du musst für dich entscheiden, wie du dauerhaft essen kannst und was für Medikamente du zur weiteren Unterstützung benötigst.

    Als anzustrebende Werte kannst du dir vielleicht die hier beschriebenen als Ziel setzen:
    https://docs.wixstatic.com/ugd/32a606_db20057cf9b5496ea94c7d7d2d6f0cde.pdf
    Ich lebe allerdings auch mit etwas höheren Nüchternwerten, ohne das sich das insgesamt negativ auswirkt.

    Alles Gute, Rainer

    ____
    Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
    Bearbeitet von User am 29.12.2018 11:24:18. Grund: .
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    am 29.12.2018 12:59:52 | IP (Hash): 1367959262

    Betrifft der gemessene hba1c von 6,1 dem ogtt



    Auch wenn sich die Ideen und Vorschläge meinerseits sehr professionell und logisch anhören, ersetzen sie nicht den Gang zum Doktor, um sich dies bestätigen zu lassen; sie dienen nur einer ersten Beratung.
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    am 30.12.2018 15:14:42 | IP (Hash): 1133625768
    Hallo,
    Ich verstehe gerade nicht, was du meinst?
    Der OGTT fand bei Diagnose vor ca. 3 Jahren statt. Der HBA1C ist vom Nov.

    Ja Rainer. Du hast ja Recht. Bisher konnte ich noch keine so richtige Essrichtung finden, die 1: 1 durchhalten ist. Ich liebe Herzhaft und ich liebe Kohlenhydrate. Das ist eine echte Farce. Gemüse und Salat baue ich zwar großzügig ein und auch Eiweiss, ein absoluter Selbstläufer ist es nicht geworden.

    Zum Kochen fehlt mir auch oft die Muße. Ich habe einen sehr straffen Tagesablauf.