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  • Rang: Anfänger
    Punkte: 0
    Beiträge: 1
    Mitglied seit: 06.07.2019
    am 06.07.2019 23:33:26 | IP (Hash): 611061392
    Hallo, ich habe mich heute hier angemeldet und hoffe auf ein paar Antworten auf meine Fragen.
    Mein Sohn ( 25 ) liegt derzeit auf Intensivstation, ich bin mit meinem Latein am Ende.
    Er hat Dia 1 seit 2013 und er will es nicht haben.
    Er wohnt bei mir zum Hause, sonst wäre er denk ich nicht mehr da. Meine ganze Wohnung riecht, wenn ich ihn frage, wie der BZ ist, wird er aggressiv und macht zu.
    Ich habe den Notarzt gerufen, da er nichts mehr gesehen hat, seine Haut blau verfärbt war, er nicht mehr gerade laufen konnte, Bauchkrämpfe hatte und sich übergeben musste.
    Ich muss zusehen, wie er sich selbst schadet. Er ist ja erwachsen.
    Arzttermine nimmt er nicht war, Sensor trägt er nicht, und spritzen irgendwie nach Gefühl.
    Vor 3 Wochen war er feiern, Alkoholvergiftung BZ 400mg / dl nachts ins KH, gleiche Symptomatik, erbrechen, nicht in der Lage zu laufen geschweige zu messen. Nächsten Tag wieder aus KH abgeholt, können ihn nicht dabehalten. Er war nur betrunken.Und jetzt BZ von 560 mg/ dl und Intensivstation. Er pumpt wie n Maikäfer, bekommt Sauerstoff, Kalium und Insulin, Wert heute 350mg/dl
    Er akzeptiert die Krankheit nicht, er ist depressiv, er will das nicht haben, sagt er.
    Alles was gesagt wird, mit dia kann man gut leben, wenn er eingestellt ist, hört er nicht.
    Was soll ich tun? Er will auch nicht mit gleichgesinnten sprechen, gibt es in NRW so eine Art Treffen, wo man sich austauschen kann? Nach 6 Jahren muss doch mal die Phase der Akzeptanz und des Handelns eintreten, er ist immer noch am verdrängen und aussitzen. Nur geht das nicht. Und ich kann nichts tun, er ist erwachsen und selbst für sein Leben verantwortlich.
    Sein Standardsatz, „ich weiss „
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    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 07.07.2019 14:55:28 | IP (Hash): 105091062
    Hab Deinen Beitrag mehrmals gelesen und mehrmals schrecklich gefunden. Ehrlich, keine Ahnung, was ich an Deiner Stelle machen würde, also als praktisch direkt beteiligter Elternteil. Aus meiner Opa-Sicht würde ich wenigstens für Dich Hilfe bei nem guten Psychologen erwarten. Denn ich kann mir nicht vorstellen, dass Du diese Belastung ohne Hilfe unendlich weiter so ertragen kannst. Und vielleicht wüsste der dann ja auch Rat, was Deinen Sohn dazu bringen könnte, vernünftig für sich selbst zu sorgen. Daumendrück!

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    Alle Aussagen bezüglich Diabetes und Behandlung in diesem Beitrag sind mutmaßlich, denn ich bin kein Arzt. Genauso wie ich von einem mutmaßlichen Mörder schreiben muss, wenn ich gesehen hab, wie einer einen anderen erschossen hat. Denn zum Mörder darf den nur zum entsprechenden Ende eines ordentlichen Verfahrens ein ordentlicher Richter ernennen ;)
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    am 07.07.2019 16:28:55 | IP (Hash): 439858319
    Hallo Schnute,

    das ist wirklich grenzwertig, da machst Du ganz schön was mit. Jetzt war ich ja selbst auch schon mal jünger und „ich weiß“ war auch meine Antwort zu allen elterlichen Empfehlungen von Saufen bis Rauchen. In dem Alter hat man eine Teflon-Schicht, an der das alles abperlt. Außerdem ist man jung und unbesiegbar. Und krank werden eh nur alte Leute.

    Wie Jürgen schon sagte, müsstest Du erst einmal zu einem Psychologen. Deinen Sohn wirst Du dort wahrscheinlich mit zehn Pferden nicht hinbekommen, aber Dir würde es wahrscheinlich ein bisschen mehr Kraft geben und vielleicht könntest Du dort eine Strategie besprechen, wie Du besser auf Deinen Sohn einwirken kannst.

    Das Dumme ist, dass er wohl der Einzige in seiner Clique mit diesem Problem ist. Ich denke, das der Kontakt mit gleichaltrigen Leidensgenossen sehr hilfreich wäre. Von denen nimmt man sicher eher einen Ratschlag an als von den doofen Eltern. Leider kann ich Dir keinen Austausch in NRW vorschlagen, aber weiß dazu nicht vielleicht die behandelnde Schwerpunktpraxis etwas? Einen Versuch wär’s wert.