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  • Rang: Anfänger
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    Mitglied seit: 08.01.2018
    am 08.01.2019 14:25:21 | IP (Hash): 538309047
    Hallo Leute,

    Ich weiß gerade gar nicht ob ich hier richtig bin, wenn nicht dann denn Beitrag einfach löschen mein Name ist Sebastian ich bin 38 Jahre und habe seit 1,5 Jahre Diabetes Melittus. Anfangs habe ich mich damit Arrangieren könne. Aber irgendwie frustriert mich die Krankheit ich nehme Morgen und abends 1000 Metformien Tablette dazu kommen 35 Einheiten Touje 25 Einheiten VIctose du nach jedem essen Humalog. Dazu messe ich 4x Tag, ich gebe zu mittlerweile bin ich extrem gefrustet und keine plan was ich dagegen tun kann. Ich nehmen zwar nicht zu aber ich Nehme auch nicht wirklich ab ja gut es schwank immer um 2 kilo aber das war es auch. Hat da er von euch dies erfahrung gemacht und kann mir sagen wie er es in den Griff bekommen hat, den ich gestehe das Spritzen und das Messen Belastet mich extrem.

    Danke für die Hilfe

    Mit freundliche grüßen

    Vampirgeist
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    am 08.01.2019 17:23:58 | IP (Hash): 1763929024
    Willkommen im Club! Wogegen willst Du was tun?

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    Alle Aussagen bezüglich Diabetes und Behandlung in diesem Beitrag sind mutmaßlich, denn ich bin kein Arzt. Genauso wie ich von einem mutmaßlichen Mörder schreiben muss, wenn ich gesehen hab, wie einer einen anderen erschossen hat. Denn zum Mörder darf den nur zum entsprechenden Ende eines ordentlichen Verfahrens ein ordentlicher Richter ernennen ;)
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    am 08.01.2019 19:33:00 | IP (Hash): 1367959262
    GEGEN DEN diabetes Jürgen. ER kann einfach nicht mehr, dass ist ja wohl aus dem text erkennbar. ESist nunmal mit die schlimmste chronische Krankheit der Welt.



    Auch wenn sich die Ideen und Vorschläge meinerseits sehr professionell und logisch anhören, ersetzen sie nicht den Gang zum Doktor, um sich dies bestätigen zu lassen; sie dienen nur einer ersten Beratung.
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    am 08.01.2019 19:38:03 | IP (Hash): 2027211405
    Hallo Sebastian,

    ich bin hier auch noch ziemlich neu. Bin seit neun Jahren Diabetiker.
    Mir geht es so ähnlich wie dir. Habe schon mehrfach abgenommen. Ging aber nicht lange gut.
    Seit ca. drei Jahren schwankt mein Gewicht zwischen 120-125 Kg.
    Ich nehme es wie es nun mal wie es ist und mache mich deswegen nicht verrückt.
    Hatte bis vor gut vier Wochen noch Werte um die 300 mg/dl morgens und das etwa die letzten zwei Jahre.
    War nur noch müde und kaputt, habe meinen Urlaub auf der Couch verbracht.
    Anfang Dezember war ich bei meiner Hausärztin und sagte , dass es so nicht mehr weitergeht.
    Nehme auch zwei Metformin 1000, 1,2 mg Victoza, eine Forxiga und bisher 50 iE Lantus. Das Lantus wurde gestern durch 50 iE Tujeo ersetzt. Seit Anfang Dezember zu den Mahlzeiten die entsprechenden Dosen Actrapid. Bin mit dem Diabetes zu einer Schwerpunktpraxis für Diabetalogie gewechselt.
    Seit ich Actrapid spritze geht der BZ kontinuierlich zurück. Habe jetzt morgens nüchtern Werte zwischen 150-180 mg/dl.
    Mir geht es jetzt bedeutend besser.
    Was ich dir mit dem ganzen Text sagen will ist folgendes.
    Du musst messen, du musst spritzen um deinen Diabetes in Griff zu bekommen. Es sei denn, du kannst mit deiner Ernährung noch was ändern. Du willst doch deinen Diabetes in den Griff bekommen. Wenn nicht, hat er dich im Griff.
    Übrigens gibt es in der Diabetespraxis in der ich jetzt bin gibt es auch psychologische Betreuung.
    Es ist nicht jeder Mensch gleich. Es gibt Mensch, die stecken alles leicht weg. Andere grübeln und machen sich damit fertig.
    Man kann mit Diabetes auch ein langes gutes Leben führen. Dazu gehören aber auch nun mal ein paar unangenehme Dinge wie messen und spritzen.
    Mach dich nicht fertig. Sag dir, alles was du machst dient nur dazu, damit es dir besser geht.

