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Welche Studenten-KV?

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    Mitglied seit: 02.06.2019
    am 02.06.2019 22:19:32 | IP (Hash): 1403777842
    Hallo zusammen,

    eine gute Freundin aus den USA mit Typ 1 (seit ihrem 6ten Lebensjahr) wird ab dem Wintersemester für zwei Jahre hier in Deutschland (Berlin) ihren Master machen. Es wird das COOLe Medtronic MiniMed 670g genutzt, das ihren hba1c auf etwa 7.0 hält. Darüber ist sie sehr glücklich, aber die Versicherungslage hier macht ihr etwas Kopfschmerzen und deshalb würde ich hier gerne folgende Fragen stellen:

    Gibt es hier Erfahrungswerte bzw. Empfehlungen zu Krankenversicherungen?
    Wie hoch sind in der Regel die monatlichen Kosten, die die Krankenversicherung nicht tragen?

    Vielen Dank und viele Grüße aus Berlin!
    Dimi
    Bearbeitet von User am 02.06.2019 22:22:47. Grund: Tippfehler
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    Mitglied seit: 02.06.2019
    am 22.06.2019 18:03:12 | IP (Hash): 1542962240
    Hallo nochmal,

    leider kam in den letzten drei Wochen keine Antwort. Falls euch noch weitere Informationen für eine Antwort fehlen, dann zögert bitte nicht mir auch eine PM zu schreiben.

    Vielen Dank nochmal und viele Grüße!
    Dimi
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    am 22.06.2019 19:02:51 | IP (Hash): 1675178952
    Wenn keine Antwort, wissen wir vielleicht keine?
    Wenn ich Du wäre, würde ich als erstes meine Versicherung fragen und dann die nächsten zwei oder drei größeren Wettbeweber. Und auch mal beim AStA. Da vielleicht auch nach ner usanischen Studentenvereinigung/-gruppe, wo die Mitglieder ja wahrscheinlich wenigstens im Prinzip ähnliche Herausforderungen meistern müssen. Daumendrück :)

    ----------------------------------------------
    Alle Aussagen bezüglich Diabetes und Behandlung in diesem Beitrag sind mutmaßlich, denn ich bin kein Arzt. Genauso wie ich von einem mutmaßlichen Mörder schreiben muss, wenn ich gesehen hab, wie einer einen anderen erschossen hat. Denn zum Mörder darf den nur zum entsprechenden Ende eines ordentlichen Verfahrens ein ordentlicher Richter ernennen ;)
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    Mitglied seit: 02.06.2019
    am 23.06.2019 17:35:29 | IP (Hash): 1647993883
    hjt_Jürgen schrieb:
    Wenn keine Antwort, wissen wir vielleicht keine?
    Wenn ich Du wäre, würde ich als erstes meine Versicherung fragen und dann die nächsten zwei oder drei größeren Wettbeweber. Und auch mal beim AStA. Da vielleicht auch nach ner usanischen Studentenvereinigung/-gruppe, wo die Mitglieder ja wahrscheinlich wenigstens im Prinzip ähnliche Herausforderungen meistern müssen. Daumendrück :)

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    Alle Aussagen bezüglich Diabetes und Behandlung in diesem Beitrag sind mutmaßlich, denn ich bin kein Arzt. Genauso wie ich von einem mutmaßlichen Mörder schreiben muss, wenn ich gesehen hab, wie einer einen anderen erschossen hat. Denn zum Mörder darf den nur zum entsprechenden Ende eines ordentlichen Verfahrens ein ordentlicher Richter ernennen ;)



    Hallo Jürgen,

    vielen Dank für deine Antwort! Anbieter fragen macht keinen Sinn, da diese ehe nur auf ihren Erfolg aus sind. Ich habe aber angefangen genauer zu suchen (bspw. Verträge) lesen, aber ich bin kein Jurist, so dass es sehr aufwendig ist. Ich habe mir eigentlich gewünscht, dass man hier die offensichtlichen Kosten für Typ 1 diskutiert. Beispielsweise habe ich hier im Forum gelesen, dass die DAK die Kosten für das FreeStyle Libre übernimmt. Bei der AOK sieht es anders aus. Es sollte doch möglich sein, dass der eine oder andere mit Typ 1 eine Empfehlung aussprechen kann ... ;)

    Viele Grüße
    Dimi

    P.S. Ein Link zum Vergleich bei FreeStyle Libre: https://freestyle.de/fileadmin/documents/Kostenerstattung/krankenkassenliste.pdf
    Bearbeitet von User am 23.06.2019 17:58:41. Grund: Link
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    am 23.06.2019 19:44:21 | IP (Hash): 1112698462
    Hallo Dimi,
    erst mal die grundsätzliche Frage: Ist sie in der Zeit als Studentin pflichtversichert?

    Damit in Deutschland die Krankenkasse die Kosten für Pumpenmaterial und CGM übernimmt, muss man einen Antrag stellen - mit Gutachten und MDK, evtl. Ablehnung, Widerspruch usw.

    Das Zubehör für die 670G muss keine deutsche Krankenkasse derzeit bezahlen, da diese in D keine Zulassung hat. Ob sie das überhaupt dürfen? Keine Ahnung...
    Das Zubehör ist allerdings identisch mit dem zur 640G ;)

    Wenn die 670G bis dahin in Deutschland zugelassen sein sollte, werden die in Deutschland erhältlichen Transmitter evtl. nicht mit der US-Pumpe funktionieren.

