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Diabetes - Rheuma - Wechseljahre - nur noch Chaos

  • Jürgen

    Rang: Gast
    am 13.10.2010 13:00:40
    Moin Daniela,

    alles der Reihe nach: erst wenn die Insulinmenge passt, kann man dran gehen, sich um den Spritz-Ess-Abstand zu kümmern. Immer nur an einer Schraube drehen, bis die optimal sitzt, und dann die nächste.

    Einen guten Teil Deiner Schwierigkeiten hab ich immer darin gesehen, dass Du in meinen Augen dazu neigst, immer alles, was Dir grad in den Sinn kommt, auf einmal machen zu wollen ;-)

    Bisdann, Jürgen
  • Daniela

    Rang: Gast
    am 13.10.2010 14:14:40
    "alles der Reihe nach: erst wenn die Insulinmenge passt, kann man dran gehen, sich um den Spritz-Ess-Abstand zu kümmern. Immer nur an einer Schraube drehen, bis die optimal sitzt, und dann die nächste. "

    Nicht wirklich, Jürgen. Denn wenn einer einzuhalten ist und man es nicht tut, sind hohe pp-Werte normal. C-Korrekturen dann darauf und das Chaos ist perfekt ^^

    LG, Daniela
  • Jürgen

    Rang: Gast
    am 13.10.2010 14:48:47
    Doch der Reihe nach, denn wenn jemand schon ne Messreihe nach dem Essen macht, ist die passende Menge ganz logisch die erste Größe. Und wenn die passt, lässt sich gezielt testen, ob und wie viel ein Vorziehen des Spritzzeitpunktes an der 1-Stunden-Spitze in der Verlaufskurve senkt.

    Generell ist die Frage nach einem SEA 2.rangig, weil die wenigsten Ärzte den überhaupt in ihrem Einstellrepertoire haben. von Jürgen
  • Daniela

    Rang: Gast
    am 14.10.2010 02:29:57
    Ach Jürgen,

    da braucht man keine Messreihe für - man muss die Tagesmenge an Insulin und Bolusfaktor betrachten ^^
    SEA hängt vom Resistenzniveau ab.
    Und da meist von 0 SEA bei Analoginsulin (schnell) gesprochen wird, muss man da einfach mal nachfragen - denn es gibt kein Insulin mit SEA = 0 oder negativ, wenn überhaupt dann nur bei niedrigem GI..

    LG, Daniela
  • Jürgen

    Rang: Gast
    am 14.10.2010 08:57:01
    Moin Daniela,

    jetzt willst Du uns hier aber einen erzählen:

    Wie bitte kommt jemand auf seine passende Insulin-Menge und darauf, wie er die am besten auf seine BEs aufteilt, also seine Bolus-Faktoren, ohne systematische Messreihen.

    Und welcher Dok bestimmt mein Resistenzniveau, und an welchem Insulin steht dran, zu welcher Zeit ich damit welchen SEA brauchen kann?

    Bisdann, Jürgen
  • Siggy

    Rang: Gast
    am 15.10.2010 01:10:07
    Hallo alle miteinander!

    Sorry, dass ich mich erst jetzt wieder melde.
    Ich war die letzten Tage flach gelegen, das Rheuma hatte sehr heftig zugeschlagen!

    Mein Rheumatologe hat mir trotz der hohen BZ-Werte Cortison verschrieben.
    Nun nehme ich um 22.00 Uhr 2 mg Lodotra (die Wirkung dieses Cortisons setzt erst gegen 2.00 Uhr Nachts ein).
    Zudem muss ich noch 3x tägl. Ibuprofen 800 einnehmen.
    Erstaunlich nur, meine BZ-Werte am Morgen, die mich so beunruhigt haben, sind seit gestern wieder ganz o.k. Gestern Morgen hatte ich 130, heute Morgen122!
    Damit kann ich im Moment ganz gut leben.
    Das würde dann schon dafür sprechen, dass diese Entzündungen im Körper schuld an der BZ-Erhöhung waren.

    @Joa: Anakinra kenne ich vom Hörensagen, lese ich auch öfter im Rheuma-Forum. Ich werde mal meinen Rheumatologen darauf ansprechen!

