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Insulin ohne (noch?)Wirkung!?

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    am 11.07.2019 18:58:01 | IP (Hash): 18813121
    hjt_Jürgen schrieb:
    Futterauswahl und -portionierung und zielgerichtet eingesetzte Bewegung machen den Löwenanteil am gesunden BZ bei T2.




    Bei mir ist es ein MODY2 Diabetes, Diät wie es bei diesem Typ immer heißt, funktioniert bei mir nur bedingt/überhaupt nicht. Bin auch nicht übergewichtig. Wären meine Augen nicht schon angegriffen und hätte ich den Arzt nicht gewechselt, wäre ich noch immer ohne Medikamente.
    Kann schon echt nervig sein, aber man arrangiert sich, vorallem wenn ich dann endlich die richtige Dosis für mich gefunden habe.😁
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    am 11.07.2019 19:52:26 | IP (Hash): 1817223368
    Soso, dann hast Du also einen Diabetes, bei dem der höher als gesunde BZ nicht so schädlich ist. Wurde zur Zeit meiner Diagnose auch noch eifrig vom T2 behauptet - von Fachärzten!
    Persönlich bin ich noch immer jeden Tag dem außergewöhnlichen ehemaligen T1 Arbeitskollegen dankbar, der mich vor über 10 Jahren dazu angeleitet hat, meinen BZ nach dem Verlauf nach dem Essen zu steuern und mit ‘Auswahl und Portionierung und Insulin oder/und Bewegung dafür zu sorgen, dass die Spitzen vom Essen nach Möglichkeit im völlig gesunden Bereich unter 140 mg/dl bleiben.

    Mit der Bewegung nach dem Essen hat es eine recht einfache Bewandtnis: Sie beschleunigt den Kreislauf und erweitert damit den wirksamen Radius vom Insulin. Natürlich oder gespritzt hat das nämlich von seiner wirksamen Ankunft im Blut an ne Halbwertzeit von knapp 5 Minuten. Nach 5 Minuten sind 4 Einheiten nur noch so wirksam wie 2 und noch 5 Minuten weiter nur noch wie 1. Und je mehr mögliche Abnehmerzellen für die zu viele Glukose es ausreichend wirksam erreicht, desto mehr BZ-Entlastung, und zwar völlig unabhängig von Trainingsstand und Lebendgewicht.

    Anyway, Geduld bei Deinem schrittweisen Anpassen! Und Daumendrück für gutes Gelingen! - Hey, und Du hast ehrlich schon Schäden an der Retina?

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    Alle Aussagen bezüglich Diabetes und Behandlung in diesem Beitrag sind mutmaßlich, denn ich bin kein Arzt. Genauso wie ich von einem mutmaßlichen Mörder schreiben muss, wenn ich gesehen hab, wie einer einen anderen erschossen hat. Denn zum Mörder darf den nur zum entsprechenden Ende eines ordentlichen Verfahrens ein ordentlicher Richter ernennen ;)
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    am 11.07.2019 20:11:24 | IP (Hash): 18813121
    Ja, leider. Beim linken Auge leicht und beim rechten Auge beginnend. Soviel zum Thema dass bei diesem MODY keine Folgeschäden zu erwarten sind. Deshalb hab ich mir direkt eine weitere Meinung von einem anderen Diabetologen eingeholt, da mein letzter Doc der Meinung war das einfach mal zu ignorieren und mir selbst als der Befund des Augenarztes schon da war, sagte dass ich keine Folgeerkrankungen zu erwarten habe. Es ist eben nicht immer nur alles schwarz oder weiss und nur nach Lehrbuch kann man eben nicht behandeln. 🤷🏻‍♂️
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    am 11.07.2019 20:15:49 | IP (Hash): 439858319
    Tjo, in meinem Thread 3-4 unter Deinem habe ich ja auch schon zum Thema geschrieben. 40+ IE und kaum ein Ausschlag auf der Zuckerskala. Ich dachte schon, das Zeug wäre abgelaufen! Und das war schnellwirksames Insulin, kein basales.

