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  • Rang: Anfänger
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    Mitglied seit: 11.03.2019
    am 22.03.2019 10:49:53 | IP (Hash): 1653834615
    Hallo zusammen,

    ich bin neu hier im Forum und im Moment ganz schön durch den Wind. Mein Hausarzt hat mir vor einigen Tagen mitgeteilt, dass ich Diabetes Typ 2 habe. Er meinte, ich solle meine Gewohnheiten ändern, mich mehr bewegen und besser ernähren.

    Erstmal bin ich aus allen Wolken gefallen - Diabetes kenn ich bisher nur von meinen (älteren) Tanten - ich bin gerade einmal gute 43. Und dann bin ich ehrlich gesagt ein bisschen überfordert - was genau heißt denn "mehr Bewegung"? Genügt es, wenn ich das Auto öfter stehen lasse und gehe oder muss ich richtig trainieren? Das liegt mir nämlich nicht besonders. Und "besser ernähren"? Mehr Obst und Gemüse, klar. Aber wieviel? Und was darf ich nicht mehr essen?

    Habt Ihr ein paar Tipps für mich?

    Vielen Dank schonmal und viele Grüße
    Marion
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    Mitglied seit: 06.11.2015
    am 22.03.2019 12:14:21 | IP (Hash): 886206400

    Hi Marion
    Damit Rainer eine Diagnose bzw. einen Behandlungsplan erstellen kann, müßtest Du ihm zunächst einmal Deine Werte mitteilen.
    Gruß


    Auch wenn sich die Ideen und Vorschläge meinerseits sehr professionell und logisch anhören, ersetzen sie nicht den Gang zum Doktor, um sich dies bestätigen zu lassen; sie dienen nur einer ersten Beratung.
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    Mitglied seit: 14.11.2014
    am 22.03.2019 13:26:50 | IP (Hash): 2144760888
    Hallo Marion!

    Den Beitrag von Michaela kannst Du ignorieren, auch in Zukunft wird da nichts vernünftiges kommen....

    Du hast keinerlei Medikamente und die Empfehlung "Ernährung und Bewegung"

    Mehr Bewegung bedeutet nicht, ins nächste Sportstudio zu gehen - hier ist der Anfang Auto stehen lassen, die Treppe statt den Aufzug nehmen und einfach mal längere Spaziergänge fest in die Woche einplanen.

    Beim Essen ist der Anfang, sämtliche mit Zucker gesüßte Getränke wegzulassen.
    Kartoffeln, Nudeln, Brot, Reis reduzieren und mit mehr Gemüse ersetzen.

    Das reicht zum Anfang - eben weil es umsetzbar ist.
    Wichtig ist, regelmäßig den Arzt zur Kontrolle aufzusuchen und immer weiter zum Thema Typ 2 zu lernen.
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    Mitglied seit: 11.03.2019
    am 24.03.2019 10:31:47 | IP (Hash): 1653834615
    Hallo!

    Erstmal Danke für die Antworten. Das mit der Bewegung klingt ja wirklich machbar. Und Du meinst, das genügt? Und was meinst Du denn mit "längere Spaziergänge"? 30 Minuten?

    Beim Essen wird es schon schwieriger. Ich liebe Pastagerichte... das wird mir schwer fallen. Aber hat ja auch niemand gesagt, dass es leicht wird, gell?

    Der nächste Kontrolltermin mit dem Arzt steht schon. Ich hab mir vorgenommen, mir bis dahin ein paar konkrete Fragen aufzuschreiben, damit ich nicht wieder so planlos aus der Praxis gehe. Im Moment lese ich mich hier ein bisschen schlauer...

    Euch einen schönen Sonntag!
    Marion
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    Mitglied seit: 25.02.2011
    am 24.03.2019 16:06:56 | IP (Hash): 200220325
    Marion1975 schrieb:
    Beim Essen wird es schon schwieriger. Ich liebe Pastagerichte... das wird mir schwer fallen. Aber hat ja auch niemand gesagt, dass es leicht wird, gell?

    Ja, das ist eine Umstellung, die am Anfang ein bisschen weh tut. Wenn du es schaffst, dir eine diabetesgeeignete Ernährung zu suchen, die Spaß macht und die zu dir passt, dann wirst du dich ziemlich schnell umgewöhnen und dann ist es nicht mehr schwer.

    Ich drück dir die Daumen, dass du so eine Ernährung für dich findest. Vielleicht ist ja LOGI (https://forum.nicolai-worm.de/) was für dich? Sieh es dir einfach mal an und probiere es aus oder suche weiter.

    30-Minuten-Spaziergänge sind, wenn du sie regelmäßig auf der Tagesordnung hast, schon mal sehr gut. Deine nächste Frage ist vielleicht, was regelmäßig bedeutet. Am besten lässt sich so etwas einbauen und durchhalten, wenn man es sich täglich vornimmst. Aber jeden zweiten Tag oder drei mal die Woche wäre auch nicht schlecht.

    Alles Gute, Rainer
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    am 28.03.2019 12:41:09 | IP (Hash): 1185348269
    Hallo liebe Marion,

    natürlich kann ich verstehen, dass du nach so einer Diagnose erstmal durch den Wind bist.
    Jetzt nicht verzweifeln und ganz tief durchatmen.

    Ich habe von einer Freundin von so einer Art Trainingslager gehört, wo sie dir Schritt für Schritt erklären, wie du deinen Lebensstil anpassen und optimieren kannst.
    Ich denke, das kann dir etwas helfen. Schau mal auf "www.diabetes-bootcamp.de".
    Das müsste es gewesen sein:)

    Und dort sind auch Experten, die deine Fragen beantworten.

