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Ich bin so enttäuscht

  • Rang: Anfänger
    Punkte: 0
    Beiträge: 2
    Mitglied seit: 16.03.2019
    am 16.03.2019 23:33:11 | IP (Hash): 1776352348
    Liebe Forengemeinde,
    ich hoffe ihr lacht nicht über mein Problemchen.
    Aber ich bin momentan so enttäuscht und fühle mich verarscht von meinem Partner.
    Vor 15 Jahren wurde Typ2 festgestellt, nachdem die Einstellung und Schulung in einer Fachklinik erfolgte kam er mit Tabletten ( Metformin, xigduo, forxiga) zurecht.
    Er ist bei einem Diabetologen in Behandlung und seidher erfahre ich nichts mehr. Auf Fragen nach seinem Hba1c kam immer alles super, Dok voll zufrieden.
    Jetzt habe ich durch Zufall mitbekommen dass es wohl nicht so ist und er spritzt einmal die Woche.
    Diese Tatsache Ansicht ist nicht schlimm....nur er verheimlicht es.
    Alles lässt er verschwinden...
    Ich bin so enttäuscht.
    Wie soll ich bloß reagieren? Ich ärgere mich über mich selbst, denn ich entwickele im Moment einen vollen kontrollzwang in mir.
    Er geht heimlich zum Arzt, löst das Rezept heimlich ein und spritzt heimlich.
    Ich mag ihn in hat konfrontieren mit meinem Wissen.
    Es gab schon Gespräche da unsere Beziehung leidet, ich nicht mehr das Ehebett mit ihm teile...
    Ich bin nur noch traurig, enttäuscht und verletzt.
    Weiß jemand Rat? Zu seinem Arzt wollte ich bereits gehen, habe den gedanken verworfen, da ich diese nicht kenne.
    Danke für's lesen....

  • Rang: Erweitertes Mitglied
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    Beiträge: 3019
    Mitglied seit: 25.02.2011
    am 17.03.2019 00:00:57 | IP (Hash): 427846983
    Hallo Mondkind,

    ich glaube, da siehst du irgend etwas ganz verkehrt und dein Partner kommt viel besser mit seinem Diabetes zurecht, als du denkst.

    Typ2-Diabetes ist eine Krankheit, die sich selbst verschärft. In vielen Fällen führt das dazu, dass nach etwa 10 Jahren die BSD kaum noch eigenes Insulin ausgeben kann. Da muss dann Insulin gespritzt werden, weil Tabletten und andere AntiDiabetika nicht mehr helfen. Wenn bei deinem Partner nach 15 Jahren Diabetes ein wöchentlich zu spritzendes GLP1-Analogon, vermutlich Trulicity, wirksam genug ist, hat er seinen Diabetes wirklich super im Griff. Dieses Medikament bringt nämlich nur etwas, wenn noch genügend Eigeninsulin vorhanden ist.

    Kann es sein, dass du ihn bei seinem Diabetes nicht unterstützt sondern eher anklagst? Ehe du das tust, solltest du dich vielleicht erst mal etwas intensiver mit der Krankheit und den bestehenden Therapien auseinander setzen. Dass sich Diabetiker nicht gerne reinreden lassen, ist übrigens eine ganz normale Reaktion, der man oft begegnet. Ich kann mir schon vorstellen, dass es für dich traurig ist, dass ihr nicht normal über seinen Diabetes reden könnt. Ich denke aber, dass du da auch einiges verkehrt machst.

    Alles Gute, Rainer
  • Rang: Erweitertes Mitglied
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    Beiträge: 168
    Mitglied seit: 12.08.2015
    am 17.03.2019 17:25:38 | IP (Hash): 866690548
    ehrlich gesagt, halte ich diese Vorwürfe in Richtung der Thread-Starterin für doch deutlich überzogen. IMHO liegt doch ein großer Unterschied zwischen nicht reinreden lassen wollen und grundlegende Aspekte der Therapie verheimlichen (das mit dem Wochen-Spritzen).

    Allerdings ist es richtig daß es für viele schwierig ist, drüber zu reden, auch weil Typ 2er oft als selbst schuld stigmatisiert werden. Daher mein Rat: Versuch ihm (noch mehr) zu zeigen, daß du für ihn da bist, daß du auch seine Probleme mit ihm teilen willst und du ihm in allen Fällen ein "Auffangnetz" sein willst. Daß du aber auch wissen willst, wie es um ihn steht. Nicht in allen Einzelheiten - wobei ich das aus Sicht eines Diabetikers eher nervig fände, wenn ich (also ich tu es ja) Insulin täglich spritzen muß und jemand permanent drüber wie eine Glucke wacht und mitzählen will. Aber das ist hier ja gar nicht der Fall.