    Wenn die Krankenkasse mitspielt, muss sie nur die Zuzahlung für`s Insulin zahlen. Die übrigen Zuzahlungen übernehmen die Diabetes-Bedarf-Händler/Versender (Ausnahme ist Abbott).

    Wenn nicht, muss sie entweder auf ICT umsteigen, oder die Hilfsmittel privat zahlen. Die Preise findest Du z.B. bei Diaexpert.
    Bearbeitet von User am 23.06.2019 20:41:48. Grund: .
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    am 29.06.2019 13:12:08 | IP (Hash): 293380777
    Hallo Heike,

    vielen Dank für deinen Beitrag!

    Zunächst: Ich denke schon, dass sie dann in Deutschland pflichtversichert sein wird, immerhin lebt und studiert sie dann offiziell hier. Gibt es dazu andere Erfahrungen?

    Soweit ich das nun verstanden habe fallen mit der richtigen Wahl der Krankenkasse möglicherweise keine zusätzlichen Kosten an. Ist das soweit richtig?

    Welche Krankenkasse schlägst du (ihr) vor?
    Du hast geschrieben, dass der Antrag für die Kosten von Pumpenmaterial und CGM abgelehnt werden kann, aber man mit einem Widerspruch ans Ziel kommen kann. Das finde ich super! Interessant wäre auch, welche Krankenkasse ihre Contour-Next Teststreifen bezahlen würde. Benutzt sie nämlich andere Streifen, dann funktionieren diese mit ihrem Messgerät (Contour-Next Link) nicht mehr, sodass auch eine Synchronisierung mit dem 670G nicht gehen würde ... Sie will halt eine Krankenkasse wählen, bei dir sie möglichst nichts ändern bzw. möglichst wenig dazuzahlen muss.

    Und: Beispielsweise werden ihre Augen jährlich geprüft. Funktioniert das dann in Deutschland genauso (kostenlos)?

    Kannst du (oder vielleicht jemand anderes) einen (englischsprechenden) Arzt in Berlin vorschlagen?

    Ich wünsche dir (euch) noch ein schönes Wochenende!

    Viele Grüße
    Dimi
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    am 29.06.2019 15:23:53 | IP (Hash): 559294562
    Contur-Next Teststreifen werden von jeder KK bezahlt, wenn ein Rezept vorliegt. An der Stelle wird es am wenigsten Probleme geben. Die Augenüberprüfung auf diabetische Schäden ist unabhängig von der KK ebenfalls kein Problem. Sie darf sich dann nur keine Augeninnendruckmessung aufschwatzen lassen. Die ist in D keine Kassenleistung und muss als IGeL selbst bezahlt werden.

    Über die gewöhnlichen Gesundheitsleistungen braucht sie sich keine Gedanken zu machen. Die werden von jeder KK übernommen und die Zuzahlungen sind auch überall gleich. Die von Heike beschriebenen Probleme kann es lediglich für Pumpe und CGM geben. Da wirst du wohl mal bei ein paar KK anrufen müssen und versuchen herauszufinden, welche Kasse am ehesten zur Lösung der Probleme bereit ist. Das größte Problem ist die fehlende EU-Zulassung für die MiniMed 670G, darüber kann sich keine gesetzliche KK hinwegsetzen.
    Bearbeitet von User am 29.06.2019 15:55:57. Grund: .
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    am 29.06.2019 15:33:27 | IP (Hash): 1512572215
    Hallo Dimi,

    grundsätzlich brauchst du eine Beratung...und zwar entweder bei einer gesetzlichen Krankenkasse, einer Gewerkschaft oder einem der Sozialverbände, vielleicht auch bei einer studentischen Beratungsstelle. Unsere deutsche Sozialgesetzgebung besteht aus Unmengen Gesetzen und Verordnungen, du wirst niemanden finden, der 16 SGB's auswendig kennt. Dass du "denkst" sie sei pflichtversichert, hat keinerlei Bewandtnis...genau in dem Punkt brauchst du Sicherheit.

    Sollte die Dame pflichtversichert sein, dann werden die Contur-Next-Messstreifen von jeder gesetzlichen Krankenversicherung selbstverständlich bezahlt. Die Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherungen sind weitgehend gleich, da gesetzlich geregelt. Lediglich ein geringer Teil obliegt einem gewissen Ermessensspielraum, der bei jeder Kasse etwas anders gelagert ist. Die Zuzahlungen sind auch überall gleich, eben weil gesetzlich geregelt. Ebenso wie die freie Arztwahl und die Wahl, wie oft jemand seine Augen oder sonstwas prüfen lässt.

    Von daher ist es ziemlich egal, wo sie sich versichert. Ich persönlich würde lediglich von den AOK's abraten und ehr zu einer offenen BKK raten, die haben nach meiner Erfahrung wesentlich weniger Bürokratismus.

    Sollte sie nicht pflichtversichert sein, dann wäre dein Einwand richtig, dass die Versicherungen auf ihren Profit aus sind...aber wie gesagt, das gilt es erstmal zu prüfen.

    Viel Erfolg!