    @Jürgen: danke für die Tips! Ich muss glaube ich da echt mal selber ein bissl rumprobieren.
    Das Problem bei mir ist auch, dass ich, bedingt durch die Entzündungen, an Bewegungsmangel leide - das tut den BZ-Werten natürlich auch nicht gut.
    Ich brauche oft bis Mittags, bis ich einigermassen grade laufen kann und etwas schmerzärmer bin. Da sinkt der BZ nach der Frühstückssemmel nur ganz langsam
    ab. Dagegen an guen Tagen,wenn ich schon Vormittags aktiver sein kann, sinken die Werte schneller.
    Es ist halt ein ewiger Teufelskreis - ich denke nicht, dass ich da viel ändern kann, solange ich kein Basismedi für mein Rheuma habe!

    @ Jürgen und Daniela: wenn Ihr Beide so fachsimpelt, verstehe ich bloss Bahnhof :)
    Kommt Euch doch meinetwegen bitte nicht in die Haare!!!!

    Ab morgen beginne ich wieder mit der HET,
    also mit Östrogen-Gel und Gestagen-Tabl.,
    hoffentl. klappt das dann wenigstens.

    Liebe Grüsse, Sieglinde von Siggy
  • Lilo

    Rang: Gast
    am 15.10.2010 09:30:11
    Wegen der Hormone, liebe Siggy, guck doch mal vielleicht noch in ein Gyn-Patientenforum?

    Oh, dass du flach gelegen hast, kann ich sehr gut nachvollziehen, denn ich bin nach einem Unfall Schmerzpatientin und habe nach laaanger Zeit seit vergangenem Freitag 4 Uhr morgens starke Phantomschmerzen gehabt, da haben noch alle gelacht, als ich sagte, die Temp. wird fallen, wir bekommen GANZ anderes Wetter.

    Und das mit: es dauert Stunden, bis ich richtig laufen kann, kenne ich auch..deshalb hatte ich dich gefragt, wie es mit Schmerzen und so aussieht.

    Hast du denn täglich Schmerzen trotz der Rheumamittel? Die Entzündungshemmung ist ja das eine, die chronischen Schmerzen noch mal die andere Seite..

    Kann man denn die Roggenalleregie wie eine andere Allergie sensibilisieren oder so? Laienfrage. von Lilo
  • btbghbz5

    Rang: Gast
    am 15.10.2010 23:54:41
    >>Such mal einen Endokrinologen u. Rhematologen auf oder und wechsel das Insulin -bei tierischem Insulin hast du nicht diese Probleme!<<
    Jetzt ist Anke sogar schon Ärztin und medizinisch ausgebildet.... Was weisst du denn von Insulin? Nix, absolut nix (und das ist gut so!) - eigenartig ist, dass die gleiche Problematik schon 1982 bei einer Bekannten mit Schweine- u. Rinderinsulin auftrat (kann aber nicht stimmen - Anke weiss es genau!).
  • Siggy

    Rang: Gast
    am 16.10.2010 00:07:48
    Hallo miteinander,

    @ Lilo: Na, dann kennst Du Dich ja mit Schmerzen aus :(
    Ich habe auch schon gedacht, ich mache mich mal als Wetterfrosch nützlich, Glas vors Haus und Eintritt verlagen :) Da würde ich ganz schön Geld verdienen.

    Also, Roggenallergie kann man nicht ändern -
    ist halt genau das Gegenteil von dieser Glutenunverträglichkeit, die dürfen ja nichts mit Weissmehl essen.

    Mein grösstes Problem im Moment : ich habe kein Basismittel gegen das Rheuma! Ich hatte 3,5 Jahre Metotrextat, dann ein Versuch mit Arava - musste wegen extremer Durchfälle abgesetzt werden. Danach kam Enbrel für 4 Wo. - neurologische Ausfälle, also weg damit. Dann noch Humira,das habe ich zwar gut vertragen, musste aber meist 1x im Monat abgesetzt werden - Gesichtsschwellung, Nasennebenhöhlenvereiterung-schlimme Blasenentzündung - nach 4 Monaten hats dann einfach nicht mehr gewirkt - also absetzen.
    Der letzte Versuch war Sulfasalazin - wegen extremer Migräneanfälle,Durchfall und neurol. Ausfällen abgesetzt nach nur 2 Wo.!!!!!!!

