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Blut zapfen für Messungen

  • Rang: Anfänger
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    Beiträge: 8
    Mitglied seit: 10.09.2018
    am 01.01.2019 20:29:18 | IP (Hash): 1496814097
    Und noch ne Einsteiger Frage ...

    Ich messe zur Zeit an den Fingerkuppen. Am besten geht es am Ringfinger Außenseite Fingerkuppe. Der Tipp kam aus irgendeinem Gerätehandbuch. Vorher warm Händewaschen und gründlich trocknen hab ich auch irgendwo gelesen.
    Einstichtiefe Accu Chek Fastclix steht auf 5 (von 1-5,5)
    Inzwischen tut mir die Fingerkuppe auch etwas weh oder sie wird empfindlicher. Andere Fingerkuppen gehn auch aber kommt weniger Blut manchmal garnichts.

    Der Apotheker meinte drücken um Blut zu kriegen sei schlecht weil man dann Gewebsflüssigkeit rausdrückt und damit das Messergebnis verfälschen kann.

    Man liest immer wieder von Alternativen Stellen, bei meiner Mutter im Wohnheim ist eine Dame die piekst sich nur Oberseite Unterarm. Geht das ? Ändert das die Messwerte ? Sollte nicht oder ? Kann hier jemand was dazu sagen oder hat jemand gute Erfahrungen mit anderen Stellen ?

    Danke Jo
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    Mitglied seit: 07.12.2018
    am 01.01.2019 22:24:28 | IP (Hash): 1702990025
    Hallo Jo,

    du kannst auch die Handballen zum piksen nehmen.
    Funktioniert bei mir ganz gut. Ich habe früher auch die Stechhilfe Accu-Chek FastClix genommen.
    Habe jetzt aber das Gerät zum Messen gewechselt. benutze jetzt ein Contur Next One und die mitgelieferte Stechhilfe "Microlet Next".
    Sie sticht meiner Meinung nach viel sanfter und Blut kommt auch mehr.
    Die Accu- Chek Fastclix war bei mir auch auf 5 gestellt.
    Bei der Microlet Next habe ich die 3 eingestellt. Reicht völlig aus.
    Ich hoffe, dass ich dir eventuell helfen konnte.
    Wünsche dir ein gesundes neues Jahr.

    Viele Grüße Helmut
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    Mitglied seit: 14.01.2018
    am 02.01.2019 00:14:59 | IP (Hash): 577281819
    Zur Bewertung meines Beitrags beachte bitte, dass ich nach 1 Jahr hier praktisch noch ein Neuling bin.
    Mögen andere meine Vorschläge gern kommentieren.

    Persönlich bevorzuge ich das stechen ins Ohrläppchen. Empfinde ich als nahezu schmerzlos. Bevor ich das hier schreibe, hab ich nochmal im Internet gesehen: scheint eine empfohlene und von den meisten Ärzten genutzte Stelle zu sein.

    Hab auch schon Darstellungen gesehen, die Außenseite Oberarm, Handballen und Innenseite Oberschenkel zeigen.
    Ich glaube, die gute Erreichbarkeit zum Hantieren steht hier im Vordergrund.

    Wichtig ist
    - eine gut durchblutete Stelle aussuchen.
    - die Stelle vorher säubern.
    - die Stechhilfe leicht andrücken.
    - den ersten Tropfen verwenden und nicht nachdrücken.
    - bei Fehler: neu stechen.
    .
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    Mitglied seit: 25.02.2011
    am 02.01.2019 09:38:37 | IP (Hash): 1929087185
    torsten1973 schrieb:
    Persönlich bevorzuge ich das stechen ins Ohrläppchen. Empfinde ich als nahezu schmerzlos. Bevor ich das hier schreibe, hab ich nochmal im Internet gesehen: scheint eine empfohlene und von den meisten Ärzten genutzte Stelle zu sein.

    Hallo Torsten,

    ja, das Ohrläppchen ist eine Stelle, wo das Stechen kaum weh tut und sehr gut Blut rauskommt. Das Problem ist nur, dass man das schlecht bei sich alleine machen kann.