    Nun habe ich mal massiv Kohlenhydrate weggelassen und siehe da, nach einer Woche komme ich mit einem KE-Faktor von 1,5 (knapp) hin. Auch morgens wird es immer besser mit nur 10 IE Lantus.

    Also am besten beruhigt Jürgens Tipps lauschen und ein bisschen abwarten, das renkt sich noch ein. :)
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    am 13.07.2019 13:40:06 | IP (Hash): 1637338031
    Da hast du wohl recht, dachte auch erst, das ist bloß Wasser, weil bis jetzt keine Veränderung sichtbar sind.🤪

    Aber man ist eben weiter geduldig, wird sich schon noch was ändern.

    Danke für eure Infos.

    LG
  • Elfe

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    am 14.07.2019 23:32:35 | IP (Hash): 1564187967
    Marcel32 schrieb:
    Das niedrigste was ich nachts gemessen habe, sind 7,8.
    Mehrmals nachts gemessen immer das selbe Ergebnis.

    Die zuckerspitzen nachdem essen, sind da "leicht" drüber, zwischen 10,0 und 13mmol/l ist da so ziemlich alles dabei. Da muss ich noch bisschen an meiner Ernährung arbeiten🤪 aber das bekomm ich auch noch hin. Bei den Nüchternwerten ist es so ziemlich egal was ich am Vorabend gegessen habe, unter 8,3 geht's da leider nie.


    Hallo Marcel,
    hatte dir ja schon zu deinem anderen Thema meine Erfahrungen zum Tresiba berichtet, und wie lästig das ist, 3 Tage bis Dosisanpassung warten zu müssen.
    Immerhin 'darfst' du lt. deinem Arzt die Dosis um 2 Einheiten erhöhen, mein Arzt war da sehr viel vorsichtiger mit nur 1 Einheit (ewig gedauert von 5 bis zu 10 dann 8 - hatte zeitweise auch das Gefühl, da tut sich nix).
    Lt. diesem Artikel ist die Dosis-Anpassung aufgrund des Nüchternwertes vorzunehmen mit Zielwert 5,5 mmol/l = 100 mg/dl (siehe Seite 2).
    https://pdfs.semanticscholar.org/6d48/7671d4f2ba13cc752ce452d163169ef078da.pdf

    Deine weitere Beobachtungen kann ich durchaus auch bestätigen.
    Den Nüchternwert schleppen wir den ganzen Tag bzgl. Blutzuckerwert mit (sowohl hoch als auch niedrig (bin mit auch Mahlzeiteninsulin befasst).
    Wenn es dir gelingt, den morgendlichen BZ-Wert zu senken - durch weitere geduldige Dosisanpassung - werden sich deine BZ-Werte insgesamt verbessern.

    Gruß Elfe
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    am 02.08.2019 13:22:32 | IP (Hash): 827098558
    Hallo alle zusammen,

    wollte nur mal wieder berichten: 🤗

    Also nach unzähligen Tagen bin ich jetzt scheinbar erstmal bei der "optimaldosis" angekommen. 18 IE Tresiba senken meinen NBZ zurzeit auf ca 5,8 - 7,4 mmol/l , weiter erhöhen werd ich erstmal nicht, erst nach Rücksprache mit meinem Diabetologen.
    Das einstige Ziel von Morgens 7,0 ist also erstmal erreicht und ich erleichtert dass es endlich geklappt hat.

    Jetzt hat mich natürlich der Ehrgeiz gepackt und ich will meine Zuckerspitzen von nach dem Essen auch endlich mit Kurzwirksamen Insulin in den Griff bekommen. Aktuell nutze ich Fiasp um Gelegentlich zu Hohe Werte über den Tag zu korrigieren (fester Spritzplan vom Dia-Doc). Hab leider noch keine Ahnung wie man das mit den BE`s und dem SEA berechnet etc. Hab am 14.08. Wieder Einzelberatung, da werd ich das natürlich gleich mal alles erfragen.

