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Typ 1 und depression

  • Rang: Anfänger
    Punkte: 0
    Beiträge: 2
    Mitglied seit: 18.08.2018
    am 08.03.2019 11:08:31 | IP (Hash): 354845819
    Hey Leute,

    Ich (w. 23) wollte mal fragen wie es bei euch mit Diabetes und Depression aussieht...
    ich hab seit dem ich 10 bin Diabetes, seit dem ich 12 bin hashimoto und dazu kommt jetzt auch meine Gluten-Unverträglichkeit.
    Ich hab mein Studium jetzt seit einem Jahr unterbrochen weil ich nichts mehr hinbekomme, konzentration war noch nie meine Stärke aber das Abi hab ich mehr oder weniger so hinbekommen.
    Aber jetzt funktioniert vieles nicht mehr, fragwürdig ob es je funktioniert hat.
    Ich denke vieles hat vielleicht auch mit Angst vor Folgeschäden zu tun und damit das ich mich damit abfinden muss nie eigene Kinder zu bekommen.
    Ich hatte nie ein HB1C unter 8, meine Eltern haben mir auch nie wirklich mit meinem Diabetes geholfen. Naja und ich hab es nie irgendwie selbst gelernt.
    Sorry das ich hier so am rumheulen bin.
    Ich wette das Thema kommt jede Woche auf.
    Aber gibt es hier eine Person die mir dabei helfen kann?
    Grade auch mit hashimoto und Gluten Unverträglichkeit?

    Ich fühle mich von meinen Ärzten nicht gut beraten.
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 1377
    Mitglied seit: 13.05.2016
    am 09.03.2019 18:07:07 | IP (Hash): 1853499897
    Hallo Nora,

    verstehe dich im großen und ganzen, du hast ein wirklich großes Päckchen zu tragen.
    Statt in Traurigkeit zu verfallen, besser eins nach dem anderen in Angriff nehmen.

    Diabetes liegt als Erwachsene nun in deiner Verantwortung.
    'Selbstlernen' allein musst du nicht.
    Suche dir am Wohnort einen internistischen Diabetologen, der dich berät und unterstützt und dir ggfs. auch die heutzutage mögliche Behandlung erklärt (unterschiedlich wirkende Insuline, technische Helferleins wie Sensor/Pumpe). Kleiner 6,5 als Langzeitwert sollte dir so gelingen, Spätschäden bei gutem BZ bei 1ern sind lt. meinem Diabetologen so gut wie ausgeschlossen.
    Schulung könnte ev. zusätzlich helfen zu Ernährung, 'einbauen' in Alltag, Stress, Sport … .

    Zu deinem Schilddrüsenproblem wird 'nur' L-Thyroxin verschrieben, was dein Internist/Diabetologe auch übernehmen kann (ist bei mir so, Dosis wird angepasst an Blutwerten).

    Deine Glutenunverträglichkeit ist eine gesicherte Diagnose ?
    Durchaus aufwendig mit Probenentnahme aus Darm und weiterer Histologie-Untersuchung.
    Wenn denn so, gibt es heutzutage selbst im Supermarkt ein Angebot zu glutenfreien Produkten (Nudeln, Brot z.B.) und ansonsten muss Gluten bei allen anderen verpackten Produkten (wo man dies nicht unbedingt vermutet) ausgewiesen werden.

    Selbstverständlich kannst du eigene Kinder bekommen !
    Und im Gegensatz zu Frauen, die plötzlich mit Schwangerschaftsdiabetes konfrontiert werden, weißt du grundsätzlich mehr - Glück im Unglück ;-)

    Du lässt zur Zeit dein Studium ruhen.
    Hättest also genügend Zeit, dir einen kompetenten Diabetologen zu suchen.

    Und auch überlegen, ob dein Studienfach per Abschluss/Berufsaussichten überhaupt deinen eigenen ursprünglichen Wünschen entspricht.
    Abschweifen der Gedanken (Konzentrationsschwierigkeit) passiert normalerweise, wenn einen vorgetragene Themen eigentlich nicht interessieren.
    Du wärest nicht die erste, die das Studienfach wechselt oder sogar abbricht, zugunsten einer Ausbildung (mit dualer Ausbildung, Weiterbildung möglich).
    Informationen und Hilfestellung gibt dazu über Berufsberatung oder auch Stellenanzeigen.

    Nachdenken und in dich hinein hören, was du als Berufswunsch eigentlich mal wolltest, ohne irgendwohin hineingedrängt worden zu sein.

    Liebe Grüße Elfe
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 1233
    Beiträge: 4114
    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 09.03.2019 21:42:10 | IP (Hash): 422697666
    Und wie will frau das jetzt ins Positive drehen, wenn just genau das alles von Kindesbeinen an in die unbefriedigende Situation geführt hat, die im Eingangsbeitrag beklagt wird?

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    Alle Aussagen bezüglich Diabetes und Behandlung in diesem Beitrag sind mutmaßlich, denn ich bin kein Arzt. Genauso wie ich von einem mutmaßlichen Mörder schreiben muss, wenn ich gesehen hab, wie einer einen anderen erschossen hat. Denn zum Mörder darf den nur zum entsprechenden Ende eines ordentlichen Verfahrens ein ordentlicher Richter ernennen ;)
  • Rang: Erweitertes Mitglied
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    Beiträge: 1377
    Mitglied seit: 13.05.2016
    am 11.03.2019 19:10:56 | IP (Hash): 1853499897
    Weil Frau jetzt eben Erwachsen für sich entscheiden kann, s.o. !
    Dazu gehört eben auch, nicht der Vergangenheit nachzutrauern.
    Selbst Eltern kümmern sich nicht so, wie wir das eigentlich erwarten.