    Und wie schon gesagt wurde: nach sovielen Jahren nur Trulicity (wie hier vermutet) gespritzt werden muß, ist das sehr gut. Das ist KEIN Insulin!
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    Beiträge: 4366
    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 17.03.2019 19:13:10 | IP (Hash): 863314620
    Sorry, aber auch mit Insulin wär das doch völlig in Ordnung, wenn sich der Mensch damit einen wenigstens behandlungsmäßig einigermaßen zufriedenstellenden Blutzucker macht.

    Allerdings halte werde ich immer hellhörig, wenn der Dok mit nem Behandlungsergebnis zufrieden ist. Denn Ärzte sind dabei ja nur Zuschauer. Sie müssen mit diesen Ergebnissen und ihren Folgen ja nicht leben.
    Und wenn jemand so vom Mond kommt, wie das Kind hier, macht das natürlich auch nachdenklich, denn der Typ2 gestörte Blutzucker lässt sich auch mit passenden Medis nur mit passendem Ess- und Bewegungs-Verhalten ausgleichen. Und das hätte das Mondkind in den 15 Jahren eigentlich nur sehr blind übersehen können ;)

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    Alle Aussagen bezüglich Diabetes und Behandlung in diesem Beitrag sind mutmaßlich, denn ich bin kein Arzt. Genauso wie ich von einem mutmaßlichen Mörder schreiben muss, wenn ich gesehen hab, wie einer einen anderen erschossen hat. Denn zum Mörder darf den nur zum entsprechenden Ende eines ordentlichen Verfahrens ein ordentlicher Richter ernennen ;)
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    Beiträge: 2
    Mitglied seit: 16.03.2019
    am 21.03.2019 16:02:57 | IP (Hash): 1554915061
    Hallo liebe Forumsmitglieder,
    ich bin so froh dass ihr wenigstens mit mir "sprecht". Auch wenn mich die Antwort von Rainer auch etwas angegriffen hat. Umso erfreut war ich soeben, dass noch andere antworten.
    Ja es ist trullicity und wie erwähnt es ist nicht das spritzen, sondern die Akzeptanz des Diabetes.
    Ich will ihm helfen, will für ihn Dasein. Mit seinem verheimlichen hat er mir weh getan.
    Dieses Problem ( nicht über belastendes miteinander zu reden) sondern es "auszusitzen " ist seine Art.
    Hier geht es aber um uns als Familie.
    Er war oft müde, hat Schweißausbrüche, isst Mal kaum dann übermäßig.
    Ja essen und bewegen, die Grundlage der Therapie sind ihm fremd....zum Abendessen sehr wenig, dann aber Eis, Tüte Chips, Schoki...
    Ich glaube dass kennt ihr auch 😉
    Ich will ihm da nicht reinreden oder gar bevormunden.
    Ich möchte nur wissen wenn es ihm schlecht geht, wenn xigduo nicht mehr reicht...wenn er eine Therapie Änderung bekommt, wenn er Diabetesschulung hat aber dort seine Probleme nicht anspricht.
    Hier sind zwei kleine Kinder...der Sohn 10j. nimmt sich an Papa ein Beispiel : O-Ton: " Papa braucht auch kein Obst, Gemüse Salat essen...ich möchte auch nur Spätzle und Fleisch" 😪
    Ich möchte dich nur dass er mir redet...wir haben uns im Kreis gedreht im Gespräch.
    Entweder sieht er nicht dass ich mir Sorgen mache, sieht sein " Pen" nicht als mein Problem oder er weiß, dass ich es bei unserem Umzug entdeckt habe (Rezept und die Packung) und hat Angst es auszusprechen.
    Alles was damit zu tun hat findet ausser haus statt...kein Pen im haus, keine leere Verpackung, keine Applikation und der gebrauchte Pen wird irgendwo unterwegs entsorgt...dass tut so weh, dieser Vertrauensbruch 😪

    Aber warum verheimlicht er es seid Januar???????



    Bearbeitet von User am 21.03.2019 16:10:28. Grund: Fehler
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    Beiträge: 586
    Mitglied seit: 06.11.2015
    am 21.03.2019 19:46:03 | IP (Hash): 886206400

    Hi Luna
    Fühl dich von rainer bitte nicht so angegriffen. Er priviliert sich hier gerne und keiner von uns weiss so recht warum.



    Auch wenn sich die Ideen und Vorschläge meinerseits sehr professionell und logisch anhören, ersetzen sie nicht den Gang zum Doktor, um sich dies bestätigen zu lassen; sie dienen nur einer ersten Beratung.
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    Mitglied seit: 13.05.2016
    am 21.03.2019 19:48:51 | IP (Hash): 824047619
    Hallo Lunachild,

    nur einmal die Woche spritzen, konnte kein Insulin sein.
    Trucility verträgt er gut !? (Gibt auch gegenteilige Berichte von Anwendern).