    Gern könnt ihr mir aber auch schon die ein oder andere Erklärung dazu geben 😁 das mit dem Korrektorfaktor etc interessiert mich auch alles 😎

    Viele Grüße und danke schonmal für eventuelle Antworten ☺️
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    am 02.08.2019 13:46:10 | IP (Hash): 1102049373
    Gratuliere! Hat sich doch schon was in die richtige Richtung bewegt :)

    Wenn Du ein bisschen schlauer zu Deinem Fiasp werden willst, miss doch einfach mal zusätzlich zu vor dem Spritzen und Essen ab z.B. ner halben Stunde nach dem Essen in z.B. Halbstundenschritten, bis der BZ nicht mehr sinkt/vielleicht sogar wieder ansteigt. Wenn dann wie vor dem Essen, hat das Fiasp super zum Essen gepasst :)

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    am 02.08.2019 13:58:13 | IP (Hash): 827098558
    Hallo Jürgen,

    naja, das fiasp spritze ich derzeit unabhängig vom Essen, also wirklich nur wenn zwischendurch meine Werte an der 9,0 kratzen sollten. Seit ich die 18 IE TRESIBA spritze, passiert das eigentlich so gut wie nicht mehr. Durch das FreeStyle libre 2, welches ich seit 6 Tagen nutze, kann ich das ja perfekt sehen, Alarm ist so eingestellt das er ab 9mmol/l warnt. Vergleichsmessungen mit Blut durchgeführt, passt zur zeit hervorragend.

    Mich interessiert jetzt am meisten, wie ich selbst meinen persönlich Faktor bestimmen kann. Meinetwegen 1,5 für 1 BE...
    Hab da leider noch nichts eindeutiges gefunden, außer dass der Arzt das wohl für mich berechnen kann?!🤔

    Bin eben nicht der Geduldigste wie ich schonmal schrieb😁 wenn ich schon mit diabetes Leben muss, will ich natürlich auch wissen wie was funktioniert und zusammenhängt😊

    Auch für meinen Arzt ist es immer schön zu sehen, dass er nicht einen völlig ahnungslosen Patienten hat und der mitarbeitet und sich informiert.

    Wie ich die BE's errechnen kann, weiß ich mittlerweile. Jetzt fehlt eben nur noch die Menge Insulin die ich dafür brauche um meine Mahlzeiten optimal abzudecken.

    LG
    Bearbeitet von User am 02.08.2019 14:11:08. Grund: .
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    am 02.08.2019 14:29:59 | IP (Hash): 1102049373
    Der Arzt kann da auch nichts berechnen, sondern nur schätzen und Dich ausprobieren lassen. Praktisch genauso wie mit dem Basal. Denn wir können halt alle auf die selbe Menge vom selben Insulin sehr verschieden reagieren. Ebenso auch auf die selbe Menge von den selben KHs/BEs, und da kommt dann noch dazu, dass bei manchen von uns manche Sorte BE wie eine wirkt, bei anderen wie ne halbe und bei wieder anderen wie 2. Also ausprobieren und wiedererkennbar aufschreiben!

    Mit dem Libre kannst Du doch suuuper sehen, in welcher Zeit nach dem Essen Dein BZ zu welcher Spitze ansteigt. Zur BE-Einschätzung musst Du von dem Essen einstweilen nur die KHs nehmen, 12g KH = 1BE.
    Und mit dem Libre kannst Du doch suuuper sehen, in welcher Zeit nach dem Spritzen vom Fiasp Dein BZ wie weit sinkt und wann er zu sinken aufhört. Wo er zu sinken aufhört, hat die Dosis vom Fiasp ausgewirkt :)

    So, und jetzt geh ich ne Runde radeln, komme so in 2 oder so Stunden wieder hier zum Lesen ;)

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