    Gruß Helmut
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    am 10.01.2019 01:24:20 | IP (Hash): 386765297
    Hallo Sebastian und Hallo Helmut,
    sehe bei euch beiden ein ähnliches Bild - zwei Insuline: Mahlzeiteninsulin und Langzeitbasisinsulin = ICT (weiteres eigentlich gar nicht nötig).
    https://www.diabetes-news.de/wissen/therapie-typ-1/intensivierte-konventionelle-insulintherapie-ict
    Prinzip:
    Passend Basalinsulin für den Grundstoffwechsel (50 Einheiten Toujeo sind schon heftig) und passend zur Mahlzeit das schnelle Insulin spritzen, immer NACH der Mahlzeit geben ist nicht immer zielführend, bei leicht verdaulichen kann man auch vor der Mahlzeit spitzen.

    Eine weitere Möglichkeit mit dem schnell wirkenden Mahlzeiteninsulin, hohe Blutzuckerwerte mit sogen. Korrektureinheiten herunter zu spritzen.
    Vorsicht dabei: Kenne als Anfängerwert 1 Einheit senkt den Blutzucker um 50 mg/dl, habe 40 mg/dl seit vielen Jahren (nicht 30 mg/dl wie im Link).

    Als erstes: BZ-Werte um den Zielwert einstellen und unbedingt beim Arzt nachhaken, wie man die Insuline dosiert, ev. Schulung.

    Körpergewicht abnehmen, ist dann zweitrangig.
    Ja, ja, damit liegen uns verschiedene Ärzte in den Ohren.
    Wenn man per Dosierung des Mahlzeiteninsulins sowieso schon auf Ernährung achtet, fällt vieles schon mal weg.
    Und unbedingt: Satt essen zu den Hauptmahlzeiten, mindert Verlangen auf Zwischenmahlzeiten.
    Mal was naschen (z.B. was nicht pur süßes wie Riegel Schokolade oder Chips) ist dank Mahlzeiteninsulin aber auch drin.

    Dauert längere Zeit, bis man sich dahingehend umgewöhnen kann, bitte Geduld.
    Mit mehr Körpergewicht braucht ihr ev. mehr Insulineinheiten - und ? - allenfalls etwas mehr € für die Krankenkasse.

    Und wenn man selber wieder Eigenverantwortlichkeit im Handeln erkennen kann, ist so ein Psychologe ev. nicht mehr notwendig.

    Gruß Elfe
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    am 10.01.2019 19:24:19 | IP (Hash): 1346604790
    Hallo Elfe vielen Dank für deine Antwort,

    das Gewicht zu reduzieren habe ich nach etlichen vergeblichen Versuchen aufgegeben.
    Spritze zu jeder gegessenen BE eine iE. Als Korrektur nehme ich 1 iE. zu 40mg/dl wenn der nüchtern BZ über 150mg/dl liegt. Wurde mir so meiner Ärztin empfohlen. Es funktioniert wunderbar.
    Satt essen ist wichtig, da gebe ich dir vollkommen recht. Bei mir liegen zwischen Abendbrot und Frühstück im Schnitt bis zu vierzehn Stunden. Das halte ich nur durch, indem ich zum Abendbrot etwas mehr esse. Dank Actrapid kein Problem mehr für mich.
    Nach knapp fünf Wochen ICT pegeln sich meine Nüchtern Werte um die 150 mg/dl ein.
    Damit bin ich schon recht zufrieden, wenn ich daran denke, dass ich vorher fast immer um die 300 mg/dl hatte.
    Zum Psychologen muß ich gewiss nicht, da ich ein ziemlich robustes Nervenkostüm habe. Außerdem hatte schon meine Mutter Diabetes, meine Tante und Cousine sind ebenfalls vom Diabetes geplagt. Daher bin ich den Umgang mit der Krankheit schon recht gut gewöhnt. Da muß ich dir auch Recht geben, wenn man wieder selber seine Krankheit in eigene Regie nehmen kann. Das hilft einem ungemein.
    Nächste Woche beginnt die ICT-Schulung. Ich denke, dass ich dort den noch nötigen Feinschliff bekomme.

    Gruß Helmut
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    am 11.01.2019 19:10:28 | IP (Hash): 909398517
    Hallo Helmut,
    schon gut, daß du an einer ICT-Schulung teilnehmen kannst.
    Schau mal, was es da an Inhalten gibt und dir weiterhilft.

    Habe leider feststellen müssen, daß Schulungen bei 2ern nicht so gut sind (erzählt von Verwandten und Bekannten) als für mich als 1er.