    Ich finde es sehr interessant, dass du das machst. Musstest du lange üben, bis das einigermaßen hinhaut? Geht das nur mit voller Konzentration oder funktioniert das ei dir auch, wenn du kurz nach dem Aufstehen noch halb verschlafen den NBZ misst?

    @Grueni,
    du brauchst doch nur verschiedene Stellen auszuprobieren, ob es für dich angenehmer als am Finger ist. Ein paar Vergleichsmessungen zeigen dir dann, ob die Werte verwendbar sind. Eigene Versuche habe ich bisher nicht gemacht, weil ich an den Fingern keine Probleme habe.
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    am 03.01.2019 00:43:23 | IP (Hash): 253038450
    Rainer schrieb:


    ja, das Ohrläppchen ist eine Stelle, wo das Stechen kaum weh tut und sehr gut Blut rauskommt. Das Problem ist nur, dass man das schlecht bei sich alleine machen kann.

    Ich finde es sehr interessant, dass du das machst. Musstest du lange üben, bis das einigermaßen hinhaut? Geht das nur mit voller Konzentration oder funktioniert das ei dir auch, wenn du kurz nach dem Aufstehen noch halb verschlafen den NBZ misst?

    .



    Ein Spiegel ist das ganze Geheimnis...
    Bearbeitet von User am 03.01.2019 00:44:04. Grund: .
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    am 04.01.2019 20:00:53 | IP (Hash): 172902360
    Hallo Jo,
    nö, um Himmelswillen, Ohrläppchen ist schon sehr schmerzhaft.

    Fingerbeere Außenseite ist da schon besser, wie du das machst.
    Warmes Wasser fördert die Durchblutung, bei kalten Finger kommt weniger Blut.

    Gut geeignet sind m. E. Mittel-, Ring- und auch kleiner Finger (Stechhilfe sanft aufdrücken) jeweils linke und rechte Hand = 12 Möglichkeiten. Und unbedingt Einstichstelle wechseln, sonst bilden sich Narben.
    Auch wichtig, mindestens 1 x täglich Lanzette wechseln - Spitze wird stumpf bei Gebrauch und dringt nicht mehr so wirklich gut in Haut ein.

    Du hast da eigentlich eine gute Stechhilfe mit dem FastClix (jedenfalls besser als mein olles Microlet als Zugabe zum BZ-Messgerät wieder ausgepackt, nachdem Microlet 2 zum Contour XT schnell kaputtgegangen ist, Feder).

    Funktion ist von Stechhilfen jedenfalls vergleichbar mit Einstellungsmöglichkeit der Eindringtiefe (habe da höchste Stufe, wie du - fast - auch).

    Wie stark man die Stechhilfe auf den Finger drückt, spielt auch eine Rolle.
    Nicht zu zaghaft, schon mit deutlichem Kontakt der Stechhilfe - und ab mit der Lanzette.
    Mittel-/Ringfinger sind da nicht so empfindlich, kleiner Finger weniger Andruck.
    (Zeigefinger und Daumen nehme ich nicht, da per Greifen im Alltag Nachwehen hinderlich sind).

    Arm als Messstelle würde ich für dich eher nicht sehen - Durchblutung da ganz anders, Finger besser.
    Pflegedienstlich bei älteren Menschen ist anders, als wenn du jünger noch selbst handeln kannst.

    Gruß Elfe
    P.S.: Handpflege für dich wäre auch für dich wichtig - Hände mit Fingerkuppen eincremen, Haut geschmeidig halten. Je nach handwerklicher Betätigung Hornhaut vermeiden.
    Bearbeitet von User am 04.01.2019 20:06:23. Grund: +
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    am 04.01.2019 21:58:28 | IP (Hash): 1983084232
    Hallo Grueni,

    Ohrläppchen ist nicht schmerzhaft. Nicht umsonst wir das Ohrläppchen bei älteren Menschen, die das Pieksen am Fingen nicht gut vertragen,alternativ Blut aus dem Ohrläppchen entnommen.