    Ich hoffe, ich konnte dir weiterhelfen :)
    Alles wird gut!!

    LG
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    Mitglied seit: 27.06.2015
    am 28.03.2019 18:17:48 | IP (Hash): 572613940
    Lass Dich nicht verrückt machen, auch mit Diabetes kann man leben. Ich ertrage diesen Kameraden seit nunmehr 40 Jahren und bin Bestens mit ihm befreundet. Er hat mich nur sehr kurz gestört", nur bis zu dem Moment als ich erkannte: Es ist mein Diabetes !!!!
    Lasse Dir von Deinem Hausarzt eine Überweisung in ein Diabeteszentrum / Diabetologen zur Teilnahme an einem Einführuns"lehrgang" ausschreiben und opfere die 3 -4 Tage Urlaub. Danach wirst Du schlauer sein und erkannt haben dass man mit Diabetes weder schlechter noch besser lebt - man muß in nur akzeptieren und beachten ( = behandeln ).

    Es ist Dein Diabetes !!!!
    ( das war zumindest für mich anfangs die wichtigse Erkenntnis )
    Bearbeitet von User am 28.03.2019 18:19:26. Grund: Schreibfehler
     1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag.
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    am 31.03.2019 01:34:20 | IP (Hash): 2021114583
    @falkreiner
    Ich kapiere deine Worte nicht.

    @marion
    Wenn akzeptieren heißt, du sollst den Diabetes ernst nehmen, - ja, unbedingt..!
    Wenn akzeptieren heißt, annehmen und behalten, - Nee, du bist jung und die Erkrankung noch ganz am Anfang. Ich finde du solltest dem Diabetes gehörig den Kampf ansagen. Da geht noch viel auf dem Weg zurück..!
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    Mitglied seit: 27.06.2015
    am 31.03.2019 18:13:44 | IP (Hash): 572613940
    quote=torsten1973;101840]@falkreiner
    Ich kapiere deine Worte nicht.

    Lieber Torsten,
    ich bin nunmehr 72 Jahre jung, lebe ( und kämpfe ) gegen und mit dem Diabetes schon sehr lange. Und,
    eine meiner Lebenserfahrungen sagt mir, Akzeptanz des Vorhandenen bedeutet keinesfalls Aufgabe des Kampfes gegen das Vorhandene - sinnvolles, durchdachtes und diszipliniertes Miteinander funktioniert.
    Nur mit der Anerkennung des Vorhandenen kannst Du sinnvoll handeln.
     1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag.
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    am 17.04.2019 11:51:34 | IP (Hash): 586227419
    Hallo,

    bei mir wurde im September letzten Jahres Diabetes Typ 2 diagnostiziert. Als ich nach dem Arztgespräch nach Hause kam, brach ich in Tränen aus, weil für mich das Leben vorbei war. Ich hatte bis dato keinerlei Berührung mit Diabetes. Ich bin auch erblich nicht vorbelastet (habe lange mit meinem Papa gesprochen, dem nicht bekannt ist, dass es mütterlicher- oder väterlicherseits Diabetiker gab). Und ich hatte dieses Bild vor Augen, wo man nichts mehr durfte. Und ich hatte extreme Angst davor zu spritzen.

    Lange Rede, kurzer Sinn: Die Diabetiker-Schulung (frag Deinen Diabetologen danach, falls er nicht selbst auf das Thema kommt; die Kosten übernimmt die Krankenkasse) hat mir alle Ängste genommen. Ich bin auf Vollkorn-Produkte umgestiegen (Vollkorn-Nudeln schmecken mir sogar besser; da muss man sich aber durch die verschiedenen Sorten durchessen, bis man eine Sorte findet, die schmeckt). Ich lasse jeglichen Zucker weg (bin bei Kaffee erst auf Süßstoff umgestiegen, lasse diesen mittlerweile ganz weg). Eis und Kuchen ist beides erlaubt, allerdings im Maßen (ich merke, dass ich das jetzt viel mehr genießen kann). Auch das Feierabendbier ist mir gegönnt.

    Ich bin auch nicht der große Gemüse-Esser, aber ich habe ein paar ganz tolle Dinge entdeckt (mein Mann ist der Koch bei uns zu Hause und sucht auch immer nach neuen Rezepten). Kohlrabi-Pommes kann ich da nur empfehlen. Da könnte ich mich reinsetzen… Man muss sich da auch mal überwinden und Neues ausprobieren.

    Bewegungsmäßig versuche ich, mich jeden Tag eine halbe Stunde intensiver zu bewegen. Entweder ein strammer Spaziergang mit unserem Hund. Oder aber ich setze mich abends aufs Fahrrad. Oder bei Mistwetter einfach ein paar Mal zu Hause die Treppen schnell hoch und wieder runter. Es findet sich da immer was.

    Meine Werte sprechen auch dafür, dass ich nicht viel verkehr mache. Im September bei der Diagnose hatte ich einen HbA1c-Wert von 11,7. 4 Monate später war ich bei 6,4 (die nächste Quartalsuntersuchung steht demnächst wieder an). Und auch, wenn es sich blöd anhört, war das vielleicht der heilsame Tritt in den Hintern, den ich brauchte, um mein Leben umzustellen und zum Besseren zu wenden.

    Und man darf nicht den großen Fehler machen, sofort alles umzustellen. Ein Schritt nach dem anderen. Sich selber Zeit geben. Jeder noch so kleine Erfolg motiviert zum Weitermachen.