    Mein Schulungsbuch (schon was her in 4. Auflage) war dieses
    https://www.amazon.de/Gut-leben-mit-Typ-1-Diabetes-Basis-Bolus-Therapie/dp/343745756X
    Nicht schrecken lassen durch 'Typ 1' im Titel.
    Insulindosierung wird hier u.a. gut erklärt - Langzeit- und Mahlzeiteninsulin Dosierung, Messzeitpunkte und wie man was anpasst.
    Für mich ist die Abstimmung der Dosis von den Insulinen wichtig, logisch, egal ob 2er/1er/3.. .
    ~
    Dein Nüchternwert stört dich.
    Dafür musst du dir aber keinen 14 h Essensabstand antun.
    So bis zu 4 h Abendessen vor Zubettgehen sind da ausreichend.
    Noch mal Blutzucker messen, ob Mahlzeiteninsulin gepasst hat und ggfs. korrigieren.

    Selber spritze ich dann noch die 2. Portion Basalinsulin (Levemir) und sehe morgens am Aufstehwert, ob auch dieses passt.
    Für mich funktioniert Basal morgens und abends besser, weil Bedarf innerhalb von 24 h unterschiedlich ist - tagsüber mehr als Abend/Nacht-Ruhephase.
    Welche Insuline sinnvoll sind, werden mit dem Arzt besprochen (Toujeo war im Gespräch, passt für mich nicht).

    Gruß Elfe
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    Mitglied seit: 07.12.2018
    am 11.01.2019 21:14:06 | IP (Hash): 1983416270
    Hallo Elfe,

    die 14 Stunden Abstand zwischen Abendbrot und Frühstück sind nicht dem Nüchternwert geschuldet.
    Ich bin es seit meiner Kindheit gewöhnt, dass es zwischen 18 und 19 Uhr Abendbrot gibt.
    Um halb fünf ist die Nacht für mich zu Ende, um 6 Uhr muß ich in der Firma sein. Das heißt, wenn ich genügend Schlaf bekommen will spätestens um 21 Uhr zu Bett zu gehen.
    Bis vor ca. zwei Jahren habe ich bevor ich morgens um 5 Uhr bevor ich zur Arbeit fuhr meistens noch etwas gegessen.
    Habe aber absolut zu dieser Zeit keinen Appetit mehr.
    Später Abendbrot essen mag auch auch nicht. Mit vollem Magen ins Bett ist auch nicht so gut.
    Sollte ich vor der Nachtruhe doch mal Hunger verspüren, hilft eine Scheibe Käse oder Wurst.
    Bin jetzt seit Montag in der zweiten Diabetespraxis in Behandlung. Ein Unterschied wie Tag und Nacht zur ersten Praxis. Keine Hektik, Frau Doktor hat sich fast eine Stunde Zeit für mich genommen, hat mich ausreden lassen und das wichtigste. Sie ist nicht mit der Aussage, sie müssen unbedingt abnehmen gekommen, nachdem ich ihr meinen Diabetes Werdegang geschildert habe.
    Mir wurden auch gleich alle Möglichkeiten auf gezeigt die es gibt.
    Ich fühle mich dort im Gegensatz zur ersten Praxis gut beraten. Dort war es eine Art Fließ Band Abfertigung.
    Habe dort auch eine Schulung für Typ 2 Diabetiker die nicht Insulin spritzen erhalten erhalten. Aber das kann man sich auch in ein bis zwei Stunden im Internet aneignen.
    Da ich ja seit knapp fünf Wochen ja Actrapid spritze und das erst nachdem ich bei meiner Hausärztin Protest eingelegt habe, dass es so nicht mehr weitergeht. Sie hatte immer Angst davor, dass ich durch das Insulin noch mehr Appetit bekomme, was aber nicht der Fall ist.
    Die Berechnung der Insulinmenge zu den Mahlzeiten und Korrekturen habe ich mir hier im Forum und auf anderen Internetseiten angeeignet. Habe klein angefangen und mich an die zu den Mahlzeiten entsprechenden Einheiten heran getestet. Frau Doktor sagt alles richtig gemacht und ich merke es ja auch an meinen Werte, dass es besser wird und ich im Umgang mit dem Actrapid immer sicherer werde.
    Aber trotzdem werde ich bei der ICT-Schulung meine Ohren weit aufsperren. da gibt es bestimmt noch was zu lernen.
    Was meine bisherige kurzzeitige Erfahrung mit Tujeo betrifft, möchte ich behaupten, dass es bei mir eine bessere Wirkung erzielt als Lantus.
    So nun genug für heute.

    Gruß Helmut
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