    Wenn du es wie Torsten vor dem Spiegel gut alleine hinbekommst, dann probiere es ruhig mal aus.
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    am 04.01.2019 23:00:56 | IP (Hash): 1740081237
    So ein Ohrläppchen hat verschiedene Regionen.
    Welche, eher unten und oben seitlich, wo nur der gewünschte Tropfen kommt, aber auch oben mittig, wo es ein wenig länger läuft.
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    am 05.01.2019 00:05:01 | IP (Hash): 172902360
    Ohrläppchen ist sehr wohl empfindlich, selbst bei Ohrlochstechen für Ohrring.

    Für BZ-Messung eher nicht gebräuchlich (Laktat bisweilen bei Profisportlern).

    Nach einem Jahr weist du per BZ-Messung so irgendwie nicht wirklich Bescheid.
    Anders, wenn einem Diabetiker per Arzt und Schulung dies wirklich gezeigt und erklärt wird.
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    Mitglied seit: 13.05.2016
    am 05.01.2019 16:11:37 | IP (Hash): 172902360
    torsten1973 schrieb:
    Zur Bewertung meines Beitrags beachte bitte, dass ich nach 1 Jahr hier praktisch noch ein Neuling bin.
    Mögen andere meine Vorschläge gern kommentieren.

    Persönlich bevorzuge ich das stechen ins Ohrläppchen. Empfinde ich als nahezu schmerzlos. Bevor ich das hier schreibe, hab ich nochmal im Internet gesehen: scheint eine empfohlene und von den meisten Ärzten genutzte Stelle zu sein.

    Hab auch schon Darstellungen gesehen, die Außenseite Oberarm, Handballen und Innenseite Oberschenkel zeigen.
    Ich glaube, die gute Erreichbarkeit zum Hantieren steht hier im Vordergrund.

    Wichtig ist
    - eine gut durchblutete Stelle aussuchen.
    - die Stelle vorher säubern.
    - die Stechhilfe leicht andrücken.
    - den ersten Tropfen verwenden und nicht nachdrücken.
    - bei Fehler: neu stechen.


    Kann das so nicht bestätigen.

    Von Anfang an bis heute erfolgt die Blutprobengewinnung in der Diabetolgenpraxis aus der Fingerbeere.
    Händewaschen oder Alkoholtupfer wird nicht gemacht.

    Die MFA drückt die Stechhilfe schon mit Druck auf die Fingerbeere und schießt dann tief die Lanzette ab. Der erste Tropfen wird NICHT verwendet, sondern mit einem Tupfer abgewischt. Damit werden ev. Anhaftungen am Finger sozusagen aus der Stichstelle weggespült und abgewischt. Dann drückt sie sanft nach und entnimmt aus dem einen Blutstropfen zwei Proben: 1 x Blutzucker, 1 x HbA1c-Wert - wandern dann direkt ins Laborgerät (HPLC). Wenn ich mein Blutzuckermessgerät überprüfen möchte, wird der selbe Blutstropfen für Messung genommen (dafür schon mit Sensor vorbereiten).

    Die blutende Stelle wird nach Entnahme abgedrückt mit Tupfer und ein Pflaster kommt drauf.
    Zuhause mache ich das ähnlich - stechen, ersten Tropfen abwischen, zweiten Tropfen verwenden und anschließend den Finger mit Stückchen Kleenextuch umwickeln. BZ-Wert notieren und da ist die Blutung auch schon gestillt.

    Auch bei den Bedienungsanleitungen zu den Stechhilfen wird zur Fingerbeere geraten.
    "Achtung! Blutzucker-Messungen an anderen Körperstellen wie Handballen und Unterarm können abweichende Blutzuckerwerte im Vergleich zur Fingerbeere ergeben, …
    https://www.ascensia-diabetes.ch/files/pdf/anleitungen/Microlet2/Microlet2_DE.pdf

    P.S.: Meine Ohrläppchen sind auch einfach nicht so groß, daß ich da bis zu 6 x d (als INSULINER) Blut entnehmen könnte.
    Bearbeitet von User am 05.01.2019 16:15:30. Grund: Korrektur Schreibfehler