    Du siehst, innerhalb von dem letzten Jahr
    hatte ich 4 Basismedis - mit keinem hats geklappt!

    Mehr Cortison - geht auch nicht . Erst mal wegen dem Diabetes und zum zweiten, mir ist während der Corti-Therapie 2006 die Bauchdecke geplatzt - eine riesen Hernie! Diese wurde dann mit einem Netztimplantat von 30x30 cm repariert. War eine ganz schön heftige OP, die Docs hatten mit so einem grossen Bruch nicht gerechnet!

    Das Metotrextat wurde letztes Jahr in der Rheumafachklinik Oberammergau abgesetzt - ich habe am Montag gespritzt und hatte am Donnerstag immer noch mit Nebenwirkungen wie Übelkeit, Schwindel, Kopfschmerzen, Schmerzen beim Atmen zu kämpfen - das kanns ja auch nicht sein.
    Auch hatten die Schmerzen unter MTX zugenommen, jahrelang hatte ich "nur" Probleme mit den grossen Gelenken und den Sehnenansätzen - dann kamen 2009 Handgelenke,Sprunggelenke, Finger und Zehen noch dazu.

    Schmerzmittel/Entzündungshemmer vertrage ich nur Ibuprofen, das auch nur so lala. Aber mir bleibt im Moment nichts anderes.
    Ich könnte in der Schmerztherapie bestimmt Opiate bekommen, aber davor habe ich einen riesen Bammel!

    @ anonym: Tja, die Beipackzettel dieser Rheuma-Medis liest man am besten überhaupt nicht durch! Sonst würde man sich das Zeug mit Sicherheit erst gar nicht spritzen!!!!!!!!
    Aber wenn man so krank ist - ist es einem echt wurscht - hauptsache, es wird einem irgendwann möglicherweise geholfen.
    Das Problem an der Sache ist ja nicht, dass man Schmerzen hat, die kann man ja auch mit Schmerzmitteln unterdrücken - zumindest weitestgehend.
    Der Hauptgrund für den Einsatz dieser Medikamente ist ja, den Krankheitsverlauf zu stoppen - sprich die damit verbundene Gelenkzerstörung!
    Dafür gibts leider keine anderen Mittelchen - keine Homöopathie,keine Akupunktur,keine Bioresonanztherapie,kein Scenar,keine Physio - das kann man zwar begleitend machen - aber helfen, den chronischen Verlauf zu stoppen - das machen alle diese Therapien nicht!

    Die Idee, mal auf ein anderes Insulin umzusteigen finde ich gar nicht schlecht!
    Endokrinologen - tja, die sind bei mir in der Gegend Mangelware. Ich fahre zum Rheumatologen schon einfach 84 km - das ist immer ein halber Tag Fahrerei für 1 Std. beim Doc! (muss alles über Land gefahren werden)

    Alles in Allem bin ich für mene Ärzte echt ein richtiger Problemfall, die tun mir langsam schon leid!!!!!
    Aber ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass ich auch irgendwann mal das Glück habe, die passende Medikation zu finden!

    lg Siggy
  • Daniela

    Rang: Gast
    am 16.10.2010 13:19:58
    Hallo Siggy,

    "Die Idee, mal auf ein anderes Insulin umzusteigen finde ich gar nicht schlecht!"

    Nun, da hast Du dann 2 Optionen, entweder die Welt ist heile und Dir geht es besser oder aber Du entwickelst eine Insulinallergie, bei der Du Dir dann 100 mg Prednisolon i.v. abholen darfst (täglich).
    Glaub mir, das willst Du ganz sicher nicht.
    Man stellt nicht einfach mal eben das Insulin um - das war bereits zu Zeiten bekannt, als es gentechn. hergestellte Insuline noch nicht gab.

    Das mit der Allergie kann dann tödlich enden - ich hab das durch exerziert, wobei ich sehr viel Glück hatte!
    CAP-Klasse 4 oberer Grenzbereich auf alle Insuline ist nicht witzig..

    LG, Daniela