    Nachdem was du schreibst, hat dein Mann in 15 Jahren mit Diabetes Typ 2 nicht verstanden, worauf es eigentlich ankommt, den Blutzuckerwert gleichmäßig zu halten ohne BZ-Spitzen.
    Zwischendurch mal in kleinen Mengen ein Milcheis, Schokolade oder Chips sind gar nicht so übel wie du ev. denkst - enthaltenes Eiweiß und Fett bremsen die Geschwindigkeit der enthaltenen Kohlenhydrate als Blutzucker.
    Fleisch enthält keine Kohlenhydrate, bremst aber auch die Kohlenhydrate der Spätzle.

    Daß der Sohn sich an seinem Papa orientiert, ist ganz normal.
    Mit 10 Jahren sollte er eigentlich verständiger sein, was Obst & Gemüse angeht, da ja mittlerweile ab Kita und Grundschule die Kinder daran herangeführt werden.
    Rohkost könnte ein Problem sein, dennoch könnte Gemüse in Kartoffelpüree oder Obst in Milchspeise eingerührt den 'kleinen Prinzen' überzeugen.
    Kreative optisch kindgerechte Rezepte gibt's viele, einfach mal recherchieren im Internet.

    Dein Mann ist erwachsen und ist für seine Gesundheit selbstverantwortlich !
    Könnte mir vorstellen, daß er dir nichts sagt, weil du - ev. unbewusst - dich dann doch geäußert hast, zu (seinen) Ernährungsgewohnheiten, bei gemeinsamen Familienmahlzeiten mit den Kindern, was er dann doch als Einmischung/Bevormundung empfunden hat.
    Manche Herrlichkeit tickt so - nicht einfach damit umzugehen - kenne das.
    Habe mir teils krasse Sprüche anhören müssen:
    "Ratschläge sind auch Schläge",
    "Gut gemeint ist nicht gut gemacht".
    Halte mich deshalb sehr zurück und nur ab und an bei seinem Schlechtgehen werden meinerseits 'Pflegemaßnahmen' dann doch gerne angenommen, statt "Bemuttern" als Schimpfwort zu benutzen.

    Im übrigen bin ich diejenige mit Diabetes °~°
    Gruß Elfe
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    Mitglied seit: 24.03.2019
    am 24.03.2019 16:59:02 | IP (Hash): 979962028
    Hallo Zusammen,
    Neu hier und sehr neugierig,Spritze seit 2 Wochen trulicity (2× also),
    Kann die Angst von Lebenspartnern verstehen, aber bitte versteht uns auch,für mich ist es jedenfalls nicht ganz einfach auf alles süsse zu verzichten. Meine Frau achtet sehr auf meine Ernährungsumstellung und macht auch mit.Seit 2 Wochen mache ich ihr aber Sorgen, durch die Spritzen habe ich absolut keinen Appetit, zum Essen muss ich mich zwingen,positiver Nebeneffekt -Gewichtsreduzierung ,macht aber auch reizbar. Habt ihr ähnliche Erfahrungen?
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    Beiträge: 2
    Mitglied seit: 24.03.2019
    am 24.03.2019 16:59:35 | IP (Hash): 979962028
    Hallo Zusammen,
    Neu hier und sehr neugierig,Spritze seit 2 Wochen trulicity (2× also),
    Kann die Angst von Lebenspartnern verstehen, aber bitte versteht uns auch,für mich ist es jedenfalls nicht ganz einfach auf alles süsse zu verzichten. Meine Frau achtet sehr auf meine Ernährungsumstellung und macht auch mit.Seit 2 Wochen mache ich ihr aber Sorgen, durch die Spritzen habe ich absolut keinen Appetit, zum Essen muss ich mich zwingen,positiver Nebeneffekt -Gewichtsreduzierung ,macht aber auch reizbar. Habt ihr ähnliche Erfahrungen?
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    Beiträge: 18
    Mitglied seit: 08.03.2019
    am 14.05.2019 09:43:15 | IP (Hash): 923464261
    Hallo,
    du musst dir keine Sorgen machen als ich Trulicity 1,5mg anfing war es an einem Dienstag, so gegen 3.00 Uhr morgens wachte ich auf und rannte auf Toilette ( 3-4mal gebrochen bis um 6.00 Uhr ) und dann noch 2x wärend der Arbeitszeit . Darauf verlagerte ich die Spritze auf Freitag damit ich das Wochenende vor mir hatte , hatte am Anfang gar keinen Hunger zwang mich zwischendurch etwas zu essen weil ich ja auch andere Medikamente nahm . Die Symptome namen aber mit jeder Woche ab ich kann zwar jetzt immer noch nicht viel essen oder wenn mir ein Gericht sooo gut schmeckt das ich gerne Nachschlag hätte wird mir schlecht aber das ist gut so finde ich . Ich setzte die Spritze jeden Freitag und weiss das meine Übelkeit am Samstag kommt daran hab ich mich aber gewöhnt . Das Resultat innerhalb von 5 Monaten bin ich von 85.8 kg auf 74.4 kg runter und es geht weiter ,mein Blutzucker ist morgens jetzt nicht über 105 und nach dem essen nicht über 145 , es wird alles leichter glaube mir du musst nur durchhalten viel Glück und Erfolg noch L.g.